Meta und Rokid dominieren die Schlagzeilen rund um KI-Brillen – doch 2026 drängen neue Namen auf den Markt. Der Beamer-Hersteller Xgimi steigt mit der Marke MemoMind und den Modellen Memo One sowie Memo Air Display ein, das US-Startup Halliday versucht mit der zweiten Generation G2 ein Comeback nach einem katastrophalen Erstling, und unter dem Namen „Luma“ kursiert seit Monaten eine virale Billig-Brille ohne erkennbaren Hersteller. Wir ordnen ein, wer hier ernsthaft mitspielt – und wer nur vom Hype profitiert.
Memo One (binokular) und Memo Air Display (monokular, 28,9 Gramm) bilden den Start des MemoMind-Sortiments. Bild: Xgimi MemoMind
- Xgimi MemoMind
- Halliday G2
- Luma AI Glasses
- Kamerafreie KI-Brillen
- Kickstarter-Kampagnen
Die drei Newcomer auf einen Blick
Xgimi und Halliday verkaufen zunächst über Crowdfunding-Plattformen, Luma ist dagegen austauschbare Dropshipping-Ware ohne Markenkern. Die Unterschiede sind entscheidend für die Kaufentscheidung.
- Der Trend 2026: Neue Marken drängen in den KI-Brillen-Markt
- Xgimi MemoMind: Vom Beamer-Hersteller zur Brillenmarke
- Halliday: Vom Flop zum fokussierten Comeback
- Luma: Viral, aber ohne erkennbare Marke dahinter
- Einordnung: Ernstzunehmende Alternative oder Nische?
- Häufige Fragen zu neuen KI-Brillen-Marken 2026
Der Trend 2026: Neue Marken drängen in den KI-Brillen-Markt
Seit Meta mit den Ray-Ban-Modellen und Rokid mit seinen AR-Brillen gezeigt haben, dass sich KI-Brillen tatsächlich verkaufen lassen, wittern zahlreiche Hersteller ihre Chance. Auf der CES 2026 in Las Vegas und dem Mobile World Congress in Barcelona präsentierten sich gleich mehrere neue Anbieter – vom etablierten Elektronikkonzern bis zum Wearable-Startup. Zwei Namen stachen dabei besonders hervor: Der chinesische Beamer-Hersteller Xgimi wagte mit seiner neuen Marke MemoMind den Sprung von der Heimkino-Leinwand auf die Nase, und das US-Startup Halliday versuchte nach einem holprigen Start ein Comeback mit deutlich überarbeiteter Technik. Parallel dazu kursiert unter dem Namen „Luma“ ein virales Billigprodukt, das sich denselben Hype zunutze macht, ohne selbst ein erkennbares Unternehmen dahinter zu haben.
Für Käuferinnen und Käufer wird der Markt damit unübersichtlicher. Wer sich zunächst einen grundlegenden Überblick über die Gerätekategorie verschaffen möchte, findet diesen in unserem Ratgeber Was sind Smart Glasses? Wir haben die drei Newcomer im Detail geprüft: welche Technik steckt dahinter, was kosten die Geräte wirklich, und – am wichtigsten – wem lohnt sich ein Blick, und wer sollte lieber die Finger davon lassen.
Xgimi MemoMind: Vom Beamer-Hersteller zur Brillenmarke
Xgimi ist seit 2013 vor allem für seine Beamer und Laser-Projektoren bekannt – Marken wie Horizon oder MoGo gehören zu den meistverkauften Heimkino-Projektoren überhaupt. Auf der CES 2026 überraschte das Unternehmen dann mit einem völlig neuen Geschäftsfeld: Unter der eigenständigen Marke MemoMind präsentierte Xgimi seine erste KI-Brillenserie. Gründer Apollo Zhong begründete den Schritt damit, dass Brillen der natürlichste Formfaktor für KI-Assistenz seien, weil sie keine neuen Trageroutinen erforderten (derStandard).
