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Potensic ATOM 3 im Test: 4K-Kamera, Flugzeit & PTD 2 im Check

Potensic ATOM 3 im Test: 4K-Kamera, Flugzeit & PTD 2 im Check https://www.drohnen.de/wp-content/uploads/2026/09/potensic-atom-3-test-header.jpg Potensic ATOM 3 im Test: 4K-Kamera, Flugzeit & PTD 2 im Check Chris Westphal 21. September 2026 4.765

Potensic ATOM 3

Bildqualität und Sensor - 93%
Flugverhalten und Stabilität - 96%
Akku und reale Flugzeit - 93%
Sicherheit und Assistenzsysteme - 96%
Verarbeitung und Lieferumfang - 97%
Preis-Leistungs-Verhältnis - 97%
95%

Gesamt

Fazit: Die Potensic ATOM 3 überrascht im Test mit einer für ihre Preisklasse sehr überzeugenden Kombination aus 1/1,3-Zoll-Sensor, 4K/60 fps, ruhigem Flugverhalten und geringem Gewicht unter 249 Gramm. Besonders mit der PTD 2 Bildschirmfernsteuerung wirkt das Gesamtpaket deutlich erwachsener, als man es von früheren Potensic-Modellen gewohnt war.

Die Potensic ATOM 3 greift die etablierte Mini-Drohnen-Klasse deutlich ambitionierter an als ihre Vorgänger und kombiniert dafür einen 1/1,3-Zoll-Sensor, 4K mit 60 Bildern pro Sekunde, HDR, P-Log und ein Abfluggewicht von unter 249 Gramm. Damit richtet sie sich nicht nur an Einsteiger, sondern auch an Nutzer, die möglichst viel Kamera- und Flugtechnik in einem kompakten C0-Modell suchen, ohne direkt in die deutlich teurere Oberklasse wechseln zu wollen. Für diesen ausführlichen Potensic-ATOM-3-Testbericht sind wir das Fly More Combo mit der PTD 2 Bildschirmfernsteuerung über mehrere Flugtage in verschiedenen Seenlandschaften geflogen und haben dabei nicht nur die reine Bildqualität, sondern auch das Verhalten bei wechselndem Wind, im Gegenlicht und in der Dämmerung bewertet. Zusätzlich haben wir die reale Flugzeit protokolliert, DNG-Rohdateien entwickelt und Kamera, Gimbal, Funkverbindung, Potensic-Eve-App, Rückkehrfunktion sowie die automatischen Flug- und Aufnahmemodi im praktischen Einsatz geprüft.

Besonders interessant ist dabei die Frage, wie nah die ATOM 3 im Alltag tatsächlich an deutlich teurere Mini-Drohnen herankommt. Auf dem Datenblatt wirkt das Paket erstaunlich vollständig, gleichzeitig verzichtet Potensic weiterhin auf eine echte Hinderniserkennung nach vorn, hinten und zu den Seiten. Genau deshalb haben wir nicht nur die Stärken, sondern auch die Grenzen des Systems genauer betrachtet. Der Test zeigt, wie schwer dieser Verzicht im täglichen Einsatz wirklich wiegt, was von den beworbenen Reichweiten- und Akkuwerten unter europäischen Bedingungen übrig bleibt und ob die PTD 2 mit integriertem Display den Aufpreis gegenüber der klassischen PT 2 Fernsteuerung rechtfertigt. Außerdem vergleichen wir die vier angebotenen Sets hinsichtlich Preis, Akkuausstattung, Ladestation und Transporttasche und zeigen, welche Variante für Gelegenheitsflieger, Reisende und regelmäßige Nutzer am sinnvollsten ist. Weiter unten findest du deshalb nicht nur Messwerte und Praxisbeobachtungen, sondern auch alle Sets, Preise, Unterschiede und unsere konkrete Kaufempfehlung im direkten Vergleich.

Direkt vergleichen: Smartphone, Bildschirm oder Fly More

Welche Potensic ATOM 3 passt zu dir?

Vier Sets, dieselbe Drohne: Entscheidend sind die Fernsteuerung und die Anzahl der Akkus. Wer möglichst günstig einsteigen will, nimmt die PT 2 mit Smartphone; wer regelmäßig fliegt, profitiert von der PTD 2 mit eigenem 5,5-Zoll-Display. Die Preise wurden am 21.09.2026 direkt bei Amazon geprüft.

Unsere Testkonfiguration · Empfehlung

Fly More Combo mit PTD 2 · 3 Akkus

639,99 €inkl. Bildschirmfernsteuerung

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Das Komplettpaket aus diesem Test: PTD 2 mit 5,5-Zoll-Display, drei Akkus, Ladestation und Tasche. Die bequemste Variante für regelmäßige Flüge.

  • PTD 2 mit integriertem 5,5-Zoll-Display
  • Drei Akkus plus Parallelladestation
  • Transporttasche und Ersatzpropeller
Fly More Combo mit PTD 2 bei Amazon ansehen
Bestes Preis-Leistungs-Verhältnis

Fly More Combo mit PT 2 · 3 Akkus

499,99 €Smartphone als Display

Amazon: zum Prüfzeitpunkt bestellbar

Die günstigere Fly-More-Lösung mit drei Akkus, Ladestation und Tasche. Ideal, wenn du dein Smartphone ohnehin als Bildschirm nutzen möchtest.

  • Drei Akkus plus Parallelladestation
  • Transporttasche inklusive
  • PT 2 Fernsteuerung mit Smartphone-Halterung
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Günstigster Weg zum Bildschirm

Standard-Kit mit PTD 2 · 1 Akku

519,99 €1 Akku

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Für Piloten, die unbedingt die Bildschirmfernsteuerung möchten, aber zunächst mit einem Akku auskommen. Ladestation und Tasche fehlen.

  • PTD 2 mit integriertem Display
  • Ein Flugakku
  • Ohne Ladestation und Transporttasche
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Günstigster Einstieg

Standard-Kit mit PT 2 · 1 Akku

379,99 €1 Akku

Amazon: zum Prüfzeitpunkt bestellbar

Die preiswerteste ATOM-3-Variante. Technisch ist die Drohne identisch, als Bildschirm dient jedoch das eigene Smartphone.

  • Günstigster Einstieg in die ATOM 3
  • PT 2 Fernsteuerung
  • Ohne Ladestation und Transporttasche
Standard-Kit mit PT 2 bei Amazon ansehen

Kurzentscheidung: Wer regelmäßig fliegt, bekommt mit der PTD 2 deutlich mehr Komfort. Wer dagegen möglichst viel Flugzeit pro Euro sucht, fährt mit der PT-2-Fly-More-Combo am günstigsten.

  • Alle Varianten: ATOM 3 unter 249 g
  • Fly More: 3 Akkus, Ladestation und Tasche
  • PTD 2: 5,5-Zoll-Bildschirm integriert

Preise und Verfügbarkeit zuletzt geprüft am 21.09.2026

Die Links sind Partnerlinks. Kaufst du darüber, erhalten wir eine kleine Provision; für dich ändert sich der Preis nicht. Maßgeblich sind immer Preis und Verfügbarkeit beim Händler zum Zeitpunkt der Bestellung.

Test: Potensic ATOM 3 – 1/1,3-Zoll-Sensor, 4K/60, PTD 2 und echte Flugzeit im Praxis-Check

Potensic ATOM 3 im Schwebeflug über einem See in der Abenddämmerung

Stand dieses Testberichts

Alle Preise, Firmware- und App-Stände sowie die rechtlichen Angaben beziehen sich auf den 21. September 2026. Geflogen wurde mit der App Potensic Eve in der Version SC-V3.3.8 und dem Flugsicherheitsdatensatz V01.01.012. Drohnenpreise schwanken bei Potensic stark; prüfe den Endpreis immer im Warenkorb, bevor du bestellst.

Das Wichtigste in 20 Sekunden

Bildqualität

Der 1/1,3-Zoll-Sensor mit 50 Megapixeln liefert bei Tageslicht und in der Dämmerung mehr Zeichnung in den Lichtern, als der Preis erwarten lässt. 4K mit 60 fps, HDR und P-Log sind an Bord, RAW-Dateien im DNG-Format ebenfalls.

Reale Flugzeit

Potensic nennt 40 Minuten. In unseren Flügen zeigte die App bei 96 Prozent Akkustand noch 33:30 Minuten Restzeit an. Wer zügig fliegt und filmt, landet realistisch nach 25 bis 33 Minuten.

Keine Hinderniserkennung

Nach vorn, hinten und zur Seite sieht die ATOM 3 nichts. Nur nach unten arbeitet ein Kamera- und Laufzeitsensor. Das ist der größte funktionale Unterschied zu gleich teuren DJI-Modellen.

Klasse C0, unter 249 g

Mit dem in Europa verkauften Standardakku bleibt die Drohne unter 250 Gramm und trägt das C0-Kennzeichen. Kein Kompetenznachweis nötig – Registrierung und Haftpflicht aber sehr wohl.

Vier Verkaufsvarianten

379,99 bis 639,99 Euro, je nach Fernsteuerung und Akkuzahl. Der Aufpreis für die Bildschirmfernsteuerung PTD 2 beträgt 140 Euro – und ist der Punkt, an dem die Kaufentscheidung wirklich fällt.

Zwei Werbezahlen mit Sternchen

Die 16 Kilometer Reichweite gelten für eine Sendeleistung, die in Europa nicht erlaubt ist. Und den 50-Minuten-Akku verkauft Potensic in Europa nach eigener Aussage derzeit gar nicht.

So haben wir getestet

Transparenz zuerst, weil in dieser Produktkategorie viele Texte kursieren, die nie ein Fluggerät in der Hand hatten. Uns lag das Fly More Combo mit der Bildschirmfernsteuerung PTD 2 und drei Akkus vor – also die 639,99-Euro-Variante mit Ladestation und Tasche. Geflogen wurde im September 2026: offenes Gelände, wechselnder Wind, Flüge in der Dämmerung und im harten Abendgegenlicht.

Alle Fotos vom Fluggerät und alle Luftaufnahmen in diesem Bericht stammen aus unseren eigenen Flügen. Die Luftbilder sind aus den DNG-Rohdateien entwickelt und nur leicht nachbearbeitet, damit sichtbar bleibt, was der Sensor tatsächlich liefert. Die Werte zur Restflugzeit stammen aus Bildschirmaufzeichnungen der Fernsteuerung, nicht aus dem Datenblatt.

Was wir nicht gemacht haben, sagen wir genauso deutlich: Wir haben die beworbene Maximalreichweite nicht ausgeflogen – das wäre in Deutschland außerhalb der Sichtweite und damit nicht zulässig. Wir haben keine Laborwerte für Lautstärke, Windkanal oder Sensor-Dynamikumfang erhoben. Und wir hatten die einfache Fernsteuerung PT 2 nicht zum Gegentest hier; was wir über sie schreiben, stammt aus dem Handbuch und ist als solches gekennzeichnet.

Vollständiges Potensic ATOM 3 Fly More Combo mit PTD 2 Fernsteuerung, Ladestation, drei Akkus und Tasche

Das Testgerät: Fly More Combo mit PTD 2, Ladestation für drei Akkus und Umhängetasche.

Inhalt dieses Testberichts

Der Bericht ist so aufgebaut, dass du ihn von oben nach unten lesen oder gezielt in ein Kapitel springen kannst. Die Kaufberatung steht bewusst in der Mitte – nach den Messwerten, nicht davor.

Gerät und Technik

Einordnung Wo die ATOM 3 im Markt steht
Auspacken Verarbeitung und erster Eindruck
Fernsteuerung PT 2 gegen PTD 2
Datenblatt Alle Werte im Überblick

Praxis und Messwerte

Kamera Was der Sensor wirklich liefert
Flugverhalten Wind, Präzision, Lautstärke
Reichweite Warum 16 km eine US-Zahl ist
Akku Die echte Flugzeit im Protokoll
Sicherheit Ohne Hinderniserkennung fliegen
App Potensic Eve richtig einstellen
Flugmodi Folgen, QuickShots, Wegpunkte

Kauf, Recht und Fazit

Varianten Vier Sets, vier Preise
Zubehör Was wirklich nötig ist
Recht Pflichten in Deutschland
Fehler Was Einsteiger falsch machen
Vergleich ATOM 3 gegen die Konkurrenz
Zielgruppen Für wen sich welches Set lohnt
Alternativen Wenn es nicht die ATOM 3 wird
FAQ 22 Fragen und Antworten
Fazit Unser Urteil
Quellen Alles zum Nachlesen

Wo die ATOM 3 im Markt steht

Potensic baut seit Jahren Kameradrohnen unterhalb der 250-Gramm-Grenze, bisher aber immer mit dem Etikett „gute Alternative für Sparsame“. Die ATOM 2 war eine solide Einsteigerdrohne mit einem halbzölligen Sensor, die ATOM SE davor eher ein Spielgerät mit GPS. Mit der ATOM 3 verlässt der Hersteller dieses Feld: Der Sensor wächst auf 1/1,3 Zoll, die Videoaufzeichnung schafft 4K mit 60 Bildern pro Sekunde, es gibt ein flaches Log-Profil für die Farbkorrektur und eine Fernsteuerung mit eigenem Bildschirm, für die man beim Marktführer deutlich mehr bezahlt.

