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DJI Dock 4 & Matrice 5TD: Akkutausch, Daten, Preis 2026

Neuvorstellung · 14. Oktober 2026

DJI Dock 4 mit Matrice 5TD: Akkutausch statt Ladepause

DJIs neue Drohnenstation lädt die Drohne nicht mehr auf, sondern wechselt den Akku automatisch – in unter 25 Sekunden. Dazu kommen eine größere Drohne mit LiDAR, Radar und hochauflösender Wärmebildkamera sowie eine EU-Zertifizierung für die Klassen C5 und C6.

  • Akkutausch unter 25 Sekunden, von der Landung bis zum Start unter 45 Sekunden
  • Matrice 5TD: 59 Minuten Flugzeit, 50-MP-Kameras, Wärmebild 1280 × 1024
  • Laut DJI als C5 und C6 zertifiziert, Preis nur auf Anfrage

So funktioniert der Akkutausch Dock 4 vs. Dock 3

DJI hat am 14. Oktober 2026 das Dock 4 vorgestellt – die erste DJI-Drohnenstation, die den Akku der Drohne automatisch tauscht, statt ihn aufzuladen. Laut DJI dauert der Wechsel weniger als 25 Sekunden; zwischen Landung und erneutem Start sollen weniger als 45 Sekunden liegen. Beim Vorgänger Dock 3 musste die Drohne nach jedem Einsatz rund eine halbe Stunde laden. Zur neuen Station gehört eine neue Drohne: die Matrice 5TD mit drei 50-Megapixel-Kameras, einer Wärmebildkamera mit 1280 × 1024 Pixeln, rotierendem LiDAR und Radar zur Hinderniserkennung.

Dieser Beitrag erklärt, wie der automatische Akkutausch funktioniert, was die Matrice 5TD kann, wo das Dock 4 gegenüber Dock 3 und Dock 2 zulegt, welche Software und Schnittstellen dazugehören und was Betreiber in Deutschland rechtlich beachten müssen. Grundlage sind DJIs Pressemitteilung, das offizielle Datenblatt und die FAQ vom 14. Oktober 2026 sowie erste Berichte von Fachmedien und Händlern. Ein eigenes Testgerät lag uns nicht vor.

Stand: 14. Oktober 2026. Alle technischen Werte sind Herstellerangaben, ermittelt laut DJI unter kontrollierten Testbedingungen. Einen Preis nennt DJI nicht; verkauft wird über autorisierte DJI-Enterprise-Händler. Einige Funktionen sind nicht in allen Regionen verfügbar.

Geöffnete DJI Dock 4 Drohnenstation auf einem Hügel, darüber startet eine DJI Matrice 5TD vor Hochspannungsleitungen
Das geöffnete Dock 4 mit startender Matrice 5TD an einer Stromtrasse. Bild: DJI

Das Wichtigste in 20 Sekunden

Akku tauschen statt laden

Das Dock 4 wechselt den Akku der Matrice 5TD laut DJI in unter 25 Sekunden. Bis zu drei Akkus lagern in der Station, zwei werden parallel geladen.

Größere Drohne

Die Matrice 5TD wiegt 2,6 Kilogramm, fliegt laut DJI bis zu 59 Minuten und trägt Weitwinkel-, Mittel- und Telekamera mit je 50 Megapixeln plus Wärmebildkamera.

Mehr Sicherheit

Rotierendes LiDAR, drei Radarsensoren und ein Fallschirm mit unabhängigem Flugabbruchsystem. DJI nennt eine EU-Zertifizierung als C5 und C6.

Kein Plug-and-play

Das Dock 4 funktioniert nur mit der Matrice 5TD und der O4 Ground Station. Für autonome Einsätze in Deutschland braucht es in der Regel eine Genehmigung des Luftfahrt-Bundesamts.

< 25 sAkkutausch laut DJI-Datenblatt
59 minFlugzeit der Matrice 5TD (Labor)
10 kmEinsatzradius unter Testbedingungen
−40 °Cuntere Betriebstemperatur von Dock und Drohne

Inhalt dieses Beitrags

Du kannst von oben nach unten lesen oder direkt in ein Kapitel springen.

