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DJI Mic Mini 2S im Test: 32-Bit-Float, interne Aufnahme und 4-Sender-System

DJI Mic Mini 2S im Test: 32-Bit-Float, interne Aufnahme und 4-Sender-System https://www.drohnen.de/wp-content/uploads/2026/08/dji-mic-mini-2s-test-header.jpg DJI Mic Mini 2S im Test: 32-Bit-Float, interne Aufnahme und 4-Sender-System Chris Westphal 4. August 2026 4.71

DJI Mic Mini 2S

Audioqualität - 94%
Reichweite - 92%
Akkulaufzeit & Laden - 95%
Komfort & Bedienung - 94%
Preis-Leistungs-Verhältnis - 96%
94%

Gesamt

Fazit: Das DJI Mic Mini 2S verbindet einen nur rund 12 Gramm leichten Sender mit 14,5 GB internem Speicher, 24-Bit- beziehungsweise 32-Bit-Float-Aufzeichnung, zweistufiger KI-Geräuschunterdrückung und einem ausbaufähigen System für bis zu vier Sender. Bis zu 11 Stunden Senderlaufzeit, OsmoAudio, Schnellladen und sinnvoll abgestufte Sets machen es zu einem besonders starken Funkmikrofon für Vlogs, Interviews und mobile Produktionen.

DJI Mic Mini 2S im Test: 32-Bit-Float, interne Aufnahme, KI-Geräuschunterdrückung und 4-Sender-System

Wie viel Sicherheit kann ein Funkmikrofon bieten, das am Kragen kaum auffällt und trotzdem einen kompletten Mehrpersonen-Workflow abdecken will? Genau diese Frage beantwortet das neue DJI Mic Mini 2S. Der nur rund 12 Gramm leichte Sender ergänzt die kompakte Mini-Serie um eine interne Aufnahme mit wahlweise 24 Bit oder 32-Bit-Float, etwa 14,5 GB integrierten Speicher, eine überarbeitete zweistufige KI-Geräuschunterdrückung, drei Stimmklang-Voreinstellungen, adaptive Pegelautomatik und eine Reichweite von laut DJI bis zu 400 Metern. Gleichzeitig wächst das System bei Bedarf von einem einzelnen Sender bis zu vier Sendern an einem Empfänger.

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Das ist mehr als eine kleine Modellpflege. Der bisherige Mini-Gedanke – möglichst leicht, schnell und unkompliziert – bleibt erhalten, bekommt aber genau die Absicherung, die bei Interviews, Hochzeiten, Reportagen, Livestreams und einmaligen Momenten bisher gefehlt hat: Jeder Sender kann den Ton lokal mitschneiden. Ist die interne Aufnahme gestartet oder automatisch konfiguriert, liegt der Ton bei einem Funkabbruch weiterhin direkt am Sprecher vor; bei kritisch niedrigem Empfängerakku kann DJI sie automatisch starten. Wer bereits einen DJI Mic Mini kennt, versteht sofort, warum dieser Schritt wichtig ist. Wer dagegen zwischen Mini-System und Profi-Lösung schwankt, findet im DJI Mic 3 Test die passende Gegenposition mit Touchscreen-Empfänger, Timecode und noch umfangreicherem Produktions-Workflow.

Unser Testbericht ordnet deshalb nicht nur die Schlagworte ein. Wir gehen auf Klangdaten, 32-Bit-Float, Dateiverwaltung, wahlweise originale oder bearbeitete interne Spuren, Mono, Stereo und Quadraphonic, Smartphone- und Kameraanschluss, OsmoAudio, App-Funktionen, Reichweite, Akkulaufzeit, Ladeschalen, Lieferumfang, Kompatibilität, Grenzen und alle vier angebotenen Varianten ein. Das Ergebnis ist ein erstaunlich erwachsenes Mini-Mikrofon – allerdings nicht ohne wichtige Details, die man vor dem Kauf kennen sollte.

Daten- und Preisstand: 4. August 2026. Die technischen Werte stammen aus den offiziellen DJI-Spezifikationen, dem Benutzerhandbuch, den Produkt-FAQ und dem DJI-Produktvergleich. Reichweiten, Laufzeiten und Ladezeiten sind Herstellerangaben unter definierten Testbedingungen und können im Alltag abweichen.

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Das Wichtigste zum DJI Mic Mini 2S auf einen Blick

  • Interne Sicherheitsaufnahme: rund 14,5 GB Speicher pro Sender; Kapazität für etwa 28 Stunden bei 24 Bit oder 22 Stunden bei 32-Bit-Float.
  • 32-Bit-Float: deutlich mehr Reserve bei stark wechselnden Pegeln, allerdings nur für die interne Aufnahme und standardmäßig deaktiviert.
  • Sehr leicht: etwa 12 g pro Sender inklusive magnetischer Frontabdeckung, aber ohne Magnetclip und Magnet.
  • Vier Sender: Der Mini-2S-Empfänger kann gleichzeitig bis zu vier Sender aus den Reihen Mic Mini, Mic Mini 2 und Mic Mini 2S verwalten.
  • Drei Kanalmodi: Mono, Stereo und Quadraphonic; echte vier getrennte Ausgänge setzen kompatible Hardware beziehungsweise Software voraus.
  • KI-Geräuschunterdrückung: Basis und Stark, ergänzt um die Stimmprofile Regulär, Kräftig und Hell.
  • Adaptive Verstärkung: Anti-Clipping für Pegelspitzen und Lautstärkebalance für wechselnde Sprecherlautstärken.
  • Klangdaten: omnidirektional, 48 kHz, 20 Hz bis 20 kHz, 72 dB Signal-Rausch-Abstand und bis zu 126 dB SPL bei 1 % THD.
  • Reichweite: laut DJI bis zu 400 m mit dem normalen Empfänger, bis zu 300 m mit dem Handy-Empfänger – jeweils unter Idealbedingungen.
  • Ausdauer: bis zu 11 Stunden pro Sender, 10 Stunden beim Empfänger und rund 40 Stunden Gesamtbetrieb mit der großen Ladeschale.
  • Direktverbindung: Bluetooth zum Smartphone und OsmoAudio zu kompatiblen DJI-Kameras funktionieren ohne Empfänger.
  • Vier Varianten: Einzel-Sender ab 69,00 € UVP, Solo-Sets ab 99,00 € UVP und 2TX-Komplettset für 189,00 € UVP.

Inhaltsverzeichnis – DJI Mic Mini 2S im Test

  • Konzept, Positionierung und Testeinordnung
  • Design, Gewicht und Befestigung
  • Audioqualität und technische Klangdaten
  • Interne Aufnahme und 32-Bit-Float
  • KI-Geräuschunterdrückung, Klangprofile und Adaptive Gain
  • Empfänger, Kanalmodi und Vierkanal-Ausgang
  • Kamera, Smartphone, Computer und OsmoAudio
  • Reichweite, Funkstabilität und Grenzen
  • Akku, Schnellladen und Ladeschalen
  • Bedienung, Kopplung, DJI Mimo und Firmware
  • Dateiexport, Passwortschutz und Loop-Aufnahme
  • Varianten und vollständiger Lieferumfang
  • Vergleich mit Mic Mini 2, Mic Mini und Mic 3
  • Einsatzbereiche und empfohlene Einstellungen
  • Stärken, Schwächen und ehrliche Kaufberatung
  • Magnete, Temperaturen und Sicherheitshinweise
  • Ausführliches FAQ
  • Fazit und Kaufempfehlung
  • Alle technischen Daten

DJI Mic Mini 2S im Überblick – ein Mini-System mit ernsthafter Backup-Strategie

Der Name klingt zunächst nach einem kleinen Zwischenschritt, doch funktional sitzt das DJI Mic Mini 2S an einer sehr interessanten Stelle. Es bleibt deutlich kompakter und günstiger als ein klassisches Profi-Funksystem, übernimmt aber mehrere Funktionen, die bislang eher oberhalb der Mini-Klasse zu finden waren. Der Sender speichert den Ton intern, beherrscht 32-Bit-Float, lässt sich gegen unbefugten Dateizugriff schützen und kann wahlweise eine unbearbeitete Originaldatei oder eine bereits algorithmisch optimierte Datei sichern. Der Empfänger wächst von zwei auf vier Sender und bietet neben Mono und Stereo einen echten Quadraphonic-Modus.