Damit rutscht die ATOM 3 in ein Preissegment zwischen 380 und 640 Euro, in dem DJI mit der Mini 4 Pro und der Mini 5 Pro sitzt – Modelle mit Rundum-Hindernissensoren. Genau dort entsteht die interessante Frage dieses Tests: Wie viel Bildqualität bekommt man für deutlich weniger Geld, und was kostet der Verzicht auf die Sensorik im Alltag wirklich?

Die Kurzdefinition

Die Potensic ATOM 3 ist ein faltbarer Quadrocopter mit dreiachsig stabilisierter Kamera, Satellitennavigation über vier Systeme und einem Abfluggewicht von unter 249 Gramm. Sie trägt das europäische Klassenkennzeichen C0 und fällt damit in die offene Betriebskategorie, Unterkategorie A1. Die Steuerung läuft über ein herstellereigenes Funksystem namens PixSync 5.0, nicht über WLAN. Bedient wird sie entweder mit der Fernsteuerung PT 2 und eingeklemmtem Smartphone oder mit der PTD 2, die den Bildschirm bereits eingebaut hat.

Was sich gegenüber der ATOM 2 geändert hat

  • Sensor: 1/1,3 Zoll statt 1/2 Zoll, 50 statt 12 Megapixel Nennauflösung
  • Video: 4K mit bis zu 60 fps statt 30 fps, dazu HDR und P-Log
  • Übertragung: PixSync 5.0 mit drei Frequenzbändern statt zwei
  • Fernsteuerung: PTD 2 mit 900 statt 700 Nits Displayhelligkeit (Herstellerangabe)
  • Akku: 2590 mAh statt 2500 mAh, Ladung über die mitgelieferte Parallelstation
  • Nicht kompatibel: Propeller und Akkus der Vorgängermodelle passen nicht mehr, auch Ladegeräte älterer ATOM-Modelle nicht

Auspacken, Verarbeitung und erster Eindruck

Der Karton des Fly More Combo ist erfreulich unspektakulär gepackt: Drohne, Fernsteuerung, drei Akkus, Ladestation, ein Ladekabel, zwei Paar Ersatzpropeller je Akkuset, Schraubendreher, Schrauben und der kombinierte Propeller- und Gimbalschutz. Dazu eine Umhängetasche, die – anders als viele Beigaben in dieser Preisklasse – tatsächlich brauchbar ist: Doppelreißverschluss, Magnetlasche, genug Platz für alles.

Potensic ATOM 3 gefaltet mit montiertem Propeller- und Gimbalschutz
Transportstellung Der Schutz umschließt Gimbal und Propeller in einem Teil und lässt den Ladeanschluss frei. Eigene Aufnahme
Unterseite der Potensic ATOM 3 mit Sichtsensor und Laufzeitsensor
Unterseite Kamera und Laufzeitsensor für die Positionierung in Bodennähe, daneben der Aufkleber mit der Seriennummer. Eigene Aufnahme

Das Gehäuse ist hellgrauer Kunststoff mit leicht angerautem Finish. Wer eine DJI Mini in der Hand hatte, merkt den Unterschied: Die ATOM 3 wirkt an den Armgelenken eine Spur leichtgängiger, das Material gibt bei Druck auf die Oberschale minimal nach. Das ist kein Mangel, sondern die logische Folge der Gewichtsgrenze – bei unter 249 Gramm mit Akku, Propellern und Speicherkarte bleibt für Materialstärke wenig Spielraum. Im Flug hat sich nichts davon bemerkbar gemacht.

Richtig gut gelöst ist der kombinierte Propeller- und Gimbalschutz. Er ersetzt die Klettbandlösung der Vorgänger durch ein Formteil, das man in einer Bewegung aufsetzt und das Speicherkartenschacht und Ladeanschluss frei lässt. Man kann die Drohne also im Schutz laden, ohne ihn abzunehmen. Kleinigkeit, aber im Alltag spürt man sie jedes Mal.

Potensic ATOM 3 mit ausgeklappten Armen neben der PTD 2 Fernsteuerung
Flugbereit Arme ausklappen, Gimbalschutz abnehmen, einschalten – mehr ist es nicht. Eigene Aufnahme
Potensic ATOM 3 nach der Landung auf steinigem Untergrund
Landeplatz Auf grobem Kies landet die Drohne dank Weichlandungs-Schutz sauber ab. Eigene Aufnahme

Was im Karton fehlt

Zwei Dinge sollte man gleich mitbestellen. Erstens eine Speicherkarte: Ohne microSD nimmt die ATOM 3 weder Fotos noch Videos auf, und zwar wirklich gar nichts – es gibt keinen internen Puffer, der einspringt. Das Handbuch verlangt mindestens U3 oder V30 und nennt 4 bis 512 Gigabyte als unterstützten Bereich. Zweitens ein Netzteil: Im Karton liegt nur ein Kabel. Potensic gibt die Ladestation mit 65 Watt an; wer ein schwächeres Netzteil anschließt, wartet deutlich länger.

Diese Angabe kostet sonst einen Flugtag

Die Ladestation lädt drei Akkus nacheinander in rund 90 Minuten – aber nur an einem 65-Watt-Netzteil mit Power Delivery. An einem 20-Watt-Handyladegerät dauert derselbe Vorgang ein Vielfaches. In mehreren Amazon-Rezensionen ist genau das der Hauptkritikpunkt, weil es auf der Verkaufsseite nicht deutlich genug steht. Ein passendes Netzteil kostet rund 25 Euro und gehört in dieselbe Bestellung.

Potensic Ladestation mit drei eingesetzten Akkus und Ladeanzeige
Ladestation Drei Akkus, Ladestandsanzeige je Schacht, Belüftungsschlitze an den Seiten. Eigene Aufnahme
Geöffnetes Akkufach der Potensic ATOM 3 von oben
Akkuwechsel Der Akku sitzt im Rücken der Drohne und rastet hörbar ein – die App weist vor jedem Start ausdrücklich darauf hin. Eigene Aufnahme

Apropos einrasten: Die App zeigt beim Start einen Hinweis, man möge prüfen, ob die Akkuverriegelung vollständig eingerastet ist – ein unsauber eingesetzter Akku könne im Flug herausfallen. Das klingt dramatisch, ist aber ein sinnvoller Vorab-Check. Wer den Akku richtig einschiebt, hört ein deutliches Klicken.

PT 2 oder PTD 2: die Entscheidung, die 140 Euro kostet

Potensic verkauft die ATOM 3 mit zwei völlig unterschiedlichen Fernsteuerungen, und dieser Unterschied prägt den Alltag stärker als jede technische Kennzahl im Datenblatt.

Die PT 2 ist die klassische Lösung: ein Gehäuse mit klappbaren Antennen, zwei Steuerknüppeln und einer Halterung, in die das Smartphone eingeklemmt wird. Verbunden wird über eines der beiden beiliegenden Kabel, USB-C auf USB-C oder USB-C auf Lightning. Laut Handbuch steckt ein 5000-mAh-Akku darin, der rund vier Stunden durchhält und über USB-C mit 18 Watt lädt.

Die PTD 2 hat den Bildschirm bereits eingebaut: 5,5 Zoll, Full HD, nach Herstellerangabe 900 Nits hell. Kein Kabel, kein Einklemmen, keine unterbrochene Live-Ansicht, weil ein Anruf hereinkommt. Für unseren Test war das die Variante der Wahl, und nach mehreren Flugtagen im Gegenlicht ist die Einschätzung eindeutig: Wer regelmäßig fliegt, will den eingebauten Bildschirm.

Potensic PTD 2 Bildschirmfernsteuerung mit Live-Ansicht im Gelände

Die PTD 2 im Einsatz: Im schrägen Abendlicht bleibt das Bild ablesbar – der Punkt, an dem Smartphones regelmäßig scheitern.

Startbildschirm der Potensic Eve Software auf der PTD 2 Fernsteuerung
Startbildschirm Akademie, Album und Profil direkt auf der Fernsteuerung – die Akku-Firmware wollte beim ersten Start aktualisiert werden. Eigene Aufnahme
Übersicht der Bedienelemente der Potensic PTD 2 Fernsteuerung
Bedienelemente Die eingebaute Einführung erklärt Power-Taste, RTH-Taste und die Doppelantenne. Bildschirmaufnahme PTD 2

Wofür sich der Aufpreis rechnet

Startzeit

Mit der PTD 2 liegt zwischen Tasche öffnen und Abheben etwa eine Minute. Mit Smartphone kommen Einklemmen, Kabel suchen, App starten und Berechtigungen bestätigen dazu.

Ablesbarkeit

900 Nits sind heller als viele Mittelklasse-Smartphones und deutlich heller als ein Display, das wegen Überhitzung heruntergeregelt hat.

Akku des Telefons

Das Smartphone bleibt in der Tasche. Wer schon einmal mit zehn Prozent Handyakku und laufender Drohne in der Luft stand, kennt den Wert dieses Punktes.

Keine Störungen

Anrufe, Benachrichtigungen und Hintergrundprozesse können die Live-Ansicht auf dem Telefon unterbrechen. Auf der PTD 2 läuft nur die Flugsoftware, Fremd-Apps lassen sich nicht installieren.

Gegen die PTD 2 spricht vor allem der Preis: 140 Euro Aufschlag gegenüber dem vergleichbaren PT-2-Set. Und ein praktischer Punkt, der selten erwähnt wird – das Gerät hat zwar einen Lautsprecher, aber kein Mikrofon, und es lassen sich keine Karten- oder Drittanbieter-Apps nachinstallieren. Wer unterwegs auf eine Luftraumkarte schauen will, braucht das Telefon also trotzdem.

Zubehör-Tipp: Displayschutz für die Bildschirmfernsteuerung

Bei einer Fernsteuerung mit fest verbautem Bildschirm ist genau dieser Bildschirm das teuerste Einzelteil – und das einzige, das sich nicht separat tauschen lässt. Die PTD 2 wandert im Rucksack neben Akkus, Schlüsseln und Propellern; ein Kratzer mitten im Bildfeld begleitet dich ab dann bei jedem Flug. Eine gehärtete Schutzfolie für rund 20 Euro ist deshalb das erste Zubehör, das wir zu jedem Set mit Bildschirmfernsteuerung empfehlen. Potensic bietet für seine Bildschirmfernsteuerungen ein passendes Set aus zwei 9H-Hartglasfolien mit Montagehilfe und Aufbewahrungsbox an.

Wichtig zur Einordnung: Potensic führt dieses Folienset auf der Verkaufsseite ausdrücklich für die Bildschirmfernsteuerung PTD 1 der ATOM-2-Reihe. PTD 1 und PTD 2 haben beide ein 5,5-Zoll-Display, die PTD 2 wird auf der Produktseite des Folienpakets aber nicht genannt. Wir kennzeichnen das als das, was es ist: eine naheliegende, aber vom Hersteller an dieser Stelle nicht bestätigte Übertragung. Wenn dir hundertprozentige Passgenauigkeit wichtig ist, frage vor dem Kauf kurz beim Potensic-Support nach oder miss dein Display nach.

Displayschutz bei Amazon ansehen

Die vier Varianten: was drin ist und was sie kosten

Potensic verkauft die ATOM 3 in Deutschland in vier Zusammenstellungen. Sie unterscheiden sich in genau zwei Punkten – welche Fernsteuerung dabei ist und ob ein oder drei Akkus im Karton liegen. Die Drohne selbst ist in allen vier Sets identisch. Wichtig ist der oft übersehene Nebeneffekt: Ladestation und Transporttasche gibt es nur in den Sets mit drei Akkus. Wer das Einzelakku-Set kauft, lädt später über das Kabel direkt in der Drohne und transportiert sie ohne Tasche.

Set Fernsteuerung Akkus Ladestation Tasche Preis
ATOM 3 mit PT 2 RC PT 2, Smartphone nötig 1 nein nein 379,99 €
ATOM 3 mit PT 2 RC PT 2, Smartphone nötig 3 ja ja 499,99 €
Standard-Kit (PTD 2 RC) PTD 2 mit Bildschirm 1 nein nein 519,99 €
Fly More Combo (PTD 2 RC) PTD 2 mit Bildschirm 3 ja ja 639,99 €

Preise und Lieferumfänge laut Amazon-Produktseiten, abgerufen am 21.09.2026. Verkauf über den Potensic-EU-Store beziehungsweise Amazon.

Rechnet man die Sets gegeneinander, ergibt sich ein klares Bild. Der Sprung von einem auf drei Akkus kostet jeweils 120 Euro und bringt neben zwei zusätzlichen Akkus auch Ladestation und Tasche mit – einzeln gekauft käme man teurer weg. Der Sprung von der PT 2 auf die PTD 2 kostet jeweils 140 Euro. Eine separat erhältliche Bildschirmfernsteuerung liegt bei Potensic in der Größenordnung von 280 Euro, der Aufpreis im Set ist also der günstigere Weg zum Bildschirm.

