Figma Make · Payload · Stand 20.10.2026
Figma Make bekommt Payload: KI-Websites mit eigenem CMS
Figma baut das Open-Source-CMS Payload als festes Backend in seinen KI-App-Builder ein. Ein Prompt reicht für Datenbank, Login, Dateispeicher und ein Admin-Panel, in dem die Redaktion Inhalte ohne Code pflegt.
- vorgestellt am 15.10.2026
- Rollout auf alle Pläne
- Hosting-Beta derzeit kostenlos
- Server nur in den USA
Figma Make kann jetzt Websites und Web-Apps mit eigener Datenbank und vollwertigem Redaktionssystem erzeugen. Möglich macht das Payload, ein quelloffenes Content-Management-System, dessen Team seit Juni 2025 zu Figma gehört. Figma hat die Integration am 15. Oktober 2026 auf der Config India in Bengaluru vorgestellt. Wer in Make eine App beschreibt, die Daten speichern soll, bekommt automatisch Datenbank, Dateispeicher, Benutzer-Login und ein Admin-Panel dazu. Inhalte wie Artikel, Termine oder Produkte lassen sich danach ohne Prompt und ohne Code pflegen.
Für Designteams, Agenturen und Marketingabteilungen ist das ein großer Schritt: Aus dem schnellen KI-Prototyp wird eine Website, die eine Redaktion selbst aktualisieren kann. Gleichzeitig gibt es klare Grenzen. Die Daten liegen derzeit nur auf Servern in den USA, der Weg zu GitHub und lokaler Entwicklung fehlt noch, und die Kosten für das Hosting nach der Beta sind offen. Dieser Beitrag erklärt, was Payload in Figma Make kann, wie man startet, was es kostet und für wen es sich heute schon eignet.
Stand: 20. Oktober 2026. Funktionen, Preise und Hosting-Angaben stammen von Figma und Payload und sind als Herstellerangaben gekennzeichnet. Einen eigenen Praxistest hat drohnen.de nicht durchgeführt.

Figma Make mit Payload: Das Wichtigste in 20 Sekunden
Payload ist das neue eingebaute Backend von Figma Make. Datenmodell, Login, Speicher und Admin-Panel entstehen per Prompt.
Alle Figma-Pläne vom kostenlosen Starter bis Enterprise, Bearbeitungszugriff vorausgesetzt. Der Zugang wird über mehrere Wochen ausgerollt.
Das Hosting ist als Beta vorerst gratis. Payload-Projekte verbrauchen aber mehr KI-Credits, und produktiv veröffentlichen geht praktisch erst mit Bezahlplan.
Daten liegen nur in den USA, GitHub und lokale Entwicklung fehlen noch, und der spätere Hosting-Preis ist unbekannt.
Was Figma am 15. Oktober angekündigt hat
Die Neuerung war Teil einer größeren Keynote. Unter dem Motto „Build by design“ stellte Figma-Chef Dylan Field auf der Config India mehrere Werkzeuge vor, mit denen Design und Entwicklung enger zusammenrücken sollen. Laut Figma war die Veranstaltung in Bengaluru mit über 30.000 Anmeldungen vor Ort und online die bisher größte Config außerhalb der USA. Payload in Figma Make war einer der zentralen Punkte; den Blogbeitrag zur Payload-Integration schrieb James Mikrut, früher Chef von Payload und heute bei Figma für Inhalte und Daten zuständig.
Der Kern: Payload wird zum nativen Backend von Figma Make. Bisher brauchte man für Datenbank und Login in Make eine Anbindung an den Drittanbieter Supabase. Diese Integration bleibt bestehen, bestehende Supabase-Apps laufen weiter. Neue Projekte bekommen aber auf Wunsch ein Payload-Backend, das Figma selbst hostet.
Laut Figma-Hilfe „ab sofort“ verfügbar und in den kommenden Wochen für alle Konten freigeschaltet. Teammitglieder können den Zugang zu unterschiedlichen Zeitpunkten erhalten.
Education, Starter, Professional, Organization, Enterprise und Government. Voraussetzung ist Bearbeitungszugriff auf die Make-Datei.
Als Beta kennzeichnet Figma ausdrücklich nur das Hosting für Payload-Projekte, nicht die Funktion selbst. Das Hosting ist vorerst kostenlos.
Was ist Payload – und warum gehört es zu Figma?
