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Zeitumstellung abschaffen: Warum die EU 2026 weiter umstellt und was die neue Studie bedeutet

Europa · Stand Oktober 2026

Zeitumstellung abschaffen: Warum die EU seit 2019 nicht entscheidet

Das Europaparlament hat 2019 für das Ende der Zeitumstellung gestimmt. Doch die Mitgliedstaaten haben sich bis heute nicht geeinigt. Jetzt soll eine Studie der EU-Kommission bis Ende 2026 neue Grundlagen liefern.

  • 72Tage
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Countdown bis Ende 2026 – dann soll die Studie der Kommission abgeschlossen sein

Aktueller Stand Deine Meinung

Die Zeitumstellung ist in der EU nicht abgeschafft. Stand Oktober 2026 hat der Rat der Mitgliedstaaten noch keine Position zum Vorschlag der Kommission aus dem Jahr 2018 festgelegt – und es gibt keinen Zeitplan für eine Entscheidung. Deshalb wird am 25. Oktober 2026 wieder zurückgestellt, und die Kommission hat die Umstellungstermine bis 2031 bereits veröffentlicht. Neu ist eine Studie, die seit Februar 2026 läuft und bis Ende des Jahres fertig sein soll.

Dieser Beitrag erklärt, woher die Sommerzeit kommt, was 2018 und 2019 beschlossen wurde, was die Kommission über Energie und Gesundheit herausfand, warum es seitdem hakt, was die Studie untersucht, wie Spanien, Polen und die Bundesregierung sich positionieren, was Schlafforscher empfehlen und welche Länder in Europa schon heute nicht umstellen.

Stand: 20. Oktober 2026. Grundlage sind Dokumente von EU-Kommission, Rat und Bundestag. Ergebnisse der Studie lagen zum Redaktionsschluss nicht vor.

KI-Illustration: Europaflagge an einer Fassade neben einem Uhrturm auf einem herbstlichen Stadtplatz in der Abenddämmerung
KI-IllustrationDie EU ringt seit 2018 um das Ende der Zeitumstellung. Symbolbild. KI-Illustration: Drohnen.de

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Zeitleiste seit 2018 Sommer- oder Normalzeit? Häufige Fragen

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Meinungs-Check · anonymDeine Antwort bleibt bei dir

Deine Meinung: Wie soll es mit der Uhr weitergehen?

Die EU hat sich noch nicht entschieden. Wie siehst du es? Wähle eine Antwort und sieh sofort, wo du im Vergleich zur repräsentativen DAK-Umfrage und zur Empfehlung der Schlafforscher stehst.

Du liegst auf der Linie der Schlafforscher

Dauerhafte Normalzeit empfehlen die Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin und europäische Fachgesellschaften, weil sie am besten zur inneren Uhr passt. Mit dem Wunsch nach Abschaffung gehörst du zu den 71 Prozent aus der DAK-Umfrage vom September 2026.

Lange Abende – aber dunkle Wintermorgen

Mit dem Wunsch nach Abschaffung gehörst du zu den 71 Prozent aus der DAK-Umfrage vom September 2026. Schlafforscher warnen bei dauerhafter Sommerzeit allerdings vor „sozialem Jetlag“, weil es im Winter morgens lange dunkel bliebe.

Du bist in der Minderheit – aber nicht allein

In der DAK-Umfrage vom September 2026 wollten 71 Prozent die Umstellung abschaffen. Bei den 18- bis 29-Jährigen ist die Ablehnung jedoch auf 50 Prozent gesunken. Politisch bekommst du vorerst recht: Die Termine bis 2031 stehen bereits fest.

Gelassenheit hilft – meistens

Smartphones und Funkuhren stellen sich ohnehin selbst um. Trotzdem hatten laut DAK-Umfrage 29 Prozent schon gesundheitliche oder psychische Probleme mit der Zeitumstellung, vor allem Müdigkeit und Schlafprobleme.

Datenschutz: Deine Antwort wird weder übertragen noch gespeichert – die Einordnung läuft allein in deinem Browser. Keine Cookies, kein Tracking. Vergleichswerte: DAK/Forsa, Befragung vom 28. bis 30. September 2026, sowie Stellungnahme der DGSM.

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Das Wichtigste in 20 Sekunden

Nicht abgeschafft

Die Uhr wird weiter zweimal im Jahr umgestellt. Nächste Termine: 28. März und 31. Oktober 2027.

Parlament dafür

Das Europaparlament hat am 26. März 2019 mit 410 zu 192 Stimmen für die Abschaffung gestimmt.

Rat blockiert

Die Mitgliedstaaten haben keine gemeinsame Position. Ohne sie gibt es kein Gesetz.

Studie bis Ende 2026

Ein Beraterkonsortium untersucht im Auftrag der Kommission die Folgen verschiedener Szenarien.

84 %Konsultation 2018
410Ja-Stimmen im EP
0Ratsbeschlüsse
71 %DAK-Umfrage 2026

Inhalt dieses Beitrags

Politik, Wissenschaft und Alternativen im Überblick.

