Sonnenfinsternis 2026: Uhrzeit, Verlauf & optimale Sichtbedingungen
Heute Abend zwischen 19:11 und 21:03 Uhr passiert über Deutschland etwas, das es hier zuletzt 1999 gab. Der Mond schiebt sich vor die Sonne und verdeckt sie je nach Standort zu 84 bis über 90 Prozent. Übrig bleibt eine schmale Sichel, tief über dem Westhorizont, kurz vor Sonnenuntergang. Das Maximum liegt je nach Ort zwischen 20:05 und 20:18 Uhr.
Uhrzeiten für deine Stadt Den richtigen Standort finden
Der entscheidende Unterschied zu 1999: Damals stand die Sonne mittags hoch am Himmel. Heute Abend steht sie zum Höhepunkt der Finsternis nur noch etwa vier Grad über dem Horizont. Das macht dieses Ereignis besonders reizvoll und zugleich anspruchsvoll: Ohne freien Blick nach Westen bis Nordwesten siehst du nichts. Häuser, Bäume und Hügel entscheiden heute darüber, ob der Abend gelingt.
Vorab, weil es über allem steht
Die Sonne darf zu keinem Zeitpunkt ohne zertifizierte Schutzbrille direkt betrachtet werden – auch nicht bei 90 Prozent Bedeckung und auch nicht kurz vor Sonnenuntergang. Daniela Weiskopf vom Bundesamt für Strahlenschutz warnt genau davor: „Man sollte sich weder durch die hohe Abdeckung der Sonne noch die einsetzende Dämmerung dazu verleiten lassen, die Augen weniger gut zu schützen“. Ihr Fazit: „Nur geprüfte Schutzbrillen oder eine indirekte Beobachtung sind sicher“. Wer keine Brille hat, beobachtet indirekt über eine Lochkamera.
Die Sonnenfinsternis am 12. August 2026 – das Wichtigste auf einen Blick
- Beginn in Deutschland: ab 19:11 Uhr in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern, weiter südlich einige Minuten später – in Bayern etwa ab 19:19 Uhr.
- Maximum nach Angaben des Hauses der Astronomie Heidelberg: Kiel und Rostock 20:07 Uhr, Berlin 20:09 Uhr, Dresden 20:11 Uhr, Köln 20:13 Uhr, München und Stuttgart 20:16 Uhr, Freiburg 20:18 Uhr.
- Ende: zwischen 20:48 und 21:03 Uhr überall in Deutschland – das fällt mit dem Sonnenuntergang zusammen, die Sonne geht also noch teilweise verfinstert unter.
- Bedeckung: je nach Standort etwa 84 bis 90 Prozent. Die stärkste Bedeckung gibt es im äußersten Südwesten – in Freiburg gut 90 Prozent.
- Sonnenhöhe: zu Beginn noch etwa zwölf Grad, während des Höhepunkts nur noch etwa vier Grad über dem Horizont.
- Blickrichtung: freier Blick nach Westen bis Nordwesten, möglichst von einer Anhöhe.
- Total ist die Finsternis nur in einem schmalen Streifen über Nordsibirien, Ostgrönland, Island, Nordspanien und den Balearen – nicht in Deutschland.
- Wetter: Der Deutsche Wetterdienst erwartet „fast überall optimale Wetterbedingungen zum Beobachten der Finsternis“.
- Zugabe: In derselben Nacht erreichen die Perseiden ihr Maximum – bei Neumond und damit besonders dunklem Himmel.
Inhaltsverzeichnis
Uhrzeiten: Wann die Sonnenfinsternis bei dir zu sehen ist
Die partielle Sonnenfinsternis ist überall in Deutschland zu sehen. Das Ereignis dauert insgesamt fast zwei Stunden und fällt mit dem beginnenden Sonnenuntergang zusammen. Der Mond schiebt sich in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern ab 19:11 Uhr allmählich vor die Sonne; in den Bundesländern weiter südlich beginnt das Ereignis einige Minuten später, in Bayern etwa um 19:19 Uhr.
Der Ablauf besteht aus drei Phasen: dem ersten Kontakt, wenn sich der Mond erstmals vor den Sonnenrand schiebt, dem Maximum mit der größten Bedeckung – und dem letzten Kontakt, der in weiten Teilen Deutschlands nicht mehr beobachtbar ist, weil die Sonne vorher untergeht.
