Internet · DSL-Tarife · November 2026
DSL Vergleich: Was Telekom, Vodafone, 1&1 und o2 über 24 Monate kosten
- Vier Anbieter, gleiche Bandbreitenklassen
- Tarifseiten am 3. November 2026 geprüft
- Rechner für Gesamtkosten und Effektivpreis
Ein ehrlicher DSL Vergleich beginnt nicht beim niedrigsten „ab“-Preis, sondern bei der Summe, die du in 24 Monaten tatsächlich überweist. Telekom, Vodafone, 1&1 und o2 locken mit Aktionsmonaten, die zwischen drei und zwölf Monaten dauern, danach springt der Preis teils um mehr als 30 Euro. Dazu kommen Anschlusspreis, Versand, Routermiete und Gutschriften, die nur unter Bedingungen fließen.
Wir haben die Tarifseiten der vier großen DSL-Anbieter am 3. November 2026 ausgewertet, Tarife derselben Geschwindigkeitsklasse nebeneinandergestellt und die Gesamtkosten über 24 Monate nachgerechnet. Du erfährst, warum ein Tarif mit sechs Gratismonaten günstiger sein kann als einer mit dauerhaft niedrigem Preis, wo der Upload den Unterschied macht, was im Produktinformationsblatt steht und welche Rechte du bei Laufzeit, Wechsel und zu langsamer Leitung hast.
Wichtig vorab: Preise im Netz sind kein verbindliches Angebot für deine Adresse. Welche Bandbreite bei dir ankommt, zeigt erst die Verfügbarkeitsprüfung des Anbieters. Dieser Vergleich ersetzt sie nicht, er hilft dir, die Angebote danach richtig zu lesen.
Stand: . Tarifkacheln, Bestellstrecken und Hinweise der Anbieterseiten, Vodafone-Preisliste vom 26. Oktober 2026, Telekommunikationsgesetz, Bundesnetzagentur und Verbraucherzentrale. Preise brutto, ohne Gewähr, können sich täglich ändern. Allgemeine Information, keine Rechts- oder Finanzberatung.

Das Wichtigste in 20 Sekunden
Rechne Aktionsmonate, Regelpreis, Anschluss, Versand und Router über 24 Monate zusammen. Erst der effektive Monatspreis macht Angebote vergleichbar.
100 MBit/s gegen 100 MBit/s, und zwar mit Blick auf den Upload. Zwischen 10 und 40 MBit/s Upload liegen Welten, wenn du Videos, Fotos oder Backups hochlädst.
Du darfst einen eigenen Router nutzen, der Anbieter muss die Zugangsdaten kostenlos herausgeben. Miete lohnt sich nur, wenn sie günstiger ist als ein Kauf.
Alle Preise gelten nur, wenn der Tarif an deiner Adresse verfügbar ist. Gutschriften hängen oft an Neukundenstatus, Bestellweg oder Fristen.
Verglichen werden DSL-Tarife derselben Geschwindigkeitsklasse
Fair wird ein DSL-Anbietervergleich erst, wenn du Tarife mit gleicher Download- und möglichst gleicher Upload-Geschwindigkeit gegenüberstellst. Alle vier Anbieter vermarkten DSL in denselben Stufen: 16, 50, 100 und 250 MBit/s im Download. Technisch steckt dahinter ADSL für die kleinste Stufe und VDSL mit Vectoring oder Supervectoring für die schnelleren Varianten. Alle vier nutzen dafür die Kupferleitung zu deiner Telefondose. Für dich heißt das: Wie schnell DSL bei dir sein kann, hängt vor allem von der Leitung ab und weniger vom Anbieter. Preise und Nebenkosten unterscheiden sich dagegen deutlich.
Ausdrücklich nicht Teil dieses Vergleichs sind Kabel-, Glasfaser- und 5G-Tarife. Sie arbeiten mit anderen Netzen, anderen Upload-Verhältnissen und anderen Ausfallrisiken. Wenn du noch nicht weißt, ob DSL überhaupt die richtige Technik ist, hilft dir unser Ratgeber DSL, Kabel oder 5G mit Upload, Latenz und Stabilität bei der Grundsatzentscheidung. Und wer gar keine Festnetzleitung mit brauchbarer Bandbreite bekommt, findet in Internet ohne Glasfaser: DSL, Kabel, 5G oder Satellit alle Alternativen im Überblick.
Auch o2 bietet unter dem Namen „o2 Home“ nicht nur DSL an. Die DSL-Tarifseite trennt DSL über die Telefondose von Kabel, Glasfaser und dem HomeSpot, der per SIM-Karte über das Mobilfunknetz funkt.[15] Achte deshalb bei der Bestellung darauf, dass wirklich „DSL“ im Tarifnamen oder im Produktinformationsblatt steht.

Die vier Stufen und was sie praktisch bedeuten
Reicht für ein bis zwei Personen mit Streaming in HD und Mails. Der Upload liegt bei 2 bis 2,4 MBit/s, Videocalls und Cloud-Backups werden damit zäh.
Solide Basis für kleine Haushalte und Homeoffice. Der Upload unterscheidet sich hier je nach Anbieter am stärksten, von 10 bis 25 MBit/s.
Die meistgebuchte Klasse für Familien. Alle vier Anbieter nennen 40 MBit/s Upload, die Preise liegen aber teils mehr als 200 Euro auseinander.
Supervectoring, nur in Teilen des Netzes verfügbar. Lohnt sich, wenn mehrere Personen parallel streamen, spielen und große Dateien laden.
Tarife im Vergleich: Preise, Aktionsmonate und Nebenkosten
In der 100-MBit/s-Klasse beginnt die Spanne bei 0 Euro für sechs Monate (1&1) und endet bei einem Regelpreis von 49,95 Euro (Telekom). Die folgende Tabelle zeigt die Kerndaten so, wie die Anbieter sie am 3. November 2026 auf ihren Tarifseiten ausgewiesen haben. Wo eine Angabe auf der Seite fehlte oder widersprüchlich war, steht das in der Zelle.