Drei Modelle, ein modulares Konzept
Das MemoMind-Sortiment startet mit zwei Modellen, ein drittes ist in Entwicklung:
- Memo One: Das Topmodell mit binokularem Display – beide Augen sehen ein eigenes Bild –, integrierten Harman-Kardon-Lautsprechern und rund 40 bis 45 Gramm Gewicht.
- Memo Air Display: Die Leichtversion mit nur 28,9 Gramm, monokularem Display auf einem Auge und ohne Lautsprecher – eines der leichtesten KI-Wearables mit Display am Markt.
- Memo Air: Ein drittes, noch unangekündigtes Modell ganz ohne Display, das laut Hersteller Ende 2026 folgen soll.
Alle Varianten sind mit acht Fassungsstilen und fünf austauschbaren Bügeldesigns individualisierbar und unterstützen Korrekturgläser – ein Punkt, den Xgimi explizit als Vorteil gegenüber der Konkurrenz hervorhebt (GameStar). Auffällig: Anders als Meta Ray-Ban oder Rokid verbaut MemoMind bei keinem Modell eine Kamera. Das schränkt die Nutzbarkeit ein, dürfte aber Privatsphäre-Diskussionen im Alltag vermeiden.
Hybrides KI-Betriebssystem und Funktionen
Technisch setzt MemoMind auf ein hybrides Betriebssystem, das je nach Aufgabe automatisch zwischen verschiedenen Sprachmodellen wechselt – darunter Angebote von OpenAI, Microsoft Azure und Alibabas Qwen. Zu den Kernfunktionen zählen Echtzeitübersetzung in bis zu 26 Sprachen, Gesprächszusammenfassungen, Notizen per Spracheingabe, ein dynamischer Teleprompter-Modus sowie Fußgänger-Navigation mit eingeblendeten Abbiegehinweisen (connect). Die Anzeige erfolgt über sogenannte Air-Displays: Mini-Projektoren im Brillenbügel werfen monochrom-grüne Bilder auf eine präparierte Fläche im Glas, die sich an Lichtverhältnisse und Kopfbewegungen anpasst. Bei einem Hands-on auf dem Mobile World Congress bestätigte eine Xgimi-Vertreterin gegenüber der österreichischen Tageszeitung derStandard, dass Grün sich in den meisten Umgebungen als kontraststärkste Option erwiesen habe.
Übersetzung
Echtzeitübersetzung in bis zu 26 Sprachen, Text erscheint direkt im Sichtfeld.
Teleprompter
Textgeschwindigkeit passt sich automatisch dem Sprechtempo an.
Navigation
Abbiegehinweise und Kartenausschnitte für Fußgänger im Sichtfeld.
KI-Assistent
Eigenentwicklung statt zugekauftem GPT-Modell, laut Hersteller-Aussage.
Preis, Kickstarter und Verfügbarkeit
Die Memo One soll laut unverbindlicher Preisempfehlung rund 599 US-Dollar kosten, umgerechnet je nach Modellvariante etwa 500 bis 600 Euro (Notebookcheck). Statt eines klassischen Einzelhandelsstarts wählte Xgimi bewusst den Weg über Kickstarter, um früh technikaffine Nutzerinnen und Nutzer als Feedbackgeber zu gewinnen. Die Kampagne lief bis Ende August 2026 und nahm nach Angaben des Portals china-gadgets.de knapp eine Million Euro ein, Frühbesteller sicherten sich die Memo One bereits ab rund 431 Euro (china-gadgets.de). Für fortgeschrittene KI-Funktionen ist zudem ein Abonnement erforderlich – wie hoch die laufenden Kosten ausfallen, hat Xgimi bislang nicht kommuniziert. Die Auslieferung an die Unterstützer der Kampagne läuft in den kommenden Monaten, ein regulärer Verkaufsstart im Einzelhandel wird für Ende 2026 oder Anfang 2027 erwartet.