Der entscheidende Punkt ist nicht eine einzelne Maximalzahl, sondern die Kombination: kleines Ansteckmikrofon, lange Laufzeit, aktivierbare lokale Sicherheitskopie und ein ausbaufähiges Ökosystem. Ein Solo-Creator kann mit einem Sender am Smartphone beginnen. Später lassen sich ein normaler Empfänger, weitere Sender oder der universelle Handy-Empfänger ergänzen. Vorhandene Mic-Mini- und Mic-Mini-2-Sender können – aktuelle Firmware und konkrete Kompatibilität vorausgesetzt – in ein gemischtes Vier-Sender-Setup eingebunden werden. Das senkt die Einstiegshürde und macht bestehendes Zubehör nicht sofort wertlos.

Gleichzeitig ersetzt das Mic Mini 2S nicht automatisch ein Mic 3. Es gibt keinen Touchscreen am Empfänger, keinen Timecode und am Sender keinen separaten 3,5-mm-Lavalier-Eingang. Auch die interne Aufnahme speichert nicht gleichzeitig eine rohe und eine bearbeitete Datei: Man entscheidet sich für Original oder Edit. Wer diese Grenzen akzeptiert, erhält ein sehr konzentriertes System, das sich auf die Dinge fokussiert, die bei mobilen Aufnahmen am häufigsten schiefgehen – Pegel, Funkabbrüche, Umgebungsgeräusche und leere Akkus.

DJI Mic Mini 2S im Video: 32-Bit-Float, KI-Geräuschunterdrückung und Vier-Sender-System

Im offiziellen Produktvideo „Meet DJI Mic Mini 2S – Capture Every Detail“ zeigt DJI die wichtigsten Neuerungen des kompakten Funkmikrofons in verschiedenen Aufnahmesituationen. Im Mittelpunkt stehen die interne 32-Bit-Float-Aufzeichnung, die überarbeitete zweistufige KI-Geräuschunterdrückung, der erweiterbare Mehrpersonen-Workflow und die direkte Verbindung mit kompatiblen DJI-Kameras über OsmoAudio.

Der rund 1:42 Minuten lange Clip führt vom lauten Motorsport-Umfeld über kreative Detailaufnahmen bis zu mobilen Produktionen mit mehreren Personen. DJI will damit vor allem zeigen, dass sich der nur rund zwölf Gramm leichte Sender nicht mehr ausschließlich als besonders kompaktes Ansteckmikrofon versteht. Durch die lokale Tonaufzeichnung im Sender erhält das Mic Mini 2S eine zusätzliche Sicherheitsebene für Interviews, Reportagen, Vlogs und andere Aufnahmen, die sich nicht ohne Weiteres wiederholen lassen.

  • Interne Aufzeichnung wahlweise mit 24 Bit oder 32-Bit-Float
  • Speicherkapazität für bis zu 28 Stunden interne Tonaufnahmen
  • Zweistufige KI-Geräuschunterdrückung für unterschiedlich laute Umgebungen
  • Drei Stimmklang-Voreinstellungen für verschiedene Sprecher und Anwendungen
  • Bis zu vier Sender gleichzeitig an einem kompatiblen Empfänger
  • Serienübergreifende Verbindung mit ausgewählten Mic-Mini-Modellen
  • Direkte OsmoAudio-Verbindung ohne separaten Empfänger
  • Kompakte Ladeschale und Schnellladefunktion für mobile Einsätze

Design und Tragekomfort – 12 Gramm, die am Kragen kaum stören

Mit 28,58 × 28,04 × 13,52 mm ist der Sender fast quadratisch und deutlich kleiner als klassische Funkstrecken. Das Gewicht von rund 12 g umfasst die magnetische Frontabdeckung, aber nicht Magnetclip und separaten Magneten. Gegenüber dem Mic Mini 2 ist der Sender damit ungefähr ein Gramm schwerer; im Alltag bleibt das ein sehr leichter Wert. Dünne T-Shirts, Blusen und Hemdkragen werden weniger nach unten gezogen als von größeren Sendern. Gerade bei längeren Interviews oder unauffälligem Social-Content ist das wichtiger als es auf dem Datenblatt wirkt.

Die austauschbare Frontabdeckung ist mehr als Dekoration. DJI liefert je nach Set Abdeckungen in Obsidianschwarz und Glanzweiß, beim großen 2TX-Paket zusätzlich ein mehrfarbiges Set. Dadurch lässt sich der sichtbare Sender besser an Kleidung und Bildstil anpassen. Weitere farbige oder illustrierte Fronten sind als Zubehör vorgesehen. Das Mikrofon bleibt sichtbar, wirkt aber weniger wie ein technischer Fremdkörper.

DJI Mic Mini 2S Sender mit farbigen Frontabdeckungen und geöffneter Ladeschale

Mit austauschbaren Frontabdeckungen in mehreren Farben und der kompakten Ladeschale lässt sich das DJI Mic Mini 2S unauffällig tragen und ordentlich verstauen.

Magnetclip, Magnet und vier Befestigungsrichtungen

Der Magnetclip kann in vier Richtungen angesetzt werden: oben, unten, links oder rechts. Das hilft, die Mikrofonöffnung sinnvoll auszurichten und den Sender an Kragen, Revers oder Hutkrempe zu befestigen. Bei weichem Stoff lässt sich der Sender mit dem separaten Magneten auch mittig auf der Kleidung platzieren, ohne dass ein Clip die Kante nach außen zieht. Ein eingebauter Magnet erlaubt zusätzlich die Befestigung an geeigneten Metallflächen – etwa für eine stationäre Sprachaufnahme, wenn kein Stativ zur Hand ist.

DJI gibt die Magnetkraft mit 10 N an und beschreibt, dass Magnetclip beziehungsweise Magnet unter Testbedingungen einen Eisenblock von bis zu 1 kg anziehen können. Das klingt kräftig, ist aber kein Freibrief für jede Kleidung. Bei dicken Pullovern oder Daunenjacken kann der Abstand zwischen den Magnetteilen zu groß werden; bei Sprint, Sprung oder anderen intensiven Bewegungen steigt das Verlustrisiko. Für Sport ist ein sauber sitzender Clip oft die bessere Wahl.

Der Windschutz wird auf die Oberseite des Senders gesetzt und sollte draußen nicht erst bei Sturm montiert werden. Schon leichter Seitenwind, schnelle Gehbewegungen oder ein offenes Autofenster können tieffrequente Luftgeräusche verursachen. Wichtig ist außerdem, den Sender so zu platzieren, dass weder Bart noch Schmuck, Reißverschluss oder Stoff direkt über die Mikrofonöffnung streichen. Gegen solche mechanischen Kontaktgeräusche kann auch die beste KI-Geräuschunterdrückung nur begrenzt helfen.