Payload ist ein quelloffenes Framework auf Basis von TypeScript und Next.js, das vor allem als Headless-CMS genutzt wird. Es bringt ein Admin-Panel, eine Datenbankanbindung, Dateispeicher, Authentifizierung, Zugriffsrechte und Programmierschnittstellen (REST, GraphQL und eine lokale API) mit. Selbst hosten lässt es sich überall, wo Node.js läuft. Payload steht unter der MIT-Lizenz und darf privat wie kommerziell frei genutzt werden. Auf GitHub hatte das Projekt am 20. Oktober 2026 rund 45.000 Sterne und über 4.300 Forks.
Am 17. Juni 2025 gaben Figma und Payload bekannt, dass das Payload-Team zu Figma wechselt. Einen Kaufpreis haben beide nicht genannt. Beide Seiten versprachen damals, dass Payload Open Source bleibt und selbst gehostet werden kann; Figma bekräftigt das auch im Oktober 2026. Die Open-Source-Entwicklung läuft weiter: Am 15. Oktober erschien Version 3.91.0, am 19. Oktober eine Beta von Payload 4.0 mit überarbeitetem Admin-Bereich, der auf dem Designsystem von Figma aufbaut.
- 07.05.2025Figma Make startetVorstellung auf der Config 2025 als KI-Werkzeug für Prototypen und Web-Apps.
- 17.06.2025Payload-Team kommt zu FigmaPayload bleibt Open Source, Kaufpreis unbekannt.
- 24.07.2025Make für alleFigma Make verlässt die Beta, gleichzeitig startet das System mit KI-Credits.
- Juni 2026Config 2026 in San FranciscoErste Ankündigung der Code layers.
- 15.10.2026Payload in Figma MakeNatives Backend mit CMS, vorgestellt auf der Config India.
- offenEnde der Hosting-BetaPreise und Pakete will Figma vorher bekannt geben.
Was Payload in Figma Make kann
Nach Angaben von Figma erledigt Make beim Anlegen eines Payload-Backends das, wofür sonst Entwicklerarbeit nötig wäre: Der KI-Agent entwirft ein Datenmodell, legt sogenannte Collections an – also Sammlungen für Inhaltstypen wie Artikel, Leistungen oder Terminanfragen – und baut das passende Frontend. Die folgenden Funktionen sind Herstellerangaben aus Blog und Hilfecenter von Figma.

Felder und Collections ändert man per Prompt, einzelne Datensätze im CMS-Tab. Beispieldaten kann der Agent selbst anlegen.
Eine CSV-Datei hochladen und den Agenten daraus eine Collection erzeugen lassen, etwa eine Liste von Touren oder Produkten.
Benutzerkonten mit Login und Rollen, die genau festlegen, wer was sehen oder ändern darf.
Bilder und Dateien, etwa Produktfotos, liegen im Payload-Speicher und lassen sich im Admin austauschen.
Texte ändern, taggen, Kategorien sortieren, Entwürfe speichern und veröffentlichen, Versionen vergleichen – ohne Prompt.
REST, GraphQL und lokale API. API-Schlüssel anderer Dienste kommen in die Make-Einstellungen, nicht in den Chat.
Gehostet werden App und Daten von Figma. Ein Klick auf „Publish“ verteilt Frontend und Payload-Backend auf die Infrastruktur von Figma. Bemerkenswert ist der Umgang mit Zugangsdaten: Schlüssel für externe Dienste liegen laut Figma geschützt in den Umgebungsvariablen und werden nicht an Besucher ausgeliefert. Früher war dafür ein eigenes Supabase-Projekt nötig.
Schritt für Schritt: die erste App mit eigenem CMS
Der folgende Ablauf folgt der Figma-Hilfe „Add a backend“. Er setzt voraus, dass Payload im eigenen Konto bereits freigeschaltet ist.
App beschreiben
In einer Make-Datei eine App beschreiben, die Daten speichern soll, oder ausdrücklich nach „Payload“, „CMS“ oder „Backend“ fragen.
Backend anlegen
Make zeigt eine Karte zum Anlegen des Backends. Mit „Create“ entstehen Datenmodell, Collections und Frontend.
Daten prüfen
Im CMS-Tab Collections und Felder kontrollieren, Beispieldaten anlegen lassen oder eine CSV-Datei importieren.
Schlüssel hinterlegen
API-Schlüssel für externe Dienste in den Make-Einstellungen eintragen, niemals in den Chat schreiben.
Veröffentlichen
Mit „Publish“ online stellen. Titel, Beschreibung, Sprache „de“ und Indexierung in den Einstellungen prüfen.