Die Städtetabelle: Beginn, Maximum, Bedeckung
| Stadt | Beginn | Maximum | Bedeckung |
|---|---|---|---|
| Kiel | ca. 19:12 Uhr | 20:07 Uhr | rund 85 % |
| Rostock | ca. 19:11 Uhr | 20:07 Uhr | rund 85 % |
| Hamburg | ca. 19:13 Uhr | ca. 20:07 Uhr | rund 85 % |
| Bremen | ca. 19:14 Uhr | ca. 20:09 Uhr | rund 87 % |
| Berlin | ca. 19:15 Uhr | 20:09 Uhr | rund 85 % |
| Dresden | ca. 19:17 Uhr | 20:11 Uhr | rund 86 % |
| Köln | ca. 19:18 Uhr | 20:13 Uhr | rund 90 % |
| Frankfurt am Main | ca. 19:19 Uhr | ca. 20:13 Uhr | rund 88 % |
| Stuttgart | ca. 19:21 Uhr | 20:16 Uhr | rund 89 % |
| München | ca. 19:23 Uhr | 20:16 Uhr | knapp 89 % |
| Freiburg im Breisgau | ca. 19:23 Uhr | 20:18 Uhr | gut 90 % – Maximum in Deutschland |
Die fett hervorgehobenen Maximum-Zeiten stammen vom Haus der Astronomie in Heidelberg, zitiert nach ZDFheute. Die übrigen Angaben sind gerundete Werte aus verschiedenen Quellen und können ortsabhängig um ein bis zwei Minuten abweichen. Für München nennt die Stadt selbst eine Bedeckung von knapp 89 Prozent der Sonnenfläche, was einer Magnitude von 0,905 entspricht – dieser Wert beschreibt den verdeckten Anteil des Sonnendurchmessers und fällt deshalb höher aus als der Flächenwert.
Wann du draußen sein solltest
SWR-Meteorologe Mühlbauer fasst den Ablauf so zusammen: „Gegen 19 Uhr geht das Spektakel ja los, um 20 Uhr erreicht es den Höhepunkt“. Der erste Kontakt ist mit bloßem Auge allerdings kaum wahrnehmbar – erst ab etwa einem Drittel Bedeckung wird die Sichelform deutlich.
Praktische Empfehlung: Sei spätestens um 19:45 Uhr an deinem Beobachtungsplatz. Dann hast du Zeit, dich einzurichten, und erlebst die entscheidenden Minuten von der zunehmenden Sichel über das Maximum bis zum verfinsterten Sonnenuntergang.
Warum das Ende der Finsternis vielerorts nicht zu sehen ist
Nach dem Maximum gibt der Mond die Sonne nach und nach wieder frei, bis die partielle Finsternis zwischen 20:48 Uhr und 21:03 Uhr überall in Deutschland beendet ist. Dies fällt mit dem Sonnenuntergang zusammen – das heißt: Die Sonne geht noch teilweise verfinstert unter.
Robert Schumann, Sprecher der Sternwarte Hannover, weist darauf hin, dass der Austritt des Mondes vielerorts nicht mehr zu beobachten sein wird, weil die Sonne dann bereits untergegangen sei – das könne mit der Abendstimmung sehr interessant werden. In München etwa geht die Sonne nach Angaben der Stadt gegen 20:32 Uhr unter, während die Finsternis rechnerisch noch eine gute halbe Stunde weiterläuft.
Norddeutschland
Finsternisende und Sonnenuntergang fallen weitgehend zusammen. Wer freien Horizont hat, sieht den Ablauf am längsten – in Kiel endet die Finsternis etwa gegen 20:59 Uhr.
Mitteldeutschland
Der letzte Kontakt liegt nahe am Sonnenuntergang. Man sieht die Sonne verfinstert untergehen und verpasst allenfalls die letzten Minuten des Wiederauftauchens.
Süddeutschland
Die Sonne verschwindet deutlich verfinstert hinter dem Horizont. Das rechnerische Ende ist nicht mehr beobachtbar – dafür ist der Untergang besonders eindrucksvoll.
Praktische Konsequenz
Je weiter südlich du bist, desto wichtiger wird ein wirklich freier Westhorizont. Schon ein Hügelzug oder eine Baumreihe schneidet die letzte, schönste Phase weg.
Der globale Verlauf: von Alaska bis zu den Kapverden
Die Sonnenfinsternis vom 12. August 2026 ist ein globales Ereignis, das weit über Deutschland hinausreicht. Sie beginnt um 17:34 Uhr MESZ vor der Westküste Alaskas und zieht dann vom Norden über die Arktis hinunter zum Atlantik. Sie endet um 21:58 Uhr MESZ südlich der Kapverdischen Inseln vor der Küste Westafrikas.
Wo die Finsternis total ist – der schmale Streifen
Der Kernschatten des Mondes ist deutlich kleiner als der Halbschatten. Er zeichnet nur einen schmalen Bogen über die Erdoberfläche – und nur dort verschwindet die Sonne vollständig.
1Nordsibirien
Die totale Sonnenfinsternis startet im nördlichen Sibirien, wo die Sonne gerade noch als Mitternachtssonne über dem Horizont steht. In Deutschland ist es dann etwa 19 Uhr.
2Grönland und Island
Der Schatten zieht am Nordpol vorbei sowie über den Osten Grönlands und den Westen Islands. Am längsten dauert die Totalität mit 2 Minuten und 18 Sekunden etwa 100 Kilometer westlich der isländischen Küste.
3Nordspanien und Portugal
Der Kernschatten erreicht Nordspanien und einen Zipfel von Portugal und zieht dann quer über die Iberische Halbinsel – in Spanien mit rund 2.500 Kilometern pro Stunde, etwa 42 Kilometer pro Minute.
4Balearen und Mittelmeer
Über den Balearen – unter anderem Mallorca – erlebt der Mittelmeerraum die Totalität. Kurz nach 20:30 Uhr endet die totale Finsternis im Mittelmeer.