Alle vier Varianten mit Direktlink · Preise vom 21.09.2026

Potensic ATOM 3 kaufen: welches Set zu welchem Piloten passt

Die Drohne ist in allen Sets dieselbe. Entscheide über die Fernsteuerung und über die Anzahl der Akkus – und bedenke, dass Ladestation und Tasche nur in den Drei-Akku-Sets enthalten sind.

1
Bildschirm oder Smartphone

Fliegst du öfter als ein paar Mal im Jahr oder oft im Gegenlicht, nimm die PTD 2. Für gelegentliche Urlaubsflüge reicht die PT 2 mit dem Telefon.

2
Ein Akku oder drei

Ein Akku bedeutet realistisch eine halbe Stunde Flug pro Ausflug. Wer eine Tour filmen will, braucht drei – und bekommt Ladestation und Tasche gleich dazu.

3
Vor dem Bestellen ergänzen

Speicherkarte mit U3 oder V30, ein 65-Watt-Netzteil und bei den Bildschirm-Sets die Displayschutzfolie. Zusammen etwa 60 Euro.

Günstigster Einstieg

ATOM 3 mit PT 2 RC, 1 Akku

379,99 €

Preiswerteste Variante · ohne Tasche, ohne Ladestation

Drohne, PT 2 Fernsteuerung, zwei Verbindungskabel für Android und iPhone, ein Akku, Ladekabel, zwei Paar Ersatzpropeller, Propeller- und Gimbalschutz. Das Smartphone dient als Bildschirm.

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Bestes Preis-Leistungs-Verhältnis

ATOM 3 mit PT 2 RC, 3 Akkus

499,99 €

120 € Aufpreis für zwei Akkus, Ladestation und Tasche

Wie oben, dazu drei Akkus, die Parallelladestation und die Umhängetasche sowie vier Paar Ersatzpropeller. Wer ohne Bildschirmfernsteuerung leben kann, fliegt hier am günstigsten pro Flugminute.

Bei Amazon ansehen

Bildschirm zum Einstiegspreis

Standard-Kit mit PTD 2 RC, 1 Akku

519,99 €

Günstigster Weg zur Bildschirmfernsteuerung

Drohne, PTD 2 mit 5,5-Zoll-Display, ein Akku, 65-Watt-Ladekabel, zwei Paar Ersatzpropeller, Propeller- und Gimbalschutz. Ohne Ladestation und ohne Tasche.

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Unsere Testkonfiguration · Empfehlung

Fly More Combo mit PTD 2 RC, 3 Akkus

639,99 €

Komplettpaket · das Set aus diesem Testbericht

Alles zusammen: Bildschirmfernsteuerung, drei Akkus, Ladestation, Tasche, vier Paar Ersatzpropeller und der Propeller- und Gimbalschutz. Wer die ATOM 3 ernsthaft nutzen will, landet erfahrungsgemäß ohnehin hier.

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Preise und Verfügbarkeit Stand 21.09.2026, Änderungen jederzeit möglich. Die Links sind Partnerlinks: Kaufst du darüber, erhalten wir eine kleine Provision. Für dich ändert sich am Preis nichts.

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  • 𝟖𝐊 𝐅𝐨𝐭𝐨𝐬 & 𝟒𝐊 𝐇𝐃𝐑-𝐕𝐢𝐝𝐞𝐨𝐬: ATOM 2 GPS Drohne mit einem fortschrittlichen 𝟏/𝟐-𝐙𝐨𝐥𝐥-𝐒𝐎𝐍𝐘-𝐂𝐌𝐎𝐒-𝐒𝐞𝐧𝐬𝐨𝐫 liefert gestochen scharfe 𝟒𝟖𝐌𝐏 𝐅𝐨𝐭𝐨𝐬 und lebendige 𝟒𝐊 𝐇𝐃𝐑-𝐕𝐢𝐝𝐞𝐨𝐬 mit präziser Farbwiedergabe. Der 𝟑-𝐀𝐜𝐡𝐬𝐞𝐧-𝐆𝐢𝐦𝐛𝐚𝐥 gewährleistet maximale Stabilität, während die 𝐅𝟏.𝟖-𝐁𝐥𝐞𝐧𝐝𝐞 auch bei schwachem Licht herausragende Ergebnisse liefert.
  • 𝐍𝐞𝐮𝐞 𝐅𝐞𝐫𝐧𝐬𝐭𝐞𝐮𝐞𝐫𝐮𝐧𝐠, 𝐌𝐚𝐱. 𝟏𝟎 𝐤𝐦 𝐑𝐞𝐢𝐜𝐡𝐰𝐞𝐢𝐭𝐞: Mit der verbesserten Richtantenne und der 𝐏𝐢𝐱𝐒𝐲𝐧𝐜 𝟒.𝟎 Technologie kann unter optimalen Bedingungen eine Reichweite von bis zu 𝟏𝟎 𝐤𝐦 erzielt werden – mit flüssigem 𝟏𝟎𝟖𝟎𝐩/𝟑𝟎 𝐟𝐩𝐬 HD-Live-Video und stabiler Übertragung für präzise Steuerung sowie ein einzigartiges Flugerlebnis.
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Potensic ATOM LT GPS Drohne mit EIS 2,5K Kamera, 1 Akku für 40 Min. lange Flugzeit, unter 249g, 4km FPV Übertragung, autom. Rückkehr/Follow-Me/SurgeFly, C0, Kameradrohne für Anfänger, Erwachsene
Potensic ATOM LT GPS Drohne mit EIS 2,5K Kamera, 1 Akku für 40 Min. lange Flugzeit, unter 249g, 4km FPV Übertragung, autom. Rückkehr/Follow-Me/SurgeFly, C0, Kameradrohne für Anfänger, Erwachsene
  • 𝐔𝐥𝐭𝐫𝐚𝐥𝐚𝐧𝐠𝐞 𝐅𝐥𝐮𝐠𝐳𝐞𝐢𝐭: Kommt mit einem verbesserten 3000-mAh-Flugakku. Ein voll aufgeladener Akku ermöglicht eine Flugzeit von bis zu 𝟒𝟎 𝐌𝐢𝐧𝐮𝐭𝐞𝐧. Kann mit der Potensic Schnellladestation genutzt werden, um den Akku für kurze Zeit aufzuladen und so das Flugerlebnis zu verlängern.
  • 𝐇𝐨𝐜𝐡𝐩𝐫ä𝐳𝐢𝐬𝐞 𝐆𝐍𝐒𝐒-𝐏𝐨𝐬𝐢𝐭𝐢𝐨𝐧𝐢𝐞𝐫𝐮𝐧𝐠: Mit einem vollständigen Satellitensystem ist die Positionierung von ATOM LT-Einsteigerdrohne im Freien genauer. Wenn sich die Drohne im GPS-Modus befindet, stehen mehrere Flugmodi zur Verfügung, z. B. Kreisflug, Follow-Me(GPS-Verfolgung) und Wegpunkt Flug, intelligente Rückkehr usw. 𝐀𝐜𝐭𝐮𝐧𝐠: 𝐃𝐢𝐞 𝐃𝐫𝐨𝐡𝐧𝐞 𝐤𝐚𝐧𝐧 𝐢𝐧 𝐈𝐧𝐧𝐞𝐧𝐫ä𝐮𝐦𝐞𝐧 𝐧𝐢𝐜𝐡𝐭 𝐬𝐭𝐚𝐫𝐭𝐞𝐧. 𝐄𝐬 𝐤𝐚𝐧𝐧 𝐧𝐮𝐫 𝐢𝐦 𝐆𝐍𝐒𝐒-𝐌𝐨𝐝𝐮𝐬 𝐢𝐦 𝐅𝐫𝐞𝐢𝐞𝐧 𝐠𝐞𝐟𝐥𝐨𝐠𝐞𝐧 𝐰𝐞𝐫𝐝𝐞𝐧.
  • 𝐏𝐢𝐱𝐒𝐲𝐧𝐜 𝟐.𝟎, 𝐌𝐚𝐱. 𝟒𝐤𝐦 Ü𝐛𝐞𝐫𝐭𝐫𝐚𝐠𝐮𝐧𝐠: Bei Messungen in einer Umgebung ohne Hindernisse und Störungen kann die Drohne bis zu 4 km weit fliegen. Die PixSync 2.0-Technologie gewährleistet unter den meisten Aufnahmebedingungen ein stabiles, konsistentes Video und ermöglicht eine niedrige Latenz für digitales HD-Video. Die Videoübertragungsauflösung beträgt 576P, und das Originalbild/-video muss von der SD-Karte exportiert werden.
  • 𝐒𝐮𝐫𝐠𝐞𝐅𝐥𝐲 𝐅𝐥𝐮𝐠𝐤𝐨𝐧𝐭𝐫𝐨𝐥𝐥𝐞: Das SurgeFly-Flugkontrollesystem bietet einen Anfängermodus und 3 Flugmodi – Video, Normal und Sport. Im Sportmodus kann die Geschwindigkeit 𝐢𝐧 𝟐,𝟖 𝐒𝐞𝐤𝐮𝐧𝐝𝐞𝐧 𝟏𝟔 𝐦/𝐬 erreichen.
  • 𝐖𝐢𝐧𝐝𝐰𝐢𝐝𝐞𝐫𝐬𝐭𝐚𝐧𝐝 𝟓: Dank des Flugsteuerungssystems kann die ATOM LT-Kameradrohne in Umgebungen mit Windstärke 5 stabil schweben und nutzt die Bildstabilisierungstechnologie, um den Entwicklern klare Bilder zu liefern.
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Technische Daten: alle Werte aus dem Originalhandbuch

Die folgenden Tabellen stammen aus dem deutschen Benutzerhandbuch der ATOM 3 in der Fassung V01.26.05. Es sind Herstellerangaben, keine von uns gemessenen Werte – wo unsere Praxiswerte davon abweichen, steht das in den jeweiligen Kapiteln.

Fluggerät

Merkmal Angabe
Modellbezeichnung DSDR24A
Abfluggewicht unter 249 g inklusive Akku, Propeller und Speicherkarte
Maße gefaltet 148 × 91 × 62 mm
Maße entfaltet mit Propellern 343 × 266 × 63 mm
Diagonale 239 mm
Max. Steiggeschwindigkeit 5 m/s im Sportmodus
Max. Sinkgeschwindigkeit 4 m/s im Sportmodus
Max. Horizontalgeschwindigkeit 16 m/s im Sportmodus (rund 58 km/h)
Windwiderstand 10,7 m/s, entspricht Windstärke 5
Max. Flughöhe über Grund 120 m, gesetzlich begrenzt
Max. Starthöhe über Meer 5.000 m mit Standardakku
Max. Schwebezeit 34 Minuten (Laborwert)
Max. Flugzeit 40 Minuten (Laborwert)
Betriebstemperatur 0 °C bis 40 °C
Satellitennavigation GPS, GLONASS, Galileo und BeiDou
Schwebegenauigkeit senkrecht ±0,1 m visuell, ±0,5 m per Satellit
Schwebegenauigkeit waagerecht ±0,3 m visuell, ±1,5 m per Satellit
Zuladung nicht unterstützt

Wie Potensic die 40 Minuten misst

Die Fußnote im Handbuch ist ungewöhnlich ehrlich und deshalb zitierenswert: Der Wert entsteht bei Windstille, im konstanten Geradeausflug mit 6,3 m/s, im Videomodus mit 1080p und 24 Bildern pro Sekunde, ohne laufende Videoaufnahme und von 100 bis 0 Prozent Akkuladung. Die 34 Minuten Schwebezeit werden bei 25 °C in 1,5 Metern Höhe ermittelt. Keiner dieser Werte beschreibt einen Flug, wie ihn jemand tatsächlich fliegt – schon gar nicht einen, bei dem etwas aufgenommen wird.

Kamera und Gimbal

Merkmal Angabe
Sensor 1/1,3 Zoll CMOS, 50 Megapixel
Objektiv 24 mm Kleinbildäquivalent, Blende f/2,8, Bildwinkel 84°
Fokusbereich 2 m bis unendlich
ISO Video 100 bis 25600
ISO Foto 100 bis 25600 bei 12 MP, 100 bis 12800 bei 50 MP
Verschlusszeiten 1/6400 s bis 8 s bei 12 MP, bis 2 s bei 50 MP
Max. Bildgröße 8192 × 6144 Pixel (4:3)
Fotoformate JPG sowie JPG plus RAW im DNG-Format
Videoauflösungen 4K, 2,7K und Full HD mit 24 bis 60 fps
Vertikalvideo 2,7K und Full HD im Format 9:16 mit bis zu 30 fps
Zeitlupe Full HD mit 4-, 5-, 6- oder 7-facher Verlangsamung
Max. Videobitrate 120 Mbit/s
Codecs MP4 mit H.264 oder H.265
Farbprofile Standard, HDR und P-Log (P-Log nur in 2,7K und 4K)
Digitalzoom 2-fach in 4K, 3-fach in 2,7K, 4-fach in Full HD
Gimbal mechanisch dreiachsig, steuerbar −90° bis +30° in der Neigung
Stabilisierungsgenauigkeit ±0,01° Winkelschwingung
Speicher microSD mit U3 oder V30, 4 bis 512 GB, exFAT ab 32 GB

Zwei Begriffe aus der Werbung, die im Handbuch fehlen

Potensic bewirbt einen 8K-Fotomodus und einen Med-Tele-Modus mit 48 Millimetern. Beide Begriffe tauchen in der Kameraansicht der App auf, werden aber in keinem der beiden Handbücher – deutsch wie englisch – erklärt. Eine Brennweitenangabe für den Tele-Modus steht nirgends. Nach der Sensorauflösung von 8192 × 6144 Pixeln ist „8K“ die Beschreibung der horizontalen Pixelzahl des vollen Sensorbilds, nicht ein zusätzlicher optischer Modus. Das ist unsere Einordnung, keine Herstelleraussage.