Hand hält einen weißen DJI Mic Mini 2S Sender mit grauem Windschutz vor der geöffneten Ladeschale

Der aufgesteckte Windschutz reduziert störenden Luftzug; für Außenaufnahmen sollte er bereits bei leichtem Wind verwendet werden.

Wichtiger Hinweis zu den Magneten

Magnet und Magnetclip sollten von Bankkarten, Herzschrittmachern, RAM-Modulen, Festplatten und anderen magnetempfindlichen Gegenständen ferngehalten werden. Bei medizinischen Implantaten sind die Hinweise des jeweiligen Herstellers maßgeblich. An dicker Kleidung und bei intensiver Bewegung muss die Verbindung besonders sorgfältig geprüft werden.

Audioqualität – was 48 kHz, 72 dB SNR und 126 dB SPL wirklich bedeuten

Das DJI Mic Mini 2S arbeitet mit einer omnidirektionalen Mikrofonkapsel. Sie nimmt Schall aus allen Richtungen auf, weshalb der Sender nicht millimetergenau auf den Mund zeigen muss. Das macht die Anbringung unkompliziert und sorgt dafür, dass Kopfbewegungen weniger starke Klangsprünge verursachen. Gleichzeitig nimmt eine Kugelcharakteristik zwangsläufig mehr Raum, Verkehr, Publikum und Reflexionen mit als ein stark gerichtetes Mikrofon. Gute Positionierung bleibt deshalb die erste Stufe jeder Rauschreduzierung.

Der Frequenzgang reicht bei ausgeschaltetem Low-Cut von 20 Hz bis 20 kHz. Wird der Tiefenfilter aktiviert, beginnt er bei 100 Hz. Für Sprache ist das meist ein sinnvoller Bereich: Trittschall, Handling-Rumpeln, Klimaanlagen und tiefer Verkehrslärm werden reduziert, während die wesentlichen Sprachinformationen erhalten bleiben. Sehr tiefe Stimmen können mit aktivem Low-Cut allerdings etwas schlanker wirken. In ruhiger Umgebung lohnt sich daher ein kurzer Vergleich.

Die Mikrofonempfindlichkeit liegt bei -36 ± 1 dBV bei 1 kHz und 94 dB SPL, das äquivalente Eigenrauschen bei 22 dBA und der Signal-Rausch-Abstand bei 72 dB. Gegenüber dem Mic Mini 2 verbessert sich das Eigenrauschen laut DJI um 2 dBA und der SNR um 2 dB. Das ist kein spektakulärer Marketing-Sprung, aber genau die Art von Verbesserung, die bei leiser Sprache in einem ruhigen Raum mehr Reserve lässt.

Beim maximalen Schalldruck nennt DJI 126 dB SPL bei 1 % Gesamtverzerrung und 130 dB SPL bei 10 % THD. Die zweite Zahl sollte man nicht als sauberen Arbeitsbereich verstehen: 10 % Verzerrung sind deutlich hörbar. Aussagekräftiger ist die 126-dB-Angabe. Sie zeigt, dass die Kapsel auch laute Stimmen, Publikum oder dynamische Event-Situationen verkraften kann. 32-Bit-Float schützt dennoch nicht vor jeder Form von Übersteuerung. Wenn die physische Mikrofonkapsel selbst an ihre Grenze kommt oder direkt vom Wind getroffen wird, kann keine Nachbearbeitung das vollständig reparieren.

Audio-Merkmal DJI-Angabe Praxis-Einordnung
Richtcharakteristik Omnidirektional Unkomplizierte Ausrichtung, nimmt aber auch Raum und Umgebung mit auf.
Abtastrate 48 kHz Videostandard und passend für Kamera-, Smartphone- und Schnitt-Workflows.
Bittiefe 24 Bit / intern 32-Bit-Float 32-Bit-Float schafft Pegelreserve in der lokalen Senderdatei.
Frequenzgang 20 Hz bis 20 kHz; mit Low-Cut 100 Hz bis 20 kHz Voller Sprachbereich; Low-Cut reduziert Rumpeln und tieffrequenten Störschall.
Signal-Rausch-Abstand 72 dB Guter Wert für ein extrem kompaktes Anstecksystem.
Äquivalentes Rauschen 22 dBA Leichte Verbesserung gegenüber Mic Mini 2; Position und Vorverstärkung bleiben wichtig.
Maximaler SPL 126 dB bei 1 % THD; 130 dB bei 10 % THD Hohe Pegelfestigkeit, aber 130 dB ist bereits deutlich verzerrt.

Interne Aufnahme – das wichtigste Upgrade des DJI Mic Mini 2S

Der entscheidende Sicherheitsgewinn

14,5 GB Speicher und 32-Bit-Float direkt in jedem Sender

Jeder Mic-Mini-2S-Sender besitzt ungefähr 14,5 GB internen Speicher. Dessen Kapazität reicht laut DJI bei 24 Bit für etwa 28 Stunden Audiomaterial, im 32-Bit-Float-Modus für rund 22 Stunden. Das sind Speicherwerte, keine durchgehende Akkulaufzeit: Ohne Zwischenladen nennt DJI für den Sender etwa 11 Stunden. Eine externe Speicherkarte wird nicht unterstützt. Die lokale Aufnahme ist damit nicht nur ein kurzer Notfallpuffer, sondern kann – mit eingeplanten Ladepausen – einen kompletten Drehtag, mehrere Interviews oder eine längere Veranstaltung abdecken.

In der Praxis ist das der größte Unterschied zu einem reinen Funkmikrofon. Die Kamera- oder Smartphone-Spur bleibt bequem und direkt synchron zum Bild. Wenn die interne Aufnahme gestartet oder als Automatik konfiguriert ist, entsteht parallel eine zweite Aufnahme unmittelbar an der Schallquelle. Nur dann schützen die lokalen Dateien bei Funkstörungen, einem versehentlich gelösten Kabel oder einem erschöpften Empfänger. Sinkt der Akkustand des Empfängers kritisch ab, kann der Sender die interne Aufnahme laut DJI automatisch starten und so eine zusätzliche Absicherung schaffen.

DJI Mic Mini 2S Infografik zur internen 24-Bit- und 32-Bit-Float-Aufnahme mit 14,5 GB Speicher

Der rund 14,5 GB große Senderspeicher fasst laut DJI bis zu 28 Stunden 24-Bit-Audio oder rund 22 Stunden in 32-Bit-Float.

Was 32-Bit-Float kann – und was nicht

32-Bit-Float speichert einen enorm großen rechnerischen Dynamikbereich. Eine intern sehr leise oder sehr laute Aufnahme lässt sich in einer geeigneten Audiosoftware nachträglich weit anheben oder absenken, ohne dass die Datei so schnell an der digitalen Nullgrenze abschneidet wie ein klassischer Festkomma-Track. Bei spontanen Interviews, wechselnden Sprechern oder Events nimmt das viel Pegelstress aus dem Dreh.

Trotzdem ist 32-Bit-Float kein magischer Reparaturknopf. Es verhindert weder Stoffrascheln noch Winddruck, eine verdeckte Mikrofonöffnung oder die physische Überlastung der Kapsel. Auch ein bereits schlecht positioniertes Mikrofon klingt nach der Pegelkorrektur nicht automatisch nah und klar. Zudem ist die Funktion standardmäßig deaktiviert und muss in DJI Mimo eingeschaltet werden. Wer sich auf das Backup verlassen will, sollte vor dem ersten wichtigen Einsatz prüfen, ob interne Aufnahme, gewünschte Bittiefe und Loop-Aufnahme tatsächlich aktiv sind.