Was im Kernschatten passiert – und in Deutschland nicht
Andreas Quirrenbach, Leiter der Landessternwarte Heidelberg-Königstuhl, beschreibt den Unterschied zur partiellen Finsternis so: „Da ist der Mond so genau vor der Sonne, dass er die Photosphäre der Sonne – die helle Sonnenscheibe – völlig verdeckt. Es wird dunkel wie in der Nacht. Man kann die äußeren, sehr dünnen Gasschichten der Sonne sehen.“
Bei Eintritt der Totalität nimmt die Helligkeit schlagartig ab, einzelne helle Sterne und Planeten erscheinen am Himmel – besonders auffällig ist bei dieser Finsternis die Venus, die in etwa 45 Grad Abstand links der Sonne aufleuchtet. Nichts davon ist in Deutschland zu sehen. Hier gilt, was Quirrenbach für die partielle Finsternis sagt: „Es bleibt immer ein Teil der Sonnenscheibe sichtbar. Dann sieht man eine Sichel.“
Warum Deutschland nur den Halbschatten abbekommt
Bei einer Sonnenfinsternis steht der Mond auf einer Linie zwischen Sonne und Erde, sodass sein Schatten auf die Erde fällt. Deutschland liegt am 12. August nur im Halbschatten – der Mond bedeckt also nur einen Teil der Sonne. Im Kernschatten dagegen ist die Sonne völlig vom Mond bedeckt, die Finsternis ist total.
Dass das Ganze überhaupt funktioniert, ist ein bemerkenswerter Zufall. Andreas Vogel, Leiter des Olbers-Planetariums in Bremen, erklärt es so: „Das ist durch einen astronomischen Zufall möglich und zwar, dass die Sonne rund 400 Mal größer ist als der Mond, aber auch etwa 400 Mal weiter weg ist“. Deshalb erscheinen beide am Himmel fast exakt gleich groß.
Den richtigen Standort finden – heute wichtiger als alles andere
Bei einer Mittagsfinsternis wie 1999 genügte ein Schritt vor die Haustür. Heute Abend ist das anders. Nach Angaben des Hauses der Astronomie steht die Sonne zu Beginn der partiellen Finsternis noch etwa zwölf Grad über dem Horizont, während des Höhepunkts aber nur noch etwa vier Grad. Häuser, Bäume oder Hügel können da schnell einen Strich durch die Rechnung machen.
SWR-Meteorologe Mühlbauer bringt es auf den Punkt: Weil die Sonnenfinsternis so spät stattfinde, „muss man natürlich schauen, dass man auf den westlichen Horizont einen guten Blick hat“. Sonst sehe man nichts, weil die Sonne schon tiefer stehe.
Blickrichtung: West bis Nordwest
Ein freier Blick in diese Richtung ist die einzige zwingende Voraussetzung. Sebastian Ruchti vom Planetarium Laupheim nennt als zentral einen freien Blick nach Nordwesten.
Erhöhter Standort
Eine Anhöhe oder ein Hügel seien ideal, so Ruchti. Ein etwas erhöhter Standort hat zusätzlich den Vorteil, dass man von dort den Schatten des Mondes herannahen sehen kann.
Offene Flächen statt Innenstadt
Andreas Vogel vom Olbers-Planetarium empfiehlt: „Erhöhungen wie zum Beispiel ein Deich, ein freies Feld im Bremer Umland oder ein Balkon, der nach Nordwesten geht“.
Über Wasser hinweg
Seeufer mit Westblick sind ideal – über der Wasserfläche gibt es keine Hindernisse. Das Planetarium Laupheim nennt als Beispiel einen Baggersee, über dessen Wasserfläche sich ein weiter Blick nach Westen öffnet.
Der Standort-Test, den du jetzt noch machen kannst
Zur gleichen Uhrzeit hingehen – und einfach hinschauen
Ein einfacher Trick, den die Stadt München ihren Bürgern empfiehlt: Stell dich ein paar Tage vorher zur selben Uhrzeit an deinen Wunschplatz. Die Sonne steht dann fast an derselben Stelle wie am 12. August – was du dann siehst, siehst du auch am Finsternisabend. Steht die Sonne schon hinter einem Dach oder einer Baumreihe, hast du noch Zeit, den Platz zu wechseln.
Wenn dafür die Zeit fehlt: Nutze die Kompassfunktion deines Smartphones und peile die Richtung zwischen West und Nordwest an. Zur Orientierung: Vier Grad Sonnenhöhe entsprechen etwa der Breite von drei nebeneinandergelegten Fingern bei ausgestrecktem Arm. Was höher als das über dem Horizont steht, nimmt dir die Sicht.