Redaktion einladen
Inhalte pflegen Teammitglieder im CMS-Tab oder unter /admin der Website. Sie müssen im selben Figma-Plan sein.
Beispiel-Prompt (eigene Formulierung): „Baue eine Website für unseren Drohnen-Verein mit Startseite, Terminkalender, Fluggelände und Mitgliederbereich. Speichere Termine und Fluggelände mit Payload CMS, damit der Vorstand sie selbst pflegen kann. Mitglieder sollen sich anmelden und Termine zusagen können.“ Je genauer Inhaltstypen, Felder und Rollen beschrieben sind, desto weniger muss man später nachbessern – und desto weniger Credits kosten Korrekturen.




Redaktion und Rollen: CMS-Tab und Admin-Panel
Inhalte pflegt man an zwei Stellen: im Tab „CMS“ direkt in Figma Make oder nach dem Veröffentlichen im Admin-Panel unter der Adresse der Website mit dem Zusatz /admin. Dort lassen sich Datensätze anlegen und bearbeiten, Medien tauschen, Entwürfe speichern und veröffentlichen. Prompts oder Code braucht es dafür nicht.
Wichtig für Teams: Inhalte bearbeiten können laut Figma Teammitglieder, die im selben Figma-Plan sind. Wer externe Autorinnen und Autoren oder eine Kundin ins CMS lassen will, muss das bei der Planung der Lizenzen berücksichtigen. Ob sich das Admin-Panel per Single Sign-on absichern lässt und ob es Audit-Logs gibt, ist nicht dokumentiert; die Agentur pemedia nennt genau das als offene Frage für Unternehmen.
Veröffentlichen: Adresse, Domain und SEO-Einstellungen
Eine veröffentlichte Make-App erhält zunächst eine Adresse nach dem Muster drei-zufällige-wörter.figma.site. Eine eigene Domain ist mit Bezahlplan möglich; das Kontingent teilen sich Figma Make und Figma Sites. Für die Suchmaschinen gibt es eigene Einstellungen.
| Einstellung | Was Figma anbietet | Hinweis |
|---|---|---|
| Standardadresse | Unterdomain auf figma.site | Passwortschutz möglich |
| Eigene Domain | Professional bis 10 Domains, Organization und Enterprise unbegrenzt | Kontingent gemeinsam mit Figma Sites |
| Indexierung | standardmäßig nicht indexiert, Schalter vorhanden | für öffentliche Websites bewusst einschalten |
| Meta-Daten | Titel, Beschreibung, Sprache als ISO-Code | für deutsche Seiten „de“ setzen |
| Grafiken | Favicon 48 × 48, Social-Bild 1200 × 630 Pixel | für Vorschauen in sozialen Netzwerken |
| Analyse und Code | Google-Analytics-ID, eigener Code in Head und Body | Einwilligung nach DSGVO beachten |
| Zugriff | Organization und Enterprise können Apps intern beschränken | Herstellerangabe |
Im kostenlosen Starter-Plan ist eine öffentliche Veröffentlichung nur über die Figma Community möglich. Für eine echte Website mit eigener Domain und Redaktion ist also praktisch ein bezahlter Plan mit Full-Lizenz nötig – das ist unsere Ableitung aus Preisseite und Hilfecenter.

Kosten: Pläne, KI-Credits und Hosting-Beta
Das Hosting für Payload-Projekte ist während der Beta kostenlos; ein Enddatum und spätere Preise hat Figma nicht genannt. Bezahlt wird über die Figma-Lizenz und über KI-Credits. Jeder Prompt in Make verbraucht Credits, und Payload-Projekte brauchen nach Figma-Angaben mehr davon, weil der Agent zusätzliche Anleitungen lädt und mehr Code schreibt. Eine konkrete Zahl nennt Figma nicht.
| Plan | Full-Lizenz pro Monat | KI-Credits (Full) | Hinweis |
|---|---|---|---|
| Starter | kostenlos | 150 pro Tag, max. 500 pro Monat | Veröffentlichen nur über die Community |
| Professional | 16 € jährlich, 20 € monatlich | 3.000 | bis 10 eigene Domains |
| Organization | 55 €, nur jährlich | 3.500 | KI-Training standardmäßig aus |
| Enterprise | 90 €, nur jährlich | 4.250 | Datenresidenz in der EU wählbar |
Preise laut Figma-Preisseite am 20.10.2026; ob sie inklusive Mehrwertsteuer gelten, steht dort nicht. Dev-, Collab- und View-Lizenzen erhalten je 500 Credits im Monat. Credits gelten pro Person, verfallen am Monatsende und lassen sich nicht übertragen. Als Richtwerte nannte Figma im Februar 2026 für das Standardmodell rund 30 Credits für eine Schriftänderung, rund 75 für eine interaktive Funktion und rund 100 für eine neue App. Wer viel iteriert, kommt mit 3.000 Credits im Monat deshalb nicht unbedingt weit.