Tabelle seitlich wischen – weitere Spalten rechts
| Tarif | Download / Upload | Aktionspreis | Danach pro Monat | Einmalkosten | Router laut Anbieter | Laufzeit |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Telekom MagentaZuhause L | 100 / 40 MBit/s | 9,95 € (Monat 1–3) | 49,95 € | Bereitstellungspreis 0 € im Wechselfall (Bestellstrecke) | 100 € Routergutschrift; Speedport 7 kaufen 229,99 € plus 6,95 € Versand | 24 Monate |
| Vodafone GigaZuhause 100 DSL | 100 / 40 MBit/s | 19,99 € (Monat 1–9) | 44,99 € | 49,99 € Anschluss, 9,99 € Routerversand | Eigener Router oder Miete ab 4,99 €/Monat (EasyBox 805) laut Preisliste | 24 Monate |
| 1&1 DSL 100 (Start-Variante) | 100 / 40 MBit/s | 0 € (Monat 1–6) | 44,99 € | Auf der Tarifseite nicht ausgewiesen | WLAN-Router inklusive, laut 1&1 der HomeServer Pro von FRITZ! | 24 Monate |
| 1&1 DSL 100 (Dauerpreis-Variante) | 100 / 40 MBit/s | keiner | 39,99 € dauerhaft | Auf der Tarifseite nicht ausgewiesen | WLAN-Router inklusive, laut 1&1 der HomeServer Pro von FRITZ! | 24 Monate |
| o2 Home M | 100 / 40 MBit/s | 24,99 € (Monat 1–12) | 39,99 € | 9,99 € Anschluss | HomeBox 4 für 5,99 €/Monat oder FRITZ!Box 7690 für 7,99 €/Monat, je 9,99 € Versand | 24 Monate |
Quellen der Zeilen: Telekom-Tarifseite und Router-Shop,[9] Vodafone-DSL-Seite,[12] 1&1-Tarifseite[13] und o2-DSL-Seite.[15] Ohne Adresse gilt bei der Telekom der Aktionspreis von 9,95 Euro in Monat 1 bis 3, der Regelpreis ab Monat 4. Nach Eingabe einer konkreten Adresse zeigte die Bestellstrecke am 3. November 2026 die Aktion „6 statt 3 Monate für 9,95 €“: MagentaZuhause M kostete dann ab dem 7. Monat 44,95 Euro, L ab dem 7. Monat 49,95 Euro; S blieb unverändert. Die Bestellstrecke nannte 24 Monate Laufzeit, im Wechselfall einen Bereitstellungspreis von 0 Euro und als Router den Speedport 7 (Wi-Fi 7, integriertes Glasfaser-Modem) für 229,99 Euro plus 6,95 Euro Versand; dazu Mietpakete, deren Preise wir dort nicht erfasst haben.[9] Die Shop-Produktseite führt die Speedport-Miete mit 7,95 Euro im Monat bei zwölf Monaten Mietlaufzeit.[11]
Der wichtigste Unterschied steckt in den Spalten drei und vier: Die Telekom ist ohne Adressaktion nur drei Monate günstig (mit Adresse für M und L bis zu sechs), Vodafone neun, o2 sogar zwölf Monate. 1&1 lässt dir die Wahl zwischen einem Gratis-Start und einem dauerhaft um fünf Euro niedrigeren Preis. Die Anschlusskosten sind der zweite Hebel. Hier fehlen bei 1&1 Beträge auf der Tarifseite; sie wirbt mit 30 Tagen Test, und wer in dieser Zeit kündigt, bekommt laut 1&1 den Bereitstellungspreis erstattet.[13] Die Tarifdatenbank von teltarif führt für 1&1 DSL 50 ein Bereitstellungsentgelt von 49,95 Euro und 9,90 Euro Versand für den HomeServer.[20] Prüfe diese Posten im Bestellprozess und im Produktinformationsblatt, bevor du unterschreibst.
Alle Bandbreitenklassen auf einen Blick
Tabelle seitlich wischen – weitere Spalten rechts
| Klasse | Telekom | Vodafone | 1&1 Start / Dauer | o2 |
|---|---|---|---|---|
| 16 MBit/s | S: 9,95 € (3 M.), dann 39,95 € | 19,99 € (9 M.), dann 34,99 € | 0 € (6 M.), dann 39,99 € / 29,99 € | nicht im DSL-Angebot |
| 50 MBit/s | M: 9,95 € (3 M.), dann 44,95 € | 29,99 € dauerhaft | 0 € (6 M.), dann 44,99 € / 39,99 € | Home S: 19,99 € (12 M.), dann 34,99 € |
| 100 MBit/s | L: 9,95 € (3 M.), dann 49,95 € | 19,99 € (9 M.), dann 44,99 € | 0 € (6 M.), dann 44,99 € / 39,99 € | Home M: 24,99 € (12 M.), dann 39,99 € |
| 250 MBit/s | XL: 9,95 € (3 M.), dann 56,95 € | 19,99 € (9 M.), dann 49,99 € | 0 € (6 M.), dann 49,99 € / 44,99 € | Home L: 29,99 € (12 M.), dann 44,99 € |
Auffällig ist, dass 1&1 die Stufen 50 und 100 zum gleichen Preis anbietet und mit „DSL 100 zum Preis von 50“ wirbt; DSL 250 kostet so viel, wie es dem Preisniveau von 100 entspräche.[13] Bei Vodafone hat der 50er-Tarif keinen Aktionsrabatt, sondern einen festen Preis von 29,99 Euro. Das verlinkte Produktinformationsblatt trägt zwar den Zusatz „Aktionstarif“ im Dateinamen, doch die Preisliste vom 26. Oktober 2026, die ausdrücklich keine Sonderangebote enthält, führt GigaZuhause 50 DSL mit 29,99 Euro Basispreis bei 24 Monaten Laufzeit; der feste Preis ist damit der reguläre Listenpreis.[22][12]
24-Monats-Gesamtkosten einschließlich Bereitstellung und Router
Über 24 Monate gerechnet ist in der 100er-Klasse o2 Home M mit rund 790 Euro am günstigsten, die Telekom mit knapp 1.079 Euro am teuersten. Die Rechnung ist simpel: Aktionspreis mal Aktionsmonate, plus Regelpreis mal restliche Monate, plus Einmalkosten. Teilst du die Summe durch 24, erhältst du den effektiven Monatspreis. Diese Zahl ist aussagekräftiger als jeder „ab“-Preis, weil sie die teuren Monate nach der Aktion mitzählt.