Originaldatei oder bearbeitete Datei – eine wichtige Entscheidung

Der Sender kann intern entweder eine Originaldatei oder eine bearbeitete Datei ablegen. Die Originaldatei endet im Dateinamen auf orig und enthält den möglichst unbehandelten Ton. Die bearbeitete Datei endet auf edit; auf sie können Stimmklang-Voreinstellung, Low-Cut, Geräuschunterdrückung und adaptive Verstärker-Regelung angewendet werden. Standardmäßig ist laut DJI die bearbeitete Variante ausgewählt.

Für aufwendige Nachbearbeitung ist die Originaldatei meist die sicherere Wahl, weil keine Rauschreduzierung oder Klangformung unwiderruflich eingerechnet wird. Für schnelle Social-Clips kann die bearbeitete Datei Zeit sparen. Wichtig: Das Mic Mini 2S legt nicht gleichzeitig beide Fassungen als Dualdatei an. Wer zwei interne Fassungen parallel benötigt, muss auf einen anderen Workflow beziehungsweise ein System mit Dualdatei-Aufnahme wie das Mic 3 ausweichen.

32-Bit-Float richtig einordnen

  • Die Funktion betrifft die interne Senderaufnahme, nicht automatisch jede an Kamera oder Smartphone ausgegebene Spur.
  • 32-Bit-Float ist ab Werk nicht aktiviert.
  • Die effektive Dynamik bleibt durch die physische Mikrofonkapsel begrenzt.
  • Der interne Speicher fasst pro Sender etwa 22 Stunden 32-Bit-Float oder 28 Stunden 24-Bit-Audio.
  • Gespeichert wird wahlweise Original oder algorithmisch bearbeitete Datei – nicht beides gleichzeitig.

KI-Geräuschunterdrückung, Stimmklang und Adaptive Gain – sinnvoll, aber gezielt einsetzen

DJI bewirbt eine neue, KI-gestützte Geräuschunterdrückung mit zwei Intensitäten. Die Stufe Basis eignet sich für ruhige Innenräume, in denen Klimaanlage, Lüfter oder leichter Raumhall reduziert werden sollen, ohne die Stimme zu stark anzufassen. Stark zielt auf lautere Umgebungen wie Straße, Messe, Bahnhof oder Event. Je aggressiver die Bearbeitung arbeitet, desto größer ist allerdings das Risiko hörbarer Artefakte. Eine sauber platzierte Kapsel mit Windschutz bleibt deshalb wertvoller als jede nachgelagerte KI.

Wird der Sender allein oder mit dem normalen Mini-2S-Empfänger genutzt, lässt sich die Geräuschunterdrückung durch doppeltes Drücken der Einschalttaste ein- oder ausschalten; die Intensität wird in DJI Mimo gewählt. Beim Handy-Empfänger übernimmt ein eigener Schalter die Stufen O, L und H für Aus, Niedrig und Hoch. In dieser Konfiguration lässt sich die Rauschunterdrückung nicht wie gewohnt am Sender oder in der App schalten. Bei einer direkten OsmoAudio-Verbindung erfolgt die Einstellung über das Menü der kompatiblen DJI-Kamera.

DJI Mic Mini 2S Infografik zu KI-Geräuschunterdrückung, Stimmklang-Voreinstellungen und adaptiver Verstärkung

Drei Stimmprofile, eine zweistufige KI-Geräuschunterdrückung und Adaptive Gain können die Sprachaufnahme an unterschiedliche Drehumgebungen anpassen.

Drei Stimmklang-Voreinstellungen: Regulär, Kräftig und Hell

Die drei Klangprofile sind für Nutzer gedacht, die ohne detaillierten Equalizer schneller zu einem passenden Sprachcharakter kommen möchten. Regulär ist die neutrale Standardeinstellung. Kräftig gibt einer dünneren oder weiter entfernten Stimme mehr Körper. Hell hebt die Präsenz an und kann Sprache in einem dichten Mix verständlicher machen. Welches Profil passt, hängt stark von Stimme, Raum und Position ab. Gerade bei scharfen S-Lauten ist „Hell“ nicht automatisch die beste Wahl.

Wird intern die Originaldatei aufgezeichnet, bleiben diese Klangprofile aus der lokalen Datei heraus; das an den Empfänger übertragene Signal kann trotzdem entsprechend bearbeitet sein. Dadurch lässt sich eine schnelle Kamera-Spur produzieren, während im Sender eine neutralere Reserve für den Schnitt liegt.

Anti-Clipping und Lautstärkebalance

Die adaptive Verstärker-Regelung ist standardmäßig deaktiviert und bietet zwei Strategien. Anti-Clipping reagiert auf plötzliche Pegelspitzen und ist für Umgebungen mit starken Lautstärkesprüngen gedacht – zum Beispiel Motorsport, Sportveranstaltung oder lebhafte Reportage. Lautstärkebalance passt die Verstärkung dynamisch an zu leise oder zu laut eingehende Stimmen an und eignet sich für Interviews, Livestreams oder Studio-Situationen mit wechselndem Sprechabstand.

Automatik ist komfortabel, aber nicht unsichtbar. Bei stark schwankendem Hintergrund kann eine dynamische Pegelregelung hörbar „atmen“. Für eine kontrollierte Studioaufnahme mit konstantem Abstand ist eine sorgfältig eingestellte Verstärkung oft natürlicher. Bei direkter Verbindung zu bestimmten OsmoAudio-Geräten stehen die beiden Mic-Mini-2S-Modi nicht in derselben Form zur Verfügung; dort greift stattdessen der Übersteuerungsschutz des jeweiligen Aufnahmegeräts.

Unsere Grundeinstellung für wichtige Aufnahmen

Für maximale Reserve würden wir die interne 32-Bit-Float-Aufnahme als Originaldatei aktivieren, den Windschutz draußen grundsätzlich verwenden und die Kamera-Spur passend zum Einsatz bearbeiten lassen. So bleibt die schnelle Arbeitskopie komfortabel, während im Sender eine möglichst flexible Sicherheitsdatei liegt. Vor dem eigentlichen Termin gehören ein kurzer Sprachtest und die Kontrolle aller Status-LEDs trotzdem zum Pflichtprogramm.

Empfänger und Kanalmodi – von einer Stimme bis zu vier getrennten Spuren

DJI bietet für das Mic Mini 2S zwei sehr unterschiedliche Empfänger an. Der normale Mic-Mini-2S-Empfänger wiegt rund 19 g, besitzt einen eigenen Akku, einen 3,5-mm-Ausgang für Kameras, USB-C, einen Erweiterungsanschluss für Smartphone-Adapter, einen Drehregler und mehrere Status-LEDs. Der separate Empfänger für Mobilgeräte ist mit 6,5 g deutlich kleiner, wird direkt per USB-C angeschlossen und vom Smartphone oder einer externen Stromquelle versorgt. Beide lösen andere Aufgaben; sie sind nicht einfach zwei Gehäusevarianten derselben Hardware.

DJI Mic Mini 2S Infografik mit vier Sendern, einem Empfänger, Mehrpersonenaufnahme und OsmoAudio

Bis zu vier kompatible Mini-Sender an einem Standardempfänger und die OsmoAudio-Direktverbindung machen das System für Mehrpersonenproduktionen flexibel.