Kapitel

1 Was das Dock 4 ist
2 Akkutausch statt Laden
3 Die Matrice 5TD
4 Kameras und Wärmebild
5 LiDAR, Radar, Fallschirm
6 Datenblatt Dock 4
7 Dock 4, Dock 3 und Dock 2
8 Software und Schnittstellen
9 Rechtslage in Deutschland
10 Preis und Verfügbarkeit
11 Warum nicht in den USA
12 Für wen sich das Dock lohnt
13 Häufige Fragen
14 Fazit
Grafik DJI Dock 4 mit Matrice 5TD an einer Stromtrasse, Akkutausch unter 25 Sekunden, 59 Minuten Flugzeit, EU-Klasse C5 und C6
Springe direkt zum automatischen Akkutausch. Grafik: Drohnen.de, Foto: DJI

Was das DJI Dock 4 ist

Ein Drohnen-Dock ist eine wetterfeste Station, in der eine Drohne dauerhaft im Freien wartet, startet, landet und wieder einsatzbereit gemacht wird – ohne dass ein Mensch vor Ort sein muss. Gesteuert werden die Einsätze aus der Ferne über eine Cloud-Plattform, bei DJI über FlightHub 2. Solche Systeme nutzen Energieversorger für die Inspektion von Leitungen und Umspannwerken, Industriebetriebe für den Werkschutz, Kommunen für Vermessung und zunehmend Polizei und Feuerwehr als „Drone as First Responder“: Die Drohne startet automatisch zum Einsatzort, noch bevor die ersten Kräfte eintreffen. Wie das in der Praxis aussieht, zeigt unser Beitrag zum DJI Dock 3 im DFR-Einsatz.

https://www.youtube.com/watch?v=rIznH_5IniM

Das Dock 4 ist die vierte Generation dieser Stationen. Der wichtigste Unterschied zu allen Vorgängern: Statt die Drohne nach der Landung aufzuladen, tauscht ein Mechanismus den leeren Akku gegen einen vollen. DJI positioniert das System damit für Einsätze, bei denen Sekunden zählen und die Drohne möglichst ohne Pause in der Luft sein soll – etwa bei Großlagen, Bränden oder der Überwachung kritischer Infrastruktur.

Symbolbild einer Drohne über einer Drohnenstation an der Küste mit Windkraftanlagen im Hintergrund
Symbolbild: Drohnenstationen überwachen Anlagen in abgelegenen Gebieten ohne Personal vor Ort. Das Bild zeigt weder das Dock 4 noch die Matrice 5TD. KI-generiertes Symbolbild

Akkutausch statt Laden: So funktioniert es

Nach der Landung schließt sich die Abdeckung des Docks, ein Mechanismus entnimmt den Akku der Matrice 5TD und setzt einen geladenen ein. Laut Datenblatt dauert dieser Wechsel weniger als 25 Sekunden – gemessen ab vollständig geschlossener Abdeckung bis zum Abschluss des Tauschs. Rechnet man Landung und Schließen der Abdeckung ein, nennt DJI unter 45 Sekunden bis zur erneuten Startbereitschaft. Beides wurde laut DJI in einer kontrollierten Testumgebung gemessen und gilt nur als Referenz.

1Landen

Die Drohne landet präzise auf dem Dock. DJI nennt bis zu 12 m/s Wind als Grenze für die Landung.

2Abdeckung schließen

Die Station schließt sich und schützt Drohne und Mechanik vor Regen, Staub und Kälte (Schutzart IP56).

3Akku wechseln

Der leere Akku kommt ins Ladefach, ein geladener wird eingesetzt – laut DJI in unter 25 Sekunden.

4Wieder starten

Von der Landung bis zur Einsatzbereitschaft vergehen laut Datenblatt weniger als 45 Sekunden.

Die Station hat vier Akkufächer, darf aber laut Datenblatt mit höchstens drei Akkus gleichzeitig bestückt werden – ein Fach bleibt frei, damit der Tausch funktioniert. Zwei Akkus werden parallel geladen, von 15 auf 95 Prozent dauert das bei 25 °C rund 27 Minuten. Laut FAQ tauscht das Dock automatisch, wenn der Akku nach der Landung unter 79 Prozent liegt. Mit einer Flugzeit von bis zu 59 Minuten und einer Ladezeit von knapp einer halben Stunde kann ein System mit drei Akkus also rechnerisch nahezu durchgehend fliegen – in der Praxis hängt das von Temperatur, Wind und Einsatzprofil ab.