Funk und Übertragung

Merkmal Angabe
System PixSync 5.0, dualer Antennenaufbau
Frequenzbänder 2,4 GHz, 5,2 GHz und 5,8 GHz
Sendeleistung Europa (CE) 2,4 GHz unter 20 dBm, 5,2 GHz unter 23 dBm, 5,8 GHz unter 14 dBm
Sendeleistung USA (FCC) durchgehend unter 24 dBm
Live-Ansicht bis 1080p mit 60 fps, 150 ms Verzögerung
Übertragungsbitrate 10 Mbit/s
Max. Übertragungsreichweite 16 km laut Herstellerangabe
WLAN für Dateiübertragung 802.11 a/b/g/n/ac/ax, bis 30 MB/s im 5-GHz-Band
Bluetooth Version 5.4

Die Kamera in der Praxis: wo der große Sensor wirklich zählt

Der Sprung von einem halbzölligen auf einen 1/1,3-Zoll-Sensor klingt nach Datenblatt-Kosmetik, ist aber der spürbarste Fortschritt der ATOM 3. Die Sensorfläche wächst um rund 50 Prozent, und das merkt man nicht an der Auflösung, sondern an zwei anderen Stellen: im Rauschverhalten ab der blauen Stunde und im Verhalten bei starkem Kontrast.

Luftaufnahme eines Baggersees in der Abenddämmerung mit der Potensic ATOM 3

Dämmerungsaufnahme aus der RAW-Datei entwickelt: Der Himmelsverlauf bleibt sauber, die Uferlinie behält Zeichnung.

Genau diese Szene ist der Prüfstein. Ein heller Himmel über dunklem Wasser bringt kleine Sensoren zuverlässig an die Grenze – entweder brennen die Wolken aus oder das Ufer säuft ab. Die ATOM 3 hält beides zusammen, solange man in DNG fotografiert und die Belichtung eine halbe Blende unter dem Automatikvorschlag setzt. Aus dem JPEG allein bekommt man diesen Spielraum nicht; die interne Aufbereitung zieht die Lichter früh zu.

Luftaufnahme einer Kiesgrube mit türkisfarbenen Wasserflächen im Abendlicht
Farbwiedergabe Türkistöne im flachen Wasser bleiben differenziert, ohne ins Neonhafte zu kippen. Eigene Aufnahme, aus DNG entwickelt
Senkrechte Luftaufnahme der Uferlinie eines Sees mit hellem Sandstrand
Senkrechtperspektive Bei −90° Gimbalwinkel zeigt sich, wie gleichmäßig das Objektiv bis in die Ecken zeichnet. Eigene Aufnahme

Was uns gefallen hat

Die Randschärfe ist für ein Objektiv dieser Bauhöhe bemerkenswert gleichmäßig. In der Senkrechtaufnahme über der Uferlinie lösen die Ecken kaum schlechter auf als die Bildmitte – ein Punkt, an dem billigere Drohnenkameras sichtbar einbrechen. Auch die Farbabstimmung gefällt: Potensic hat sich eine Zurückhaltung auferlegt, die man bei Einsteigergeräten selten sieht. Grün wird nicht künstlich gesättigt, Wasser nicht ins Tiefblaue gedreht.

Im Gegenlicht schlägt sich die Kamera ordentlich. Die Aufnahme in die tiefstehende Sonne zeigt einen Schleier über der Bildmitte, aber keine harten Reflexionsartefakte und keine Farbsäume an den Kanten. Wer den Effekt nicht will, dreht ein Stück aus der Achse – mehr braucht es nicht.

Luftaufnahme gegen die tiefstehende Sonne über einer Kiesgrube
Gegenlicht Leichter Schleier, aber saubere Kanten und keine störenden Blendenreflexe. Eigene Aufnahme
Luftaufnahme eines Sonnenuntergangs über einem See mit Feldern im Vordergrund
Dynamikumfang Sonne im Bild, Vordergrund trotzdem durchgezeichnet – hier arbeitet der größere Sensor sichtbar. Eigene Aufnahme
Luftaufnahme eines Sees mit angrenzender Ortsbebauung in der Dämmerung
Detailauflösung Auch am Bildrand bleiben Dächer und Bäume im Ortsrand klar getrennt. Eigene Aufnahme
Luftaufnahme von Feldern und einem Wassergraben im Abendlicht
Mitteltöne Abgeerntete Felder sind eine undankbare Fläche – hier bleibt Struktur statt Farbmatsch. Eigene Aufnahme

Wo die Grenzen liegen

Drei Punkte sollte man kennen, bevor man zu viel erwartet.

Erstens die feste Blende. Mit f/2,8 ohne Blendenautomatik ist man bei hellem Sonnenschein schnell an der kürzesten Verschlusszeit. Wer die klassische Regel einhalten will, wonach die Verschlusszeit etwa dem Doppelten der Bildrate entspricht, kommt an einem ND-Filtersatz nicht vorbei. Potensic listet solche Filter im eigenen Zubehörprogramm nicht auf – hier ist man auf Drittanbieter angewiesen.

Zweitens der Autofokus-Mindestabstand. Der Fokusbereich beginnt laut Handbuch bei zwei Metern. Für Luftaufnahmen völlig ausreichend, für Nahaufnahmen auf Augenhöhe – etwa wenn man die Drohne als Kamerakran über einem Tisch nutzen will – nicht.

Drittens die Nacht. Der beworbene KI-Nachtmodus hebt Strukturen in dunklen Bildbereichen an, arbeitet dabei aber sichtbar mit Rauschunterdrückung. Feine Texturen wie Grasnarbe oder Kiesflächen verlieren dabei Zeichnung. Für Stadtpanoramen mit klaren Lichtquellen funktioniert der Modus gut, für strukturierte Landschaft in der Nacht weniger.

Unsere Einstellungsempfehlung

  • Foto: 12 MP im Format JPG plus RAW. Die 50-MP-Aufnahme bringt in der Praxis kaum echte Details dazu, frisst aber Speicher und erlaubt nur Verschlusszeiten bis zwei Sekunden.
  • Video für Social Media: 4K mit 30 fps, Farbmodus HDR. Direkt verwertbar, ohne Nachbearbeitung.
  • Video für den Schnitt: 4K mit 60 fps und P-Log. Dann bleibt Spielraum für Farbkorrektur und Zeitlupe.
  • Weißabgleich: manuell auf 5500 K, statt die Automatik mitten im Schwenk umschalten zu lassen.
  • Gitterlinien einschalten. Der Horizont wirkt aus der Luft schneller schief, als man denkt.

Flugverhalten: ruhiger, als der Preis vermuten lässt

Der erste Eindruck nach dem Abheben ist Gelassenheit. Die ATOM 3 steht im Schwebeflug sehr ruhig, auch ohne bodennahe Referenz über Wasser. Potensic gibt die Positionsgenauigkeit mit ±0,3 Metern waagerecht bei visueller Positionierung und ±1,5 Metern bei reiner Satellitennavigation an – das deckt sich mit dem, was wir beobachtet haben: Über strukturiertem Boden steht sie wie festgenagelt, über spiegelnder Wasserfläche driftet sie langsam, aber kontrolliert.

Potensic ATOM 3 im Schwebeflug von der Seite vor dem Abendhimmel

Die grüne Status-LED am Heck signalisiert stabilen Satellitenempfang – sie ist auch bei Nachtflügen die vorgeschriebene Kennzeichnung.

Potensic ATOM 3 frontal im Schwebeflug mit sichtbarer Gimbalkamera

Frontal im Schwebeflug: Der dreiachsige Gimbal hält die Kamera waagerecht, während sich die Drohne gegen den Wind neigt.

Wind

Potensic gibt 10,7 Meter pro Sekunde als Windwiderstand an, was Windstärke 5 entspricht – ein frischer Wind, bei dem sich kleine Bäume merklich bewegen. Wir sind bewusst an Tagen mit auffrischendem Wind geflogen und haben zwei Dinge festgestellt. In der Luft hält die Drohne die Position sauber, und die Videoaufnahmen bleiben ruhig; der Gimbal gleicht die Ausgleichsbewegungen weitgehend weg. Was man dagegen deutlich merkt, ist der Einfluss auf die Laufzeit: Gegen den Wind zurückzufliegen kostet spürbar Akku, und die Restzeitanzeige fällt dann schneller als die Prozentanzeige.

Bei Böen oberhalb der Herstellerangabe verhält sich die ATOM 3 vernünftig: Sie neigt sich stärker, um die Position zu halten, und der Gimbal stellt sich automatisch auf −90° oder 0°, um nicht an den mechanischen Anschlag zu laufen. Das ist im Handbuch beschrieben und war in der Praxis reproduzierbar. Wer in solchen Verhältnissen filmt, sollte trotzdem landen – nicht weil die Drohne es nicht könnte, sondern weil die Reserve für die Rückkehr schmilzt.

Lautstärke

Wir haben die Lautstärke nicht mit einem Messgerät erfasst und geben deshalb keine Dezibelzahl an. Subjektiv liegt die ATOM 3 im üblichen Rahmen ihrer Klasse: In 30 bis 40 Metern Höhe ist sie aus dem Umgebungsgeräusch heraus kaum noch herauszuhören, beim Start und in Bodennähe deutlich präsent. Ein hörbarer Unterschied zu gleich großen Wettbewerbsmodellen war uns nicht aufgefallen.

Die drei Flugmodi

Videomodus

Gedrosselte Beschleunigung und weiche Knüppelkurven. Der Modus, in dem brauchbare Kamerafahrten entstehen – und der, den Einsteiger viel zu selten nutzen.

Normalmodus

Der Alltagsmodus mit vollem Zugriff auf Positionierung und Assistenzfunktionen. Hier gelten auch die Herstellerangaben zur Reichweite.

Sportmodus

16 m/s Höchstgeschwindigkeit, dafür trägere Bremswege und ein auf 25° begrenzter Gimbalwinkel. Laut Handbuch nur oberhalb von 30 Prozent Akkuladung verfügbar.

Reichweite: warum 16 Kilometer eine amerikanische Zahl sind

Auf jeder Verkaufsseite prangen 16 Kilometer Übertragungsreichweite. Diese Zahl ist nicht erfunden, aber sie beschreibt einen Zustand, den man in Europa aus zwei Gründen nicht erreicht – und aus einem dritten Grund gar nicht erreichen darf.

Der Messaufbau

Das Handbuch nennt die Bedingungen: im Freien, auf 120 Metern Höhe, ohne Hindernisse und ohne Funkstörungen, Antenne exakt auf die Drohne ausgerichtet, Normalmodus – und ausdrücklich als einfacher Flug ohne Rückkehr. Die 16 Kilometer sind also eine Strecke in eine Richtung, ohne Reserve für den Weg zurück. Rein rechnerisch reicht der Akku für diese Strecke ohnehin nicht: Bei 6,3 Metern pro Sekunde im Dauerflug wären 16 Kilometer gut 42 Minuten – mehr, als der Akku im Laborwert hergibt.

Der Sendeleistungsunterschied

Aufschlussreicher ist ein Blick in dieselbe Tabelle eine Zeile tiefer. Dort trennt Potensic die zulässige Strahlungsleistung nach Regionen – und die Unterschiede sind erheblich:

Frequenzband Europa (CE) USA (FCC) Unterschied
2,4 GHz unter 20 dBm unter 24 dBm 4 dB
5,2 GHz unter 23 dBm unter 24 dBm 1 dB
5,8 GHz unter 14 dBm unter 24 dBm 10 dB

Strahlungsleistung nach Regionen, Quelle: Benutzerhandbuch ATOM 3, Spezifikationstabelle.

Zehn Dezibel Unterschied im 5,8-GHz-Band bedeuten den Faktor zehn bei der abgestrahlten Leistung. Die Reichweitenangabe von 16 Kilometern steht im Handbuch trotzdem unverändert für alle Regionen. Das ist unsere Einordnung und keine Aussage des Herstellers: Der beworbene Wert ist unter europäischen Funkvorgaben nicht belegt. Potensic äußert sich dazu nicht.