DJI Mic Mini 2S Empfänger

  • bis zu vier Mini-Sender gleichzeitig
  • Mono, Stereo und Quadraphonic
  • analoger 3,5-mm-Kameraausgang
  • digitale Ausgabe über USB-C, Handyadapter oder Sony-MI-Adapter
  • eigener Akku für bis zu 10 Stunden
  • Drehregler für den Ausgangspegel
  • kein klassischer Kopfhöreranschluss

DJI Mic Serie Empfänger für Mobilgeräte

  • bis zu zwei Sender gleichzeitig
  • breiter Mischbetrieb bis hin zu Mic 2 und Mic 3
  • direkter USB-C-Stecker und Lightning über Zusatzadapter
  • O/L/H-Schalter für die Geräuschunterdrückung
  • Monitoring über analoge USB-C-Kopfhörer oder Adapter
  • Durchschleifen externer Stromversorgung
  • kein analoger 3,5-mm-Kameraausgang

Mono, Stereo und Quadraphonic verständlich erklärt

Im Mono-Modus werden die Signale aller verbundenen Sender zu einem Kanal zusammengemischt. Das ist bequem, wenn der Ton ohne größere Nachbearbeitung direkt verwendet werden soll. In DJI Mimo lässt sich zusätzlich eine Sicherheitsspur aktivieren, die dasselbe Signal mit -6 dB aufzeichnet. Ein plötzlicher lauter Ruf landet dann auf der leiseren Spur oft noch ohne digitale Übersteuerung.

Im Stereo-Modus werden zwei Sender auf links und rechts verteilt. Bei mehr als zwei Sendern fasst der Empfänger TX1 und TX3 links sowie TX2 und TX4 rechts zusammen. Das schafft etwas Trennung, ersetzt bei vier Personen aber noch keine vier individuellen Spuren. Im Schnitt müssen die zusammengefassten Stimmen weiterhin gemeinsam bearbeitet werden.

Der Quadraphonic-Modus führt alle vier Sender separat. Das ist für Roundtables, Podcasts, Mehrpersonen-Interviews oder kleine Bühnenproduktionen die interessanteste Neuerung. Der Name allein garantiert den Vierkanal-Workflow jedoch nicht: Die Übertragung muss digital über den DJI Mic Serie Kameraadapter an eine kompatible Sony-Kamera oder per USB an unterstützte Computer-Software erfolgen.

Achtung: 3,5 mm bleibt auch im Q-Modus Stereo

Der analoge 3,5-mm-Ausgang überträgt keine vier unabhängigen Kanäle. Auch bei aktiviertem Quadraphonic werden dort TX1 und TX3 links sowie TX2 und TX4 rechts zusammengeführt. Für vier wirklich getrennte Spuren sind eine kompatible digitale Sony-MI-Verbindung oder freigegebene Computer-Software über USB erforderlich. Kameraadapter und weitere Sender sind je nach Set separat zu kaufen.

Bedienung ohne Display: schnell, aber zunächst erklärungsbedürftig

Der Standardempfänger verzichtet auf einen Touchscreen. Stattdessen zeigen Farben und Blinkmuster den Betriebszustand. Grün steht im Kanalbereich für Mono beziehungsweise Sicherheitsspur, Cyan für Stereo, Lila für Quadraphonic und Gelb für aktivierte Geräuschunterdrückung. Ein Doppeldruck auf die Kopplungstaste wechselt zwischen Mono und Stereo; der Q-Modus wird über DJI Mimo aktiviert. Das Einstellrad regelt den Ausgangspegel.

Nach kurzer Eingewöhnung ist das schnell. Bei einem selten genutzten System muss man die LED-Farben allerdings kennen oder nachschlagen. Genau hier bleibt ein Touchscreen-Empfänger wie beim Mic 3 komfortabler. Dafür ist der Mini-2S-Empfänger kleiner, leichter und weniger menülastig. Wer ohnehin über DJI Mimo konfiguriert und am Set nur Pegel sowie Status kontrolliert, dürfte mit dem reduzierten Konzept gut zurechtkommen.

Bei mehreren verbundenen Sendern kann die Einschalttaste am Empfänger die interne Aufnahme aller Sender gemeinsam starten oder stoppen. In DJI Mimo lässt sich außerdem ein automatisierter Aufnahmeablauf konfigurieren. Dadurch muss bei einem Vier-Personen-Setup nicht jeder Sender einzeln am Kragen bedient werden; die roten Aufnahme-LEDs sollten anschließend trotzdem kontrolliert werden.

Verbindungen im Detail – Kamera, Smartphone, Computer und OsmoAudio

Die Stärke des Mic Mini 2S liegt nicht nur im Mikrofon, sondern in den vielen Wegen zum Aufnahmegerät. Ein und derselbe Sender kann klassisch über den Systemempfänger funken, direkt per Bluetooth am Smartphone arbeiten oder ohne Empfänger eine OsmoAudio-Verbindung zu kompatiblen DJI-Kameras aufbauen. Diese Freiheit ist praktisch, bringt aber unterschiedliche Funktionsgrenzen mit. Vor einem wichtigen Dreh sollte deshalb nicht nur „verbunden“ geprüft werden, sondern auch: Welche App nimmt auf? Wie viele Sender sind aktiv? Wird die interne Datei gestartet? Welcher Kanalmodus liegt am Zielgerät an?

DJI Mic Mini 2S System mit Kamera, Smartphone, Tablet, Laptop und geöffneter Ladeschale

Je nach Aufnahmegerät arbeitet das Mic Mini 2S mit Systemempfänger, Mobilgeräte-Empfänger, USB oder OsmoAudio – von der Kamera bis zum Computer.

Mit Systemkamera: analoges 3,5-mm-Kabel oder digitaler Sony-MI-Adapter

Für die meisten Kameras wird der Standardempfänger über das mitgelieferte 3,5-mm-TRS-Kabel an den Mikrofoneingang angeschlossen. Der Empfänger gibt dann ein analoges Signal aus. Sinnvoll ist, zunächst die Kameraverstärkung so niedrig wie ohne störendes Eigenrauschen möglich einzustellen und den Ausgang am Empfänger passend anzuheben. Eine kurze Testaufnahme mit normaler und lauter Sprache zeigt schneller als jede theoretische Zahl, ob der Pegel wirklich stimmt.

Bei kompatiblen Sony-Kameras mit MI-Blitzschuh kann der separat erhältliche DJI Mic Serie Kameraadapter den Empfänger direkt aufnehmen. Die Verbindung arbeitet digital mit 48 kHz und 24 Bit, benötigt kein 3,5-mm-Audiokabel und erlaubt der Kamera, den Empfänger mit Strom zu versorgen. Zusätzlich kann der Empfänger synchron mit der Kamera ein- und ausgeschaltet werden. Bei einigen Sony-Modellen wie A7S III, FX3 oder A6700 kann die digitale Verbindung außerdem elektrische Störgeräusche vermeiden, die bei bestimmten analogen Kabelkombinationen auftreten können.

Die Funktion „Empfänger ein/aus mit Kamera“ steht laut DJI auch bei einer geeigneten 3,5-mm-TRS-Verbindung zur Verfügung. Sie muss am Empfänger beziehungsweise in DJI Mimo aktiviert werden. Ob die Kamera den Zustand zuverlässig signalisiert, hängt vom jeweiligen Modell ab.

Der Adapter ist ausschließlich für Sony-Kameras mit geeignetem MI-Schuh gedacht. Er ist mit Mic Mini 2S, Mic Mini 2, Mic Mini und Mic 3 kompatibel, nicht aber mit dem ursprünglichen DJI Mic oder dem Mic 2. Wechselt die Kamera aus dem Video- in den Wiedergabemodus, können Strom und Kommunikation über den Blitzschuh unterbrochen werden. Je nach Modell geht der Empfänger dann aus und wacht beim Zurückwechseln nicht immer so auf, wie man es erwartet. Auch das gehört vor dem Dreh getestet.