Geeignete Orte nach Landschaftstyp
| Situation | Was funktioniert | Worauf achten |
|---|---|---|
| Großstadt | Stadtberge, Parkdecks, Uferpromenaden mit Westblick, Balkone nach Nordwesten | Beliebte Punkte werden heute voll – Erreichbarkeit vorher prüfen |
| Flaches Umland | Deiche, freie Felder, Feldwege, offene Hochflächen | Baumreihen und Windschutzhecken stehen oft genau in der Westachse |
| Mittelgebirge | Aussichtstürme, Gipfelplateaus, Weinberge, freie Hochflächen | Nicht in ein Tal stellen – der gegenüberliegende Hang verdeckt den Horizont |
| Alpen und Voralpen | Bergbahnen mit verlängertem Betrieb, Hänge mit Westexposition | Betriebszeiten vorher prüfen und Rückweg im Dunkeln einplanen |
| See oder Küste | Westufer, Strandabschnitte, Molen und Seebrücken | Blick muss über das Wasser gehen, nicht zum Ufer hin |
| Ohne eigenen Plan | Sternwarte oder Planetarium mit öffentlicher Beobachtung | Sonderveranstaltungen oft ausgebucht, offene Beobachtungen meist ohne Anmeldung |
Bundesweit laden astronomische Einrichtungen im Rahmen der „Langen Nacht der Astronomie“ zur gemeinsamen Beobachtung der Sonnenfinsternis ein; einige bieten zudem Live-Übertragungen aus Spanien an. In Bremen etwa sind Mitarbeiter des Olbers-Planetariums auf einem Aussichtspunkt mit astronomischer Ausrichtung vor Ort und erklären das Ereignis; auch auf der Terrasse der Walter-Stein-Sternwarte gibt es eine öffentliche Beobachtung.
Wetter und Sichtbedingungen
Die Prognose ist ungewöhnlich erfreulich. Der Deutsche Wetterdienst zeigte sich im Vorfeld optimistisch: Bei oft wolkenlosem Himmel herrschten „fast überall optimale Wetterbedingungen zum Beobachten der Finsternis“. Nur im Norden zögen ein paar Wolken durch – auch dort sollten die Sichtbedingungen aber „recht gut, wenn auch nicht ganz ungestört sein“.
Auch aus dem Südwesten kommt eine klare Einschätzung. SWR-Meteorologe Mühlbauer fasst zusammen: „Die Bedingungen vom Wetter her sind perfekt“. Und weiter: „es müsste jetzt dann schon ziemlich blöd laufen, wenn sich gerade da eine Wolke vor die Sonne schiebt“.
Der Horizontdunst
Bei tiefstehender Sonne blickt man durch ein Vielfaches der Atmosphäre. Dunst kann die Sonne rot färben und abschwächen – optisch, nicht sicherheitstechnisch. Der Schutz bleibt zwingend.
Tiefe Wolkenbänder am Horizont
Die häufigste Enttäuschung an Sommerabenden: Der Himmel ist blau, aber genau über dem Horizont liegt ein Wolkenband. Ein erhöhter Standort hilft dagegen nur bedingt.
Thermik und Flimmern
Über aufgeheizten Flächen flimmert die Luft. Für das bloße Auge unkritisch, für Teleobjektive und Teleskope bedeutet es weiche, unruhige Bilder.
Der Plan B
Wenn Wolken den Blick verstellen: Die Livestreams von ZDF (ab 20 Uhr), ESA (ab 19:30 Uhr) und NASA (ab 19:15 Uhr) zeigen die totale Finsternis – die es in Deutschland ohnehin nicht zu sehen gibt.
Was du tatsächlich sehen wirst – realistische Erwartungen
Damit der Abend nicht enttäuscht, lohnt eine ehrliche Einordnung. Vollkommen dunkel wird es in Deutschland nicht. Bei 84 bis 90 Prozent Bedeckung bleibt eine schmale Sichel übrig – und die reicht aus, um die Landschaft noch deutlich zu erhellen. Ein Tübinger Astronom hat die Erwartungen im Vorfeld sogar ausdrücklich gedämpft.
Dafür kommt ein anderer Reiz hinzu, den Andreas Vogel vom Olbers-Planetarium betont: „Die Sonnenfinsternis findet zum Sonnenuntergang statt, das heißt, dass sie besonders schön anzusehen sein wird“. Und Robert Schumann von der Sternwarte Hannover weist darauf hin, dass gerade die Kombination mit der Abendstimmung sehr interessant werden könne.
Die Sichel
Der eigentliche Star des Abends. Durch die Schutzbrille oder in der Lochkamera-Projektion siehst du eine immer schmaler werdende Sonnensichel, die schließlich in den Horizontdunst eintaucht.
Das Licht verändert sich
Nicht dunkler im klassischen Sinn, sondern anders: Farben verlieren an Sättigung, Schatten werden schärfer und schmaler. Zusammen mit dem Sonnenuntergang entsteht eine ungewöhnliche Lichtstimmung.
Es wird spürbar kühler
Bei rund 90 Prozent Bedeckung sinkt die Strahlungsleistung merklich. An einem Augustabend ist das gut wahrnehmbar – oft der Moment, in dem Beobachter zum ersten Mal aufhorchen.
Die Tiere reagieren
Vögel hören häufig auf zu singen und suchen ihre Schlafplätze auf. Tagaktive Tiere wie Eichhörnchen, Kaninchen und Eidechsen ziehen sich zurück, während nachtaktive wie Fledermäuse und Igel kurzzeitig aktiv werden können.