Der eigentlich entscheidende Punkt

Unabhängig von der Technik gilt in Deutschland die Sichtverbindung: Du musst die Drohne während des gesamten Fluges ohne Hilfsmittel sehen können. Praktisch endet das bei einer Drohne dieser Größe je nach Lichtverhältnissen im Bereich einiger hundert Meter. Die 16 Kilometer sind damit für den legalen Betrieb in der offenen Kategorie ohne jede Bedeutung. Was die Zahl real bedeutet, ist etwas anderes und durchaus Wertvolles: Verbindungsreserve. Wer bei 300 Metern Entfernung eine Funkstrecke hat, die für ein Vielfaches ausgelegt ist, hat auch bei Bäumen, Gebäuden oder Funkstörungen noch ein stabiles Bild.

Unsere eigenen Flüge blieben durchgehend im Sichtbereich. Innerhalb dieser Distanzen gab es keinen einzigen Bildabriss, auch nicht, als die Drohne hinter einer Baumreihe stand. In der App lässt sich das Frequenzband manuell wählen oder automatisch bestimmen; die Kanalanzeige zeigt die Störbelastung als Balkendiagramm, was beim Wechsel an belebten Orten hilft.

Potensic Eve App zeigt die Auswahl der Übertragungsfrequenz mit Kanaldiagramm

Frequenzwahl in der App: Die Kanalanzeige macht sichtbar, wie stark das gewählte Band gerade belegt ist.

Akku und Flugzeit: was von den 40 Minuten übrig bleibt

Das ist das Kapitel, für das die meisten Leser hier sind. Die Werbung nennt 40 Minuten pro Akku und 120 Minuten für das Dreierset. Unsere Antwort vorweg: Mit ungefähr 30 Minuten reiner Flugzeit pro Akku lässt sich gut planen, mit 25 Minuten plant man sicher.

Was wir tatsächlich abgelesen haben

Die ATOM 3 zeigt in der Statusleiste neben dem Akkustand eine Restflugzeit an. Diese Anzeige ist aufschlussreicher als jede Stoppuhr, weil sie bereits einrechnet, wie weit und wie hoch die Drohne gerade unterwegs ist. Aus unseren Flugmitschnitten:

Akkustand Angezeigte Restflugzeit Flugsituation
96 % 33:30 min kurz nach dem Start, in Bodennähe
92 % 31:36 min 36 m Höhe, Fotoaufnahmen
70 % 24:30 min 9,5 m Höhe, direkt über dem Startpunkt
65 % 20:13 min 80 m Höhe, 33 m Entfernung, Senkrechtaufnahme

Abgelesen von der PTD 2 während unserer Flüge im September 2026, Standardakku, App-Version SC-V3.3.8.

Zwei Dinge lassen sich daraus ableiten. Erstens: Schon bei nahezu vollem Akku stehen keine 40 Minuten auf dem Bildschirm, sondern gut 33. Rechnet man die fehlenden vier Prozent hoch, landet man bei etwa 35 Minuten Anzeige bei vollem Akku. Die Differenz zum Datenblatt erklärt sich aus den Laborbedingungen – konstanter Geradeausflug bei 6,3 m/s, keine laufende Aufnahme, Entladung bis auf null Prozent.

Zweitens, und das ist der interessantere Befund: Die Anzeige reagiert auf Höhe und Entfernung. Bei 70 Prozent Akku in zehn Metern Höhe direkt über dem Startpunkt standen 24:30 Minuten auf dem Bildschirm. Bei 65 Prozent – nur fünf Prozentpunkte weniger – aber in 80 Metern Höhe und 33 Metern Entfernung waren es nur noch 20:13 Minuten. Das System zieht also eine Rückkehrreserve ab, die mit der Entfernung wächst. Das ist vernünftig konstruiert, man sollte es nur wissen: Die angezeigte Zahl ist keine Bruttolaufzeit, sondern die Zeit, die dir bis zur Rückkehrempfehlung bleibt.

Bildschirm der Potensic PTD 2 mit Senkrechtaufnahme und Anzeige von 65 Prozent Akku und 20:13 Minuten Restzeit

65 Prozent Akku, 80 Meter Höhe, 33 Meter Entfernung – und nur noch 20:13 Minuten angezeigte Restzeit.

Was andere Tester gemessen haben

Unsere Werte liegen im oberen Bereich dessen, was unabhängige Tests berichten. Das ist plausibel, weil wir überwiegend ruhig und mit vielen Fotostopps geflogen sind.

Quelle Wert Art der Angabe
Potensic 40 min Laborwert, Standardakku
Drohnen.de (dieser Test) rund 33 min angezeigt bei 96 % abgelesene Restzeit, ruhiger Flugstil
Tom’s Guide (01.07.2026) rund 35 min gemessen, windig, mit Moduswechseln
TechRadar (10.09.2026) rund 25 min, windig selten über 20 min gemessen, Testmuster des Herstellers
Amazon-Rezension, Vine 22 min im Dauerflug, rund 30 min bei ruhigem Stil Nutzerangabe, 4,57 km Streckenflug
DroneDJ (18.06.2026) 40 bis 45 min ausdrücklich Schätzung, größerer Akku

Übersicht der veröffentlichten Werte. Der DroneDJ-Wert bezieht sich auf den in Europa nicht erhältlichen Langzeitakku und ist keine Messung.

Der 50-Minuten-Akku und warum er in Europa keine Rolle spielt

Potensic bewirbt international eine zweite Akkuvariante mit 50 Minuten Flugzeit. Im Handbuch heißt sie Intelligenter Flugakku Plus, Typbezeichnung DSBT25B. Die Unterschiede sind erheblich:

Merkmal Standardakku DSBT25A Akku Plus DSBT25B
Kapazität 2590 mAh 3850 mAh
Energieinhalt 18,96 Wh 28,42 Wh
Gewicht 80 g 123 g
Max. Flugzeit laut Hersteller 40 min 50 min
Ladezeit in der Station 1:30 h 2:10 h
Verfügbarkeit in Europa Standard in allen Sets laut Hersteller derzeit nicht verfügbar

Der entscheidende Satz steht im englischen Handbuch, in einer Fußnote zur Spezifikationstabelle: Bei Verwendung des Akkus mit hoher Kapazität übersteigt das Gesamtgewicht 249 Gramm, und die lokalen Vorschriften seien vorher zu prüfen. Diese Passage fehlt in der deutschen Fassung vollständig. Im deutschen Handbuch steht stattdessen an anderer Stelle, dass für den europäischen Markt die Nutzung auf den Standardakku DSBT25A beschränkt ist – und dass das C0-Kennzeichen ausschließlich für diese Konfiguration gilt.

Unsere Einordnung dazu

Rechnet man 43 Gramm Mehrgewicht auf ein Abfluggewicht knapp unter 249 Gramm, liegt das Ergebnis über der Grenze von 250 Gramm. Damit wäre die Drohne keine C0-Klasse mehr – und es gälten andere Betriebsregeln, einschließlich eines Kompetenznachweises. Potensic zieht diese Schlussfolgerung nirgends ausdrücklich; der Hersteller schließt den Akku für Europa schlicht aus und schreibt auf der eigenen Produktseite, die Variante mit dem Langzeitakku sei in Europa derzeit nicht verfügbar. Für Käufer in Deutschland heißt das: Es gibt genau einen Akku, er hat 2590 mAh, und die 50-Minuten-Angabe ist für dich ohne Bedeutung. Sollte der Akku später doch angeboten werden, prüfe vor dem Kauf die Klassenkennzeichnung deiner Drohne.

Gefaltete Potensic ATOM 3 neben der Parallelladestation

Gefaltet misst die ATOM 3 148 × 91 × 62 Millimeter – zusammen mit der Ladestation passt alles in die mitgelieferte Tasche.

Laden

Es gibt zwei Wege. Über USB-C direkt an der Drohne mit maximal 5 Volt und 3 Ampere – das dauert laut Handbuch rund zwei Stunden pro Akku. Oder über die Parallelladestation des Fly More Combo, die mit 20 Volt und 3,25 Ampere arbeitet und einen Akku in rund anderthalb Stunden füllt. Die Station lädt nacheinander, nicht gleichzeitig; drei Akkus brauchen daher etwa 90 Minuten insgesamt, wenn genug Ladeleistung anliegt. Der Ladetemperaturbereich wird im Handbuch an einer Stelle mit 0 bis 40 °C, an anderer mit 5 bis 40 °C angegeben – beide Fassungen widersprechen sich, auch im englischen Original.

Potensic Ladestation neben einem einzelnen Flugakku der ATOM 3

Der Standardakku mit 2590 mAh und 18,96 Wattstunden – und die Station, die im Fly More Combo enthalten ist.

Akkupflege in vier Sätzen

  • Lithium-Polymer-Akkus altern am schnellsten, wenn sie voll oder leer lagern. Für längere Pausen etwa 50 bis 60 Prozent einstellen.
  • Nicht laden, solange der Akku vom Flug warm ist – abkühlen lassen, sonst arbeitet der Schutz gegen dich.
  • Die App zeigt unter dem Punkt Akkuinfo Zellspannung, Temperatur und Ladezyklen. Weichen die beiden Zellspannungen deutlich voneinander ab, ist das ein Warnsignal.
  • Akkus der ATOM 2 passen nicht. Auch Propeller und Ladegeräte der Vorgängergeneration sind nicht kompatibel.

Ohne Hinderniserkennung fliegen: was das im Alltag bedeutet

Die ATOM 3 hat keine Hindernisvermeidung. Das Handbuch sagt es an zwei Stellen unmissverständlich, und jeder unabhängige Test, den wir gefunden haben, nennt es als Hauptkritikpunkt. Nach vorn, nach hinten, zur Seite und nach oben sieht die Drohne nichts. Sie fliegt gegen einen Ast, eine Leitung oder eine Hauswand, wenn du sie dorthin steuerst.

Was sie hat, ist ein nach unten gerichtetes Sichtsystem: eine monokulare Kamera und ein Laufzeitmodul, die zusammen zwischen 0,3 und 10 Metern über Grund arbeiten, präzise allerdings nur zwischen 0,3 und 5 Metern. Das dient der Positionierung ohne Satellitensignal und der weichen Landung – nicht der Kollisionsvermeidung in der Horizontalen.

Wer die Finger davon lassen sollte

Wenn du dir eine Drohne kaufst, weil du dich beim Fliegen auf Sensorik verlassen möchtest – etwa um im Wald hinter einem Radfahrer herzufliegen –, ist die ATOM 3 das falsche Gerät. Die Folgemodi funktionieren, aber sie weichen nichts aus. Eine Drohne mit Rundum-Sensorik kostet in dieser Größenklasse rund 200 Euro mehr. Das ist eine ehrliche Rechnung, die man vor dem Kauf machen sollte, nicht danach.

Wie man trotzdem sicher fliegt

1
Freiraum vor dem Start prüfen

Steig senkrecht auf eine Höhe, die über allem Umstehenden liegt, bevor du horizontal losfliegst. Der häufigste Schaden passiert in den ersten zwanzig Metern.

2
Rückwärts nur mit Blick

Rückwärtsflüge sehen im Video toll aus und sind die gefährlichste Bewegung ohne Sensorik. Fliege sie nur dort, wo du die Strecke vorher abgeflogen bist.

3
Rückkehrhöhe hoch setzen

Die automatische Rückkehr fliegt geradeaus zurück, ohne Hindernisse zu erkennen. Stell die Rückkehrhöhe über den höchsten Baum am Platz – einstellbar sind 10 bis 120 Meter.

4
Virtuellen Zaun nutzen

In den Sicherheitseinstellungen lassen sich maximale Höhe und maximale Entfernung begrenzen. Gerade beim Einfliegen ein sehr wirksames Netz.

Die Rückkehrfunktionen

Beim automatischen Rückflug hat Potensic mehr investiert als bei der Sensorik. Neben der normalen Rückkehr gibt es eine Stromspar-Rückkehr, die bei mehr als 300 Metern Entfernung und über 150 Metern Höhe greift und die Drohne zunächst auf 120 Meter sinken lässt. Und es gibt AR-RTH: Die App legt den Startpunkt und die geplante Rückflugroute als eingeblendete Markierung ins Live-Bild. Das klingt nach Spielerei, ist aber beim Wiederfinden des Landeplatzes über gleichförmigem Gelände – Feld, Wasser, Kiesfläche – tatsächlich hilfreich. Die Funktion ist ab Werk aktiv.

Bei Signalverlust lässt sich in den Einstellungen wählen, ob die Drohne zurückkehrt, an Ort und Stelle landet oder schwebt. Die Voreinstellung ist die Rückkehr, und dabei gilt: Geht die Verbindung in mehr als 20 Metern Entfernung vom Startpunkt verloren, steigt die Drohne zunächst auf 120 Meter, bevor sie zurückfliegt. Wer in bewaldetem Gelände startet, sollte diesen Wert kennen.