Derzeit kostenlos. Preise und Pakete will Figma vor dem Inkrafttreten bekannt geben.
Die Open-Source-Version bleibt kostenlos und lässt sich auf eigenen Servern betreiben.
Die ebenfalls neuen Code layers sind auf bezahlten Plänen bis 4. November 2026 kostenlos und verbrauchen danach Credits.
Datenschutz: Wo liegen die Daten?
Payload-Backends in Figma Make werden derzeit nur im Osten der USA gehostet. Weitere Regionen hat Figma angekündigt, aber ohne Termin. Für deutsche Betreiber ist das der wichtigste Punkt, denn über eine solche App können personenbezogene Daten anfallen: Kontaktformulare, Benutzerkonten, Anmeldungen oder Bewerbungen.
Laut Figma belegt
- Payload-Backends im Osten der USA Figma-Hilfe „Add a backend“
- Hosting bei AWS, Domain und Routing über Cloudflare Make-FAQ
- DigitalOcean und Modal Labs als Unterauftragsverarbeiter in den USA Liste der Sub-Processors, Stand 22.09.2026
- EU-Standardvertragsklauseln im Auftragsverarbeitungsvertrag Figma-DPA, Stand 30.03.2026
Zu beachten
- EU-Datenresidenz gilt nicht für veröffentlichte Apps und Beta-Produkte Figma-Hilfe, nur Enterprise
- KI-Training mit Inhalten bei Starter und Professional standardmäßig an Admin kann es abschalten
- Betreiber sind für Besucherdaten selbst verantwortlich Make-FAQ
Unsere Einordnung, keine Rechtsberatung: Daten, die über eine Payload-App in Figma erhoben werden, liegen nach aktuellem Stand in den USA. Die EU-Datenresidenz des Enterprise-Plans greift laut Figma weder für veröffentlichte Apps noch für Beta-Produkte, und das Payload-Hosting ist eine Beta. Wer personenbezogene Daten verarbeitet, braucht deshalb eine sorgfältige Prüfung der Drittlandübermittlung, eine passende Datenschutzerklärung, ein Impressum und bei Analysewerkzeugen eine Einwilligungslösung. Ob Besucherdaten in Payload vertraglich als Kundendaten im Sinne des Auftragsverarbeitungsvertrags gelten, steht nicht ausdrücklich in den Unterlagen. Wie schnell KI-Werkzeuge selbst zum Sicherheitsrisiko werden können, zeigt unser Beitrag über gefälschte KI-Installer.
Grenzen und offene Punkte
Einen frühen Praxiseindruck hat die deutsche Agentur pemedia veröffentlicht, die vor dem Start testen konnte. pemedia ist offizieller Payload-Partner und damit nicht neutral; die Einschätzung ist trotzdem aufschlussreich, weil sie Stärken und Schwächen klar benennt.
Stärken
- Prototypen mit echten Inhalten statt Platzhaltern
- Redaktionsoberfläche von Anfang an testbar
- Vollwertiges, ausbaufähiges CMS statt einfacher Tabellen
- Payload ist offen lizenziert und selbst hostbar
Schwächen und Lücken
- Hosting nur in den USA, für viele Unternehmen ein K.-o.-Kriterium
- Kein GitHub-Abgleich, keine lokale Entwicklung für Payload-Apps
- Fertige Designs werden laut pemedia nicht 1:1 umgesetzt
- Single Sign-on und Audit-Logs im Admin nicht dokumentiert
Ebenfalls nicht dokumentiert sind das Datenbanksystem hinter dem gehosteten Payload, Speicher- und Traffic-Limits, Backups, Verfügbarkeitszusagen und der konkrete Weg, Inhalte samt Datenbank aus Figma herauszuziehen. Figma schreibt zwar, man könne die App „mitnehmen“; für Payload-Apps ist das Verfahren aber noch nicht beschrieben. Die Einschätzung von pemedia lohnt sich für alle, die einen Einsatz im Unternehmen planen.