Tabelle seitlich wischen – weitere Spalten rechts
| Tarif | Grundgebühren 24 Monate | Einmalkosten | Summe | Effektiv pro Monat | Ab Monat 25 |
|---|---|---|---|---|---|
| Telekom MagentaZuhause L | 1.078,80 € | 0 € | 1.078,80 € | 44,95 € | 49,95 € |
| Vodafone GigaZuhause 100 DSL | 854,76 € | 49,99 € | 904,75 € | 37,70 € | 44,99 € |
| 1&1 DSL 100 (Start) | 809,82 € | 59,85 €* | 869,67 € | 36,24 € | 44,99 € |
| 1&1 DSL 100 (Dauerpreis) | 959,76 € | 59,85 €* | 1.019,61 € | 42,48 € | 39,99 € |
| o2 Home M | 779,76 € | 9,99 € | 789,75 € | 32,91 € | 39,99 € |
* Bereitstellung und Versand bei 1&1 laut teltarif-Tarifdatenbank,[20] auf der 1&1-Tarifseite nicht ausgewiesen. Bei der Telekom nicht eingerechnet ist die Routergutschrift von 100 Euro; mit ihr sinkt die Summe für MagentaZuhause L auf 978,80 Euro oder 40,78 Euro im Monat. Bei Vodafone kommen 9,99 Euro Versand hinzu, sobald du einen Router mietest.[12]
Zwei Ergebnisse überraschen. Erstens schlägt bei 1&1 der Gratis-Start den Dauerpreis über 24 Monate um knapp 150 Euro, obwohl der Dauerpreis „dauerhaft“ günstiger klingt. Erst ab dem 25. Monat holt der Dauerpreis auf, und zwar um fünf Euro monatlich; nach rund 30 weiteren Monaten wäre der Vorsprung des Start-Modells aufgezehrt. Zweitens ist die Telekom trotz drei billiger Startmonate in dieser Rechnung der teuerste Anbieter. Sie wirbt dagegen mit Service-Auszeichnungen, und für MagentaZuhause M nennt die Tarifseite einen Durchschnittspreis von 26,83 Euro samt „330 € Preisvorteil“, mit Adresse in der Aktion mit sechs Startmonaten sogar 23,70 Euro.[9] Das sind Telekom-Angaben; wie der Wert berechnet wird, erklärt die Telekom in einer eigenen FAQ, deren Wortlaut wir nicht ausgewertet haben. Aus den sichtbaren Kachelwerten (9,95 Euro für drei Monate, dann 44,95 Euro, 100 Euro Routergutschrift) ergeben sich in unserer Rechnung 36,41 Euro. Lass dir den Durchschnitt im Bestellprozess zusammenrechnen, bevor du ihn als Vergleichswert nimmst.
Routerkosten verändern die Rangfolge
Mietest du den Router, kommen bei o2 für die HomeBox 4 über 24 Monate 143,76 Euro plus 9,99 Euro Versand dazu, für die FRITZ!Box 7690 191,76 Euro plus Versand.[15] Bei der Telekom ergeben 7,95 Euro Routermiete laut Shopseite in 24 Monaten 190,80 Euro.[11] Bei Vodafone kostet die Miete laut Preisliste 4,99 Euro (EasyBox 805), 6,99 Euro (FRITZ!Box 7630) oder 9,99 Euro (FRITZ!Box 7690) im Monat, über 24 Monate gerechnet also 119,76 bis 239,76 Euro plus 9,99 Euro Versand.[22] 1&1 nennt auf den Tarifkarten einen WLAN-Router inklusive und bewirbt dafür den 1&1 HomeServer Pro von FRITZ!.[14] Ältere Tarifdaten bei teltarif mit HomeServer-Aufpreisen von 4,99 bis 12,99 Euro im Monat[20] spiegeln dieses Inklusivangebot nicht wider. Klär im Warenkorb trotzdem, welches Gerät ohne Aufpreis mitkommt. Mit eigenem Router entfällt die Miete überall, dafür zahlst du einmal den Kaufpreis.
Rechne selbst: DSL-Gesamtkosten und effektiver Monatspreis
Trage die Preisphasen aus dem Angebot für deine Adresse ein oder lade einen der Beispieltarife (Anbieterangaben vom 3. November 2026). Der Rechner addiert Grundgebühren, Einmalkosten und Router über den gewählten Zeitraum, zieht Gutschriften nur ab, wenn du sie anhakst, und zeigt den effektiven Monatspreis. Mit „Zum Vergleich hinzufügen“ stellst du bis zu sechs Angebote nebeneinander.
Deine Angebote im Vergleich (sortiert nach Gesamtkosten)
Annahmen und Grenzen: Der Rechner nutzt nur deine Eingaben bzw. die hinterlegten Anbieterangaben vom 3. November 2026. Er fragt keine Live-Tarife ab, prüft keine Verfügbarkeit und gibt keine verbindliche Empfehlung. Telefon-Verbindungen außerhalb der Flatrate, Optionen und spätere Preisänderungen sind nicht enthalten. Eingaben werden weder gespeichert noch übertragen.
Aktionsmonate, Gutschriften und Berechtigung getrennt ausweisen
Ein Aktionspreis ist fester Vertragsbestandteil, eine Gutschrift dagegen meist ein Versprechen mit Bedingungen. Deshalb gehören beide in getrennte Spalten. Der Aktionspreis steht in der Vertragszusammenfassung und auf jeder Rechnung; du bekommst ihn automatisch. Gutschriften, Cashbacks und App-Boni musst du dagegen oft aktiv anstoßen, und sie kommen teilweise erst nach Monaten.
Wie das konkret aussieht, zeigt die Vodafone-Seite. Dort standen am Prüftag noch zwei App-Willkommensboni für DSL-Neukunden über 50 und 100 Euro. Beide hatten jedoch Buchungszeiträume im Mai bis Juli 2026 und Aktivierungsfristen bis Ende September beziehungsweise 31. Oktober 2026.[12] Für eine Bestellung im November sind sie damit nicht mehr nutzbar, obwohl sie noch auf der Seite stehen. Die Gutschrift sollte zudem erst sechs Monate nach Anschaltung auf der Rechnung erscheinen und setzte voraus, dass im Haushalt drei Monate lang kein Vodafone-Anschluss bestanden hatte.
Gilt automatisch für die genannten Monate. Prüfe, ab welchem Monat der Regelpreis greift und ob er schon in der Rechnung angekündigt ist.
Bei der Telekom 100 Euro je Tarif laut Kachel. Ob sie an Miete oder Kauf eines Telekom-Routers gebunden ist, zeigt der Bestellprozess.
o2 nennt 10 Euro monatlich Rabatt auf DSL für Kunden mit o2-Mobilfunkvertrag. Rechne ihn nur ein, wenn du den Handyvertrag ohnehin behältst.
Bonuskästen auf Tarifseiten sind nicht immer aktuell. Maßgeblich sind Aktionszeitraum, Neukundendefinition und Auszahlungsweg im Kleingedruckten.
Die Logik kennst du vielleicht vom Strom: Ein Neukundenbonus verschönert das erste Jahr, das zweite Jahr zahlst du voll. Unser Ratgeber zur Stromwechsel-Ersparnis mit und ohne Bonus rechnet das gleiche Prinzip für Energieverträge durch. Beim Internet kommt eine Besonderheit hinzu: Die anfängliche Laufzeit darf nach dem Telekommunikationsgesetz höchstens 24 Monate betragen.[1] Ein Aktionspreis über zwölf Monate deckt also maximal die Hälfte der Bindung ab, ein Dreimonatsrabatt nur ein Achtel.