Fotografieren und filmen – was heute Abend funktioniert
Die wichtigste Regel zuerst, und sie gilt für Technik genauso wie für Augen. Das Bundesamt für Strahlenschutz stuft die direkte Beobachtung der Sonne durch Ferngläser, Teleskope oder Kameras als hochgefährlich ein, weil diese Geräte die Sonnenstrahlen zusätzlich bündeln. Andreas Vogel vom Olbers-Planetarium wird noch deutlicher: „Mit einer Spiegelreflex-Kamera kann man innerhalb von Sekunden erblinden.“
1Filter vor die Optik
Im Fachhandel werden spezielle Filteraufsätze oder Folien angeboten. Das Bundesamt ist eindeutig: Sie müssen vor der Optik des entsprechenden Geräts angebracht werden.
2Der einfachste Handy-Trick
Andreas Vogel nennt die Lösung, die sofort funktioniert: „Einfach mit dem Handy durch eine Sonnenfinsternisbrille fotografieren.“
3Brennweite wählen
Für Kamerafotos empfiehlt Vogel: „Am besten nimmt man eine etwas größere Brennweite, ab 200 Millimeter Brennweite, perfekt sind 500 Millimeter.“
4Das bessere Motiv suchen
Ohne Teleobjektiv wird die Sonne nur ein heller Punkt. Deutlich stärker: die Szene – Menschen mit Schutzbrillen im Gegenlicht, die Farbstimmung, lange Schatten, Silhouetten vor dem verfärbten Himmel.
Warum Rundum- und Weitwinkelkameras heute im Vorteil sind
Es gibt einen Grund, warum erfahrene Beobachter bei Finsternissen nicht nur nach oben halten: Das Interessanteste passiert am Boden. Das veränderte Licht, die Reaktionen der Umstehenden, der Horizont in ungewohnten Farben – das ergibt stärkere Aufnahmen als der überstrahlte Punkt am Himmel. Eine 360°-Kamera wie die Insta360 X6 nimmt zwangsläufig alles gleichzeitig auf, sodass die Blickrichtung erst später festgelegt wird. Für Aufnahmen bei schwindendem Licht ist eine Pocket-Gimbal-Kamera mit 1-Zoll-Sensor die technisch sauberere Wahl. In beiden Fällen gilt: Die Sonne nicht minutenlang formatfüllend im Bild halten.
Mit der Drohne: erlaubt, aber heute mit besonderen Bedingungen
Der Gedanke liegt nahe: Wenn der freie Westblick fehlt, holt man ihn sich aus der Luft. Grundsätzlich ist das möglich – für den heutigen Abend kommen allerdings mehrere Randbedingungen zusammen.
Dämmerungsflug braucht Beleuchtung
Flüge bei Nacht und in der Dämmerung sind in der offenen Kategorie zulässig, verlangen aber ein blinkendes grünes Positionslicht. Drohnen der Klassen C1 bis C3 bringen es in der Regel mit.
Sichtkontakt bleibt Pflicht
Auch abends muss die Drohne durchgehend in Sichtweite bleiben. Bei schwindendem Licht schrumpft die reale Sichtweite schneller, als viele erwarten.
Aussichtspunkte sind heute belebt
Genau die Orte mit freiem Westblick werden zu Menschenansammlungen. Über unbeteiligten Personen zu fliegen, ist in der offenen Kategorie nicht zulässig.
Sensorrisiko auch hier
Für die Drohnenkamera gilt dasselbe wie für jede andere. Filme die Landschaft und das Licht, nicht die Sonne – und plane den Rückflug bei Dunkelheit ein.
Die geltenden Drohnen-Vorschriften Drohne bei Dunkelheit fliegen
Danach: die Perseidennacht – zwei Ereignisse an einem Abend
Der 12. August 2026 bietet eine seltene Kombination. Andreas Vogel vom Olbers-Planetarium ordnet sie so ein: „Bis beide Ereignisse gleichzeitig bei uns wieder auftreten, wird es wohl einige Jahrtausende dauern“. Denn nach der Sonnenfinsternis erreicht in derselben Nacht der Perseiden-Meteorstrom sein Maximum – und das unter idealen Bedingungen, weil eine Sonnenfinsternis immer bei Neumond stattfindet und kein Mondlicht stört.
Die Perseiden gehen auf einen Kometen zurück. Andreas Quirrenbach erklärt: „Sie gehen zurück auf einen Kometen namens Swift-Tuttle“. Die Erde kreuze dessen Staubwolke; die Teilchen darin hätten Größen zwischen einem Sandkorn und einer Erbse und verglühten in der Erdatmosphäre. Genau das sehen wir als Sternschnuppen.
Beste Beobachtungszeit
Andreas Vogel nennt das Zeitfenster: „Die Perseiden sind schon ein paar Tage vorher sichtbar, das Maximum erreicht das Phänomen dann in der Nacht vom 12. bis zum 13. August ab Mitternacht bis Sonnenaufgang“.
Bis zu hundert pro Stunde
Zu rechnen ist mit bis zu 100 Sternschnuppen pro Stunde. Andreas Quirrenbach formuliert es aus Beobachtersicht: „Bis zu zwei Sternschnuppen pro Minute können Sie sehen.“
Zwanzig Minuten Geduld
Quirrenbach rät, einen dunklen Ort aufzusuchen. Das Auge brauche mindestens zwanzig Minuten, um sich an die Dunkelheit zu gewöhnen – und man solle dabei nicht auf das Smartphone schauen.