Kapitel

1 Meinungs-Check2 Aktueller Stand3 Geschichte der Sommerzeit4 Zeitleiste seit 20185 Der Vorschlag von 20186 Die Konsultation 20187 Folgen laut Kommission8 Warum es nicht vorangeht9 Die EU-Studie 202610 Spanien, Polen, Berlin11 Sommer- oder Normalzeit?12 Umfragen in Deutschland13 Länder ohne Umstellung14 Häufige Fragen

Wird die Zeitumstellung abgeschafft? Der Stand im Oktober 2026

Nein, zumindest nicht in absehbarer Zeit. Der Rat der EU schreibt auf seiner Themenseite zur Zeitumstellung, er habe seine Position zum Vorschlag noch nicht festgelegt, und für eine Entscheidung sei kein Zeitplan definiert. Die Vertretung der EU-Kommission in Deutschland formuliert es so: „Die Kommission wartet nun darauf, dass der Rat seinen Standpunkt festlegt.“

✓Kommission

Vorschlag liegt seit September 2018 vor.

✓Parlament

Position seit März 2019 beschlossen.

–Rat

Keine Position, kein Zeitplan.

…Studie

Abschluss bis Ende 2026 erwartet.

Bis sich daran etwas ändert, gilt die Richtlinie 2000/84/EG weiter. Sie schreibt die Umstellung am letzten Sonntag im März und im Oktober vor. Was das für die Nacht zum 25. Oktober bedeutet, erklärt unser Beitrag Zeitumstellung am 25. Oktober 2026.

Woher die Sommerzeit kommt: von 1916 bis heute

Die Sommerzeit ist älter als die EU. Laut der Begründung zum Kommissionsvorschlag von 2018 führten Deutschland und Frankreich sie im Ersten Weltkrieg ein, um Kohle zu sparen – vor allem für die Beleuchtung. Nach den Weltkriegen gaben viele Staaten sie wieder auf. Die heutige Regelung stammt aus den 1970er-Jahren, als Energiesparen nach der Ölkrise wieder ein Thema war.

1916Erster Weltkrieg

Deutschland und Frankreich stellen um, um Kohle für Licht zu sparen.

1966Rückkehr ab 1966

Italien (1966), Griechenland (1971), Spanien (1974), Frankreich (1976); bis 1981 folgen zehn heutige EU-Staaten.

1980Erste EU-Regeln

Brüssel gleicht die abweichenden nationalen Termine schrittweise an.

2001Heutige Richtlinie

Seit 2001 gilt die Richtlinie 2000/84/EG: letzter Sonntag im März und im Oktober.

Wichtig für das Verständnis der heutigen Debatte: Die EU wollte nie eine einheitliche Uhrzeit für alle, sondern nur gemeinsame Termine für die Umstellung. Die Kommission betont in ihrer Pressemitteilung von 2018, dass alle EU-Bürger die Uhren seit 1996 am selben Tag umstellen – damit Fahrpläne, Logistik und Handel nicht durcheinandergeraten. Welche Standardzeit gilt, entscheidet jeder Mitgliedstaat selbst.

UTCWesteuropäische Zeit (UTC)

Irland und Portugal (2018 außerdem das Vereinigte Königreich).

+1Mitteleuropäische Zeit (UTC+1)

17 Staaten, darunter Deutschland, Frankreich, Spanien, Italien und Polen.

+2Osteuropäische Zeit (UTC+2)

Acht Staaten: Bulgarien, Estland, Finnland, Griechenland, Lettland, Litauen, Rumänien, Zypern.

Die Einteilung stammt aus dem Kommissionsvorschlag von 2018; Sonderregeln gelten etwa für die Azoren und die Kanaren. Einordnung: Spanien liegt geografisch eher in der westeuropäischen Zone, nutzt aber Mitteleuropäische Zeit – deshalb geht dort die Sonne spät auf und unter. Solche Lagen machen die Wahl zwischen dauerhafter Sommer- und Normalzeit für jedes Land anders.

Zeitleiste: Von der Konsultation 2018 bis zur Studie 2026

Aug. 2018Konsultation84 % dafür

4,6 Millionen Antworten.

Sep. 2018KommissionVorschlag

COM(2018) 639.

März 2019ParlamentJa mit Ziel 2021

410 zu 192 Stimmen.

2019–2025RatStillstand

Keine gemeinsame Position.

Feb. 2026KommissionStudie startet

Abschluss Ende 2026.

Wichtige Schritte im Detail
Datum Ereignis Quelle
08.02.2018 Europaparlament fordert die Kommission auf, die Sommerzeitregelung zu prüfen Kommissionsvorschlag
04.07.–16.08.2018 Öffentliche Konsultation, rund 4,6 Mio. Antworten, 84 % für Abschaffung EU-Kommission
31.08.2018 Vorläufige Ergebnisse: 84 % für Abschaffung, Deutschland mit höchster Beteiligung EU-Kommission
12.09.2018 Kommission schlägt Abschaffung vor, COM(2018) 639 EU-Kommission
03.12.2018 Fortschrittsbericht im Rat Rat der EU
26.03.2019 Parlament stimmt zu: 410 Ja, 192 Nein, 51 Enthaltungen Yle, EU-Kommission
02.12.2019 Letzter Eintrag in der Rats-Zeitleiste Rat der EU
2025 Polnische Ratspräsidentschaft schlägt zweijährigen Test dauerhafter Sommerzeit vor Ratsdokument 10045/26
20.10.2025 Spaniens Regierungschef fordert Ende der Umstellung bis 2026 Catalan News
Februar 2026 Start der Studie durch Ecorys, Capgemini, Stratec und CE Delft Ratsdokument 10045/26
18.03.2026 Kommission veröffentlicht Termine 2027–2031 Amtsblatt C/2026/1660
23.03.2026 Workshop mit den Mitgliedstaaten, Abschluss der ersten Studienphase im April Ratsdokument 10045/26
06.05.2026 Antwort der Bundesregierung im Bundestag Drucksache 21/5815
08.06.2026 Kommission informiert die Minister über die Studie Ratsdokument 10045/26
30.06.2026 Workshop der zweiten Studienphase mit Behörden und Verbänden Ratsdokument 10045/26
Ende 2026 Abschluss der Studie erwartet EU-Kommission, Rat