Am Smartphone: drei Wege mit unterschiedlichen Vor- und Nachteilen

Erstens: der normale Empfänger mit Handyadapter. Über den USB-C-Adapter – oder einen separat erhältlichen Lightning-Adapter – wird das komplette System digital ans Smartphone angeschlossen. Der USB-C-Port des Empfängers kann dabei gleichzeitig Empfänger und Smartphone mit Strom versorgen. Die in DJI Mimo standardmäßig aktive Funktion „Externer Lautsprecher ohne Stecker“ ermöglicht außerdem die Wiedergabe über den Telefonlautsprecher, ohne dass der Empfänger jedes Mal abgezogen werden muss. Ob Stereo in der gewünschten App und auf dem konkreten Modell unterstützt wird, bleibt geräteabhängig.

Zweitens: der Empfänger für Mobilgeräte. Er sitzt direkt am USB-C-Port, verwaltet bis zu zwei Sender und bietet Mono, Stereo sowie Mono mit Sicherheitsspur. Der O/L/H-Schalter stellt die Geräuschunterdrückung unmittelbar auf Aus, Niedrig oder Hoch. Eine externe Stromquelle kann Empfänger und Telefon während der Nutzung laden. Sie sollte jedoch nicht mitten in der Aufnahme entfernt werden, weil die Audioausgabe dabei kurz unterbrochen wird. iPhones mit Lightning benötigen den separat erhältlichen USB-C-zu-Lightning-Adapter.

Drittens: ein Sender direkt per Bluetooth. Das ist die kleinste Lösung, weil kein Empfänger am Smartphone steckt. Sie hat aber die deutlichsten Grenzen: Direkt lässt sich jeweils nur ein Sender nutzen, und die native Kamera-App des Smartphones wird laut DJI nicht unterstützt. Erforderlich ist eine kompatible Drittanbieter-Aufnahme- oder Livestreaming-App. Ob ein bestimmter Livestream in Stereo funktioniert, hängt von Betriebssystem, Telefon und App ab. Ein Probelauf mit der realen App ist deshalb unverzichtbar.

Welcher Smartphone-Weg ist der beste?

  • Maximale Systemkontrolle: normaler Mic-Mini-2S-Empfänger mit USB-C-/Lightning-Handyadapter.
  • Kompaktes Plug-and-Play für ein oder zwei Sprecher: DJI Mic Serie Empfänger für Mobilgeräte.
  • Minimalstes Solo-Setup: ein Sender direkt per Bluetooth – nur mit kompatibler Drittanbieter-App.

Der Handy-Empfänger als Brücke zwischen den DJI-Mic-Generationen

Der mobile Empfänger ist breiter kompatibel als der normale Mini-2S-Empfänger. Im Grünlicht-Modus lässt er sich mit einer beliebigen Kombination aus zwei Mic-Mini-, Mic-Mini-2- oder Mic-Mini-2S-Sendern verbinden. Im Blaulicht-Modus sind zwei Mic-2-/Mic-3-Sender oder ein gemischtes Paar aus Mini-Serie und Mic 2 beziehungsweise Mic 3 möglich. Wer DJI-Audiohardware aus verschiedenen Generationen besitzt, bekommt damit eine überraschend flexible kleine Zentrale.

Auch Monitoring ist möglich, allerdings anders als bei klassischen Kameraempfängern: Am USB-C-Port funktionieren analoge USB-C-Kopfhörer oder ein analoger USB-C-zu-3,5-mm-Adapter. Die Lautstärke wird in DJI Mimo geregelt. Der normale Mic-Mini-2S-Empfänger hat dagegen keinen ausgewiesenen klassischen Kopfhörerausgang. Diese Unterscheidung ist wichtig, wenn während eines Interviews live abgehört werden soll.

Neben Smartphones und USB-C-Computern nennt DJI auch Osmo Action 4, Action 5 Pro, Action 6, Pocket 4P und Osmo 360 als mögliche USB-C-Zielgeräte. Ein analoges 3,5-mm-Kamerakabel unterstützt der Handy-Empfänger nicht; an einer kompatiblen Sony-MI-Kamera kann er jedoch über den separat erhältlichen Mic-Serie-Kameraadapter genutzt werden.

OsmoAudio-Direktverbindung – weniger Zubehör an DJI-Kameras

Über OsmoAudio koppelt sich der Sender direkt mit kompatiblen DJI-Aufnahmegeräten. In den aktuellen DJI-Unterlagen werden unter anderem Osmo Pocket 4P, Osmo Action 6, Osmo Nano und Osmo 360 genannt; weitere Modelle sind abhängig von Firmware und Kompatibilitätsliste. Für Pocket 4P, Action 6, Nano und 360 nennt DJI bis zu zwei Sender, für die Action 4 einen direkt verbundenen Sender. Die Aufnahmetaste am Sender kann bei unterstützten Geräten auch die Videoaufnahme starten oder stoppen.

Die direkte OsmoAudio-Verbindung überträgt laut DJI digitales Audio mit 48 kHz und 24 Bit. Die lokale 32-Bit-Float-Datei im Sender bleibt davon ein eigener Aufnahmeweg.

Der Nutzen ist sofort nachvollziehbar: kein separater Empfänger, kein Kabel und kein belegter USB-C-Port. Besonders bei einer Actioncam bleibt das Setup klein und die Klappe geschlossen. Wie gut dieses Konzept in die aktuellen Kameras passt, zeigen unsere Tests zur DJI Osmo Pocket 4P, zur DJI Osmo Action 6, zur DJI Osmo 360 und zur DJI Osmo Nano.

Wichtig bleibt die konkrete Funktionsliste. Nicht jede Kamera bietet dieselben Einstellungen oder dieselbe Senderzahl. Bei bestimmten Direktverbindungen greifen außerdem die Übersteuerungsschutzfunktionen der Kamera statt der beiden Adaptive-Gain-Modi des Mikrofons. Die aktuelle DJI-Downloadseite mit OsmoAudio- und Geräte-Kompatibilitätslisten ist deshalb die verlässlichere Grundlage als eine pauschale Aussage für die gesamte Osmo-Familie.

Zwei DJI Mic Mini 2S Sender neben zwei kompatiblen DJI Osmo Kameras

Kompatible DJI-Kameras empfangen Mic-Mini-2S-Sender über OsmoAudio direkt, ohne separaten Empfänger oder Audiokabel am Gehäuse.

Am Computer: USB-Mikrofon und Vierkanalquelle

Der Standardempfänger kann per USB-C als externes Mikrofon an einem Computer arbeiten. Das ist praktisch für Livestreams, Videokonferenzen, Podcasts oder Voice-over-Aufnahmen. Im Quadraphonic-Modus lassen sich vier Sender separat ausgeben, sofern die eingesetzte Software in DJIs Kompatibilitätsliste geführt wird und vier Eingangskanäle korrekt annimmt. Nicht jede Meeting- oder Streaming-App kann damit umgehen; viele Anwendungen erwarten weiterhin Mono oder Stereo.

Der Computer ist außerdem der bequemste Ort für die Verwaltung größerer interner Aufnahmemengen. Sender können direkt über das magnetische Daten-/Ladekabel oder über die große Ladeschale verbunden werden. Die theoretische maximale Transferrate des Senders liegt laut DJI bei etwa 34 MB/s. Die kleine Smartphone-Ladeschale unterstützt diesen Datenweg nicht.