Bequem liegen
Der Rat des Astronomen: „Machen Sie es sich auf einem Liegestuhl oder auf einer Luftmatratze gemütlich und geben Sie sich Zeit.“ Ein Fernglas brauchst du nicht – es verkleinert nur das Blickfeld.
Der ganze Abend in einer Zeitleiste
So planst du den 12. August 2026
Ab 19:15 Uhr: Standort mit freiem Westblick einnehmen, Schutzbrille prüfen oder Lochkamera testen. 19:11 bis 19:23 Uhr: erster Kontakt, je nach Region – mit bloßem Auge noch nicht wahrnehmbar. Ab 19:45 Uhr: Die Sichelform wird deutlich, das Licht beginnt sich zu verändern. 20:05 bis 20:18 Uhr: Maximum, je nach Ort – 84 bis über 90 Prozent Bedeckung, Sonne nur noch etwa vier Grad über dem Horizont. Ab 20:30 Uhr: Im Süden geht die Sonne verfinstert unter. 20:48 bis 21:03 Uhr: Ende der Finsternis, im Norden am ehesten noch beobachtbar. Ab Mitternacht: Perseiden-Maximum bei Neumond.
Die nächsten Sonnenfinsternisse – und warum heute besonders ist
Für das europäische Festland ist der 12. August 2026 die erste totale Sonnenfinsternis seit dem 11. August 1999 – auf den Tag genau 27 Jahre später. Damals lag der Kernschatten über Süddeutschland; Millionen Menschen erlebten das Ereignis gemeinsam auf Straßen und Plätzen. In Berlin und Brandenburg war die Finsternis allerdings auch damals nur partiell.
| Datum | Art in Deutschland | Besonderheiten |
|---|---|---|
| 11. August 1999 | Total im Süden | Letzte Totalität über Deutschland, mittags bei hochstehender Sonne |
| 12. August 2026 | Partiell, 84 – 90 % | Abends zum Sonnenuntergang, tiefstehende Sonne, zeitgleich Perseiden-Maximum |
| 2. August 2027 | Partiell, deutlich schwächer | Vormittags bei hochstehender Sonne – in München Magnitude 0,591, Maximum gegen 11:11 Uhr |
| 3. September 2081 | Total im Südwesten | Kernschatten über Südwestdeutschland, Schweiz, Liechtenstein und Österreich – Freiburg und Konstanz jeweils rund dreieinhalb Minuten |
Dass totale Sonnenfinsternisse an einem bestimmten Ort so selten sind, liegt an der Geometrie: Eine totale Sonnenfinsternis gibt es zwar etwa alle 18 Monate irgendwo auf der Erde – aber der Kernschatten ist mit einem Durchmesser von maximal rund 200 Kilometern sehr klein. Für Bremen etwa gibt es die nächste totale Sonnenfinsternis nach Angaben des Olbers-Planetariums erst am 7. Oktober 2135, für München sogar erst am 14. Juni 2151.
FAQ zur Sonnenfinsternis 2026
Wann ist die Sonnenfinsternis genau?
Am Mittwoch, 12. August 2026, am frühen Abend. Der Mond schiebt sich in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern ab 19:11 Uhr allmählich vor die Sonne, in Bayern etwa ab 19:19 Uhr. Das Maximum wird zwischen 20:05 und 20:18 Uhr erreicht, das Ende liegt zwischen 20:48 und 21:03 Uhr. Insgesamt dauert das Ereignis fast zwei Stunden.
Um wie viel Uhr ist das Maximum in meiner Stadt?
Nach Angaben des Hauses der Astronomie in Heidelberg stellt sich das Maximum ein: in Kiel und Rostock um 20:07 Uhr, in Berlin um 20:09 Uhr, in Dresden um 20:11 Uhr, in Köln um 20:13 Uhr, in München und Stuttgart um 20:16 Uhr und in Freiburg um 20:18 Uhr. Zwischen Nordosten und Südwesten liegen also nur etwa elf Minuten Unterschied.
Wie viel Prozent der Sonne wird verdeckt?
Je nach Standort werden während des Maximums etwa 84 bis 90 Prozent der Sonne verdeckt – es bleibt also eine schmale Sichel. Die stärkste Bedeckung gibt es im äußersten Südwesten: In Freiburg sind es gut 90 Prozent, in Berlin und Brandenburg rund 85 Prozent.
Wird es in Deutschland dunkel?
Nein, vollkommen dunkel wird es nicht. Bei 84 bis 90 Prozent Bedeckung bleibt eine schmale Sichel übrig, die noch deutlich Licht spendet. Andreas Quirrenbach beschreibt den Unterschied zur Totalität so: „Es bleibt immer ein Teil der Sonnenscheibe sichtbar. Dann sieht man eine Sichel.“ Richtige Dunkelheit gibt es nur im Kernschatten – also über Island, Nordspanien und den Balearen.
In welche Richtung muss ich schauen?
Nach Westen bis Nordwesten. Entscheidend ist ein freier Blick auf den Horizont: Zu Beginn steht die Sonne noch etwa zwölf Grad hoch, im Maximum nur noch etwa vier Grad. SWR-Meteorologe Mühlbauer sagt dazu, man müsse schauen, „dass man auf den westlichen Horizont einen guten Blick hat“ – sonst sehe man nichts, weil die Sonne schon tiefer stehe.