Was der Vorschlag von 2018 vorsieht

Im Kommissionsvorschlag COM(2018) 639 vom 12. September 2018 heißt es: „Die Mitgliedstaaten nehmen keine jahreszeitlich bedingten Änderungen ihrer Standardzeit bzw. Standardzeiten vor.“ Die Richtlinie 2000/84/EG würde aufgehoben. Entscheidend ist der zweite Teil: Jedes Land dürfte selbst wählen, ob es dauerhaft bei der Sommerzeit oder der Normalzeit bleibt. Rechtsgrundlage ist Artikel 114 des EU-Vertrags (Binnenmarkt) – dieselbe Grundlage wie für die heutige Richtlinie.

Die Kernpunkte des Richtlinienentwurfs
Artikel Inhalt
Art. 1 Keine jahreszeitlich bedingte Zeitumstellung mehr; einmalig durfte jedes Land im Herbst noch auf seine Winterzeit zurückstellen.
Art. 2 Wer seine Standardzeit ändern will, muss das der Kommission mindestens sechs Monate vorher mitteilen; die Kommission veröffentlicht es im Amtsblatt.
Art. 3 Bericht der Kommission über die Anwendung an Parlament und Rat.
Art. 4 Umsetzung in nationales Recht durch die Mitgliedstaaten.
Art. 5 Aufhebung der Richtlinie 2000/84/EG.

Der ursprüngliche Zeitplan war ehrgeizig: Am 31. März 2019 sollte die letzte Sommerzeit beginnen. Länder, die dauerhaft Winterzeit wollten, hätten am 27. Oktober 2019 ein letztes Mal zurückgestellt. Bis Ende April 2019 sollten die Staaten mitteilen, welche Zeit sie wählen. Das Parlament verschob das Ziel in seiner Abstimmung auf 2021, wie der finnische Sender Yle berichtete. Die Kommission selbst schrieb, für eine solche Änderung sei „unbedingt eine gewisse Vorlaufzeit erforderlich“ – IT-Systeme, Kalender, Fahr- und Flugpläne müssten angepasst werden.

Abstimmung im Europaparlament, 26.03.2019

Anteil an 653 abgegebenen Stimmen, eigene Rechnung.

Ja (410)63 %
Nein (192)29 %
Enthaltung (51)8 %

Quelle: Yle. Gerundete Werte.

Die Konsultation 2018: 4,6 Millionen Antworten

Grundlage des Vorschlags war eine Online-Befragung vom 4. Juli bis 16. August 2018. Laut Pressemitteilung der Kommission gingen rund 4,6 Millionen Rückmeldungen ein – mehr als bei jeder anderen Konsultation der Kommission. 84 Prozent sprachen sich für die Abschaffung aus, 16 Prozent für die Beibehaltung. 76 Prozent bewerteten die Zeitumstellung als „sehr negative“ oder „negative“ Erfahrung. Manche Medien nennen „80 Prozent“; die Kommission selbst gibt 84 Prozent an.

Wer mitgemacht hat: Beteiligung in Prozent der Bevölkerung

Vorläufige Werte der Kommission vom 31.08.2018; Balkenlänge im Verhältnis zu Deutschland.

Deutschland3,79 %
Österreich2,94 %
Luxemburg1,78 %
Finnland0,96 %
Frankreich0,59 %
Spanien0,19 %
Italien0,04 %

Quelle: EU-Kommission, Vertretung in Deutschland. Auswahl von 7 der damals 28 Staaten.

Fast überall eine Mehrheit

Laut Kommission waren die Teilnehmer in allen Staaten mehrheitlich für die Abschaffung – außer in Griechenland und Zypern; in Malta hielten sich beide Seiten die Waage.

Gesundheit als Hauptgrund

Als wichtigsten Grund nannten die Befragten die Gesundheit, gefolgt von den geringen Energieeinsparungen. Auch mehr Verkehrsunfälle wurden angeführt.

Nicht repräsentativ

99 Prozent der Antworten kamen von Bürgern, die sich selbst zur Teilnahme entschieden. Laut dpa stammten allein rund drei Millionen aus Deutschland.

Einordnung: Die Konsultation hat das Thema politisch angeschoben, aber auch eine Schieflage erzeugt. Weil deutsche Teilnehmer den Großteil der Antworten stellten, spiegelt das Ergebnis vor allem die Stimmung in Deutschland und Österreich – in Italien oder Spanien nahmen nur Bruchteile der Bevölkerung teil.

