London: Met startet Drone as First Responder (DFR) – Drohnen unterstützen 999-Notrufe in Echtzeit
Die Metropolitan Police hat am 23. Oktober 2025 ein Pilotprogramm gestartet, bei dem Polizeidrohnen bei geeigneten 999-Notrufen gezielt zur Einsatzstelle fliegen und Live-Video an die Leitstelle sowie an Einsatzkräfte übertragen. Ziel ist, Reaktionszeiten zu verkürzen, die Lagebeurteilung in den ersten Minuten zu verbessern und Ressourcen präziser zu steuern. Der Start erfolgte in Islington; eine Ausweitung auf West End und Hyde Park ist für 2025 vorgesehen.
Das Programm heißt Drone as First Responder und ergänzt die bestehende Luftunterstützung um ein schnell verfügbares, ferngesteuertes Mittel, das Echtzeit-Informationen liefert, noch bevor Bodenteams vollständig vor Ort sind. DFR ist als organisationsweiter Einsatzmodus gedacht: Drohnen werden proaktiv als erste Luftsensoren disponiert, um die Taktik am Boden mit einem aktuellen Lagebild zu unterfüttern.

Die Drohnen sind in wetterfesten Dachboxen auf ausgewählten Polizeigebäuden stationiert. Geht ein geeigneter Notruf ein, disponiert die Leitstelle das System, startet die Drohne aus der Ferne und übergibt die Missionsführung an geschulte Operatorinnen und Operatoren. Die Drohne fliegt direkt zur Einsatzstelle, überträgt Live-Video an die Leitstelle und mobile Endgeräte und kehrt nach Abschluss der Mission automatisch zurück, wo sie für den nächsten Auftrag geladen wird. Durch die frühe Luftaufklärung lassen sich Annäherungswege, Eigensicherung und Kräfteansatz schneller und fundierter planen.
DFR unterstützt Vermisstensuchen, die Fahndung nach Verdächtigen sowie die schnelle Beweissicherung unmittelbar nach einem Vorfall. Sofort verfügbare Luftaufnahmen liefern Hinweise zu Aufenthaltsorten, Fluchtrouten oder Gefahrenquellen und helfen, Risiken früh zu erkennen. Für die Einsatzkräfte bedeutet das: weniger Blindflug, mehr Entscheidungsqualität in der kritischen Anfangsphase.

Laut Programmbeschreibung sind die Systeme schneller, leiser und ressourcenschonender als konventionelle Luftunterstützung – bei vergleichbarem operativem Nutzen. Die Pilotphase soll zeigen, wie zuverlässig der 24/7-Betrieb funktioniert und inwieweit DFR dauerhaft in die lageabhängige Disposition integriert werden kann. Die geplante Ausweitung auf zusätzliche Standorte deutet auf einen ambitionierten Praxistest hin.
DFR wird in London im Rahmen des NPCC-Drohnenprogramms umgesetzt. Parallel erproben weitere Polizeibehörden ähnliche Konzepte, um Echtzeit-Lagebilder früher bereitzustellen und Einsatzmittel datenbasiert zu führen.
Fazit
Der Londoner DFR-Pilot verlegt die luftgestützte Aufklärung an den Anfang des Einsatzes: schnell vor Ort, Live-Bild in die Leitstelle und eine unmittelbare Grundlage für taktische Entscheidungen. Wenn sich die Systeme im Dauerbetrieb bewähren, kann DFR die Polizeiarbeit messbar beschleunigen, die Eigensicherung erhöhen und Ressourcen effizienter binden.
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