Neukundenpreise sind außerdem genau das: Preise für neue Kunden. Wer schon beim Anbieter ist oder vor Kurzem war, bekommt sie oft nicht oder nur eingeschränkt. Vodafone etwa knüpfte den 100-Euro-Bonus an drei Monate ohne Vodafone-Anschluss im Haushalt.[12] Bei 1&1 gibt es für Personen unter 29 Jahren eine eigene Young-Aktion mit 50 Euro Startguthaben.[14]

Router: mieten, kaufen oder eigenen nutzen
Du musst den Router des Anbieters nicht nehmen. Das Telekommunikationsgesetz legt den Netzabschlusspunkt passiv an die Telefondose; Anbieter dürfen dir Geräte überlassen, deren Nutzung aber nicht vorschreiben.[4] Die Zugangsdaten müssen sie dir bei Vertragsschluss in Textform, unaufgefordert und kostenfrei geben. Das ist die sogenannte Routerfreiheit, und sie gilt bei allen vier Anbietern gleichermaßen.
Ob Miete oder Kauf günstiger ist, entscheidet die Rechnung über die Nutzungsdauer. Ein Router läuft oft fünf Jahre und länger, die Miete läuft so lange weiter, wie du sie nicht kündigst. Bei Vodafone haben Mietrouter laut Fußnote selbst eine Mindestlaufzeit von 24 Monaten und müssen nach Vertragsende zurückgegeben werden.[12] Die Telekom hinterlegte in der Bestellstrecke am 3. November 2026 den Speedport 7 und nennt dafür zwei Jahre Gewährleistung und Sicherheitsupdates für fünf Jahre ab Marktende (Herstellerangabe).[9] Den Vorgänger Speedport Smart 4 führt die Shopseite weiter zur Miete bei zwölf Monaten Mietlaufzeit.[11]




Tabelle seitlich wischen – weitere Spalten rechts
| Anbieter | Gerät laut Seite | Miete pro Monat | 24 Monate Miete | Eigener Router möglich |
|---|---|---|---|---|
| Telekom | Speedport 7 (Bestellstrecke: Kauf 229,99 €), Mietpakete | 7,95 € laut Shopseite (plus 6,95 € Versand) | 190,80 € | Ja |
| Vodafone | EasyBox 805, FRITZ!Box 7630 oder 7690 | 4,99 € / 6,99 € / 9,99 € (plus 9,99 € Versand) | 119,76 € / 167,76 € / 239,76 € | Ja, Tarifpreis gilt mit eigenem Router |
| 1&1 | WLAN-Router inklusive, laut 1&1 HomeServer Pro von FRITZ! | inklusive laut Tarifkarte, Warenkorb prüfen | offen | Ja |
| o2 | HomeBox 4 oder FRITZ!Box 7690 | 5,99 € bzw. 7,99 € (plus 9,99 € Versand) | 143,76 € bzw. 191,76 € | Ja |
Kaufpreise: Der Speedport 7 kostet im Telekom-Shop wie in der Bestellstrecke 229,99 Euro.[10] Vodafone verkauft laut Preisliste die FRITZ!Box 7690 für 289,90 Euro, die FRITZ!Box 7630 für 189,90 Euro und die EasyBox 805 für 149,90 Euro, jeweils plus 9,99 Euro Versand; daneben stehen dort niedrigere „vergünstigt“-Preise, deren Bedingungen die Tabelle nicht nennt.[22] Rechnerisch ist ein Kauf für 229,99 Euro gegenüber 7,95 Euro Miete nach rund 29 Monaten günstiger, zum Amazon-Preis von 196,90 Euro (Stand 03.11.2026, Amazon-Preise schwanken) nach knapp 25 Monaten.[23] Ein gekauftes Gerät gehört dir; den Speedport 7 nutzt du laut Produktseite allerdings exklusiv an einem Telekom-Privatkundenanschluss, nach einem Wechsel zu einem anderen Anbieter hilft er also nicht weiter. Die FRITZ!Box 7590 AX funktioniert dagegen auch bei Vodafone, 1&1 und o2. Für einen DSL-Anschluss brauchst du ein Gerät mit eingebautem VDSL-Modem; reine WLAN-Router ohne Modem funktionieren nur hinter einem separaten Modem.
Zwei DSL-Router zum Kaufen statt Mieten: Beide haben ein VDSL-Modem mit Supervectoring. Der Speedport 7 ist laut Produktseite exklusiv für einen Telekom-Privatkundenanschluss gedacht, die FRITZ!Box 7590 AX funktioniert an jedem der vier Anbieter.
Links der aktuelle Telekom-Router mit Wi-Fi 7 und integriertem Glasfaser-Modem, rechts die FRITZ!Box mit breitem Funktionsumfang für Telefonie und Smart Home. Preise in den Boxen werden automatisch aktualisiert.
- Den Speedport 7 nutzen Sie exklusiv mit einem Privatkundenanschluss der Telekom.
- Wi-Fi 7 für Ihren Telekom-Anschluss – Erleben Sie ultraschnelles Internet mit bis zu 6.760 MBit/s Download-Geschwindigkeit. Perfekt für Streaming, Gaming, Homeoffice und datenintensive Anwendungen – stabil, zuverlässig und blitzschnell.
- Integriertes Glasfaser-Modem (GPON) – Zukunftssicher dank direkter Verbindung an Ihren Telekom-Glasfaseranschluss. Kein zusätzliches Modem erforderlich, einfach anschließen und lossurfen.
- Flächendeckendes Mesh-WLAN – Der Speedport 7 bildet die Basis für ein starkes Mesh-Netzwerk. Erweitern Sie Ihr WLAN mit bis zu 5 Mesh-Punkten (z.B. Speedport 7 WLAN-Verstärker) für eine perfekte Abdeckung in allen Räumen.
- Einfache Einrichtung & volle Kontrolle – Schnelle Installation und Verwaltung über die MeinMagenta App. Mit Heimnetz-Check, automatischen Firmware-Updates und proaktiver Fehlerbehebung bleibt Ihr WLAN immer optimal.