Energie, Gesundheit, Verkehr: Was die Kommission 2018 feststellte

In der Begründung zum Vorschlag fasst die Kommission frühere Studien zusammen, darunter Untersuchungen von 1999, 2007 und 2014, einen Bericht des Bundestags von 2016 und eine Bewertung des Europäischen Parlaments von 2017. Ihr Fazit: Eindeutig ist nur, dass unkoordinierte Zeitregeln dem Binnenmarkt schaden würden. In fast allen anderen Bereichen sind die Effekte klein oder nicht sicher belegt.

Energieeinsparung durch die Sommerzeit (Angaben aus den Mitgliedstaaten, zitiert im Kommissionsvorschlag)
Land Schätzung Anteil am Stromverbrauch Quelle, Jahr
Italien rund 580 GWh, etwa 94,5 Mio. € ca. 0,2 % Netzbetreiber Terna, 2016
Frankreich rund 440 GWh bei der Beleuchtung ca. 0,1 % Umweltagentur ADEME, 2010
Spanien 5 % weniger Strom für Beleuchtung, etwa 300 Mio. € – Energieagentur IDAE, 2015
Deutschland inzwischen „vernachlässigbar“ Beleuchtung nur noch ca. 8 % des Energieverbrauchs Branchenverband BDEW, 2015

Die Zahlen sind nicht direkt vergleichbar, weil sie aus unterschiedlichen Jahren und Methoden stammen. Die Kommission schreibt zusammenfassend, die Einsparungen seien „nur marginal“ und sänken weiter, weil LED-Licht, intelligente Zähler und programmierbare Geräte den Effekt verringern.

Laut Kommission eindeutig

  • Unterschiedliche Uhrzeiten schaden dem Binnenmarkt höhere Kosten, Störungen bei Verkehr und Reisen
  • Energieeinsparung nur gering und durch neue Technik weiter sinkend
  • Umstieg kostet Geld und Vorlauf IT-Systeme, Kalender, Fahr- und Flugpläne

Laut Kommission nicht eindeutig

  • Gesundheit insgesamt Frühjahrsumstellung belastet stärker, Herbst weniger
  • Unfälle im Straßenverkehr Effekt schwer von anderen Faktoren zu trennen
  • Landwirtschaft Bedenken wegen Melkzeiten werden durch Technik kleiner

Zur Gesundheit verweist die Kommission auf den Bundestagsbericht von 2016: Der Biorhythmus passe sich an die Umstellung im Frühjahr schwerer an als lange angenommen, bei manchen Menschen dauere es mehrere Wochen. Eine belastbare Gesamtbilanz aus Vor- und Nachteilen gebe es aber nicht. Deshalb, so die Kommission, hängen die Folgen einer Abschaffung stark davon ab, wo ein Land in seiner Zeitzone liegt und ob es dauerhaft Sommer- oder Winterzeit wählt.

Warum es seit 2019 nicht vorangeht

Für ein EU-Gesetz müssen Parlament und Rat zustimmen. Im Rat sitzen die Regierungen – und dort fehlt die Einigung. Der Knackpunkt steckt im Vorschlag selbst: Wenn jedes Land seine Zeit frei wählt, droht ein Flickenteppich unterschiedlicher Zeitzonen mitten im Binnenmarkt.

Flickenteppich

Wählt Frankreich Sommerzeit und Deutschland Normalzeit, hätten Nachbarn plötzlich eine Stunde Unterschied. Das betrifft Bahn, Flugpläne und Pendler.

Keine Einigkeit über die Zeit

Nord und Süd, Ost und West erleben Sonnenauf- und -untergang unterschiedlich. Was für Spanien passt, passt nicht automatisch für Polen.

Die Bundesregierung hat diese Sorge früh formuliert. Im Oktober 2019 erklärte das Wirtschaftsministerium laut Deutschem Ärzteblatt, entscheidend sei, „Zeitinseln und Friktionen im Binnenmarkt“ zu vermeiden: „Daher streben wir ein abgestimmtes Vorgehen mit unseren europäischen Nachbarstaaten an.“ Der damalige Minister Peter Altmaier schrieb dazu an seine Amtskollegen in Dänemark, Polen, Österreich, Schweden, Belgien, Luxemburg, Tschechien und Frankreich. Zugleich forderten Deutschland und andere Staaten die Kommission auf, zuerst die EU-weiten Folgen in einer Folgenabschätzung zu analysieren.

Einordnung: Eine eigene, umfassende Folgenabschätzung lag dem Vorschlag von 2018 nicht bei – die Kommission stützte sich auf ältere Studien und die Konsultation. Die heute laufende Studie ist im Kern die Antwort auf diese Forderung. Auch die Bevölkerung wünscht sich Abstimmung: In einer DAK-Umfrage von 2019 wollten 67 Prozent nach einer Abschaffung eine europaweit einheitliche Zeitregelung.