Figma Make mit Payload im Vergleich mit Lovable, Framer und Co.
KI-Werkzeuge, die aus einem Prompt eine App bauen, gibt es viele. Der Unterschied liegt im Backend und in der Frage, ob eine Redaktion später selbst Inhalte pflegen kann. Die Tabelle beruht auf Herstellerangaben vom 20.10.2026; Preise in US-Dollar, wie die Anbieter sie nennen.
| Anbieter | Backend und Daten | CMS für die Redaktion | Hosting-Region | Einstieg |
|---|---|---|---|---|
| Figma Make + Payload | Payload mit Datenbank, Login, Speicher, APIs | ja, vollwertiges Admin-Panel | nur USA (Ost) | Starter gratis, Pro 16 $ jährlich |
| Lovable | Lovable Cloud auf Supabase-Basis | nicht beschrieben | Amerika, Europa oder Asien-Pazifik wählbar | Pro ab 25 $, 21 $ jährlich |
| Bolt.new | Bolt Cloud mit Datenbank, Login, Speicher | nicht beschrieben | nicht genannt | Pro 18 $ jährlich |
| v0 (Vercel) | Integrationen wie Neon, Supabase, Upstash | nicht beschrieben | Vercel | Free, Plus 30 $ |
| Replit | verwaltete PostgreSQL-Datenbank | nicht beschrieben | nicht genannt | Core 20 $, 18 $ jährlich |
| Framer | CMS-Collections | ja, klassisches Website-CMS | globales CDN | Basic 10 $, Pro 30 $ |
| Webflow | CMS-Collections | ja | Webflow-Hosting | Basic 15 $, Premium 25 $ jährlich |
| WordPress.com | WordPress mit KI-Website-Builder | ja, WordPress-Editor | nicht genannt | Bezahltarif nötig |
Unsere Einordnung: Figma bündelt als einziger der KI-App-Builder ein echtes Redaktions-Backend mit der App-Erzeugung und dem Designkontext aus Figma. Lovable, Bolt, v0 und Replit liefern Datenbank und Login, beschreiben aber kein CMS für Redakteure. Framer, Webflow und WordPress sind bei klassischen Websites reifer, erzeugen aber keine individuellen Apps mit eigenem Datenmodell im selben Umfang. Beim Serverstandort liegt Lovable mit wählbarer EU-Region vorn.

Eignungs-Check: Passt Figma Make mit Payload zu deinem Projekt?
Ob sich der Einstieg heute lohnt, hängt weniger von der Technik als vom Projekt ab. Wähle deine Situation:
Kampagnen- oder Eventseite
- Eignung: gut, wenn keine sensiblen Daten erhoben werden.
- Vorteil: Design aus Figma, Inhalte pflegt das Marketing selbst.
- Achtung: Indexierung einschalten und Hosting-Preise nach der Beta im Blick behalten.
Prototyp mit echten Inhalten
- Eignung: sehr gut, das ist die größte Stärke.
- Vorteil: Nutzertests mit echten Texten und einer bedienbaren Redaktionsoberfläche.
- Achtung: Testdaten verwenden, keine echten Kundendaten.
Internes Werkzeug fürs Team
- Eignung: gut auf Organization oder Enterprise mit internem Zugriff.
- Vorteil: Rollen und Rechte ohne eigene Entwicklung.
- Achtung: Daten liegen in den USA, interne Freigaben vorher klären.
Unternehmenswebsite mit Kontaktformular
- Eignung: nur nach Datenschutzprüfung.
- Vorteil: schneller Start mit Redaktionssystem.
- Achtung: Formulardaten landen in den USA, kein GitHub-Weg, späterer Hosting-Preis offen.
Mehrsprachige Plattform
- Eignung: derzeit eher nicht.
- Grund: Mehrsprachigkeit im gehosteten Setup ist nicht dokumentiert, Exportwege fehlen.
- Alternative: selbst gehostetes Payload oder ein etabliertes CMS.
Vereins- oder Hobbywebsite
- Eignung: zum Ausprobieren gut, für den Dauerbetrieb abwarten.
- Vorteil: Termine und Berichte pflegt der Vorstand selbst.
- Achtung: Mitgliederdaten sind personenbezogen; Starter erlaubt nur Veröffentlichung über die Community.

Typische Fehler beim Start mit Payload in Figma Make
Zugangsdaten gehören in die Make-Einstellungen. Im Chatverlauf sind sie für alle mit Zugriff auf die Datei sichtbar.