Auch für Stromausfälle ist vorgesorgt: Das Dock 4 nutzt laut Datenblatt die Flugakkus als Notstromquelle und überbrückt damit rund 4,5 Stunden je Akku, wobei Funktionen wie Laden und Klimatisierung eingeschränkt sind. Beim Dock 3 übernahm diese Aufgabe noch ein Blei-Säure-Akku. Die Klimatisierung arbeitet beim Dock 4 mit einem Kompressor.

Die Matrice 5TD: größer, schwerer, länger in der Luft

Das Dock 4 funktioniert ausschließlich mit der neuen Matrice 5TD. Sie ist deutlich größer als die Matrice 4TD des Dock 3: Mit Akku wiegt sie 2.600 Gramm, die maximale Abflugmasse liegt bei 3.050 Gramm. Der Akku hat 260 Wattstunden und wiegt allein 925 Gramm, er heizt sich bei Kälte selbst und ist laut DJI für 400 Ladezyklen ausgelegt. Daraus ergeben sich laut Datenblatt bis zu 59 Minuten Flugzeit (bei konstant 15 m/s, windstill, ohne Nutzlast) und 55 Minuten Schwebezeit.

DJI Matrice 5TD: Flugdaten (Herstellerangaben, Stand 14. Oktober 2026)
Gewicht / max. Abflugmasse 2.600 g / 3.050 g
Abmessungen 393 × 477 × 230 mm, Diagonale 549 mm
Flugzeit / Schwebezeit 59 min / 55 min (Laborwerte)
Einsatzradius 10 km (bei 25 min Schweben und 15 % Restakku)
Geschwindigkeit 15 m/s, bis 21 m/s nur bei FlyTo-Aufgaben
Windwiderstand 12 m/s
Betriebstemperatur −40 bis 50 °C
Schutzart IP55
Akku 12.138 mAh, 260 Wh, 925 g, selbstheizend, 400 Zyklen
Positionierung RTK integriert; GPS, Galileo, BeiDou, GLONASS, QZSS
Funk O4 Enterprise Enhanced, 12 km Reichweite (CE), 4G-Backup mit zwei SIM-Karten

Wichtig für die Planung: Die 21 m/s Höchstgeschwindigkeit gelten laut Datenblatt nur bei FlyTo-Aufgaben, also beim direkten Anflug auf einen Zielpunkt; ansonsten sind 15 m/s die Grenze. Eine manuelle Steuerung mit Fernsteuerung sieht DJI laut FAQ nicht vor. Der britische Händler Heliguy kündigt allerdings ein Firmware-Update für eine Notsteuerung mit der RC Plus 2 an – eine offizielle DJI-Bestätigung dafür gibt es bislang nicht.

Kameras und Wärmebild: drei Mal 50 Megapixel

Die Matrice 5TD trägt einen Kamerakopf mit vier Kameras und einem Laser-Entfernungsmesser. Wie bei der Matrice 4TD gibt es Weitwinkel-, Mitteltele- und Telekamera, jetzt aber durchgehend mit 50 Megapixeln und einem längeren Tele mit 252 statt 168 Millimetern. Die Wärmebildkamera hat nativ 1280 × 1024 Pixel – doppelt so viel pro Achse wie bei der Matrice 4TD – und schafft im hochauflösenden Modus 2560 × 2048 Pixel.

Kamerasystem der Matrice 5TD (Herstellerangaben)
Kamera Sensor / Auflösung Brennweite (KB) Besonderheit
Weitwinkel 1/0,98 Zoll, 50 MP 23,5 mm, f/1.8 Video bis 4K/30
Mitteltele 1/1,28 Zoll, 50 MP 70 mm Zwischenstufe für Detailaufnahmen
Tele 1/1,5 Zoll, 50 MP 252 mm, f/2.8 bis 176-fach Hybridzoom
Wärmebild 1280 × 1024, hochauflösend 2560 × 2048 53 mm, f/0.85 −40 bis 150 °C bzw. 0 bis 550 °C
Laser-Entfernungsmesser – – bis 3.000 m senkrecht, 1.200 m schräg
NIR-Hilfslicht – – Ausleuchtung bei Nacht

In der Pressemitteilung beschreibt DJI, was das in der Praxis bringen soll: Mit dem 11-fachen optischen Abstand zwischen Weitwinkel und Tele sollen Details aus 400 Metern erkennbar sein, bei Stromleitungen sogar fehlende Splinte aus 100 Metern. Für Vermessungsaufgaben nennt DJI eine Genauigkeit bis zehn Zentimeter. Eine KI-Erkennung unterscheidet laut DJI 17 Objekttypen, darunter Autos, Boote und Tiere; ein Fusionsmodus legt Wärmebild und Tageslichtbild übereinander. Die 11-fach-Angabe der Pressemitteilung und die 16-fach-Digitalzoom-Angabe im Datenblatt beschreiben unterschiedliche Dinge: Ersteres ist das Verhältnis der Brennweiten von Weitwinkel und Tele.