Die EU-Studie 2026: Was untersucht wird

Laut einem Ratsdokument vom 3. Juni 2026, mit dem die Kommission die Verkehrs- und Energieminister am 8. Juni informierte, hatten die Mitgliedstaaten zusätzliche Analysen verlangt. EU-Verkehrskommissar Apostolos Tzitzikostas kündigte daraufhin eine Studie an. Sie startete im Februar 2026 und wird von einem Konsortium aus Ecorys, Capgemini, Stratec und CE Delft erstellt. Ziel ist eine belastbare Faktenbasis für die weiteren Gespräche im Rat.

Feb.–Apr.Phase 1Szenarien festlegen

Fragebogen an Behörden der Mitgliedstaaten, Interviews, Workshop am 23. März. Ergebnis: zehn Szenarien.

danachPhase 2Belege sammeln

Fragebögen auch an Verbände und betroffene Branchen, gezielte Interviews, Workshop am 30. Juni.

Ende 2026AbschlussFolgen bewerten

Modellierung der Auswirkungen je Szenario, danach Grundlage für den Rat.

10Szenarien

Je nachdem, welche Staaten dauerhaft Sommer- oder Winterzeit wählen – EU-weit einheitlich oder nur teilweise abgestimmt.

4Kernbereiche

Binnenmarkt, Energieeinsparung, Verkehr und öffentliche Gesundheit; dazu wirtschaftliche, soziale und ökologische Folgen.

↔Neue Zeitgrenzen

Untersucht wird auch, was Zeitunterschiede an Grenzen zwischen EU-Staaten und zu Drittstaaten bedeuten.

Methodisch soll sich die Studie so weit wie möglich an den „Better Regulation“-Leitlinien der Kommission für Folgenabschätzungen orientieren. Parallel zur Befragung schließt das Konsortium Lücken in der bisherigen Datenlage, legt eine Ausgangsbasis für die Modellrechnungen fest und entwickelt ein Kennzahlensystem, um die Szenarien vergleichbar zu machen. Die Mitgliedstaaten wurden gebeten mitzuteilen, welche Auswirkungen ihnen am wichtigsten sind.

Ergebnisse waren bis zum 20. Oktober 2026 nicht veröffentlicht. Einordnung: Selbst wenn die Studie pünktlich kommt, müsste sich der Rat danach erst auf eine Position einigen und mit dem Parlament verhandeln. Laut Entwurf müsste ein Land eine geänderte Standardzeit zudem mindestens sechs Monate vorher anmelden, und IT-Systeme sowie Fahrpläne bräuchten Vorlauf. Ein Ende der Umstellung vor 2028 halten wir deshalb für unwahrscheinlich – die Termine bis 2031 sind bereits veröffentlicht.

Spanien, Polen und die Bundesregierung: Wer was will

ESSpanien

Regierungschef Pedro Sánchez forderte im Oktober 2025 das Ende bis 2026. Die Umstellung spare kaum Energie und schade der Gesundheit.

PLPolen

Die polnische Ratspräsidentschaft schlug 2025 einen zweijährigen EU-weiten Test dauerhafter Sommerzeit vor. In der zuständigen Ratsarbeitsgruppe verlangten die Staaten zuerst mehr Analysen.

DEDeutschland

Die Bundesregierung will eine harmonisierte Lösung, hat sich auf keine Zeit festgelegt und wartet auf die Studie.

Den spanischen Vorstoß dokumentiert Catalan News; das Ziel 2026 ist verfehlt. Die Haltung der Bundesregierung steht in ihrer Antwort auf eine Große Anfrage (Drucksache 21/5815 vom 6. Mai 2026): Die EG-Richtlinie sehe die Umstellung „zwingend vor“, man spreche sich für eine harmonisierte Regelung aus und sehe keinen Anlass für nationale Schritte. Wie die Zeitumstellung mit der geplanten Änderung der Weltzeit zusammenhängt, erklärt unser Beitrag Weltzeitänderung 2027 und Schaltsekunde.

Dauerhafte Sommerzeit oder Normalzeit: Was Fachleute sagen

Viele wünschen sich die „ewige Sommerzeit“ mit langen Abenden. Schlafforscher sehen das anders. Die DGSM schreibt in ihrer Stellungnahme: „Die DGSM spricht sich daher für die konstante Beibehaltung der Normalzeit (Winterzeit, MEZ) aus.“ Europäische Fachgesellschaften kamen 2019 in einem Schreiben an die Kommission zum selben Ergebnis.

Dauerhafte Normalzeit (MEZ)

  • Entspricht laut Schlafforschern der inneren Uhr DGSM, ESRS
  • Hellere Morgen im Winter Schulweg, Arbeitsbeginn
  • Im Sommer früher hell und früher dunkel kürzere Abende

Dauerhafte Sommerzeit (MESZ)

  • Lange helle Abende im Sommer beliebt in Umfragen
  • Sehr dunkle Morgen im Winter im Westen Deutschlands besonders spät hell
  • Warnung vor „sozialem Jetlag“ laut DGSM

Ganzjährig Winterzeit

  • Winter: Alles wie heute.
  • Sommer: Sonnenauf- und -untergang eine Stunde früher als heute.
  • Fachleute: Von Schlafmedizinern bevorzugt.

Ganzjährig Sommerzeit

  • Sommer: Alles wie heute, lange Abende.
  • Winter: Sonnenaufgang eine Stunde später als heute – dunkle Morgen.
  • Fachleute: DGSM warnt vor sozialem Jetlag.