Erste Praxiseindrücke – was Tester sagen
Die ersten Hands-on-Berichte fallen gemischt, aber grundsätzlich positiv aus. Bei einem Test am CES-Messestand lobte das Redaktionsteam von CHIP das unauffällige Design, bemängelte aber, dass die KI-Funktionen am Stand „nicht so richtig zuverlässig“ funktionierten. Auch beim MWC-Hands-on von derStandard klappte die Bedienung zwar grundsätzlich gut, wurde jedoch durch die schlechte Messehallen-Internetverbindung ausgebremst – die Verarbeitung läuft aktuell noch über Xgimi-Server statt direkt auf dem Smartphone. Positiv bewertet wurden die gute Lesbarkeit der Texteinblendungen und die Tatsache, dass beide Brillengläser bespielt werden, sodass Nutzerinnen und Nutzer nicht erst lernen müssen, mit einem Auge auf die Anzeige zu schauen. Kritischer fielen die Kommentare zu den Lautsprechern aus, die für Musikwiedergabe als eher schwach beschrieben wurden, sowie zur Akkulaufzeit: Bei durchgehend aktivem Display sinkt die Nutzungsdauer von den beworbenen bis zu 16 Stunden auf real etwa fünf Stunden.
Praxistipp
Wer die MemoMind-Kickstarter-Kampagne verpasst hat, sollte vor einem späteren Kauf im freien Handel unbedingt aktuelle unabhängige Langzeittests abwarten. Erste Messestand-Demos sagen wenig über die Zuverlässigkeit im Alltag mit stabiler Internetverbindung aus.
2026 drängen mit Xgimi MemoMind und Halliday G2 zwei ernstzunehmende Newcomer in den KI-Brillen-Markt. Bild: Hersteller (Xgimi MemoMind, Halliday, VITURE)
Halliday: Vom Flop zum fokussierten Comeback
Anders als Xgimi ist Halliday kein etablierter Elektronikkonzern, sondern ein reines Wearable-Startup, das seine erste Brille bereits auf der CES 2025 vorstellte. Der Name ist Fachpublikum daher länger bekannt als der von Xgimi MemoMind – allerdings nicht nur aus positiven Gründen.
Erste Generation: Ambitioniert, aber gescheitert
Die erste Halliday-Brille kostete zum Marktstart 489 US-Dollar (Vorbestellung 369 US-Dollar) und setzte auf ein technisch ungewöhnliches Konzept: Ein winziges, fingernagelgroßes Projektionsmodul namens „DigiWindow“ strahlte ein 3,5 Zoll großes, kreisrundes Bild direkt ins Auge (TechCrunch). In der Praxis erwies sich das als Achillesferse: Engadget vergab in seinem Test nur 54 von 100 Punkten und kritisierte unter anderem das billig wirkende Kunststoffgehäuse, nicht verstellbare Nasenpads und vor allem das winzige 3,6-Millimeter-Display, das beim Lesen längerer Texte für Augenermüdung und Kopfschmerzen sorgte (Engadget). Auch Android Police fällte mit 5 von 10 Punkten ein hartes Urteil und bezeichnete das Gerät als „buzzword-laden curiosity“ – eine mit Marketing-Schlagworten überladene Kuriosität, die der Tester irgendwann nicht mehr tragen wollte.
G2: Kamerafrei und auf Meetings fokussiert
Mit der zweiten Generation G2 reagierte Halliday konsequent auf die Kritik. Das fehleranfällige Projektionsdisplay wich einem binokularen Waveguide-Display mit 1.600 Nits Spitzenhelligkeit und einer Auflösung von 600×300 Pixeln pro Auge. Das ungeliebte Steuerungsrings-Zubehör wurde durch ein Touchpad am Brillenbügel ersetzt, der frickelige Ladeanschluss verschwand ebenfalls (TheNextWeb). Auf eine Kamera verzichtet auch die G2 bewusst – ein Verkaufsargument mit Blick auf Datenschutz-Bedenken am Arbeitsplatz. Wie relevant Datenschutz-Bedenken bei Kamera-Smart-Glasses tatsächlich sind, zeigt sich auch in unserem Artikel zu Fielmann Smart Glasses, wo genau diese Diskussion Händler unter Druck setzt. Statt möglichst viele Funktionen abzudecken, konzentriert sich Halliday nun gezielt auf ein Zielpublikum: Berufstätige in Meetings. Die Softwaresuite „Meeting Flow“ verfolgt Gesprächsverläufe, markiert getroffene Entscheidungen, erinnert an Zusagen und erstellt automatisch Protokolle nach dem Meeting. Hinzu kommen Echtzeitübersetzung in mehr als 45 Sprachen, Live-Recherchen während des Gesprächs sowie Live-Untertitel (Android Authority).