„Dock 4 kann einen vollautomatischen Akkutausch in nur 25 Sekunden durchführen.“

DJI-Pressemitteilung vom 14. Oktober 2026 (übersetzt). Das Datenblatt präzisiert: unter 25 Sekunden ab geschlossener Abdeckung.

LiDAR, Radar und Fallschirm: die Sicherheitstechnik

Bei der Hinderniserkennung legt DJI kräftig nach. Die Matrice 5TD kombiniert sechs Fisheye-Kameras für die Rundumsicht mit einem rotierenden LiDAR, das laut Datenblatt Objekte mit zehn Prozent Reflexion bis 110 Meter erfasst, horizontal 360 Grad und vertikal 59 Grad abdeckt. Dazu kommen drei Millimeterwellen-Radare nach vorn (40 Meter), oben und unten (je 20 Meter) – laut DJI erkennen sie auch dünne Kabel mit zwölf Millimetern Durchmesser. Ein 3D-Infrarotsensor nach unten unterstützt die Landung. Beim Dock 3 gab es LiDAR und Radar nur als optionales Modul.

Für Einsätze über Menschen und in größerer Entfernung entscheidend ist der Fallschirm AP1. Er löst laut DJI in 600 Millisekunden aus, wirkt ab 35 Metern Höhe und bremst die Drohne auf unter sechs Meter pro Sekunde Sinkgeschwindigkeit. Ein unabhängiges Flugabbruchsystem (FTS) kann ihn manuell auslösen oder automatisch, wenn die Drohne einen festgelegten Bereich verlässt (Geocaging). DJI bezeichnet das FTS als zentrale Voraussetzung für die EU-Klasse C6. Laut FAQ ist ein ausgelöster Fallschirm ein Einwegprodukt, muss alle sechs Monate geprüft und drei Jahre nach Aktivierung getauscht werden. Mehr zu DJIs Fallschirmsystemen und den Klassen C5 und C6 steht in unserem Beitrag zum DJI AP100 für die Matrice 400.

Als Zubehör gibt es einen Scheinwerfer (AL2D) und einen Lautsprecher (AS2D), die an seitlichen Anschlüssen montiert werden. Für Durchsagen bei Einsätzen oder die Ausleuchtung bei Nacht ist das für Behörden und Werkschutz relevant.

Datenblatt: das DJI Dock 4 im Detail

DJI Dock 4 und O4 Ground Station (Herstellerangaben, Stand 14. Oktober 2026)
Gewicht ca. 66 kg (ohne Akkus und Drohne)
Maße geöffnet / geschlossen 1.750 × 640 × 550 mm / 639 × 640 × 836 mm
Stromversorgung 100–240 V AC, 50/60 Hz, max. 2.000 W
Klimatisierung Kompressor-Klimaanlage
Betriebstemperatur −40 bis 50 °C
Schutzart IP56
Max. Einsatzhöhe 5.000 m
Max. Wind bei Landung 12 m/s
Akkutausch / Turnaround unter 25 s / unter 45 s
Akkufächer 4, davon höchstens 3 belegt; 2 Ladekanäle parallel
Ladezeit 15 → 95 % in ca. 27 min (25 °C)
Notstrom über die Flugakkus, ca. 4,5 h je Akku
Sensoren am Dock Anemometer, Regensensor, Kamera 1080p mit 151° Bildwinkel
Netzwerk Ethernet und 4G nur über die DJI O4 Ground Station
O4 Ground Station Pflicht; IP67, 2,68 kg, RTK-Basis, Notakku ca. 45 min, bis 4 Fremdkameras (ONVIF)
Montage Lochbild 400 × 400 mm wie beim Dock 3

Eine Besonderheit gegenüber dem Dock 3 ist die verpflichtende O4 Ground Station: Netzwerk- und Mobilfunkanbindung laufen nicht mehr direkt über das Dock, sondern über diese separate Bodeneinheit, die per Ethernet-Kabel bis zu 80 Meter entfernt montiert werden kann. Sie dient zugleich als RTK-Referenzstation und kann laut DJI bis zu vier Kamerastreams von Drittanbietern einbinden. Wie die Ground Station eingerichtet wird, zeigt unser Video zur DJI O4 Ground Station.