Zu den Daten: Der Speedport 7 funkt laut Amazon-Produktseite mit Wi-Fi 7 (802.11be) im Tri-Band und bis zu 6.760 MBit/s, hat ein Glasfaser-Modem (GPON) eingebaut und beherrscht DSL und VDSL mit Supervectoring bis 250 MBit/s. Dazu kommen Mesh mit bis zu fünf Mesh-Punkten, die integrierte Magenta-SmartHome-Basis, WPA2/WPA3 und VPN; eingerichtet wird er über die MeinMagenta App, im Lieferumfang liegt auch ein Glasfaserkabel (LC/APC). Eine DECT-Basis für schnurlose Telefone nennt die Produktseite nicht. Amazon verkaufte den Router am 3. November 2026 selbst für 196,90 Euro bei einer UVP von 229,99 Euro (Stand 03.11.2026, Amazon-Preise schwanken).[23] Laut Amazon-Kundenrezensionen sind die Einstellmöglichkeiten eingeschränkt: Konfiguriert wird nur per App, im Browser lasse sich nichts einstellen. Das haben wir nicht selbst geprüft.[23] Der Vorgänger Speedport Smart 4 R2 mit Wi-Fi 6 unterstützt laut Händlerbeschreibung ADSL, VDSL mit Vectoring und Supervectoring sowie Wi-Fi 6 mit bis zu 5.600 MBit/s brutto und eine DECT-Basis für fünf Mobilteile.[21] FRITZ! nennt für die 7590 AX VDSL-Supervectoring mit bis zu 300 MBit/s, Wi-Fi 6 mit Mesh und eine DECT-Basis für bis zu sechs schnurlose Telefone.[16] Alle Angaben sind Hersteller- beziehungsweise Händlerdaten, keine eigenen Messwerte.
Upload und Produktinformationsblatt prüfen
Das Produktinformationsblatt verrät mehr als jede Tarifkachel: Es nennt für Download und Upload die minimale, die normalerweise verfügbare und die maximale Geschwindigkeit. Diese drei Werte sind gesetzlich vorgeschrieben, ebenso Vertragslaufzeit, Kündigungsbedingungen und Preise.[5] Jeder Anbieter verlinkt das Blatt direkt an der Tarifkachel, und genau dort solltest du vor der Bestellung hineinschauen.
Wie groß die Unterschiede sein können, zeigen die Fußnoten bei Vodafone. Für GigaZuhause 100 DSL gibt der Anbieter einen Download zwischen 54 und 100 MBit/s an, für den Upload 20 bis 40 MBit/s. Beim 50er-Tarif reicht die Upload-Spanne von nur 2,7 bis 20 MBit/s, obwohl die Tarifübersicht „bis 25 MBit/s“ nennt.[12] Solche Widersprüche zwischen Werbetext und Fußnote sind ein guter Grund, das Produktinformationsblatt als maßgebliche Quelle zu nehmen.
Beim Upload unterscheiden sich die Anbieter vor allem in der 50er-Klasse. Telekom,[9] 1&1[13] und o2[15] nennen auf ihren Tarifseiten 20 MBit/s, Vodafone bis 25 MBit/s. Die teltarif-Datenbank führt für 1&1 DSL 50 dagegen nur 10 MBit/s Upstream,[20] was auf einen älteren Datenstand oder eine andere Tarifgeneration hindeutet. Ab 100 MBit/s nennen alle vier 40 MBit/s. Wenn du regelmäßig Fotos, Drohnenvideos oder Backups in die Cloud lädst, ist der Upload oft wichtiger als ein höherer Download.
Tabelle seitlich wischen – weitere Spalten rechts
| Klasse | Telekom | Vodafone | 1&1 | o2 |
|---|---|---|---|---|
| 16 MBit/s | 2,4 MBit/s | 2,4 MBit/s | 2 MBit/s | – |
| 50 MBit/s | 20 MBit/s | 25 MBit/s (Fußnote: max. 20) | 20 MBit/s (teltarif: 10) | 20 MBit/s |
| 100 MBit/s | 40 MBit/s | 40 MBit/s | 40 MBit/s | 40 MBit/s |
| 250 MBit/s | 40 MBit/s | 40 MBit/s | 40 MBit/s | 40 MBit/s |
Wenn die Leitung langsamer ist als versprochen
Weicht die tatsächliche Geschwindigkeit erheblich, dauerhaft oder regelmäßig von der vertraglichen ab, darfst du das Entgelt mindern oder außerordentlich kündigen.[2] Nachweisen musst du das mit einem zertifizierten Messverfahren; für das Festnetz ist das die Desktop-App der Breitbandmessung der Bundesnetzagentur. Nötig sind 30 Messungen an drei verschiedenen Kalendertagen innerhalb von 14 Tagen. Eine Abweichung liegt etwa vor, wenn an zwei von drei Messtagen nicht wenigstens einmal 90 Prozent der Maximalgeschwindigkeit erreicht werden oder die normalerweise verfügbare Geschwindigkeit nicht in 90 Prozent der Messungen ankommt.[7] Die Werte aus dem Produktinformationsblatt sind dafür der Maßstab, weshalb es sich lohnt, das Blatt beim Vertragsschluss abzuspeichern.
Verfügbarkeit, Laufzeit und Wechselbedingungen
Ohne Adressprüfung bekommst du keinen DSL-Vertrag, und das ist gut so: Erst sie zeigt, welche Stufe an deiner Leitung möglich ist. Die Anbieter bieten diese Prüfung online vor der Bestellung an. Ihr Ergebnis gilt für die Bestellung, die tatsächlich geschaltete Bandbreite steht aber erst nach der Freischaltung fest. Wie du Anbieterchecks, Breitbandatlas und Leitungsdaten am besten kombinierst, erklärt unser Ratgeber DSL-Verfügbarkeit prüfen Schritt für Schritt.
Einen ersten Überblick liefert der Breitbandatlas des Bundes im Gigabit-Grundbuch. Er zeigt den Ausbau in Rasterzellen von 100 mal 100 Metern, der Festnetz-Datenstand ist der 31. Dezember 2025. Ein Anspruch auf eine bestimmte Versorgung lässt sich daraus ausdrücklich nicht ableiten.[8] Für die Bestellung zählt allein die Prüfung beim Anbieter.