Make-Apps sind standardmäßig für Suchmaschinen gesperrt. Wer gefunden werden will, muss das in den Einstellungen ändern.
Der Passwortschutz gilt für Adressen auf figma.site. Bei eigener Domain den Zugriff gesondert prüfen.
Nur Mitglieder desselben Figma-Plans können Inhalte pflegen. Externe Autoren brauchen eine Lizenz.
Lange Chats mit vielen kleinen Korrekturen kosten schnell Hunderte Credits. Besser vorher planen und genau prompten.
Solange die Datenschutzfragen nicht geklärt sind, im Prototyp nur Test- oder Beispieldaten verwenden.
Herstellerangabe und Gegencheck: Wie schnell wächst Payload?
Figma schreibt, die Downloads von Payload hätten sich in zwölf Monaten versechsfacht, Payload sei das am schnellsten wachsende Open-Source-CMS auf npm. Wir haben die öffentlich abrufbaren Download-Zahlen des Paketverzeichnisses npm für jeweils 30 Tage verglichen, also eine Stichprobe und keinen Jahresvergleich. Ergebnis: rund 729.000 Downloads vom 21.09. bis 20.10.2025 gegenüber rund 3,76 Millionen im gleichen Zeitraum 2026. Das ist ein Plus um etwa das 5,2-Fache.
Die Größenordnung der Figma-Angabe ist damit plausibel, der genaue Wert hängt vom Zeitraum ab. Download-Zahlen sind allerdings ein schwacher Indikator: Jede automatische Installation in einer Build-Pipeline zählt mit. Wie stark der KI-Boom insgesamt die Technikbranche antreibt, zeigt unser Beitrag über ASML und den KI-Boom.
Weitere Neuheiten der Config India
Payload war nicht die einzige Neuerung. In derselben Keynote „Build by design“ stellte Figma weitere Werkzeuge vor, die meist als Beta starten:
Echter Code als Ebene direkt im Design, offene Beta. Auch hier ist Payload verfügbar.
Technische Spezifikationen aus Designs, offene Beta.
Regeln für Designsysteme, die auch KI-Agenten befolgen sollen, offene Beta.
Rund 20 neue Partner für die Anbindung von KI-Agenten über das Model Context Protocol.
Dazu kommen Code sources in einer geschlossenen Beta und zentral verwaltete Designsysteme als Vorschau. Die Richtung ist klar: Figma will nicht mehr nur Entwürfe liefern, sondern den Weg bis zur laufenden Anwendung abdecken. KI-Agenten sollen dabei die Designregeln eines Teams kennen und einhalten. Dass KI-Werkzeuge auch in der Videobearbeitung immer mehr Handarbeit übernehmen, zeigt unser Beitrag zum automatischen KI-Schnitt.
Was Fachmedien sagen
Die internationale Fachpresse hat die Ankündigung überwiegend im Rahmen der gesamten Keynote behandelt. TechCrunch legte den Schwerpunkt auf KI-Agenten und Specs und beschreibt Payload als Weg zu dynamischen Websites mit direkter Inhaltsverwaltung. Techzine hebt hervor, dass Marketingteams Inhalte ohne Quellcode pflegen können, und kennzeichnet die Download-Zahl als ungeprüfte Figma-Angabe. Der französische Blog du Modérateur weist darauf hin, dass Hosting, Kosten und Vertragsbedingungen offen bleiben.
Berichte großer deutschsprachiger Fachmedien zur Payload-Ankündigung haben wir bis zum 20. Oktober nicht gefunden. Der Markt für KI-Werkzeuge bewegt sich schnell; wie heikel Sicherheitsfragen dabei werden können, zeigt auch der Fall einer KI, die Hugging Face angegriffen hat.
Häufige Fragen zu Figma Make und Payload
Was ist Figma Make?
Ein KI-Werkzeug von Figma, das aus Textbeschreibungen oder Designs funktionierende Prototypen und Web-Apps erzeugt. Es ist seit Juli 2025 allgemein verfügbar.
Was ist Payload in Figma?
Payload ist ein quelloffenes CMS und Backend unter MIT-Lizenz. Seit dem 15. Oktober 2026 ist es das eingebaute Backend von Figma Make, mit Datenbank, Login, Dateispeicher und Admin-Panel.
Hat Figma Payload gekauft?
Das Payload-Team ist am 17. Juni 2025 zu Figma gekommen. Einen Kaufpreis haben beide Unternehmen nicht veröffentlicht.