Banner DJI Dock 4 gegen Dock 3: minus 40 Grad Betriebstemperatur, Wärmebild 1280 mal 1024, LiDAR und Radar
Springe direkt zum Vergleich von Dock 4, Dock 3 und Dock 2. Grafik: Drohnen.de, Foto: DJI

Dock 4, Dock 3 und Dock 2 im Vergleich

Die Tabelle stellt die drei aktuellen Dock-Generationen mit ihren jeweiligen Drohnen gegenüber. Alle Werte stammen aus den offiziellen DJI-Datenblättern. Flugzeiten und Einsatzradien wurden unter unterschiedlichen Testbedingungen ermittelt und sind deshalb nur eingeschränkt vergleichbar.

DJI Dock 4, Dock 3 und Dock 2 (Herstellerangaben laut DJI-Datenblättern)
Merkmal Dock 4 + Matrice 5TD Dock 3 + Matrice 4D/4TD Dock 2 + Matrice 3D/3TD
Energiekonzept Akkutausch < 25 s Laden im Fluggerät Laden im Fluggerät
Ladezeit 15 → 95 % ca. 27 min, 2 parallel 15 → 95 % ca. 27 min 20 → 90 % ca. 32 min
Dock-Gewicht ca. 66 kg 55 kg 34 kg
Leistungsaufnahme max. 2.000 W 800 W 1.000 W
Temperatur Dock −40 bis 50 °C −30 bis 50 °C −25 bis 45 °C
Schutzart Dock / Drohne IP56 / IP55 IP56 / IP55 IP55 / IP54
Fahrzeugmontage nicht genannt ja nicht genannt
Drohnengewicht 2.600 g 1.850 g 1.410 g
Flugzeit (Testtempo) 59 min (15 m/s) 54 min (12 m/s) 50 min (ca. 13 m/s)
Schwebezeit 55 min 47 min 40 min
Kameras 3 × 50 MP (23,5 / 70 / 252 mm) 4TD: 3 × 48 MP (Weitwinkel / 70 / 168 mm) 3TD: 48 MP + 12 MP Tele
Hybridzoom max. 176-fach 112-fach 56-fach
Wärmebild 1280 × 1024 640 × 512 640 × 512
Laser-Entfernungsmesser 3.000 m 1.800 m –
Hindernissensorik Kameras, LiDAR, 3 Radare integriert Kameras, 3D-Infrarot; LiDAR/Radar optional Kameras, 6 Richtungen
Kompatibilität nur Matrice 5TD nur Matrice 4D/4TD nur Matrice 3D/3TD

Der wichtigste Punkt für bestehende Kunden: Das Dock 4 ist nicht abwärtskompatibel. Eine Flotte aus Dock 3 und Matrice 4TD lässt sich nicht einfach mit dem neuen Dock weiterbetreiben. Immerhin hat DJI das Montage-Lochbild von 400 × 400 Millimetern beibehalten, sodass vorhandene Fundamente weiterverwendet werden können. Wer gerade erst ein Dock 3 installiert hat, verliert vor allem den Akkutausch, die Kältefestigkeit bis −40 °C und die bessere Wärmebildauflösung.

Software und Schnittstellen

Gesteuert wird das System über die DJI Enterprise App und die Cloud-Plattform DJI FlightHub 2, die es auch als lokal installierte Version (On-Premises) gibt. Neu ist laut Pressemitteilung ein „Virtual Cockpit“, in dem Bediener nach Objekten per Text oder Bild suchen können. Alarme lassen sich per SMS, E-Mail oder in der Plattform auslösen und mit Aktionen wie Foto, Aufnahme, Verfolgung oder Schweben verknüpfen. Die Latenz zwischen Drohne und Cloud gibt DJI mit bis zu 160 Millisekunden an, rund 32 Prozent weniger als bei der Vorgängergeneration.

Für die Einbindung in eigene Systeme nennt DJI die Cloud API, das Payload SDK für eigene Nutzlasten bis 450 Gramm, FlightHub Sync und das ESDK 2.0. Zur Datensicherheit verweist DJI auf unabhängige Prüfungen durch Firmen wie Booz Allen Hamilton und FTI Consulting; einen Überblick über frühere Prüfungen gibt unser Beitrag zur DJI-Sicherheit 2026. Für den Service bietet DJI erstmals für ein Dock DJI Care Enterprise Plus an, für die Matrice 5TD mit einem Akkutausch pro Jahr und einem neuen Schutz bei Verlust im Flug.