Die Halliday G2 verzichtet bewusst auf eine Kamera und konzentriert sich auf KI-Funktionen für Meetings. Bild: Halliday
Preis und Abo-Modell
Die G2 kostet regulär 599 US-Dollar, Vorbestellerinnen und Vorbesteller sichern sich mit einer rückerstattbaren Anzahlung von 10 US-Dollar einen Rabatt von 100 US-Dollar. Volle Auslieferung inklusive Sehstärken-Option ist für September 2026 angekündigt (Android Authority) – also praktisch zeitgleich mit der Veröffentlichung dieses Artikels. Wer die fortgeschrittenen KI-Funktionen der Meeting-Flow-Suite voll nutzen möchte, kommt jedoch um ein Abonnement nicht herum: Je nach Umfang werden bis zu 99 US-Dollar im Monat fällig. Kritiker verweisen zudem auf die generelle Unsicherheit von Crowdfunding-Projekten und auf frühere Lieferverzögerungen bei Halliday. Ob die G2 tatsächlich hält, was die verbesserten technischen Daten versprechen, müssen unabhängige Tests nach dem Verkaufsstart erst noch zeigen.
Fazit zu Halliday
Halliday hat aus einem der schwächsten Smart-Glasses-Starts des Jahres 2025 gelernt und mit der G2 spürbar nachgebessert. Die Fokussierung auf Meetings ist ein sinnvoller Nischenansatz, das Abo-Modell relativiert den vergleichsweise moderaten Hardware-Preis aber deutlich.
Luma: Viral, aber ohne erkennbare Marke dahinter
Ganz anders liegt der Fall bei „Luma“. Wer nach dem Namen sucht, landet nicht bei einem etablierten Hersteller mit CES-Stand oder Presseabteilung, sondern bei einer Flut von Werbeartikeln, PR-Meldungen über Globenewswire und Amazon- beziehungsweise AliExpress-Angeboten unter wechselnden Shop-Namen. Beworben werden die „Luma AI Glasses“ beziehungsweise „LumaGlasses“ mit einer beeindruckenden Featureliste: 8-Megapixel-Kamera, 1080p-Videoaufnahme, 8 Gigabyte Speicher, elektrochromatische Tönung in vier Stufen, ein Sprachassistent namens „Hi Luma“ sowie Echtzeitübersetzung in angeblich mehr als 100 Sprachen.
Was hinter dem Namen „Luma“ steckt
Ein genauerer Blick zeigt: Es handelt sich um ein White-Label-Produkt, das unter verschiedenen Markennamen bei mehreren Händlern gleichzeitig verkauft wird. Ein Reviewportal, das die Brille genauer untersucht hat, kommt zu einem eindeutigen Schluss: Wer hier kauft, „kauft eine Fabrikbestellung statt eine Marke“ (AI Miracle). Der Preis schwankt je nach Verkaufsplattform erheblich – von rund 55 US-Dollar für ein einzelnes Paar in reduzierten Sonderaktionen bis zu knapp 100 US-Dollar bei anderen Anbietern.
Warnsignale beim Kauf
Kein erkennbarer Hersteller
Die Brille läuft unter wechselnden Namen bei AliExpress, Amazon und diversen Dropshipping-Shops, ein festes Unternehmen dahinter ist nicht auszumachen.