Zeitzonen-Flickenteppich

  • Folge: Zeitunterschiede zwischen Nachbarländern.
  • Betroffen: Fahrpläne, Logistik, Grenzpendler.
  • Politik: Genau das will die Bundesregierung vermeiden.

Zweimal im Jahr umstellen

  • Termine: Bis 2031 bereits veröffentlicht.
  • Alltag: Geräte stellen sich meist selbst um.
  • Ratgeber: Siehe unseren Handy-Ratgeber zur Umstellung.

Wie du Smartphone, Smartwatch und Wecker für die nächsten Umstellungen einrichtest, zeigt unser Ratgeber Zeitumstellung am Handy und Wecker.

KI-Illustration: Europaflagge an einer Fassade neben einem Uhrturm auf einem herbstlichen Stadtplatz in der Abenddämmerung
KI-IllustrationWeiter zu den Ländern ohne Zeitumstellung. KI-Illustration: Drohnen.de

Umfragen: Was die Deutschen wollen

Die Krankenkasse DAK lässt regelmäßig von Forsa befragen. In der aktuellen Umfrage (28. bis 30. September 2026, 1.009 Befragte) wollen 71 Prozent die Zeitumstellung abschaffen – fünf Punkte weniger als im Herbst 2025 und laut dpa der niedrigste Wert seit 2016. Bei den 18- bis 29-Jährigen sank die Ablehnung von 66 auf 50 Prozent, berichtet der Tagesspiegel.

Für die Abschaffung der Zeitumstellung

DAK/Forsa, jeweils Befragungszeitraum.

Februar 202570 %
Herbst 202576 %
September 202671 %

Quellen: DAK, Nordkurier, Tagesspiegel/dpa. Höchstwert 2018: 80 %.

Einordnung: Eine klare Mehrheit lehnt die Umstellung weiterhin ab, doch der Druck lässt nach. Welche Zeit die Befragten dauerhaft wollen, geht aus den uns vorliegenden Berichten zur Umfrage 2026 nicht hervor.

Welche Länder in Europa nicht umstellen

Laut timeanddate stellen 2026 in Europa unter anderem diese Länder nicht um. Alle liegen außerhalb der EU.

Europa ohne Zeitumstellung 2026
Land Regelung Quelle
Island Keine Umstellung, Einheitszeit seit 1968 timeanddate, teltarif
Russland Umstellung 2011 abgeschafft, seit 2014 dauerhaft Normalzeit teltarif
Türkei Seit 2016 dauerhaft Sommerzeit teltarif
Belarus Keine Umstellung timeanddate
Georgien, Armenien, Aserbaidschan Keine Umstellung timeanddate
Ukraine Stellt weiter um; Gesetz zur Abschaffung von 2024 nie unterzeichnet timeanddate, Ukranews

Zur Ukraine kursieren widersprüchliche Angaben. Das Parlament beschloss im Juli 2024 ein Gesetz zur Abschaffung, Präsident Selenskyj unterzeichnete es laut Ukranews aber nie. Weltweit nutzt laut Pew Research nur etwa ein Drittel der Länder die Sommerzeit, die meisten davon in Europa. Wie es im Frühjahr lief, steht in unserem Beitrag zur Zeitumstellung am 29. März 2026.

Nächste Umstellung25.10.3 → 2 Uhr

Ende der Sommerzeit 2026.

Danach28.03.272 → 3 Uhr

Beginn der Sommerzeit 2027.

Termine bekannt bis2031im EU-Amtsblatt

Veröffentlicht im März 2026.