Warum ist diese Finsternis anders als 1999?
Aus zwei Gründen. Erstens liegt Deutschland diesmal nicht im Kernschatten – 1999 war die Finsternis über Süddeutschland total, heute ist sie überall nur partiell. Zweitens fand sie 1999 mittags bei hochstehender Sonne statt, heute abends zum Sonnenuntergang. Das macht sie visuell reizvoller, aber anspruchsvoller: Ohne freien Westhorizont sieht man nichts.
Kann ich das Ende der Finsternis beobachten?
Das hängt vom Standort ab. Das Ende zwischen 20:48 und 21:03 Uhr fällt mit dem Sonnenuntergang zusammen – die Sonne geht also noch teilweise verfinstert unter. Robert Schumann von der Sternwarte Hannover weist darauf hin, dass der Austritt des Mondes vielerorts nicht mehr zu beobachten sein wird, weil die Sonne dann schon untergegangen ist. In München etwa geht sie bereits gegen 20:32 Uhr unter.
Wo ist die Sonnenfinsternis total zu sehen?
In einem schmalen Streifen: Die Totalität startet im nördlichen Sibirien, zieht am Nordpol vorbei über den Osten Grönlands und den Westen Islands, erreicht Nordspanien und einen Zipfel von Portugal und zieht dann über die Iberische Halbinsel und die Balearen. Am längsten dauert sie mit 2 Minuten und 18 Sekunden etwa 100 Kilometer westlich der isländischen Küste. Kurz nach 20:30 Uhr endet sie im Mittelmeer.
Wie wird das Wetter?
Der Deutsche Wetterdienst zeigte sich optimistisch: Bei oft wolkenlosem Himmel herrschten „fast überall optimale Wetterbedingungen zum Beobachten der Finsternis“. Nur im Norden ziehen einzelne Wolken durch, auch dort sollen die Bedingungen aber „recht gut, wenn auch nicht ganz ungestört sein“. Das größere Risiko sind tiefe Wolkenbänder direkt über dem Horizont.
Brauche ich wirklich eine Schutzbrille?
Ja, zwingend. Auch während einer partiellen Sonnenfinsternis ist der Blick direkt in die Sonne gefährlich. Das Bundesamt für Strahlenschutz warnt ausdrücklich davor, sich durch die hohe Abdeckung oder die einsetzende Dämmerung zu weniger Schutz verleiten zu lassen. Die Brille muss nach DIN EN ISO 12312-2:2015 geprüft und CE-gekennzeichnet sein. Wer keine hat, beobachtet indirekt über eine Lochkamera.
Kann ich die Sonnenfinsternis im Livestream sehen?
Ja, und das lohnt sich zusätzlich, weil die Streams die totale Finsternis zeigen. Das ZDF begleitet das Ereignis mit Harald Lesch und Jasmina Neudecker ab 20 Uhr aus Mallorca im Streaming-Portal und auf dem YouTube-Kanal „Terra X Lesch & Co“, ab 20:15 Uhr in 3sat und bei entsprechendem Wetter von etwa 20:25 bis 20:35 Uhr im ZDF-Hauptprogramm. Die NASA überträgt ab 19:15 Uhr, die ESA ab 19:30 Uhr.
Was sind die Perseiden und wann sehe ich sie?
Ein jährlich wiederkehrender Sternschnuppenstrom. Andreas Quirrenbach erklärt die Herkunft: „Sie gehen zurück auf einen Kometen namens Swift-Tuttle“. Das Maximum liegt in der Nacht vom 12. auf den 13. August, mit bis zu 100 Sternschnuppen pro Stunde. Andreas Vogel nennt als Zeitfenster: „Die Perseiden sind schon ein paar Tage vorher sichtbar, das Maximum erreicht das Phänomen dann in der Nacht vom 12. bis zum 13. August ab Mitternacht bis Sonnenaufgang“.
Warum passt der Mond so genau vor die Sonne?
Andreas Vogel vom Olbers-Planetarium erklärt es so: „Das ist durch einen astronomischen Zufall möglich und zwar, dass die Sonne rund 400 Mal größer ist als der Mond, aber auch etwa 400 Mal weiter weg ist“. Dadurch erscheinen beide Himmelskörper von der Erde aus fast exakt gleich groß – und der Mond kann die Sonnenscheibe genau abdecken.
Wann ist die nächste Sonnenfinsternis in Deutschland?
Eine partielle bereits am 2. August 2027, dann allerdings deutlich schwächer und vormittags bei hochstehender Sonne. Die nächste totale Sonnenfinsternis über deutschem Boden folgt erst am 3. September 2081: Der Kernschatten zieht dann über den Südwesten Deutschlands sowie über die Schweiz, Liechtenstein und Österreich – Freiburg und Konstanz erleben jeweils rund dreieinhalb Minuten völliger Dunkelheit.
Reagieren Tiere auf die Sonnenfinsternis?