Laufzeit: 24 Monate maximal, danach monatlich kündbar
Die anfängliche Mindestlaufzeit darf 24 Monate nicht überschreiten, und jeder Anbieter muss dir vor Vertragsschluss auch einen Vertrag mit höchstens zwölf Monaten Laufzeit anbieten.[1] Nach Ablauf der Mindestlaufzeit kannst du jederzeit mit einer Frist von einem Monat kündigen, ohne dass dafür Kosten entstehen dürfen. Vodafone etwa beschreibt genau diese Regel in den Tariffußnoten.[12] Rechnung und Tarifinformationen müssen außerdem Vertragsbeginn, Ende der Mindestlaufzeit und den letzten Tag nennen, an dem deine Kündigung eingehen muss.[6]
Versuche, die Bindung über Umwege zu verlängern, sind unzulässig. Der Bundesgerichtshof hat 2025 entschieden, dass eine kurz nach Vertragsschluss angebotene Verlängerung, die auf die ursprüngliche Mindestlaufzeit aufgeschlagen wird, die 24-Monats-Grenze nicht aushebeln darf (Az. III ZR 61/24).[18] Ändert der Anbieter später einseitig die Bedingungen, etwa durch eine Preiserhöhung, hast du ein Sonderkündigungsrecht innerhalb von drei Monaten nach der Mitteilung.[2]
Wechsel: höchstens ein Arbeitstag ohne Anschluss
Beim Anbieterwechsel steuert der neue Anbieter den Ablauf, der alte muss die Leistung bis zum Abschluss aufrechterhalten. Die Unterbrechung darf höchstens einen Arbeitstag dauern. Dauert sie länger, kannst du für jeden weiteren Tag 10 Euro oder 20 Prozent des Monatsentgelts verlangen, je nachdem, welcher Betrag höher ist. Deine Rufnummer kannst du noch bis zu einen Monat nach Vertragsende mitnehmen, direkte Gebühren dafür sind nicht erlaubt.[3] Die Verbraucherzentrale empfiehlt, den neuen Anbieter mit der Kündigung zu beauftragen und einige Wochen Puffer vor Ablauf der Kündigungsfrist einzuplanen.[17] Die Details mit Fristen und Musterablauf findest du in unserem Ratgeber Internet-Tarif wechseln: Ablauf, Fristen und Rufnummernmitnahme.
Auf der Rechnung stehen Ende der Mindestlaufzeit und letzter Kündigungstag. Notiere beides.
Verfügbarkeitscheck bei zwei bis vier Anbietern machen und die angebotene Stufe notieren.
Angebote mit dem Rechner über 24 Monate vergleichen, Gutschriften getrennt bewerten.
Produktinformationsblatt und Vertragszusammenfassung als PDF speichern.
Neuen Anbieter Kündigung und Rufnummernmitnahme übernehmen lassen, Namen exakt wie beim Altvertrag angeben.
Einen Termin rund zwei Monate vor Ende der neuen Mindestlaufzeit eintragen und dann neu vergleichen.
Starlink · Deutschland
Starlink Residential: Internet über Satellit, auch ohne Glasfaser
Wenn die Adressprüfung nur 16 MBit/s oder gar kein brauchbares DSL ausspuckt, ist Satelliten-Internet eine Alternative ohne Telefonleitung. Laut starlink.com kostet Privathaushalt 100 Mbit/s 35 €, 200 Mbit/s 55 € und Max 75 € im Monat, ohne Mindestlaufzeit; im Bestellprozess gab es am 3. November 2026 ein Rental-Kit für 0 €, fällig waren 19 € Versand.[19] Über unseren Empfehlungslink erhältst du nach zwei Abo-Monaten (mindestens 60 Tage) 90 € in bar oder als Serviceguthaben, unsere Redaktion erhält denselben Betrag (Stand 3.11.2026, Bedingungen prüfen).

Starlink mit Empfehlungsprämie bestellen
Empfehlungslink: Bestellst du darüber, erhält auch unsere Redaktion eine Prämie. Bedingungen und Details: Starlink-Prämie erklärt.
Ob Satellit an deinem Standort sinnvoll ist, hängt von freier Sicht zum Himmel und deinem Nutzungsprofil ab. Die Starlink-Verfügbarkeitskarte zeigt, wo neue Kunden aufgenommen werden, und unser Erfahrungsbericht zu Starlink mit Speed und Latenz ordnet ein, was im Alltag ankommt.
Welcher Tarif unter welchen Voraussetzungen passt
Einen Testsieger gibt es in diesem DSL Vergleich nicht, wohl aber klare Muster je nach Ausgangslage. Die folgenden Einordnungen beruhen auf den Anbieterangaben vom 3. November 2026 und unserer Rechnung über 24 Monate. Sie gelten nur, wenn der jeweilige Tarif an deiner Adresse verfügbar ist.
In unserer Rechnung lag o2 in den Klassen 50, 100 und 250 vorn, weil der Aktionspreis ein volles Jahr gilt und der Anschluss nur 9,99 Euro kostet. Routermiete kommt hinzu, wenn du kein eigenes Gerät hast.
1&1 bewirbt derzeit einen inklusiven WLAN-Router. Mit dem Gratis-Start ist DSL 100 über 24 Monate günstiger als mit dem Dauerpreis, sofern du nach der Laufzeit neu verhandelst.
Vodafone wirbt ausdrücklich damit, dass der Tarifpreis mit eigenem Router gilt. Neun Aktionsmonate senken den Effektivpreis für 100 MBit/s auf 37,70 Euro.
Die Telekom ist in der Rechnung am teuersten und gleicht das mit kurzen Aktionsphasen, 100 Euro Routergutschrift und ihrem Serviceversprechen aus. Wer dort ohnehin Kunde ist, sollte nach Kombivorteilen fragen.
Für Wenignutzer mit E-Mail, Streaming in HD und gelegentlichen Videocalls reicht oft die 50er-Klasse. Hier kommt o2 Home S auf 669,75 Euro in 24 Monaten, Vodafone GigaZuhause 50 DSL auf 769,75 Euro und die Telekom mit MagentaZuhause M auf 973,80 Euro vor Abzug der Routergutschrift. Familien mit mehreren Streams und Homeoffice sind mit 100 MBit/s gut bedient. Die 250er-Stufe lohnt sich, wenn mehrere Personen gleichzeitig große Downloads, Spiele-Updates und 4K-Streams nutzen und Supervectoring an der Adresse verfügbar ist. Der Upload bleibt dabei bei 40 MBit/s, auch für Content-Creator ist der Sprung von 100 auf 250 also kein Upload-Gewinn.
- Fast flächendeckend verfügbar, auch auf dem Land
- Stabile Leitung ohne geteiltes Segment wie beim Kabel
- Freie Anbieterwahl an derselben Leitung
- Eigener Router möglich, Wechsel ohne Technikerbesuch
- Maximal 250 MBit/s Download und 40 MBit/s Upload
- Bandbreite sinkt mit der Leitungslänge zum Verteiler
- Aktionspreise enden, Regelpreise liegen oft über 40 Euro
- Glasfaser-Ausbau macht DSL langfristig zur Übergangslösung
Alternativen, wenn DSL nicht passt
Liegt Glasfaser im Haus, ist DSL meist nicht mehr die erste Wahl. Für den direkten Technikvergleich mit Satellit lohnt unser Beitrag Starlink, Glasfaser oder DSL im Vergleich. Wo nur eine dünne Kupferleitung ankommt, kann ein Mobilfunkrouter helfen; worauf es bei Empfang und Tarif ankommt, steht in 5G-Router als Festnetzersatz. Wer in Funklöchern wohnt, findet im Überblick Internet über Satellit im Vergleich die Optionen jenseits von Starlink.