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  • Schluss mit abruptem Aufwachen! APUZOM Lichtwecker weckt dich sanft wie ein Sonnenaufgang am Meer – das Licht wird über 10-60 Minuten langsam immer heller, bis du erfrischt und ohne Herzklopfen aufwachst. 7 Naturklänge oder reiner Lichtmodus sorgen für einen Start ohne Stress. Dank einstellbarer Helligkeit & Lautstärke passt sich der Wecker jedem Rhythmus an – egal ob Morgenmensch oder Tiefschläfer, Hauptsache der Tag beginnt mit einem Lächeln statt mit Schrecksekunden.
  • Dein Wohlfühl-Highlight für Zuhause & unterwegs - Ob skandinavisches Wohnzimmer oder minimalistisches Büro – unser Lichtwecker fügt sich mit seinem zeitlosen Design & samtigem Stoffschirm perfekt ein. Kompakt genug für die Reisetasche, aber elegant wie eine Designerlampe.
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  • Sanfte Morgendämmerung: Unsere innovative Sonnenaufgangs-Simulationsfunktion ermöglicht es Ihnen, den Tag mit einer natürlichen Frische zu beginnen. Dieser Sonnenaufgangswecker leuchtet bis zu 60 Minuten allmählich auf und wird von sanften Naturgeräuschen begleitet, die Ihnen ein sanftes Aufwachen ermöglichen. Ein kurzer Druck auf die Taste aktiviert die 9-minütige Schlummerfunktion.
  • Elegantes Holzdesign und sanfte Zeitanzeige: Mit einer hochwertigen Holztextur leuchtet das LED-Display dieses Lichtweckers, das den Sonnenaufgang simuliert, klar und strahlt sanft durch die Holzmaserung, wodurch ein blendfreier Effekt gewährleistet wird. Für lichtempfindliche Nutzer kann der Bildschirm vollständig ausgeschaltet werden, was eine echte dunkle Schlafumgebung schafft.
  • 30 Beruhigende Weißrauschgeräusche: Gleiten Sie in einen friedlichen Schlaf mit 30 verschiedenen Klangoptionen, darunter 20 natürliche Melodien und 10 Weißrausch-Optionen. Passen Sie Ihre akustische Umgebung mit 32 einstellbaren Lautstärkepegeln an, um die perfekte Atmosphäre zu schaffen, die störende Geräusche überdeckt und einen besseren Schlaf fördert.
  • Vibrante, mehrfarbige Nachtlampe: Entdecken Sie eine zarte Nachtlampe in Ringform. Berühren Sie einfach einen beliebigen Teil des Rings, um verschiedene Lichteffekte zu aktivieren, darunter Farbverläufe, atmende Lichter, Ringverläufe und dynamische Bewegungslichter, die über die bloße Simulation eines Sonnenaufgangs hinausgehen.
  • Beruhigender Schlafhilfemodus: Nutzen Sie den Schlaf-Timer, um die ideale Atmosphäre für Ihr Zubettgehen zu schaffen. Stellen Sie einen Countdown von 10 bis 480 Minuten mit Ihrem bevorzugten Licht und Klang ein, sodass alle Elemente sanft ausgehen, während Sie bequem mit diesem vielseitigen Sonnenaufgangswecker einschlafen.
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  • Tschüss, nerviger Wecker-Schock! Der AFEXOA Lichtwecker macht den Morgen zur Wohlfühlzone: Bis zu 60 Minuten vor der Zeit simuliert er einen Sonnenaufgang – Licht wird langsam heller, als würde die Sonne persönlich vorbeischauen. Dazu 7 Klingeltöne und 16 Lautstärken. Erst Licht, dann Sound – dein Körper wird liebevoll geweckt. Kein Hochschrecken, sondern ausgeruht in den Tag starten.
  • 8 Farben, 10 Helligkeitsstufen, keinen Blendeffekt machen. Dieses Licht macht einfach gute Laune am Bett. Ob Kuschellicht für Gute-Nacht-Geschichten, entspannte Leseecke oder Stimmungsbeleuchtung für den Familienabend – das Teil kann alles. Kinder, Teens und Erwachsene sind gleichermaßen glücklich. Ein echtes Alleskönner fürs Schlafzimmer, das nachts nicht nervt, sondern schön sanft leuchtet.
  • Die integrierte White-Noise-Maschine spielt 30 sich nicht wiederholende Klänge: White, Pink, Brown Noise, dazu Regen, Wellen, sanfte Melodien. Perfekt, um die Welt auszublenden. Sleep-Timer von 15 bis 180 Minuten – nach der Zeit machen Licht und Sound automatisch aus. Also keine Sorge, dass Meeresrauschen die ganze Nacht läuft. Einschlafen wird hier zum Kinderspiel.
  • Stoffbezug, neutrale Farben, edle Optik: Der Wecker fügt sich einfach ins Schlafzimmer, Wohnzimmer oder Homeoffice ein. Er ist nicht nur funktional, sondern auch stylische Leselampe, kuscheliges Nachtlicht und Deko-Objekt in einem. Die Verarbeitung wirkt hochwertig, das Teil ist schön leicht und dezent. Perfekt für alle, die gutes Design lieben, ohne dass es protzig wirkt.
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Häufige Fragen zur Abschaffung der Zeitumstellung

Wird die Zeitumstellung 2026 abgeschafft?

Nein. Am 25. Oktober 2026 wird wieder zurückgestellt, und die Termine bis 2031 sind veröffentlicht. Der Rat der EU hat keine Position.

Wann ist die letzte Zeitumstellung?

Das steht nicht fest. Ohne Einigung im Rat gibt es keinen Termin für ein Ende.

Warum wurde die Abschaffung 2021 nicht umgesetzt?

Das Parlament stimmte 2019 zu, doch die Mitgliedstaaten im Rat einigten sich nicht – vor allem wegen der Sorge vor unterschiedlichen Zeitzonen.

Was untersucht die EU-Studie?

Ein Konsortium aus Ecorys, Capgemini, Stratec und CE Delft prüft zehn Szenarien und deren Folgen für Binnenmarkt, Energie, Verkehr und Gesundheit. Abschluss bis Ende 2026.

Kann Deutschland die Zeitumstellung allein abschaffen?

Nach Darstellung der Bundesregierung nicht: Die EU-Richtlinie schreibt die Umstellung zwingend vor. Berlin will eine harmonisierte Lösung.

Was ist besser: Sommerzeit oder Winterzeit?

Schlafmediziner wie die DGSM empfehlen dauerhafte Normalzeit (Winterzeit), weil sie besser zur inneren Uhr passt. In Umfragen ist die Sommerzeit oft beliebter.

Wie viele Deutsche wollen die Zeitumstellung abschaffen?