Ja, oft deutlich. Vögel hören häufig auf zu singen und suchen ihre Schlafplätze auf. Tagaktive Tiere wie Eichhörnchen, Kaninchen und Eidechsen ziehen sich ebenfalls in ihre Verstecke zurück, während nachtaktive Tiere wie Fledermäuse und Igel kurzzeitig in Aktion treten können. Auch einige Pflanzen reagieren auf die Verdunklung: Mittagsblumen schließen ihre Blüten, während die Nachtkerze ihre öffnet.
- Sonnenfinsternis-Brille kaufen: dm, Rossmann & Optiker
- Sonnenfinsternis ohne Brille sehen: Lochkamera basteln
- DIN EN ISO 12312-2: Norm für Sonnenfinsternisbrillen erklärt
Fazit: Ein Abend, der über den Horizont entschieden wird
Die Sonnenfinsternis am 12. August 2026 ist kein Ereignis, das man nebenbei mitnimmt. Sie beginnt zwischen 19:11 und 19:23 Uhr, erreicht ihr Maximum zwischen 20:05 und 20:18 Uhr – und findet dabei so tief über dem Westhorizont statt, dass die Wahl des Standorts wichtiger ist als jede andere Vorbereitung. Vier Grad Sonnenhöhe verzeihen keine Baumreihe.
Wer diesen einen Punkt löst, bekommt dafür etwas Seltenes. Andreas Vogel vom Olbers-Planetarium fasst zusammen, warum: „Die Sonnenfinsternis findet zum Sonnenuntergang statt, das heißt, dass sie besonders schön anzusehen sein wird“. Und wenn es dunkel geworden ist, folgt bei Neumond das Perseiden-Maximum. Zwei Himmelsereignisse an einem Abend – und bis beide gleichzeitig wiederkehren, dürften laut Vogel einige Jahrtausende vergehen.
Die Kurzfassung für heute Abend
Sei um 19:45 Uhr draußen, an einem erhöhten Ort mit freiem Blick nach West bis Nordwest – ein Deich, ein freies Feld oder ein Balkon nach Nordwesten, wie es das Olbers-Planetarium empfiehlt. Nimm eine zertifizierte Schutzbrille nach DIN EN ISO 12312-2 mit – oder eine selbstgebaute Lochkamera, die dem Bundesamt für Strahlenschutz als sicherste Methode gilt. Bleib bis zum Sonnenuntergang: Die Sonne geht noch verfinstert unter, und genau das ist der stärkste Moment des Abends. Und geh danach nicht sofort rein – ab Mitternacht liefern die Perseiden bei Neumond bis zu hundert Sternschnuppen pro Stunde.
Quellen
- ZDFheute (dpa): Sonnenfinsternis: Wo und wann man am besten zum Himmel schaut – Uhrzeiten und Sonnenhöhen nach Angaben des Hauses der Astronomie Heidelberg, Wetterprognose des DWD
- n-tv: Totale Sonnenfinsternis in Teilen Europas – globaler Verlauf, Kernschattenpfad, Dauer der Totalität
- buten un binnen (Radio Bremen): Andreas Vogel, Olbers-Planetarium Bremen – Standortwahl, Fotografie, Perseiden
- SWR Aktuell: Wetter und Uhrzeit zur Sonnenfinsternis – Einschätzung von SWR-Meteorologe Mühlbauer
- SWR Aktuell: Interview mit Andreas Quirrenbach, Landessternwarte Heidelberg-Königstuhl
- NDR: Robert Schumann, Sternwarte Hannover, zum Sonnenuntergang
- muenchen.de: Partielle Sonnenfinsternis über München – Sonnenuntergang, Magnitude, Standort-Test, Ausblick 2027 und 2151
- wissenschaft.de: Daniela Weiskopf, Bundesamt für Strahlenschutz
- rbb24: Sonnenfinsternis? Nur mit Schutzbrille! – Warnliste des BfS, Ausblick 2081
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Sicherheits- und Angabenhinweis
Alle Zeit-, Höhen- und Bedeckungsangaben beruhen auf den oben verlinkten, öffentlich zugänglichen Quellen – insbesondere Berechnungen des Hauses der Astronomie in Heidelberg sowie Angaben regionaler Sternwarten und Kommunen. Sie können ortsabhängig um einige Minuten abweichen; maßgeblich ist stets der exakte Beobachtungsstandort. Wetterangaben geben den Stand des Deutschen Wetterdienstes zum Redaktionsschluss wieder.
Sicherheitsangaben folgen den Empfehlungen des Bundesamts für Strahlenschutz. Dieser Artikel ersetzt keine augenärztliche Beratung. Beobachte die Sonne niemals ohne zertifizierten Augenschutz. Treten nach der Beobachtung dauerhafte Flecken im Sichtfeld, verzerrtes oder verschwommenes Sehen auf, wende dich zeitnah an eine augenärztliche Praxis oder den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter 116 117.
Für die visuelle Gestaltung verwenden wir neben eigenen und bereitgestellten Aufnahmen auch Symbolbilder und Illustrationen. Diese können im Rahmen der Erstellung oder Bearbeitung mithilfe digitaler Werkzeuge entstehen oder angepasst werden. Soweit für einzelne Inhalte gesetzliche Transparenz- oder Kennzeichnungspflichten bestehen, werden diese entsprechend kenntlich gemacht.