Ungeprüfte Spezifikationen
Kamera-, Speicher- und Akkulaufzeit-Angaben wurden bislang von keinem unabhängigen Test nachgemessen oder bestätigt.
Unklare KI-Anbindung
Welches Sprachmodell die Assistenz nutzt, wo Sprachdaten verarbeitet werden und welche Datenschutzregeln gelten, bleibt in der Produktbeschreibung offen.
Wechselnder Support
Garantie, Rückgabe und Erreichbarkeit des Verkäufers hängen komplett davon ab, über welchen Marktplatz gerade bestellt wird.
Ein zweites Reviewportal, das die Zahlungs- und Vertrauensdaten der Verkaufsseiten geprüft hat, stuft das Angebot zwar formal nicht als klassischen Betrug ein, warnt aber ausdrücklich vor Fake-Verkäuferseiten und nennt einen Scamadviser-Vertrauenswert von lediglich 71 von 100 Punkten (The Buyers Reviews). Für eine seriöse Kaufempfehlung im Sinne einer echten „Marke“ reicht das nicht – Luma ist damit das Gegenbeispiel zu Xgimi und Halliday: kein Unternehmen mit Produktverantwortung, sondern austauschbare Ware, die vom aktuellen KI-Brillen-Hype profitiert.
Einordnung: Ernstzunehmende Alternative oder Nische?
Stellt man die drei Newcomer nebeneinander, wird der Unterschied deutlich: Xgimi MemoMind bringt jahrzehntelange Optik- und Projektionskompetenz mit und positioniert sich technisch auf Augenhöhe mit etablierten Anbietern wie Meta oder Rokid – allerdings vorerst nur über Crowdfunding und mit unklarem Termin für den breiten Einzelhandel. Halliday hat aus einem gescheiterten ersten Versuch gelernt und mit der G2 ein fokussiertes, technisch überarbeitetes Produkt für eine klar definierte Zielgruppe geschaffen, muss sich aber erst noch beweisen und verlangt für den vollen Funktionsumfang ein Abonnement. Luma dagegen ist keine Marke im eigentlichen Sinn, sondern ein Sammelbegriff für austauschbare Billigware ohne Produktverantwortung – für alle, die eine verlässliche KI-Brille suchen, kommt dieses Angebot nicht infrage. Zusätzliche Konkurrenz dürfte in den kommenden Jahren ohnehin von den ganz großen Playern kommen: Sowohl die lange erwarteten Apple Smart Glasses als auch die gemeinsame Plattform von Google und Samsung könnten Newcomer wie Xgimi und Halliday deutlich stärker unter Druck setzen als aktuell.
| Marke / Modell | Kamera | Display-Technik | Preis (UVP) | Vertriebsweg | Einordnung |
|---|---|---|---|---|---|
| Xgimi MemoMind One | Nein | Binokular, Waveguide, monochrom grün | ca. 599 US-Dollar | Kickstarter, danach Einzelhandel | Ernstzunehmend, aber Nische |
| Halliday G2 | Nein | Binokular, Waveguide, 1.600 Nits | 599 US-Dollar | Vorbestellung, ab September 2026 Auslieferung | Fokussierte Nische mit Abo-Zwang |
| Luma AI Glasses | Ja (8 MP, ungeprüft) | Keine Displayfunktion | ab ca. 55 US-Dollar | Dropshipping, wechselnde Marktplätze | Kein seriöses Markenprodukt |
| Meta Ray-Ban Display / Rokid Glasses (zum Vergleich) | teils ja | Etabliert, breite Ökosystem-Anbindung | ab ca. 380–450 Euro | Regulärer Einzelhandel | Marktführer-Referenz |
Fazit
Wer 2026 über eine neue KI-Brille abseits von Meta und Rokid nachdenkt, sollte klar unterscheiden: Xgimi MemoMind und Halliday G2 sind echte Produkte echter Unternehmen mit nachvollziehbarer technischer Weiterentwicklung – beide bleiben aber vorerst Nischenprodukte mit ungewissem Massenmarkt-Potenzial und zusätzlichen Kosten durch Abo-Modelle. Luma ist dagegen keine Kaufempfehlung, sondern ein Beispiel dafür, wie sich austauschbare No-Name-Hardware hinter einem griffigen Markennamen und viraler PR-Marketing-Maschinerie versteckt. Wer einen kompletten Marktüberblick inklusive aller bereits ausführlich getesteten Modelle sucht, wird in unserer großen Kaufberatung Beste Smart Glasses 2026 fündig.