Reichweite und Funkstabilität – 400 Meter sind ein Bestwert, kein Alltagversprechen

Mit dem normalen Mic-Mini-2S-Empfänger nennt DJI eine maximale Übertragungsdistanz von 400 m. Der Empfänger für Mobilgeräte erreicht im Grünlicht-Modus mit Sendern der Mini-Familie bis zu 300 m. Im Blaulicht-Modus mit Mic-2-/Mic-3-Sendern oder einer gemischten Mini-/Mic-2-/Mic-3-Kombination sinkt die Angabe auf 200 m. Alle Werte wurden in offener, ungehinderter und störungsfreier Umgebung ermittelt.

In einem Gebäude, auf einer Messe oder zwischen vielen WLAN- und Bluetooth-Geräten sieht die Funkwelt anders aus. Menschen, Beton, Metall, Fahrzeuge und der eigene Körper dämpfen das 2,4-GHz-Signal. Für eine stabile Strecke sollte der Empfänger möglichst freie Sicht zum Sender haben und nicht hinter einer Kamera, einem Laptop oder direkt am Körper abgeschirmt werden. Die 400-m-Zahl zeigt die Reserve des Systems, nicht die Distanz, die man in jeder Innenstadt erwarten darf.

Gerade deshalb ist die interne Aufnahme so wertvoll. Sie macht Funkqualität nicht unwichtig, reduziert aber das Schadenspotenzial eines kurzen Aussetzers. Für Live-Übertragungen bleibt die Funkspur allein entscheidend; bei aufgezeichnetem Video kann die lokale WAV-Datei später synchronisiert werden. Bei unwiederholbaren Interviews sollte die interne Aufnahme daher nicht als Sonderfunktion, sondern als Standard-Backup behandelt werden.

Verbindung Maximale DJI-Angabe Wichtige Bedingung
Mini-2S-Standardempfänger bis zu 400 m Mini-2S-, Mini-2- oder Mini-Sender; offen, frei und störungsfrei.
Handy-Empfänger, Grün bis zu 300 m bis zu zwei Sender aus der Mini-Familie.
Handy-Empfänger, Blau bis zu 200 m Mic 2/Mic 3 oder gemischte Verbindung mit Mini-Serie.
Smartphone direkt per Bluetooth keine pauschale 400-m-Zusage ein Sender, kompatible Drittanbieter-App und geräteabhängige Bluetooth-Strecke.

Akku und Schnellladen – lange Einzellaufzeit, 40 Stunden mit großer Schale

Der Sender besitzt einen 124-mAh-Akku und erreicht laut DJI ungefähr 11 Stunden. Der 185-mAh-Akku des Standardempfängers hält etwa 10 Stunden. Beide benötigen rund 70 Minuten für eine vollständige Ladung. Fünf Minuten am Ladegerät sollen bei einem Akkustand unter 25 % bis zu eine Stunde zusätzliche Betriebszeit liefern. Das ist nützlich, wenn kurz vor dem Interview auffällt, dass ein Gerät nicht voll geladen ist.

Die Laufzeiten gelten unter günstigen Bedingungen. DJI maß den Sender ohne Geräuschunterdrückung und ohne interne Aufnahme, bei kurzer Distanz, zwei verbundenen Sendern und einem per 3,5-mm-Kabel angeschlossenen Kameraempfänger. Wer 32-Bit-Float, starke Rauschunterdrückung und große Funkdistanz gleichzeitig nutzt, sollte konservativer planen. Für einen wichtigen Drehtag gehören vollständige Ladung und Reservepausen trotz der guten Nennwerte dazu.

DJI Mic Mini 2S Infografik zu 40 Stunden Laufzeit, Schnellladen und Energiesparfunktionen mit großer Ladeschale

Unter den definierten DJI-Testbedingungen erreicht das System mit großer Ladeschale bis zu 40 Stunden Gesamtnutzung; fünf Minuten Schnellladen liefern bis zu eine weitere Stunde.

Die große Ladeschale: Energie, Kopplung, Transport und Datentransfer

Die große Mic-Mini-2S-Ladeschale enthält 1.950 mAh, wiegt allein etwa 160 g und lädt zwei Sender plus Empfänger laut DJI rund 3,2-mal vollständig. Zusammen ergibt sich eine Gesamtnutzung von bis zu ungefähr 40 Stunden. Auch dieser Wert wurde mit ausgeschalteter interner Aufnahme und Geräuschunterdrückung ermittelt. Die Schale selbst ist mit einem geeigneten 5-V-/3-A-Netzteil nach etwa zwei Stunden geladen.

Ihr Mehrwert geht über den Akku hinaus. Beim Einlegen werden Sender und Empfänger automatisch gekoppelt. Das Case nimmt zwei Sender, den Standardempfänger, optional den Handy-Empfänger, Magnetclips, Magnete, Windschutze, Frontabdeckungen, 3,5-mm-Kabel und Handyadapter auf. Über die USB-Verbindung können außerdem interne Senderaufnahmen zu Computer oder kompatiblem Smartphone kopiert werden. Zubehör sollte im Inneren nicht gestapelt werden, weil Druck auf Empfänger und Kontakte entstehen kann.

Geöffnete DJI Mic Mini 2S Ladeschale mit zwei Sendern und Standardempfänger

Die große Ladeschale lädt zwei Sender und den Standardempfänger, koppelt die Komponenten automatisch und schützt sie beim Transport.

Die kleine Smartphone-Ladeschale: kompakter, aber deutlich einfacher

Die kleine „DJI Mic Mini 2 Ladeschale (1 Sender + 1 Handy-Empfänger)“ wiegt etwa 71 g, besitzt 275 mAh und ist nach ungefähr einer Stunde geladen. Für einen Mic-Mini-2S-Sender nennt DJI etwa 1,5 vollständige Nachladungen. Sie bewahrt Sender, Handy-Empfänger sowie Magnet oder Magnetclip auf und ist damit eine angenehme Reisebox für Solo-Creator.

Wichtig sind ihre Grenzen: Sie unterstützt weder automatische Kopplung noch Datenübertragung. Interne Aufnahmen lassen sich nicht über diese Schale exportieren; dafür wird das magnetische Senderkabel benötigt. Wer den Sender aus der Box nimmt und eine neue Verbindung herstellt, muss den Handy-Empfänger gegebenenfalls manuell koppeln.

Akkuwerte kompakt eingeordnet

  • Sender: bis zu 11 Stunden, ca. 70 Minuten Ladezeit.
  • Standardempfänger: bis zu 10 Stunden, ca. 70 Minuten Ladezeit.
  • Großes Case: ca. 40 Stunden Gesamtnutzung, 3,2 Nachladungen, ca. 2 Stunden Ladezeit.
  • Kleines Case: ca. 1,5 Senderladungen, ca. 1 Stunde Ladezeit.
  • Schnellladen: 5 Minuten können unter DJIs Testbedingungen bis zu 1 Stunde Laufzeit liefern.

Bedienung, Kopplung und DJI Mimo – klein heißt nicht automatisch selbsterklärend

Die wichtigsten Senderfunktionen liegen direkt auf den beiden Tasten. Zwei Sekunden auf der Einschalttaste schalten das Gerät ein oder aus. Ein kurzer Druck startet beziehungsweise stoppt die interne Aufnahme, ein Doppeldruck schaltet die Geräuschunterdrückung. Die Kopplungstaste wird für eine neue Verbindung ungefähr zwei Sekunden gehalten. Nach der Verbindung mit einem unterstützten OsmoAudio-Gerät kann dieselbe Taste die Videoaufnahme starten oder stoppen.

Die Status-LEDs liefern viele Informationen: Rot zeigt die laufende interne Aufnahme, Grün die Verbindung zum Standardempfänger, Blau eine Bluetooth- beziehungsweise Handy-Empfänger-Verbindung und Gelb die aktive Geräuschunterdrückung. Langsam rotes Blinken signalisiert höchstens 10 % Akku, wechselnd Rot/Grün ein Firmware-Update. Während des Ladens verraten ein bis vier Blinkimpulse den ungefähren Ladestand.