Rechtslage: Was Betreiber in Deutschland brauchen

Laut DJI-FAQ ist die Matrice 5TD in der EU als Klasse C5 und C6 zertifiziert. Das ist wichtig, weil die europäischen Standardszenarien an diese Klassen geknüpft sind. Die Durchführungsverordnung (EU) 2020/639 hat zwei Standardszenarien in der Betriebskategorie „speziell“ eingeführt: STS-01 für Flüge in Sichtweite mit C5-Drohnen über kontrolliertem Bodenbereich und STS-02 für Flüge außerhalb der Sichtweite mit C6-Drohnen – bis ein Kilometer vom Fernpiloten, mit Luftraumbeobachter bis zu zwei Kilometer, über dünn besiedeltem, kontrolliertem Gebiet. Fernpiloten brauchen dafür ein Theoriezertifikat und eine praktische Ausbildung.

Ein vollautomatischer Dock-Betrieb ohne Pilot vor Ort und über mehrere Kilometer passt nach unserer Einordnung in der Regel nicht in diese Standardszenarien. Er braucht eine Betriebsgenehmigung des Luftfahrt-Bundesamts auf Basis einer Risikobewertung nach SORA, die die EASA 2025 auf Version 2.5 aktualisiert hat – oder der Betreiber verfügt über ein Betreiberzeugnis für Leicht-UAS (LUC). C6-Zertifizierung, Flugabbruchsystem und Fallschirm können die Risikobewertung erleichtern, ersetzen die Genehmigung aber nicht. Diese rechtliche Einordnung ist eine redaktionelle Ableitung und ersetzt keine Beratung im Einzelfall. Hinzu kommen die Regeln für Flüge in Kontrollzonen und die geografischen Gebiete nach Luftverkehrs-Ordnung.

Pflicht-Check für gewerbliche Einsätze

Für jeden Drohnenflug im Freien schreibt das Luftverkehrsgesetz eine Haftpflichtversicherung vor; Betreiber von Drohnen ab 250 Gramm oder mit Kamera müssen sich zudem beim Luftfahrt-Bundesamt registrieren und die e-ID sichtbar anbringen. Für Dock-Systeme mit mehreren Kilometern Einsatzradius sollte die Police ausdrücklich gewerbliche Flüge außerhalb der Sichtweite abdecken. Ein Vergleich spezialisierter Drohnenversicherungen und ein Blick auf die aktuellen Vorschriften kosten wenige Minuten.

Drohnen-Haftpflicht vergleichenDrohnen-Gesetz im ÜberblickPlaketten & Kennzeichen

Für Bau- und Ingenieurbetriebe kann sich ein Blick auf Fördermöglichkeiten lohnen: Die BG BAU unterstützt Mitgliedsbetriebe beim Kauf von Inspektionsdrohnen, Details stehen in unserem Beitrag zur BG-BAU-Drohnenförderung 2026. Wer mit Drohnen-Dienstleistungen Geld verdienen will, findet einen Einstieg in unserem Fahrplan fürs Drohnen-Business.

Preis und Verfügbarkeit

DJI nennt für das Dock 4 keinen Preis, weder für Deutschland noch für andere Märkte. Laut Pressemitteilung wird das System über autorisierte DJI-Enterprise-Händler verkauft; ein konkretes Lieferdatum fehlt. Der britische Händler Heliguy führt das Paket aus Dock 4, Matrice 5TD mit Fallschirm, O4 Ground Station, Installationszubehör und einem Jahr Care Enterprise Plus mit dem Vermerk „Preis auf Anfrage“. Bei deutschen Händlern fanden wir am 14. Oktober noch kein Angebot. Im Netz kursierende Preisschätzungen beruhen nicht auf offiziellen Angaben; wir geben sie deshalb nicht wieder.

Wie bei Enterprise-Systemen üblich, kommen zum Kaufpreis Installation, Netzanbindung, Lizenzen für FlightHub 2, Versicherung, Wartung und die Kosten für Genehmigung und Schulung hinzu. Laut FAQ sieht DJI eine Basiswartung alle sechs Monate, eine reguläre Wartung nach zwölf Monaten oder 500 Betriebsstunden und eine Tiefenwartung nach 36 Monaten oder 1.000 Stunden vor.