Sicherheitseinstellungen der Potensic Eve App mit Anfängermodus und Tiefenverfolgung
Sicherheitsmenü Anfängermodus, Geschwindigkeitsstufe, Tiefenverfolgung und Propellerschutz-Modus in einer Ansicht. Bildschirmaufnahme PTD 2
Einstellungen für Signalverlust und Rückkehrhöhe in der Potensic Eve App
Rückkehrverhalten Rückkehr, Landen oder Schweben – dazu die Rückkehrhöhe zwischen 10 und 120 Metern. Bildschirmaufnahme PTD 2

Potensic Eve: die Einstellungen, die vor dem ersten Start zählen

Die Software heißt Potensic Eve und läuft auf der PTD 2 als vorinstallierte Oberfläche, auf dem Smartphone als App für iOS ab Version 13 und Android ab Version 7. Ohne Aktivierung des Geräts erlaubt sie laut Handbuch nur drei Flüge – die Registrierung ist also kein optionaler Schritt.

Der Aufbau ist übersichtlich: links eine Spalte mit Sicherheit, Kalibrierung, Steuerung, Kamera, Videoübertragung und Info, rechts der jeweilige Inhalt. Wir gehen die Punkte durch, die man einmal richtig setzt und danach vergessen kann.

1
Virtuellen Zaun setzen

Unter Sicherheit die maximale Höhe auf den gesetzlichen Wert von 120 Metern stellen. Die maximale Entfernung steht ab Werk auf „keine Limitierung“ – für den Anfang lieber 500 Meter eintragen.

2
Rückkehrhöhe festlegen

Im selben Menü die Rückkehrhöhe über den höchsten Baum in Startplatznähe setzen. Standardwerte helfen hier nicht, das ist eine Entscheidung pro Fluggelände.

3
Kompass kalibrieren

Unter Kalibrierung Kompass und Gimbal einmal durchlaufen lassen, am besten fernab von Metallzäunen, Autos und Betonarmierung.

4
Einheiten und Steuermodus

Einheiten auf metrisch, Steuerknüppelmodus auf Modus 2 – der in Europa übliche Standard mit Steigen und Gieren links.

5
Tasten C1 und C2 belegen

Unter Steuerung lassen sich die beiden frei belegbaren Tasten einrichten. Bewährt: C1 auf den Gimbalwinkel 0° / −90°, C2 auf den Wechsel des Flugmodus.

6
GNSS-Daten und Gitter

Im Kameramenü Gitterlinien einschalten. Ob GNSS-Koordinaten in den Bildmetadaten landen sollen, entscheidest du bewusst – für Veröffentlichungen im Netz oft besser aus.

Kalibrierungsmenü der Potensic Eve App mit Kompass und Gimbal
Kalibrierung Kompass, Gimbal, Gimbal-Feinabstimmung, Fernsteuerung und erneutes Koppeln. Bildschirmaufnahme PTD 2
Virtueller Zaun mit maximaler Höhe und maximaler Entfernung in der Potensic Eve App
Virtueller Zaun Höhe 10 bis 120 Meter, Entfernung 20 bis 4000 Meter oder ohne Begrenzung. Bildschirmaufnahme PTD 2
Kameraansicht der Potensic Eve App mit 4K-Einstellung und Kartenfeld
Kameraansicht Telemetrie oben, Karte unten links, Aufnahmeparameter rechts unten. Bildschirmaufnahme PTD 2
Auswahl der Aufnahmemodi in der Potensic Eve App mit Zeitlupe, Foto, Video, AI-Nacht, Pano und CineRoll
Modusauswahl Zeitlupe, Foto, Video, AI-Nacht, Panorama und CineRoll liegen in einem Ring beieinander. Bildschirmaufnahme PTD 2

Firmware und Versionsstand

Aktualisierungen laufen über die App. Das Handbuch verlangt dafür mindestens 30 Prozent Akkuladung in der Drohne, zwei Balken Akku in der Fernsteuerung und weniger als einen Meter Abstand zwischen beiden. Unser Testgerät meldete beim ersten Start eine veraltete Akku-Firmware und empfahl die Aktualisierung vor der Nutzung – dass auch der Akku eigene Firmware trägt, überrascht beim ersten Mal.

Geräteinformationen der Potensic Eve App mit Modell ATOM 3 und App-Version SC-V3.3.8

Unser Teststand: App-Version SC-V3.3.8 mit dem Flugsicherheitsdatensatz V01.01.012.

Intelligente Flugmodi: was die Automatik kann

Potensic packt vier Gruppen automatischer Modi in die ATOM 3. Sie funktionieren zuverlässig, brauchen aber – wegen der fehlenden Hindernissensorik – mehr Vorbereitung als bei Konkurrenzmodellen.

Modus Was er macht Voraussetzungen laut Handbuch
AI-QuickShots Sieben vorprogrammierte Kamerafahrten, darunter Drifting, Spin Ascend und Dolly-Zoom freier Raum rund um die Flugbahn
AI-Folgen 2.0 Drei Untermodi: Spotlight, Parallel und Folgen Höhe über 4 m, maximal 12 m/s, Gimbal zwischen −75° und −25°
Tempomat Hält Richtung und Geschwindigkeit, während du die Kamera führst –
CineRoll Kreisende Kamerabewegung um die eigene Achse 1 bis 5 m/s, Höhe über 4 m, Akku über 10 %
Wegpunkt Bis zu 200 Punkte, die nacheinander abgeflogen werden Geschwindigkeit 0,5 bis 10 m/s

Die Tiefenverfolgung unter vier Metern ist eine Besonderheit und verdient einen eigenen Hinweis: Sie erlaubt das Verfolgen von Personen in geringer Höhe, lässt sich aber nur aktivieren, wenn der Propellerschutz montiert und der zugehörige Propellerschutz-Modus in der App eingeschaltet ist. Die Drohne drosselt dann ihre Flugleistung. Das ist sauber gelöst – und ein gutes Beispiel dafür, wie ein Hersteller fehlende Sensorik durch eine mechanische Lösung auffängt.

In der Praxis überzeugt der Wegpunktflug am meisten. Eine einmal gespeicherte Route lässt sich wiederholen, was für Vergleichsaufnahmen zu verschiedenen Tageszeiten sehr praktisch ist. Die QuickShots liefern brauchbares Material, wirken in der Beschleunigung aber etwas ruppiger als bei teureren Modellen – wer sie im Videomodus statt im Normalmodus startet, bekommt deutlich weichere Ergebnisse.

Rechtslage in Deutschland: was du vor dem ersten Start erledigen musst

Die ATOM 3 trägt laut Handbuch das EU-Klassenkennzeichen C0 bei einer maximalen Startmasse von 249 Gramm. Daraus folgt eine Reihe von Pflichten – und eine erfreuliche Befreiung. Alle Angaben in diesem Kapitel beziehen sich auf den Stand vom 21. September 2026 und ersetzen keine Rechtsberatung.

Pflicht-Check vor dem ersten Start

Auch unter 250 Gramm bist du registrierungspflichtig, sobald eine Kamera an Bord ist. Betreiber-ID beim Luftfahrt-Bundesamt, die e-ID sichtbar am Fluggerät und eine Haftpflicht mit Drohnendeckung gehören vor den ersten Flug. Zusammen kosten sie im ersten Jahr rund 50 Euro – und sind der einzige Schutz, wenn wirklich etwas passiert.

Versicherungen vergleichenRegistrierung & e-IDUnter 250 g: alle Pflichten

Registrierung: ja, auch unter 250 Gramm

Die Durchführungsverordnung (EU) 2019/947 knüpft die Registrierungspflicht in Artikel 14 nicht allein ans Gewicht, sondern daran, ob das Gerät einen Sensor zur Erfassung personenbezogener Daten trägt und kein Spielzeug im Sinne der Spielzeugrichtlinie ist. Eine Kameradrohne erfüllt beides. Du musst dich also beim Luftfahrt-Bundesamt als UAS-Betreiber registrieren. Die Gebühr beträgt derzeit 20 Euro für natürliche Personen, die Bearbeitung dauert bis zu 14 Werktage. Du erhältst eine e-ID, deren vorderer Teil sichtbar am Fluggerät angebracht werden muss – ein QR-Code ist zulässig. Passende Drohnen-Kennzeichen und e-ID-Plaketten gibt es fertig graviert. Eine e-ID gilt für alle deine Drohnen.

Kompetenznachweis: für C0 nicht erforderlich

Der oft als „kleiner Drohnenführerschein“ bezeichnete EU-Kompetenznachweis A1/A3 ist nach den Betriebsvorschriften für die offene Kategorie nur für C1-Geräte vorgeschrieben. Das Luftfahrt-Bundesamt bestätigt ausdrücklich, dass er für C0 und für Geräte unter 250 Gramm nicht verpflichtend ist. Empfohlen wird er trotzdem, und er kostet mit 25 Euro wenig – der Online-Lehrgang umfasst 40 Fragen mit einer Bestehensgrenze von 75 Prozent und gilt fünf Jahre.

Versicherung: Pflicht, unabhängig vom Gewicht

Hier liegt das häufigste Missverständnis. § 43 des Luftverkehrsgesetzes verlangt für Luftfahrzeuge eine Haftpflichtversicherung, und zwar ohne Gewichtsuntergrenze. Eine private Haftpflicht schließt Drohnen in aller Regel aus; du brauchst eine Police mit ausdrücklicher Drohnendeckung. Der Markt bewegt sich 2026 in einer Spanne von etwa 26 bis 95 Euro im Jahr, abhängig von Deckungssumme und gewerblicher oder privater Nutzung.

Wo du fliegen darfst

  • Maximal 120 Meter über Grund.
  • Ständige Sichtverbindung ohne Hilfsmittel – eine Videobrille oder das Live-Bild allein reichen nicht.
  • Nachtflug ist erlaubt, wenn die Drohne ein grünes Blinklicht führt. Die ATOM 3 hat eine grüne Status-LED am Heck.
  • Menschenansammlungen dürfen nicht überflogen werden – das gilt ausnahmslos.
  • Geografische UAS-Gebiete prüfst du vor jedem Flug auf der offiziellen Plattform dipul.de der Deutschen Flugsicherung. Ein Geofencing im Gerät ersetzt das nicht.

Der Punkt, den fast alle Ratgeber falsch darstellen

§ 21h Absatz 3 Nummer 7 der Luftverkehrs-Ordnung erlaubt das Überfliegen fremder Wohngrundstücke ohne Zustimmung nur für Geräte bis 0,25 Kilogramm, die nicht in der Lage sind, optische, akustische oder Funksignale aufzuzeichnen. Eine Kameradrohne fällt damit ausdrücklich heraus – auch wenn sie unter 250 Gramm wiegt. Für den Überflug eines fremden Wohngrundstücks brauchst du die ausdrückliche Zustimmung des Berechtigten. Das ist der entscheidende Unterschied zwischen einer kameralosen und einer kameraführenden Leichtdrohne, und er wird in vielen Übersichten übersehen. Unsere Einordnung, gestützt auf den Wortlaut der Vorschrift.

Filmen und veröffentlichen

Für rein private Aufnahmen im Familien- und Freundeskreis greift die Haushaltsausnahme der Datenschutz-Grundverordnung. Sobald du Material ins Netz stellst, endet sie. Dann gelten die §§ 22 und 23 des Kunsturhebergesetzes für erkennbare Personen und § 201a des Strafgesetzbuchs für Aufnahmen, die den höchstpersönlichen Lebensbereich verletzen – etwa Bilder in einen umfriedeten Garten hinein. Praktisch heißt das: Landschaft ja, Nachbargrundstück nein, erkennbare Personen nur mit Einwilligung.

Direkte Fernidentifizierung

Für die Klasse C0 schreibt die delegierte Verordnung (EU) 2019/945 keine direkte Fernidentifizierung vor; diese Anforderung beginnt erst bei C1. In den Sicherheitseinstellungen der Potensic-App findet sich dennoch der Punkt „UAS-Fernidentifikation“ mit dem Hinweis, dass Remote ID verfügbar sei. Eine technische Spezifikation dazu nennt das Handbuch nicht. Verpflichtend ist die Funktion für dich in Deutschland mit diesem Gerät nach aktuellem Stand nicht.

Sicherheitseinstellungen mit UAS-Fernidentifikation und Akkuinformationen in der Potensic Eve App

Die App bietet Remote ID an und zeigt daneben Zellspannung, Temperatur und Ladezyklen des Akkus.

Kompaktübersicht der Pflichten

Pflicht Gilt für die ATOM 3? Kosten
Registrierung beim LBA ja, wegen der Kamera 20 € einmalig
e-ID am Fluggerät ja wenige Euro für die Plakette
Haftpflichtversicherung ja, ohne Gewichtsgrenze etwa 26 bis 95 € im Jahr
EU-Kompetenznachweis A1/A3 nein, nur empfohlen 25 € falls gewünscht
Mindestalter 16 Jahre –
Direkte Fernidentifizierung für C0 nicht vorgeschrieben –

Typische Fehler beim Einstieg – und wie du sie vermeidest

Ohne Speicherkarte losfliegen

Die ATOM 3 hat keinen internen Speicher. Ohne microSD siehst du das Live-Bild, nimmst aber nichts auf. Das merkt man erfahrungsgemäß nach dem schönsten Flug des Tages.