Ist Figma Make mit Payload kostenlos?
Ausprobieren geht im kostenlosen Starter-Plan mit begrenzten Credits; öffentlich veröffentlichen lässt sich dort nur über die Figma Community. Für den produktiven Einsatz ist praktisch ein Bezahlplan ab 16 Euro im Monat bei jährlicher Zahlung nötig.
Kostet das Hosting mit Payload extra?
Derzeit nicht. Das Hosting ist als Beta kostenlos, Preise und Pakete will Figma vor dem Inkrafttreten bekannt geben.
Verbraucht Payload mehr KI-Credits?
Ja. Laut Figma kosten Payload-Projekte mehr Credits als Projekte ohne Backend, weil der Agent zusätzliche Anleitungen lädt und mehr Code schreibt. Eine feste Zahl nennt Figma nicht.
Hat Figma ein eigenes CMS?
Ja, sogar zwei: das Figma Sites CMS, das als Beta bis zu 200 Einträge pro Collection erlaubt, und Payload in Figma Make als vollwertiges Backend.
Wo werden die Daten gespeichert?
Payload-Backends laufen derzeit nur in Rechenzentren im Osten der USA. Weitere Regionen sind angekündigt, aber ohne Termin.
Ist Figma Make mit Payload DSGVO-konform nutzbar?
Das lässt sich nicht pauschal sagen. Figma bietet einen Auftragsverarbeitungsvertrag mit EU-Standardvertragsklauseln, die Daten liegen aber in den USA. Wer personenbezogene Daten verarbeitet, sollte den Einsatz im Einzelfall prüfen lassen.
Kann ich eine eigene Domain nutzen?
Ja, mit einem bezahlten Plan. Professional erlaubt laut Figma bis zu zehn eigene Domains, die sich Make und Sites teilen.
Wie greifen Redakteure auf das CMS zu?
Über den CMS-Tab in Figma Make oder unter /admin der veröffentlichten Website. Sie müssen Mitglied im selben Figma-Plan sein.
Kann ich den Code exportieren oder selbst hosten?
Der Code liegt im Make-Projekt, und Payload lässt sich grundsätzlich selbst hosten. Die Anbindung an GitHub und die lokale Entwicklung für Payload-Apps fehlen aber noch.
Was passiert mit bestehenden Supabase-Apps?
Sie funktionieren weiter. Supabase bleibt als Integration in Figma Make erhalten.
Welche KI-Modelle nutzt Figma Make?
In Make sind mehrere Modelle wählbar, seit Juli 2026 etwa auch GPT-5.6. Welches Modell standardmäßig arbeitet, nennt Figma nicht eindeutig; als Anbieter führt Figma unter anderem Anthropic, OpenAI und Google.
Ist die Open-Source-Version von Payload weiterhin kostenlos?
Ja. Payload steht unter der MIT-Lizenz und darf privat und kommerziell ohne Lizenzgebühr genutzt und selbst gehostet werden.
Figma Make, Lovable oder Framer: Was passt?
Figma Make mit Payload für designgetriebene Teams, die ein Redaktionssystem brauchen; Lovable, wenn die Daten in der EU liegen sollen; Framer oder Webflow für klassische Marketing-Websites ohne eigene App-Logik.
Fazit: Großer Schritt für Prototypen, noch kein Fall für Firmendaten
Mit Payload macht Figma aus seinem KI-App-Builder ein Werkzeug für echte, redaktionell gepflegte Websites. Datenmodell, Login, Dateispeicher und Admin-Panel per Prompt, dazu ein quelloffenes CMS, das sich theoretisch auch selbst betreiben lässt: Das hat in dieser Kombination derzeit kein anderer KI-App-Builder.
Für Prototypen, Kampagnenseiten und interne Tests ist das sofort interessant. Für Unternehmenswebsites mit personenbezogenen Daten fehlen aber noch wichtige Bausteine: Server in der EU, ein dokumentierter Exportweg, GitHub-Anbindung und ein bekannter Preis für das Hosting nach der Beta. Wer heute startet, sollte mit Testdaten arbeiten und die nächsten Wochen beobachten. Wer Payload schon kennt, kann es weiterhin selbst hosten und behält so die volle Kontrolle.
TransparenzQuellen und Datenbasis37 Einträge
Abgerufen am 20. Oktober 2026. Im Text verlinkte Quellen führen wir ohne erneuten Link auf. Englische Quellen haben wir sinngemäß übersetzt.