Typische Fehler beim DSL-Vergleich
Der häufigste Fehler ist, den Aktionspreis für den Tarifpreis zu halten. Ein Angebot für 0 Euro in den ersten sechs Monaten kostet über 24 Monate trotzdem mehrere Hundert Euro. Fünf weitere Fallen begegnen dir regelmäßig:
50 MBit/s mit 20 MBit/s Upload gegen 100 MBit/s mit 40 MBit/s Upload zu vergleichen, verzerrt das Ergebnis. Erst die Klasse festlegen, dann den Preis.
Bis zu 8 Euro Miete im Monat summieren sich in 24 Monaten auf fast 200 Euro. Das kann die Rangfolge der Anbieter drehen.
Abgelaufene oder an Bedingungen geknüpfte Gutschriften gehören nicht in die Gesamtkosten. Im Rechner lassen sie sich getrennt ein- und ausschalten.
Nach 24 Monaten gilt der Regelpreis weiter. Wer nicht neu verhandelt oder wechselt, zahlt dauerhaft den höchsten Preis.
Ohne die Mindestwerte aus dem Produktinformationsblatt lässt sich eine zu langsame Leitung kaum belegen.
Der vierte Punkt kostet über die Jahre am meisten Geld. Frag vor dem Laufzeitende beim bisherigen Anbieter nach den aktuellen Konditionen für deine Klasse; ob er dir beim Preis entgegenkommt, ist allerdings Verhandlungssache. Wie eine bewusste Wechselstrategie über mehrere Jahre aussehen kann, zeigt unser Beitrag zum regelmäßigen Wechsel des Stromanbieters; beim Internet ist der Rhythmus wegen der Laufzeit eher zwei Jahre.
Häufige Fragen
Welcher DSL-Anbieter ist am günstigsten?
In unserer Rechnung vom 3. November 2026 hatte o2 in den Klassen 50, 100 und 250 MBit/s die niedrigsten Gesamtkosten über 24 Monate, ohne Routermiete. Das gilt nur, wenn der Tarif an deiner Adresse verfügbar ist, und kann sich mit jeder Aktion ändern. Rechne deshalb das konkrete Angebot mit dem Gesamtkostenrechner nach.
Warum ist der „ab“-Preis nicht der Durchschnittspreis?
Der „ab“-Preis gilt nur in den Aktionsmonaten, danach zahlst du den Regelpreis. Der Durchschnittspreis verteilt alle Kosten der Mindestlaufzeit, also Aktionsmonate, Regelmonate, Anschluss und Versand, gleichmäßig auf 24 Monate. Bei der Telekom liegt zwischen 9,95 Euro Startpreis und rund 45 Euro Effektivpreis für MagentaZuhause L ein Unterschied von 35 Euro.
Sind Router und Anschlussgebühr im DSL-Preis enthalten?
Meist nicht. Vodafone verlangte am Prüftag 49,99 Euro Anschluss, o2 9,99 Euro, bei der Telekom lag der Bereitstellungspreis im Wechselfall laut Bestellstrecke bei 0 Euro. Router kosten bei o2, Vodafone und der Telekom Miete oder einen Kaufpreis, 1&1 nennt einen WLAN-Router inklusive. Maßgeblich ist der Warenkorb vor der Bestellung.
Kann ich einen DSL-Tarif ohne Adressprüfung buchen?
Nein. DSL ist an die Leitung zu deiner Adresse gebunden, deshalb prüft jeder Anbieter vor der Bestellung, welche Bandbreite möglich ist. Die Prüfung ist kostenlos und unverbindlich, die tatsächlich geschaltete Geschwindigkeit steht aber erst nach der Freischaltung fest.
Ist jeder o2-Home-Tarif ein DSL-Anschluss?
Nein. o2 vermarktet unter „o2 Home“ DSL, Kabel, Glasfaser und den HomeSpot über Mobilfunk. Die DSL-Tarife heißen derzeit o2 Home S, M und L mit 50, 100 und 250 MBit/s. Achte im Bestellprozess und im Produktinformationsblatt darauf, dass DSL als Technik genannt wird.
Darf ich meinen eigenen Router verwenden?
Ja. Nach § 73 TKG dürfen Anbieter dir keinen Router vorschreiben und müssen dir die Zugangsdaten kostenlos und unaufgefordert in Textform geben. Für DSL brauchst du ein Gerät mit VDSL-Modem, etwa eine FRITZ!Box 7590 AX oder einen Speedport der Telekom.
Wie lange darf ein DSL-Vertrag laufen?
Höchstens 24 Monate am Anfang. Danach kannst du jederzeit mit einer Frist von einem Monat kündigen. Jeder Anbieter muss dir zusätzlich einen Vertrag mit maximal zwölf Monaten Laufzeit anbieten, der allerdings teurer sein kann.
Was mache ich, wenn mein DSL langsamer ist als versprochen?
Miss mit der Desktop-App der Breitbandmessung der Bundesnetzagentur: 30 Messungen an drei Tagen innerhalb von 14 Tagen. Zeigt das Protokoll eine erhebliche Abweichung, kannst du das Entgelt mindern oder außerordentlich kündigen, wenn der Anbieter nicht abhilft.
Wie lange bin ich beim Anbieterwechsel offline?
Höchstens einen Arbeitstag. Dauert die Unterbrechung länger, steht dir für jeden weiteren Tag eine Entschädigung von 10 Euro oder 20 Prozent des Monatsentgelts zu, je nachdem, was höher ist. Beauftrage den neuen Anbieter rechtzeitig mit der Kündigung.
Lohnt sich 250 MBit/s statt 100 MBit/s?
Nur bei vielen parallelen Nutzern mit großen Downloads. Der Upload bleibt bei allen vier Anbietern bei 40 MBit/s, und 250 MBit/s setzen Supervectoring an deiner Adresse voraus. Über 24 Monate kostet die höhere Stufe je nach Anbieter rund 75 bis 150 Euro mehr.