Am Handyladegerät laden

Die Ladestation braucht 65 Watt Power Delivery. An einem 20-Watt-Netzteil dauert der Ladevorgang ein Vielfaches – und du glaubst, der Akku sei defekt.

Rückkehrhöhe auf Standard lassen

Ohne Hinderniserkennung fliegt die Drohne beim automatischen Rückflug geradeaus. Steht ein Baum im Weg und die Rückkehrhöhe ist zu niedrig, endet das teuer.

Den Gimbalschutz vergessen

Das Handbuch verlangt, den Schutz vor dem Einschalten abzunehmen. Startet die Drohne mit blockiertem Gimbal, meldet sie einen Fehler – im schlimmsten Fall nimmt die Mechanik Schaden.

Am Boden warmlaufen lassen

Steht die Drohne eingeschaltet in der Sonne, steigt die Temperatur schnell. Ein Nutzer berichtet, dass sich deshalb eine Firmware-Aktualisierung nicht starten ließ. Im Flug kühlt der Fahrtwind.

Zubehör der ATOM 2 weiterverwenden

Propeller und Akkus der Vorgängergeneration passen nicht, auch Ladegeräte nicht. Nur der Propellerschutz der ATOM 2 ist laut Nutzerberichten weiter verwendbar.

ATOM 3 gegen die Konkurrenz

In der Klasse unter 250 Gramm ist der Markt eng besetzt. Die folgende Übersicht stellt die ATOM 3 den Modellen gegenüber, die in Deutschland tatsächlich im selben Kaufentscheidungsfeld liegen. Alle Preise sind Straßenpreise, Stand 21.09.2026, und schwanken täglich.

Modell Sensor Video Hinderniserkennung Flugzeit laut Hersteller Preis ab
Potensic ATOM 3 1/1,3″, 50 MP 4K/60, HDR, P-Log nur nach unten 40 min 379,99 €
Potensic ATOM 2 1/2″ 4K/30 nur nach unten 32 min je Akku rund 266 €
DJI Neo 2 1/2″ 4K rundum Herstellerangabe je Variante rund 199 €
DJI Mini 4 Pro 1/1,3″ 4K/60, HDR, D-Log M rundum 34 min rund 629 €
DJI Mini 5 Pro 1 Zoll 4K/120, HDR, D-Log M rundum plus LiDAR 36 min rund 638 €
HoverAir X1 Pro 1/1,3″ 8K eingeschränkt 16 min rund 499 €

Marktpreise als Orientierung, ermittelt über Preisvergleiche am 21.09.2026. Herstellerangaben zur Flugzeit sind Laborwerte.

Was der Vergleich wirklich zeigt

Die spannende Linie verläuft nicht zwischen den Marken, sondern zwischen zwei Philosophien. Wie sich die einzelnen DJI-Modelle untereinander schlagen, haben wir im großen DJI-Drohnenvergleich aufgeschlüsselt. Die ATOM 3 bietet Sensor und Bildqualität auf dem Niveau einer DJI Mini 4 Pro – gleicher Sensorformat, gleiche Videoeckdaten – und kostet in der Grundversion rund 250 Euro weniger. Bezahlt wird dieser Abstand fast vollständig mit der Sensorik: Die Mini 4 Pro sieht rundum, die ATOM 3 sieht nach unten.

Nach oben, bei der Mini 5 Pro, kommt zusätzlich ein Ein-Zoll-Sensor und LiDAR hinzu; hier zahlt man für eine Bildqualität und eine Sicherheitsreserve, die die ATOM 3 nicht erreicht. Nach unten, bei der Neo 2, bekommt man für die Hälfte des Geldes eine Rundum-Sensorik, verliert dafür aber deutlich an Sensorfläche und damit an Bildqualität in schwierigem Licht.

Die ATOM 2 bleibt die Wahl für alle, denen 4K mit 30 Bildern genügt und die vor allem sparen wollen. Der Abstand zur ATOM 3 ist beim Sensor deutlich, beim Flugverhalten klein.

Die Entscheidung in einem Satz

Wenn du vorsichtig fliegst, in offenem Gelände unterwegs bist und dein Geld in Bildqualität statt in Sensorik stecken willst, ist die ATOM 3 in dieser Preisklasse derzeit das rationalste Angebot. Wenn du zwischen Bäumen, über Menschen oder in unübersichtlichem Gelände fliegen willst, kauf eine Drohne mit Hindernissensorik – auch wenn sie mehr kostet.

Für wen sich welche Variante lohnt

Der Urlaubsfilmer

Ein bis zwei Reisen im Jahr, Aufnahmen für die Familie und Social Media. Das PT-2-Set mit einem Akku für 379,99 Euro reicht – das Smartphone ist ohnehin dabei, eine halbe Stunde Flugzeit pro Ausflug genügt.

Der ambitionierte Hobbyist

Regelmäßige Ausflüge, Interesse an Farbkorrektur und Schnitt. Das Fly More Combo mit PTD 2 für 639,99 Euro – drei Akkus decken einen halben Drehtag ab, der Bildschirm spart bei jedem Start Zeit.

Der Einsteiger mit Budget

Erster Quadrocopter, unsicher, ob es ein dauerhaftes Hobby wird. Das PT-2-Set mit drei Akkus für 499,99 Euro bietet den besten Wert pro Flugminute – Tasche und Ladestation inklusive.

Der Umsteiger von der ATOM 2

Lohnt sich vor allem wegen der Kamera. Plane ein, dass Akkus, Propeller und Ladegeräte nicht übernommen werden können – der Wechsel ist teurer als nur die Drohne.

Der Vlogger

Vertikalvideo in 2,7K, KI-Folgen und die Tiefenverfolgung unter vier Metern decken die typischen Anwendungen ab. Wichtig: Für die Tiefenverfolgung ist der Propellerschutz zwingend.

Wer besser nicht zugreift

Wer im Wald, in engen Tälern oder über belebtem Gelände fliegen möchte, wer sich auf automatische Ausweichmanöver verlassen will – oder wer wegen der 50 Minuten Flugzeit kauft, die es in Europa nicht gibt.

Alternativen, wenn es nicht die ATOM 3 wird

Drei Wege führen sinnvoll an der ATOM 3 vorbei, je nachdem, woran es hakt.

Zu teuer? Die ATOM 2 kostet ungefähr die Hälfte und fliegt genauso ruhig. Du verlierst Sensorfläche, 60-fps-Video und das Log-Profil. Für Aufnahmen, die direkt ins Netz gehen, fällt das weniger ins Gewicht, als das Datenblatt vermuten lässt.

Sensorik zwingend? Dann führt kein Weg an der DJI Mini 4 Pro oder der Mini 5 Pro vorbei. Beide sehen rundum, beide kosten deutlich mehr. Rechne das nicht gegen die reine Anschaffung, sondern gegen die Wahrscheinlichkeit, dass dir in deinem Fluggelände ein Hindernis in den Weg kommt.

Nur Selbstaufnahmen? Wer die Drohne fast ausschließlich für Aufnahmen von sich selbst beim Sport nutzt, ist mit einer Follow-Kamera wie der HoverAir-Reihe oft besser bedient – kürzere Flugzeit, dafür Handstart ohne Fernsteuerung.

Zubehör: was wirklich nötig ist

Speicherkarte – unverzichtbar

Mindestens U3 oder V30. Potensic empfiehlt offiziell die eigene JF-TF01 sowie Lexar-Karten der 633x-Reihe. 128 GB sind ein guter Kompromiss zwischen Preis und Platz für 4K-Material.

65-Watt-Netzteil – unverzichtbar

Nur damit erreicht die Ladestation ihre angegebenen Ladezeiten. Ein Netzteil mit USB-C und Power Delivery, wie es auch Notebooks nutzen, erfüllt den Zweck.

Displayschutz – bei der PTD 2

Bei einer Fernsteuerung mit festem Bildschirm die günstigste Versicherung überhaupt. Unsere Einordnung zur Kompatibilität steht weiter oben im Kapitel zur Fernsteuerung.

ND-Filter – für Filmer

Die feste Blende f/2,8 macht bei Sonnenschein Graufilter notwendig, wenn du bei 1/60 Sekunde filmen willst. Potensic listet keine eigenen Filter; hier greift man zu Drittanbietern.

Propellerschutz – situativ

Zwingend für die Tiefenverfolgung unter vier Metern und sinnvoll bei Flügen in Menschennähe. Beachte, dass die Drohne mit Schutz gedrosselt fliegt und die Starthöhe sinkt.

Potensic Care – optional

Die Austauschabsicherung kostet in der App 59 Euro für ein Jahr mit zwei Austauschprodukten oder 99 Euro für zwei Jahre mit vier. Sie muss innerhalb von 48 Stunden nach der Aktivierung gekauft werden.

Potensic Care Tarife in der App mit 59 Euro für ein Jahr und 99 Euro für zwei JahrePotensic Care Die beiden Potensic-Care-Tarife, wie sie in der App unseres Testgeräts angeboten wurden. Bildschirmaufnahme aus der App

Zu Potensic Care im Klartext

Die Absicherung ist nur direkt in der App erhältlich und nur innerhalb von 48 Stunden nach der Geräteaktivierung. Wer das Zeitfenster verstreichen lässt, kann sie nicht nachkaufen. Ob sich das lohnt, hängt an deinem Fluggelände: Ohne Hinderniserkennung ist die Wahrscheinlichkeit eines selbstverschuldeten Schadens höher als bei Modellen mit Rundumsensorik. Die Preise von 59 beziehungsweise 99 Euro haben wir in der App unseres Testgeräts abgelesen; sie können je nach Region abweichen. Eine Haftpflichtversicherung ersetzt Potensic Care nicht – die deckt Schäden an Dritten, nicht an deiner eigenen Drohne.

Weite Luftaufnahme der Thüringer Seenlandschaft mit mehreren Baggerseen

Wofür man so eine Drohne kauft und liebt: Seenlandschaften aus 100 Metern Höhe.

FAQ: 22 Fragen zur Potensic ATOM 3

Wie lange fliegt die Potensic ATOM 3 wirklich?

Plane mit 25 bis 33 Minuten pro Akku. Unser Testgerät zeigte bei 96 Prozent Akkustand eine Restflugzeit von 33:30 Minuten an. Die beworbenen 40 Minuten sind ein Laborwert bei Windstille, konstantem Geradeausflug und ohne laufende Videoaufnahme.

Hat die ATOM 3 eine Hinderniserkennung?

Nein. Sie besitzt nur ein nach unten gerichtetes Sichtsystem für Positionierung und Landung, das zwischen 0,3 und 10 Metern arbeitet. Nach vorn, hinten, zur Seite und nach oben erkennt sie keine Hindernisse. Das bestätigt das Handbuch an zwei Stellen ausdrücklich.

Welche der vier Varianten soll ich kaufen?

Wer regelmäßig fliegt, nimmt das Fly More Combo mit PTD 2 für 639,99 Euro – Bildschirmfernsteuerung, drei Akkus, Ladestation und Tasche. Wer gelegentlich fliegt und das Smartphone nutzen möchte, fährt mit dem PT-2-Set mit drei Akkus für 499,99 Euro am günstigsten pro Flugminute.

Brauche ich für die ATOM 3 einen Drohnenführerschein?

Nein. Der EU-Kompetenznachweis A1/A3 ist für Geräte der Klasse C0 nicht vorgeschrieben, das bestätigt auch das Luftfahrt-Bundesamt. Er kostet 25 Euro, gilt fünf Jahre und ist trotzdem empfehlenswert, weil er die Betriebsregeln vermittelt.

Muss ich die Drohne registrieren, obwohl sie unter 250 Gramm wiegt?

Ja. Die Registrierungspflicht hängt nicht allein am Gewicht, sondern daran, ob ein Sensor personenbezogene Daten erfassen kann. Eine Kameradrohne erfüllt das. Die Registrierung beim Luftfahrt-Bundesamt kostet 20 Euro, die e-ID muss sichtbar am Fluggerät angebracht werden.

Brauche ich eine Versicherung?

Ja, und zwar unabhängig vom Gewicht. § 43 des Luftverkehrsgesetzes verlangt eine Haftpflichtversicherung für Luftfahrzeuge ohne Gewichtsuntergrenze. Private Haftpflichtpolicen schließen Drohnen meist aus – du brauchst eine ausdrückliche Drohnendeckung. Der Markt liegt 2026 bei etwa 26 bis 95 Euro im Jahr.

Gibt es den 50-Minuten-Akku in Deutschland?

Nach aktuellem Stand nein. Potensic schreibt auf der eigenen Produktseite, die Variante mit dem Langzeitakku sei in Europa derzeit nicht verfügbar. Das deutsche Handbuch beschränkt die Nutzung für den europäischen Markt ausdrücklich auf den Standardakku DSBT25A mit 2590 mAh.

Warum ist der große Akku in Europa ausgeschlossen?

Er wiegt 123 statt 80 Gramm. Das englische Handbuch weist in einer Fußnote darauf hin, dass die Drohne damit über 249 Gramm kommt – eine Passage, die in der deutschen Fassung fehlt. Das C0-Klassenkennzeichen gilt laut Handbuch nur für die Konfiguration mit dem Standardakku.