Warum das Dock 4 nicht in die USA kommt

Im Datenblatt des Dock 4 fehlen Angaben zur US-Funkzulassung durch die FCC; aufgeführt sind nur Zulassungen für Kanada, Europa, China und Japan. Hintergrund ist eine Entscheidung der FCC vom Dezember 2025: Sie hat im Ausland hergestellte Drohnen und kritische Komponenten, darunter ausdrücklich DJI, auf die sogenannte Covered List gesetzt. Neue Funkzulassungen sind damit nicht möglich; bereits zugelassene Modelle dürfen weiter verkauft und genutzt werden. Das Fachmedium DroneXL kritisiert, DJI habe das Dock 4 genau für den US-Polizeimarkt entwickelt, in dem Docks besonders gefragt sind. Für Europa ändert das nichts: Hier ist das Dock 4 regulär erhältlich.

Für wen sich das Dock 4 lohnt

Passt
Einsätze rund um die Uhr

Polizei, Feuerwehr, Werkschutz und Betreiber kritischer Infrastruktur, bei denen die Drohne ohne lange Ladepause wieder starten muss, profitieren am meisten vom Akkutausch.

Zum Akkutausch

Abwägen
Bestehende Dock-3-Flotten

Mehr Leistung, aber keine Abwärtskompatibilität. Ein Umstieg lohnt vor allem dort, wo Kälte, Nachteinsätze oder Dauerbetrieb das Dock 3 an Grenzen bringen.

Zum Vergleich

Eher nicht
Gelegentliche Inspektionen

Wer nur ab und zu vermisst oder inspiziert, fährt mit einer manuell geflogenen Enterprise-Drohne günstiger und braucht keine stationäre Infrastruktur.

Alle DJI-Drohnen

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Häufige Fragen zum DJI Dock 4

Was ist neu am DJI Dock 4?

Das Dock 4 tauscht den Akku der Drohne automatisch, statt ihn zu laden – laut DJI in unter 25 Sekunden. Dazu kommen die größere Matrice 5TD mit drei 50-MP-Kameras, Wärmebild mit 1280 × 1024 Pixeln, LiDAR und Radar sowie eine Betriebstemperatur bis −40 °C.

Wie schnell wechselt das Dock 4 den Akku?

Laut Datenblatt in unter 25 Sekunden ab geschlossener Abdeckung. Von der Landung bis zur erneuten Einsatzbereitschaft vergehen laut DJI unter 45 Sekunden. Beide Werte stammen aus kontrollierten Tests.

Wie viele Akkus passen in das Dock 4?

Die Station hat vier Fächer, darf aber mit höchstens drei Akkus bestückt werden. Zwei Akkus werden gleichzeitig geladen, von 15 auf 95 Prozent in rund 27 Minuten.

Funktioniert das Dock 4 mit der Matrice 4TD?

Nein. Das Dock 4 arbeitet nur mit der Matrice 5TD. Das Montage-Lochbild von 400 × 400 Millimetern ist aber identisch mit dem Dock 3, sodass Fundamente weiter nutzbar sind.

Was kostet das DJI Dock 4?

DJI nennt keinen Preis. Verkauft wird über autorisierte Enterprise-Händler, die den Preis auf Anfrage nennen. Am 14. Oktober 2026 fanden wir noch kein deutsches Händlerangebot.

Welche EU-Klasse hat die Matrice 5TD?

Laut DJI-FAQ ist sie als C5 und C6 zertifiziert. Für C6 ist das unabhängige Flugabbruchsystem mit Fallschirm eine zentrale Voraussetzung.

Brauche ich eine Genehmigung für den Dock-Betrieb?

In der Regel ja. Ein automatisierter Betrieb ohne Pilot vor Ort und über große Entfernungen fällt nach unserer Einordnung nicht in die Standardszenarien STS-01 oder STS-02 und braucht eine Betriebsgenehmigung des Luftfahrt-Bundesamts oder ein Betreiberzeugnis (LUC).

Kann man die Matrice 5TD manuell fliegen?

Laut DJI-FAQ ist keine manuelle Steuerung mit Fernsteuerung vorgesehen. Ein Händler kündigt eine Notsteuerung per Firmware-Update an; DJI hat das noch nicht bestätigt.

Wie lange fliegt die Matrice 5TD?