Fazit: Erst die Klasse, dann die Summe
Der beste DSL-Tarif ist der, der an deiner Adresse verfügbar ist und über 24 Monate am wenigsten kostet, inklusive Router und Anschluss. Am 3. November 2026 lag o2 in dieser Rechnung vorn, 1&1 punktet mit Router ohne Aufpreis, Vodafone mit langer Aktionsphase bei eigenem Router, die Telekom mit eigenem Netz zu höherem Preis. Prüfe Upload und Produktinformationsblatt und trage dir das Laufzeitende ein, denn danach zahlt sich ein neuer Vergleich fast immer aus.
TransparenzQuellen und Datenbasis23 Einträge
Recherche- und Artikelstand: 3. November 2026. Die Ziffern im Text führen zu den Belegen. Herstellerangaben sind als Herstellerquelle, Anbieterseiten als Anbieterquelle, Händlerseiten als Marktquelle gekennzeichnet. Gesamtkosten und Effektivpreise sind eigene Berechnungen aus diesen Angaben.
- § 56 TKG – Vertragslaufzeit, Kündigung nach Ablauf (Gesetz)
https://www.gesetze-im-internet.de/tkg_2021/__56.html ↩ Zum Text - § 57 TKG – Vertragsänderung, Minderung und außerordentliche Kündigung (Gesetz)
https://www.gesetze-im-internet.de/tkg_2021/__57.html ↩ Zum Text - § 59 TKG – Anbieterwechsel und Rufnummernmitnahme (Gesetz)
https://www.gesetze-im-internet.de/tkg_2021/__59.html ↩ Zum Text - § 73 TKG – Anschluss von Telekommunikationsendeinrichtungen, Routerfreiheit (Gesetz)
https://www.gesetze-im-internet.de/tkg_2021/__73.html ↩ Zum Text - § 1 TK-Transparenzverordnung – Produktinformationsblatt (Verordnung)
https://www.gesetze-im-internet.de/tktransparenzv/__1.html ↩ Zum Text - § 4 TK-Transparenzverordnung – Angaben zu Laufzeit und Kündigung auf der Rechnung (Verordnung)
https://www.gesetze-im-internet.de/tktransparenzv/__4.html ↩ Zum Text - Bundesnetzagentur: Internetgeschwindigkeit im Festnetz, Minderung und Messung (Behörde)
https://www.bundesnetzagentur.de/DE/Vportal/TK/InternetTelefon/Internetgeschwindigkeit/start.html ↩ Zum Text - Gigabit-Grundbuch: Breitbandatlas des Bundes (Behörde)
https://gigabitgrundbuch.bund.de/GIGA/DE/Breitbandatlas/start.html ↩ Zum Text - Telekom: Internet-Tarife MagentaZuhause, Tarifseite und Bestellstrecke, abgerufen am 03.11.2026 (Anbieterquelle)
https://www.telekom.de/shop/tarife/internet-tarife ↩ Zum Text - Telekom: WLAN und Router, Geräte-Shop (Anbieter)
https://www.telekom.de/zuhause/geraete-und-zubehoer/wlan-und-router ↩ Zum Text - Telekom: Speedport Smart 4, Produktseite im Shop (Anbieter)
https://www.telekom.de/shop/wlan-und-router/telekom/speedport-smart-4-mit-magenta-zuhause-app/speedport ↩ Zum Text - Vodafone: DSL-Anschluss, GigaZuhause DSL (Anbieter)
https://www.vodafone.de/festnetz/internetanschluss/dsl-anschluss.html ↩ Zum Text - 1&1: DSL-Tarife (Anbieter)
https://dsl.1und1.de/dsl-tarife ↩ Zum Text - 1&1: DSL-Startseite mit Aktionshinweisen (Anbieter)
https://dsl.1und1.de/ ↩ Zum Text - o2: DSL-Tarife o2 Home (Anbieter)
https://www.o2online.de/internet-festnetz/dsl-tarife/ ↩ Zum Text - FRITZ!: FRITZ!Box 7590 AX, technische Details (Hersteller)
https://en.fritz.com/products/fritzbox/fritzbox-7590-ax/details ↩ Zum Text - Verbraucherzentrale: Telefon- oder Internetanbieterwechsel, höchstens ein Tag ohne Leitung (Verbraucherschutz)
https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/digitale-welt/mobilfunk-und-festnetz/telefon-oder-internetanbieterwechsel-hoechstens-ein-tag-ohne-leitung-11248 ↩ Zum Text - Stiftung Warentest: BGH verbietet Laufzeit-Tricks bei Telekommunikationsverträgen (Fachmedium)
https://www.test.de/Telekommunikationsvertraege-Gericht-verbietet-Laufzeit-Tricks-6235003-0/ ↩ Zum Text - Starlink – Privathaushalt-Tarife, Bestellprozess mit Rental-Kit, Servicebedingungen Deutschland und Empfehlungsprogramm, abgerufen am 03.11.2026 (Anbieterquelle)
https://starlink.com/de/residential · https://starlink.com/legal/documents/DOC-1041-35650-61?regionCode=DE · https://starlink.com/legal/documents/DOC-1882-84808-83?regionCode=DE ↩ Zum Text - teltarif.de: Tarifdatenbank 1&1 DSL 50 (Fachmedium)
https://www.teltarif.de/a/1und1/dsl-50.html ↩ Zum Text - expert: Telekom Speedport Smart 4 R2, Produktseite (Händler, Marktquelle)
https://www.expert-technomarkt.de/Router/T-Mobile-Speedport-Smart-4-R2-WiFi-6-Router-Dual-Band-2,4-GHz/5-GHz-800-Mbit/s-Schwarz.17550038805.html ↩ Zum Text - Vodafone – Preisliste DSL, GigaCube, LTE & Glasfaser Pakete für Privatkund:innen (InfoDok 120), gültig ab 26.10.2026 (Anbieterquelle)
https://www.vodafone.de/infofaxe/120.pdf ↩ Zum Text - Amazon.de: Telekom Router Speedport 7, Produktseite und Kundenrezensionen (ASIN B0FXY1ZTMY), abgerufen am 03.11.2026 (Händler, Marktquelle)
https://www.amazon.de/Telekom-Telekom-Anschluss-Glasfaser-Modem-Mesh-Technologie-integriert/dp/B0FXY1ZTMY ↩ Zum Text
Hinweis: Dieser Beitrag bietet allgemeine Informationen und ersetzt keine individuelle Rechts- oder Finanzberatung. Alle Preise und Bedingungen stammen von den Anbieterseiten am 3. November 2026, können sich jederzeit ändern und gelten nur bei Verfügbarkeit an deiner Adresse. Verbindlich sind allein Angebot, Produktinformationsblatt und Vertragszusammenfassung des Anbieters. Die Gesamtkosten sind eigene Berechnungen ohne Gewähr; wir geben keine Garantie, dass ein bestimmter Anbieter für dich am günstigsten ist.
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