DroneShield integriert ADS-B in DroneSentry-C2 – mehr Transparenz im gemeinsamen Luftraum
Der australische Counter-UAS-Spezialist DroneShield hat die Integration von ADS-B (Automatic Dependent Surveillance–Broadcast) in seine Softwareplattform DroneSentry-C2 angekündigt. Das Update verbindet klassische Luftfahrtdaten mit der Drohnenabwehr und ermöglicht es Nutzern, zwischen bemannter Luftfahrt und potenziellen Drohnenbedrohungen klar zu unterscheiden – ein entscheidender Fortschritt für die Luftraumüberwachung in sicherheitskritischen Bereichen.
ADS-B ist ein global etabliertes System zur Erfassung von Positions-, Identitäts- und Geschwindigkeitsdaten bemannter Flugzeuge. Durch die Einbindung dieser Informationen in DroneSentry-C2 entsteht ein gemeinsames Luftlagebild, das Echtzeitdaten von Radar, Funkfrequenzsensoren, optischen Kameras und nun auch ADS-B-Transpondern kombiniert. Damit werden Fehlalarme reduziert und Einsatzentscheidungen beschleunigt – insbesondere in komplexen Umgebungen, in denen Drohnen und Luftfahrzeuge denselben Luftraum teilen.

Die Integration unterstützt öffentliche Sicherheitsbehörden, Kritische-Infrastruktur-Betreiber und Rettungsdienste gleichermaßen. In Szenarien wie Katastrophenschutz, medizinischen Lufttransporten oder Großveranstaltungen erlaubt die neue Funktion eine präzise Unterscheidung zwischen legitimen und unbefugten Flugobjekten. Auch Verteidigungs- und Regierungsstellen profitieren: Sie erhalten ein verbessertes Lageverständnis, das taktische Fehlentscheidungen minimiert.
Das DroneSentry-C2-System basiert auf der proprietären SensorFusionAI-Engine von DroneShield. Sie verarbeitet Daten aus unterschiedlichen Quellen – Funk, Radar, optische Systeme und jetzt auch ADS-B – zu einem konsolidierten Lagebild. Damit bietet DroneShield mehr als ein Anzeigetool: Es ist ein entscheidungsunterstützendes Kommandozentrum mit Edge-Computing-Funktion und anpassbarer API-Struktur für zivile und militärische Einsatzumgebungen.
Laut Angus Bean, Chief Product Officer bei DroneShield, spiegelt die Integration die Vision wider, „eine vollumfängliche Luftraumaufklärung für gemischte Einsatzszenarien“ zu ermöglichen. Das Unternehmen unterstreicht damit seinen Anspruch, Situational Awareness in Echtzeit zu schaffen – von urbanen Sicherheitslagen bis zu internationalen Luftraumüberwachungsmissionen.
Mit der ADS-B-Erweiterung positioniert sich DroneShield als führender Anbieter integrierter Luftlageerfassung für Verteidigung, Infrastruktur und Zivilschutz. Die Fusion von Counter-UAS und klassischer Luftfahrtdatenerfassung wird zunehmend entscheidend, um Fehlalarme zu minimieren, Reaktionszeiten zu verkürzen und Bedrohungen im unteren Luftraum zuverlässig zu erkennen. Damit trägt DroneShield zur sicheren Koexistenz von Drohnen und bemannter Luftfahrt bei.
Fazit
Die Integration von ADS-B in DroneSentry-C2 markiert einen Meilenstein in der Entwicklung vernetzter Luftüberwachungssysteme. DroneShield zeigt, dass die Zukunft der Luftraumsicherheit in Datenfusion und Künstlicher Intelligenz liegt – und setzt mit seinem SensorFusionAI-Ansatz einen neuen Standard für effiziente Drohnenabwehr in gemischten Lufträumen.
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