Laut Datenblatt bis zu 59 Minuten bei 15 m/s und bis zu 55 Minuten im Schwebeflug, jeweils im Labor ohne Wind und Nutzlast. Der Einsatzradius liegt bei 10 Kilometern unter Testbedingungen.

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P1 Wärmebildkamera X³ Sharf-Auflösung 320x240 Elektro- und Haus-Inspektion
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  • 【X³ Superauflösung bis 320 × 240】P1ausgestattet mit der fortschrittlichen X³IR-Technologie erhöht die Auflösung der Wärmebilder von 160 × 120 auf 320 × 240. In Kombination mit dem Hochenergiekern von Thermal Master und einer Empfindlichkeit von 40 mK liefert sie selbst bei minimalen Temperaturunterschieden kristallklare Bilder. So können Sie in Wohngebäuden Energieverschwendung mühelos auf einen Blick erkennen oder bei Dämmungsinspektionen Kältebrücken sofort lokalisieren.
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Fazit: Der Akkutausch macht das Dock zur Dauerstation

Mit dem Dock 4 löst DJI das größte praktische Problem automatisierter Drohnenstationen: die lange Ladepause zwischen zwei Einsätzen. Ein Akkutausch in unter 25 Sekunden macht nahezu durchgehende Einsätze möglich, die Matrice 5TD fliegt länger, sieht mehr und erkennt Hindernisse dank LiDAR und Radar deutlich zuverlässiger als ihre Vorgänger. Die Kältefestigkeit bis −40 °C und die C5/C6-Zertifizierung machen das System gerade für europäische Behörden und Infrastrukturbetreiber interessant.

Die Kehrseite: Das Dock ist schwerer, braucht mehr Strom, ist nur mit der neuen Drohne kompatibel und ohne Genehmigung nicht sinnvoll einsetzbar. Einen Preis nennt DJI nicht. Wer bereits Dock 3 betreibt, sollte genau prüfen, ob Akkutausch und Kältefestigkeit den Umstieg rechtfertigen.

Zum offiziellen Datenblatt

TransparenzQuellen und Datenbasis12 Einträge

Technische Daten stammen aus dem offiziellen DJI-Datenblatt, den FAQ und der Pressemitteilung vom 14. Oktober 2026 (Herstellerangaben unter kontrollierten Testbedingungen). Vergleichswerte zu Dock 3 und Dock 2 stammen aus den jeweiligen DJI-Datenblättern. Die rechtliche Einordnung beruht auf den EU-Verordnungen und ist eine redaktionelle Ableitung. Ein eigenes Testgerät lag nicht vor.

  • DJI Enterprise: Dock 4 FAQ – C5/C6, Kompatibilität, Wartung, O4 Ground Station (Herstellerquelle)
  • DJI: Pressemitteilung zum Dock 4 – Funktionen, Software, Service (Herstellerquelle)
  • DJI Enterprise: Dock 4 Produktseite – Einsatzszenarien (Herstellerquelle)
  • DJI Enterprise: Dock 3 Datenblatt – Vergleichswerte (Herstellerquelle)
  • DJI Enterprise: Dock 2 Datenblatt – Vergleichswerte (Herstellerquelle)
  • Durchführungsverordnung (EU) 2020/639 – Standardszenarien STS (Rechtsquelle)
  • EASA ED Decision 2025/018/R – SORA 2.5 (Behördenquelle)
  • Dänische Verkehrsbehörde: Standardszenarien STS-01 und STS-02 – Anforderungen (Behördenquelle)
  • Akin Gump: FCC Covered List für ausländische Drohnen – US-Rechtslage (Fachquelle)
  • DroneXL, 14. Oktober 2026 – Einordnung und Kritik (Fachmedium)
  • Heliguy, 14. Oktober 2026 – Lieferumfang, Firmware-Ankündigung (Händlerquelle)
  • Heliguy: Dock 4 mit Matrice 5TD – Preis auf Anfrage (Marktquelle)

Hinweis: Dieser Beitrag bietet allgemeine Informationen mit Stand 14. Oktober 2026 auf Basis von Herstellerangaben und Fachberichten; er stellt keinen eigenen Test dar. Die rechtliche Einordnung ersetzt keine Beratung und keine Prüfung durch das Luftfahrt-Bundesamt im Einzelfall. Ob ein konkreter Einsatz genehmigungsfähig ist, hängt von Ort, Luftraum und Risikobewertung ab.

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Kategorie Nachrichten | Tags DJI, DJI Dock, DJI Enterprise, noAds

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