Was ist Xgimi MemoMind?
MemoMind ist die neue, eigenständige Wearable-Marke des chinesischen Beamer-Herstellers Xgimi. Unter diesem Namen bringt das Unternehmen seine erste KI-Brillenserie auf den Markt, bestehend aus den Modellen Memo One und Memo Air Display.
Wie viel kostet die Xgimi MemoMind One?
Die unverbindliche Preisempfehlung liegt bei rund 599 US-Dollar. Frühe Unterstützer der Kickstarter-Kampagne, die bis Ende August 2026 lief, konnten das Modell bereits ab etwa 431 Euro sichern.
Was unterscheidet die Halliday G2 vom Vorgängermodell?
Die G2 ersetzt das fehleranfällige Projektionsdisplay der ersten Generation durch ein helleres Waveguide-Display, tauscht den ungeliebten Steuerungsring gegen ein Touchpad am Brillenbügel und fokussiert sich funktional stärker auf KI-Unterstützung in Meetings statt auf möglichst viele Alltagsfunktionen.
Braucht man für die Halliday G2 ein Abonnement?
Für die grundlegenden Funktionen nicht zwingend, für den vollen Funktionsumfang der Meeting-Flow-Suite verlangt Halliday jedoch ein Abo, das je nach Umfang bis zu 99 US-Dollar im Monat kosten kann.
Ist Luma eine echte Marke?
Nein. Hinter dem Namen „Luma“ beziehungsweise „LumaGlasses“ steht kein einheitliches Unternehmen, sondern ein White-Label-Produkt, das unter wechselnden Shop-Namen auf verschiedenen Marktplätzen verkauft wird. Ein fester Hersteller, verlässlicher Support oder unabhängig bestätigte technische Daten fehlen.
Haben die neuen KI-Brillen von Xgimi und Halliday eine Kamera?
Nein, beide Hersteller verzichten bei allen aktuellen Modellen bewusst auf eine Kamera, um Datenschutz-Bedenken im Alltag und am Arbeitsplatz zu vermeiden – anders als etwa Meta Ray-Ban oder Rokid.
Wann sind Xgimi MemoMind und Halliday G2 verfügbar?
Die Auslieferung an Kickstarter-Unterstützer der MemoMind One läuft in den kommenden Monaten, ein Einzelhandelsstart wird für Ende 2026 oder Anfang 2027 erwartet. Die Halliday G2 soll ab September 2026 vollständig inklusive Sehstärken-Option ausgeliefert werden.
Lohnt sich der Kauf einer KI-Brille über Crowdfunding-Plattformen?
Kickstarter und Indiegogo sind Finanzierungsplattformen, kein Online-Shop mit Kaufgarantie. Wer dort unterstützt, geht ein gewisses Risiko ein, da ein Anspruch auf das fertige Produkt rechtlich nicht garantiert ist. Für risikoscheue Käuferinnen und Käufer empfiehlt sich, auf den regulären Einzelhandelsstart zu warten.
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Quellen
- GameStar: CES 2026 – Bekannter Beamer-Hersteller stellt KI-Brillen vor, die ohne Kamera auskommen
- derStandard: Xgimi Memomind – Die unaufdringliche KI-Brille ausprobiert
- Notebookcheck: MemoMind – Echte, unauffällige AR-Brille kommt mit Display
- china-gadgets.de: Smarte KI-Brille ohne Kamera für unter 450 Euro – XGIMI MemoMind im Crowdfunding
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