Welche Speicherkarte passt in die ATOM 3?

Eine microSD-Karte mit der Geschwindigkeitsklasse U3 oder V30 oder höher, zwischen 4 und 512 Gigabyte. Ab 32 Gigabyte muss sie mit exFAT formatiert sein. Potensic empfiehlt offiziell die eigene JF-TF01 sowie Lexar-Karten der 633x-Reihe. Ohne Karte nimmt die Drohne nichts auf.

Erreicht die ATOM 3 wirklich 16 Kilometer Reichweite?

Diese Angabe stammt aus einem Messaufbau ohne Hindernisse und ohne Rückflug. Im Handbuch steht für Europa eine deutlich niedrigere zulässige Sendeleistung als für die USA – im 5,8-GHz-Band 14 statt 24 dBm. Für den Betrieb in Deutschland ist die Zahl ohnehin bedeutungslos, weil die Sichtverbindung zur Drohne jederzeit bestehen muss.

Was ist der Unterschied zwischen PT 2 und PTD 2?

Die PT 2 ist eine Fernsteuerung ohne Bildschirm, du klemmst dein Smartphone ein und verbindest es per Kabel. Die PTD 2 hat ein 5,5-Zoll-Display mit 900 Nits bereits eingebaut. Der Aufpreis beträgt in beiden Setgrößen 140 Euro.

Passt die Displayschutzfolie von Potensic auf die PTD 2?

Potensic führt das Folienset auf der Produktseite ausdrücklich für die PTD 1 der ATOM-2-Reihe. Beide Fernsteuerungen haben ein 5,5-Zoll-Display, die PTD 2 wird auf dieser Seite aber nicht genannt. Wenn dir Passgenauigkeit wichtig ist, frage vor dem Kauf beim Potensic-Support nach.

Kann ich Zubehör meiner ATOM 2 weiterverwenden?

Nur teilweise. Propeller sind laut Potensic-FAQ nicht mit anderen ATOM-Modellen kompatibel. Nutzer berichten außerdem, dass Akkus und Ladegeräte der Vorgängergeneration nicht passen. Der Propellerschutz der ATOM 2 soll sich weiter verwenden lassen – bestätigt hat Potensic das nicht.

Wie lange dauert das Laden?

Über USB-C direkt an der Drohne rund zwei Stunden pro Akku. In der Parallelladestation des Fly More Combo etwa anderthalb Stunden pro Akku, drei Akkus in rund 90 Minuten insgesamt – aber nur an einem Netzteil mit 65 Watt Power Delivery.

Liegt ein Netzteil bei?

Nein. Im Karton liegt nur ein Ladekabel. Das passende 65-Watt-Netzteil musst du separat kaufen; das ist der am häufigsten genannte Kritikpunkt in Kundenrezensionen.

Kann die ATOM 3 im Regen fliegen?

Nein. Die Drohne ist nicht wasserdicht und hat keine Schutzartangabe. Der zulässige Betriebstemperaturbereich liegt bei 0 bis 40 Grad Celsius. Bei Nässe, Schnee oder Nebel solltest du nicht starten.

Darf ich bei Nacht fliegen?

Ja, wenn die Drohne ein grünes Blinklicht führt – die ATOM 3 hat eine grüne Status-LED am Heck. Die Sichtverbindung musst du auch nachts halten, was in der Praxis die Reichweite stark begrenzt.

Was ist der Med-Tele-Modus?

Eine Tele-Perspektive, die über ein Symbol in der Kameraansicht aufgerufen wird. Potensic bewirbt sie mit 48 Millimetern Brennweite; eine technische Erklärung oder Brennweitenangabe steht in keinem der beiden Handbücher. Video ist in diesem Modus auf 24 bis 30 Bilder pro Sekunde begrenzt.

Nimmt die ATOM 3 in RAW auf?

Ja, im DNG-Format, allerdings nur in der 12-Megapixel-Einstellung als Kombination aus JPG und RAW. Bei 50 Megapixeln speichert sie ausschließlich JPG. Für Landschaftsaufnahmen mit viel Kontrast empfehlen wir ausdrücklich das RAW-Format.

Was ist Potensic Care und lohnt es sich?

Eine kostenpflichtige Austauschabsicherung, die nur in der App und nur innerhalb von 48 Stunden nach der Geräteaktivierung gekauft werden kann. In unserer App standen 59 Euro für ein Jahr mit zwei Austauschprodukten und 99 Euro für zwei Jahre mit vier. Weil die Drohne keine Hinderniserkennung hat, ist das Risiko eines selbstverschuldeten Schadens höher als bei Modellen mit Rundumsensorik.

Kann ich die Drohne über dem Grundstück meines Nachbarn fliegen?

Nicht ohne dessen Zustimmung. Die Luftverkehrs-Ordnung erlaubt den zustimmungsfreien Überflug fremder Wohngrundstücke nur für Geräte bis 250 Gramm, die keine Aufnahmen machen können. Eine Kameradrohne fällt ausdrücklich heraus, auch wenn sie leichter ist.

Wie schneidet die ATOM 3 gegen eine DJI Mini ab?

Beim Sensor liegt sie auf dem Niveau der DJI Mini 4 Pro und kostet rund 250 Euro weniger. Der Unterschied liegt fast vollständig in der Sensorik: Die DJI-Modelle erkennen Hindernisse rundum, die ATOM 3 nur nach unten. Wer vorsichtig und in offenem Gelände fliegt, bekommt bei Potensic mehr Bild fürs Geld.

Fazit: viel Kamera fürs Geld – mit einer Lücke, die man kennen muss

Die Potensic ATOM 3 ist der bisher überzeugendste Versuch des Herstellers, aus der Rolle des günstigen Zweitanbieters herauszukommen – und er gelingt weitgehend. Der 1/1,3-Zoll-Sensor liefert Luftaufnahmen, die in der Dämmerung und im Gegenlicht Zeichnung behalten, wo billigere Kameras längst ausbrennen. Das Flugverhalten ist ruhig, die Positionshaltung präzise, der Gimbal arbeitet sauber, und die PTD 2 mit eingebautem Bildschirm nimmt dem Ganzen die typische Einsteigerumständlichkeit. Für 639,99 Euro im Komplettset bekommt man eine Ausstattung, für die man bei der Konkurrenz spürbar mehr bezahlt.

Dem steht eine klare Einschränkung gegenüber: Die ATOM 3 erkennt keine Hindernisse. Wer zwischen Bäumen filmen, rückwärts durch unbekanntes Gelände fliegen oder sich beim Folgemodus auf die Automatik verlassen will, kauft hier das falsche Gerät – und sollte die rund 200 Euro Aufpreis für ein Modell mit Rundumsensorik einplanen. Wer dagegen in offenem Gelände unterwegs ist und bereit ist, vorausschauend zu fliegen, wird diese Lücke selten spüren.

Zwei Werbeaussagen sollte man vor dem Kauf einordnen. Die 40 Minuten Flugzeit sind ein Laborwert; realistisch sind 25 bis 33 Minuten, was für die Klasse völlig in Ordnung geht, aber eben nicht dem Karton entspricht. Und die 16 Kilometer Reichweite beziehen sich auf eine Sendeleistung, die in Europa nicht zulässig ist – ihr praktischer Wert liegt in der Verbindungsstabilität auf kurzer Distanz, nicht in der Reichweite selbst. Wer wegen des 50-Minuten-Akkus kauft, wird ebenfalls enttäuscht: In Europa gibt es ihn nach Herstellerangabe derzeit nicht.

Unter dem Strich: eine klare Empfehlung für Einsteiger und preisbewusste Hobbyfilmer, die Bildqualität über Assistenzsysteme stellen. Keine Empfehlung für alle, die Sensorik als Sicherheitsnetz brauchen. Und in jedem Fall ein Gerät, bei dem sich der Blick ins Handbuch lohnt – dort steht mehr Wahrheit als auf der Verkaufsseite.

Quellen und Belege

Alle Angaben wurden am 21.09.2026 geprüft. Herstellerangaben sind als solche gekennzeichnet und nicht als unabhängig bestätigte Messwerte zu verstehen.

Rechtsgrundlagen und Behörden

  • Durchführungsverordnung (EU) 2019/947 über die Vorschriften und Verfahren für den Betrieb unbemannter Luftfahrzeuge, insbesondere Artikel 9, 14 und 15 sowie die Betriebsvorschriften UAS.OPEN.020 und UAS.OPEN.060
  • Delegierte Verordnung (EU) 2019/945 über unbemannte Luftfahrzeugsysteme, Anhang Teil 1 (Klasse C0) und Teil 2 (Klasse C1)
  • Luftverkehrs-Ordnung (LuftVO), insbesondere § 21h zu geografischen UAS-Gebieten und zum Überflug von Wohngrundstücken
  • Luftverkehrsgesetz (LuftVG), §§ 37, 43 und 58 zu Versicherungspflicht, Mindestdeckung und Ordnungswidrigkeiten
  • Luftfahrt-Bundesamt: Registrierung als UAS-Betreiber, e-ID, Kompetenznachweis A1/A3 – Gebühren und Verfahren
  • Deutsche Flugsicherung: digitale Plattform für Unbemannte Luftfahrt (dipul.de) zur Prüfung geografischer UAS-Gebiete
  • Datenschutz-Grundverordnung Artikel 2, §§ 22 und 23 Kunsturhebergesetz, § 201a Strafgesetzbuch

Herstellerdokumente und Herstellerangaben

  • Potensic: Benutzerhandbuch ATOM 3, deutsche Fassung V01.26.05 – Spezifikationstabellen, Fußnoten zu den Messbedingungen, Kapitel zu Akku, Gimbal, Rückkehrfunktionen und Klassifizierung
  • Potensic: ATOM 3 User Manual, englische Fassung V01.26.05 – Gegenprobe, enthält die in der deutschen Fassung fehlende Fußnote zum Gewicht mit dem Akku hoher Kapazität
  • Potensic: offizielle Produktseite zur ATOM 3 – beworbene Leistungsdaten, Bundle-Übersicht, Hinweis zur Verfügbarkeit des Langzeitakkus in Europa (Herstellerquelle)
  • Potensic: offizielle FAQ-Seite zur ATOM 3 – Aussagen zu Hinderniserkennung, Speicherkarten, Ladeleistung, Potensic Care und Propellerkompatibilität (Herstellerquelle)

Unabhängige Tests

  • TechRadar, Timothy Coleman, 10.09.2026: Test des Fly More Combo mit PTD 2, Herstellermuster – gemessene Flugzeiten rund 25 Minuten, bei Wind selten über 20 Minuten
  • Tom’s Guide, Nikita Achanta, 01.07.2026: Test mit PTD 2 und Standardakku – gemessene Flugzeit rund 35 Minuten, Ladezeiten der Parallelstation
  • DroneDJ, Jared Sanders, 18.06.2026: Test des Fly More Bundle Plus – gemessene Maximaldistanz 499 Meter, Flugzeitangabe ausdrücklich als Schätzung gekennzeichnet
  • MightyGadget und DroneXL, jeweils 10.06.2026: Ersteindrücke mit Herstellermuster, ohne eigene Messwerte
  • c’t 18/2026 vom 21.08.2026: Testbericht ohne veröffentlichte Endnote, laut Aggregator testberichte.de

Markt- und Verfügbarkeitsquellen

  • Amazon.de: Produktseiten der vier ATOM-3-Varianten und der Displayschutzfolie – Preise, Lieferumfänge, Bewertungen und Verfügbarkeit, abgerufen am 21.09.2026 (Markt- und Verfügbarkeitsquelle)
  • Preisvergleichsdienste für die Vergleichspreise der Konkurrenzmodelle, Stand 21.09.2026 (Marktquelle, tagesaktuell schwankend)

Eigene Erhebung

  • Drohnen.de-Redaktion: Flüge mit dem Fly More Combo (PTD 2, drei Akkus) im September 2026, App-Version SC-V3.3.8, Flugsicherheitsdaten V01.01.012. Alle Produkt- und Luftaufnahmen in diesem Beitrag stammen aus diesen Flügen; die Luftbilder wurden aus DNG-Rohdateien entwickelt.

Disclaimer: Dieser Beitrag bietet allgemeine Verbraucherinformationen zu einem Produkt und zu den in Deutschland geltenden Betriebsregeln für unbemannte Luftfahrzeuge. Er ersetzt keine individuelle Rechtsberatung, keine verbindliche Auskunft der zuständigen Luftfahrtbehörde und keine Konformitätsbewertung eines konkreten Geräts. Die Einordnung der Klassenkennzeichnung beruht auf den Angaben des Herstellers im Benutzerhandbuch; maßgeblich ist die Kennzeichnung auf deinem Gerät und die zugehörige EU-Konformitätserklärung. Rechtsvorschriften, Gebühren und Herstellerangaben können sich ändern – prüfe zeitkritische Angaben vor dem Flug erneut bei den genannten Primärquellen. Eine Garantie für Sicherheit, Marktzulässigkeit oder Verfügbarkeit einzelner Produktvarianten wird nicht übernommen.

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