- Figma (Hersteller): Blog „Build by design“, 15.10.2026 – im Text verlinkt
- Figma (Hersteller): Blog zu Payload in Figma, 15.10.2026 – im Text verlinkt
- Figma-Hilfe (Hersteller): What’s new from Config India 2026
- Figma-Hilfe (Hersteller): Add a backend to a functional prototype or web app
- Figma-Hilfe (Hersteller): Figma Make FAQs
- Figma-Hilfe (Hersteller): Veröffentlichen, Domains und SEO-Einstellungen
- Figma-Hilfe (Hersteller): KI-Training mit Inhalten
- Figma-Hilfe (Hersteller): Datenresidenz
- Figma-Hilfe (Hersteller): Figma Sites CMS
- Figma (Hersteller): Config India und Indien-Investitionen
- Figma (Hersteller): Payload kommt zu Figma, 17.06.2025 – im Link-Bereich verlinkt
- Payload (Hersteller): Payload is joining Figma, 17.06.2025
- Payload (Hersteller): Beta von Payload 4.0, 19.10.2026
- Payload (Hersteller): Preise und Lizenz
- GitHub: payloadcms/payload, Sterne, Forks und MIT-Lizenz – im Link-Bereich verlinkt
- npm-Registry: Versionen von Payload
- npm-Downloadstatistik: Payload, 21.09.–20.10.2026 (eigene Abfrage, Vergleichszeitraum 2025 analog)
- Figma: Preisseite, Stand 20.10.2026 – im Text verlinkt
- Figma (Hersteller): Updates zu KI-Credits, 09.12.2025
- Figma: Unterauftragsverarbeiter, Stand 22.09.2026
- Figma: Auftragsverarbeitungsvertrag (DPA), Stand 30.03.2026
- Figma: Richtlinien zur Nutzung der Marke und von Screenshots
- pemedia (Agentur, Payload-Partner): Payload in Figma Make – im Text verlinkt
- TechCrunch, Techzine, Blog du Modérateur: Berichte zur Keynote, 14./15.10.2026 – im Text verlinkt
- The Telegraph India: Interview mit Dylan Field, 15.10.2026
- CMSWire: Analyse der Payload-Übernahme, 02.07.2025
- The Verge: Figma Make allgemein verfügbar, 24.07.2025
- Lovable (Hersteller): Lovable Cloud und Regionen
- Bolt.new (Hersteller): Preise
- v0 (Hersteller): Preise
- Replit (Hersteller): Preise
- Framer (Hersteller): Preise
- Webflow (Hersteller): Preise
- WordPress.com (Hersteller): KI-Website-Builder
- Bildnachweis: Amélie Mourichon / Unsplash (Titel- und Bannerbild)
- Bildnachweis: Amper / Unsplash
- Unsplash-Lizenz
Hinweis: Dieser Beitrag beruht auf Angaben von Figma und Payload sowie den genannten Berichten. Einen eigenen Praxistest hat drohnen.de nicht durchgeführt. Preise und Funktionen haben wir am 20. Oktober 2026 abgerufen; sie können sich, gerade während der Beta, jederzeit ändern. Die Einordnung zum Datenschutz ersetzt keine Rechtsberatung. Die Screenshots stammen aus dem offiziellen Figma-Blog, sind als „Bild: Figma“ gekennzeichnet, unverändert verkleinert und dienen der Erläuterung der beschriebenen Funktionen. Titel- und Symbolbilder stammen von Unsplash; die abgebildeten Personen stehen in keiner Verbindung zu Figma. Figma und Payload sind Marken ihrer jeweiligen Inhaber; der Beitrag steht mit beiden Unternehmen in keiner geschäftlichen Verbindung.
Transparenz- & Redaktionshinweis: Mit Blick auf die seit dem 2. August 2026 geltenden Transparenzvorgaben nach Artikel 50 des EU AI Act werden unsere Beiträge vor der Veröffentlichung inhaltlich geprüft, redaktionell eingeordnet und freigegeben. Die abschließende Bewertung und redaktionelle Verantwortung liegen bei unserer Redaktion.
Für die visuelle Gestaltung verwenden wir neben eigenen und bereitgestellten Aufnahmen auch Symbolbilder und Illustrationen. Diese können im Rahmen der Erstellung oder Bearbeitung mithilfe digitaler Werkzeuge entstehen oder angepasst werden. Soweit für einzelne Inhalte gesetzliche Transparenz- oder Kennzeichnungspflichten bestehen, werden diese entsprechend kenntlich gemacht.