Laut DAK-Umfrage vom September 2026 sind es 71 Prozent, fünf Punkte weniger als im Herbst 2025.

Wie viele Menschen nahmen an der EU-Konsultation teil?

Rund 4,6 Millionen, 84 Prozent davon für die Abschaffung. Die Umfrage war nicht repräsentativ.

Welche Länder in Europa stellen nicht um?

Unter anderem Island, Russland, die Türkei, Belarus, Georgien, Armenien und Aserbaidschan. Alle EU-Staaten stellen um.

Hat die Ukraine die Zeitumstellung abgeschafft?

Nein. Ein Gesetz von 2024 wurde nie unterzeichnet; die Ukraine stellt 2026 weiter um.

Wie viel Energie spart die Sommerzeit?

Nach dem Kommissionsvorschlag von 2018 nur wenig: In Italien etwa 0,2 Prozent, in Frankreich etwa 0,1 Prozent des Stromverbrauchs; für Deutschland nannte der Branchenverband BDEW die Einsparung 2015 „vernachlässigbar“.

Welche Zeitzonen gibt es in der EU?

Drei: Westeuropäische Zeit (UTC) in Irland und Portugal, Mitteleuropäische Zeit (UTC+1) in 17 Staaten einschließlich Deutschland und Osteuropäische Zeit (UTC+2) in acht Staaten.

Wie lange vorher müsste ein Land eine neue Zeit anmelden?

Laut Richtlinienentwurf mindestens sechs Monate vor Inkrafttreten; die Kommission würde die Änderung im Amtsblatt veröffentlichen.

Was will Spanien?

Regierungschef Pedro Sánchez forderte im Oktober 2025, die Umstellung bis 2026 zu beenden. Ein Beschluss folgte nicht.

Fazit: Abschaffung ja – aber nicht so bald

Die EU hat die Abschaffung 2018 vorgeschlagen, das Parlament hat 2019 zugestimmt – doch die Mitgliedstaaten finden keine gemeinsame Linie, weil niemand einen Zeitzonen-Flickenteppich will. Die Studie bis Ende 2026 kann Bewegung bringen, ersetzt aber keine politische Einigung. Bis dahin bleibt es bei zwei Umstellungen im Jahr, mindestens nach den veröffentlichten Terminen bis 2031. Schlafforscher plädieren für dauerhafte Normalzeit.

Zurück zum aktuellen Stand

TransparenzQuellen und Datenbasis20 Einträge

Grundlage sind Dokumente der EU-Institutionen, des Bundestags, von Fachgesellschaften und Medienberichte, abgerufen am 20. Oktober 2026. Bereits im Text verlinkte Quellen führen wir ohne erneuten Link auf.

  • Rat der EU: Themenseite Zeitumstellung – im Text verlinkt
  • Rat der EU: Dokument ST 10045/26 vom 03.06.2026 – im Text verlinkt
  • EU-Kommission: Vorschlag COM(2018) 639 mit Begründung (Geschichte, Zeitzonen, Energie- und Gesundheitsdaten) – im Text verlinkt
  • EU-Kommission, Vertretung Deutschland: Zeitumstellung – im Text verlinkt
  • EU-Kommission: Pressemitteilung Konsultation 2018 – im Text verlinkt
  • Österreichisches Bundeskanzleramt: Ministerratsvortrag zu den Terminen 2027–2031
  • Bundestag: Drucksache 21/5815 – im Text verlinkt
  • Bundestag: hib 518/2025 zum Antrag 21/2227
  • DGSM: Stellungnahme Sommerzeit – im Text verlinkt
  • EBRS, ESRS, SRBR: Schreiben an die Kommission 2019 – im Text verlinkt
  • Yle: Abstimmung im Europaparlament 2019 – im Text verlinkt
  • Catalan News: Vorstoß Spaniens 2025 – im Text verlinkt
  • Deutsches Ärzteblatt/dpa: Haltung der Bundesregierung und DAK-Umfrage 2019 – im Text verlinkt
  • Tagesspiegel/dpa: DAK-Umfrage 2026 – im Text verlinkt
  • DAK: Umfrage Februar 2025
  • Nordkurier: DAK-Umfrage Herbst 2025
  • timeanddate: Sommerzeit 2026 – im Text verlinkt
  • teltarif: Länder ohne Zeitumstellung (Angabe zur Ukraine nicht übernommen)
  • Ukranews: Gesetz zur Ukraine – im Text verlinkt
  • Pew Research: Sommerzeit weltweit – im Text verlinkt

Hinweis: Dieser Beitrag bietet allgemeine Informationen zum politischen Stand. Einschätzungen zum weiteren Zeitplan sind redaktionelle Einordnungen und keine Prognose der EU-Institutionen. Das Titelbild ist eine KI-Illustration.

Transparenz- & Redaktionshinweis: Mit Blick auf die seit dem 2. August 2026 geltenden Transparenzvorgaben nach Artikel 50 des EU AI Act werden unsere Beiträge vor der Veröffentlichung inhaltlich geprüft, redaktionell eingeordnet und freigegeben. Die abschließende Bewertung und redaktionelle Verantwortung liegen bei unserer Redaktion.

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Kategorie Nachrichten | Tags Europa, noAds, technik, Zeitumstellung

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