Ab Werk gekoppelt, später automatisch oder manuell

Sender und Standardempfänger aus derselben Combo sind bereits gekoppelt. Mit der großen Ladeschale genügt normalerweise das gemeinsame Einlegen. Leuchtet ein Sender blau, sollte er vor dem Einlegen per Doppeldruck wieder in den grünen Funkmodus wechseln. Ohne Case werden die Kopplungstasten an Sender und Empfänger jeweils ungefähr zwei Sekunden gehalten, bis die LEDs den erfolgreichen Aufbau anzeigen.

Beim Löschen der Kopplungshistorie widersprechen sich die offiziellen DJI-Unterlagen leicht: Das Benutzerhandbuch nennt rund 10 Sekunden, die FAQ 12 Sekunden Haltezeit am Empfänger. In der Praxis ist es deshalb sinnvoll, die Taste etwa zehn bis zwölf Sekunden zu halten und sich bei veränderter Firmware an der aktuellen App- beziehungsweise Online-Anleitung zu orientieren. Die kleine Smartphone-Ladeschale koppelt grundsätzlich nicht automatisch.

DJI Mimo ist für die Tiefe des Systems unverzichtbar

Ohne App lassen sich Aufnahme, Kopplung und Geräuschunterdrückung grundlegend bedienen. Für 32-Bit-Float, Original-/Edit-Datei, Intensität der Rauschunterdrückung, Klangprofil, Low-Cut, Adaptive Gain, Kanalmodus, Sicherheitsspur, automatische Abschaltung, Passwortschutz und Firmware-Updates wird DJI Mimo jedoch zum zentralen Werkzeug. Viele der stärksten Funktionen sind standardmäßig ausgeschaltet oder auf eine komfortable Consumer-Einstellung gesetzt.

Der Sender kann direkt per Bluetooth mit Mimo verbunden werden. Beim ausgeschalteten Empfänger wird die Einschalttaste für die direkte App-Kopplung etwa sechs Sekunden gehalten. In einem Set mit großer Schale wird zunächst der Empfänger aktualisiert; anschließend kommt er zurück ins Case und verteilt das Update an Sender und Ladeschale. Ohne Case werden die Komponenten einzeln aktualisiert. Bei bestimmten Zwei-Sender-Mischkombinationen am Handy-Empfänger muss jeder Sender separat auf den aktuellen Stand gebracht werden.

Ruhemodus und automatische Abschaltung

Verliert der Sender das Empfängersignal, wechselt er in einen Ruhemodus und verbindet sich wieder, sobald das Signal zurückkehrt. Die automatische Abschaltung ist standardmäßig aktiviert: Bleibt der Sender nach einer Trennung länger als 15 Minuten ohne Verbindung und ohne Kopplungssignal, kann er sich selbst ausschalten. Beim gemeinsamen Abschalten eines verbundenen Systems spielt zusätzlich eine Rolle, ob am Sender gerade intern aufgenommen wird. In DJI Mimo lassen sich die Automatiken für Sender und Empfänger konfigurieren; für wichtige Standalone-Aufnahmen sollte die gewählte Kombination vorher getestet werden.

Für lange Pausen spart das Energie. Bei einer geplanten Standalone-Aufnahme darf die Automatik aber nicht unbeachtet bleiben. Die interne Aufnahme beeinflusst bestimmte Abschaltlogiken, und vor einem Event sollte geprüft werden, ob das gewünschte Gerät wach bleibt. DJI empfiehlt außerdem, ungenutzte Akkus mindestens alle drei Monate vollständig zu laden, um Leistungseinbußen oder dauerhafte Schäden zu vermeiden.

Dateiverwaltung – WAV, 30-Minuten-Dateien, Passwortschutz und Loop-Aufnahme

Interne 24-Bit- und 32-Bit-Float-Aufnahmen werden als WAV-Dateien gespeichert. Alle 30 Minuten beginnt eine neue Datei. Das hält die Einzeldateien überschaubar und erleichtert Verwaltung und Export. Nach 50 Dateien legt der Sender einen neuen Ordner an. Datum und Uhrzeit werden über den verbundenen Empfänger, ein OsmoAudio-Gerät oder DJI Mimo synchronisiert.

Die Dateinamen enthalten Sendernummer, laufende Aufnahmenummer, Zeitstempel und die Kennzeichnung orig oder edit. Die TX-Nummer folgt der aktuellen Koppelreihenfolge. Ein allein verwendeter, direkt mit Smartphone oder OsmoAudio verbundener Sender wird als TX00 geführt. Das ist bei mehreren Geräten hilfreich, verlangt nach einer neuen Kopplung aber Aufmerksamkeit, weil sich die Nummerierung ändern kann.

Export per Magnetkabel oder großer Ladeschale

Für den direkten Export wird der Sender über das magnetische Lade-/Datenkabel mit einem Computer verbunden. Alternativ sitzen die Sender in der großen Ladeschale, die anschließend per Datenkabel angeschlossen wird. Die kleine Handy-Ladeschale kann das nicht. DJI nennt bis zu etwa 34 MB/s; die tatsächliche Geschwindigkeit hängt von Computer, Kabel und Dateimenge ab.

Gelöscht werden Dateien nach dem Anschluss am Computer. Muss der interne Speicher formatiert werden, sollte das ausschließlich in DJI Mimo geschehen. Eine Formatierung über den Computer kann laut DJI dazu führen, dass die interne Aufnahme nicht mehr korrekt funktioniert. Ist Loop-Aufnahme aktiviert und der Speicher voll, überschreibt das System automatisch die älteste Aufnahme. Das verhindert einen abrupten Aufnahmestopp, kann aber ungesicherte ältere Takes löschen.

Passwortschutz für vertrauliche Interviews

Der Dateizugriff lässt sich per Passwort schützen. Bei aktivem Schutz sind die Aufnahmen nach dem Computeranschluss nicht einfach sichtbar. DJI Mimo bietet drei Wege: temporäres Entsperren für die aktuelle Sitzung, dauerhaftes Deaktivieren des Passworts oder „Passwort und Daten löschen“. Die letzte Option entfernt nicht nur das Kennwort, sondern sämtliche internen Aufnahmen. Sie ist ausschließlich für den Fall gedacht, dass das Passwort vergessen wurde und die Daten bereits gesichert oder entbehrlich sind.

Für journalistische, medizinische oder geschäftliche Gespräche ist dieser Schutz ein echter Mehrwert. Er ersetzt keine vollständige Datenschutzstrategie, verhindert aber den beiläufigen Zugriff auf die WAV-Dateien, wenn ein Sender verloren geht oder an einen fremden Computer angeschlossen wird.

Vor dem Formatieren oder Zurücksetzen

Interne Aufnahmen zuerst exportieren und prüfen. Den Speicher nur über DJI Mimo formatieren. Die Option „Passwort und Daten löschen“ entfernt unwiderruflich alle gespeicherten Dateien. Bei aktiver Loop-Aufnahme werden ältere Takes automatisch überschrieben, sobald der Speicher voll ist.

Varianten und Lieferumfang – welches DJI Mic Mini 2S Set passt wirklich?

DJI und Globe-Flight bieten zum Start vier klar unterscheidbare Varianten an. Zwei davon kosten jeweils 99,00 €, richten sich aber an völlig andere Workflows. Die klassische 1TX/1RX-Combo ist ein kleiner Kamera-Allrounder mit Standardempfänger, 3,5-mm-Kabel und USB-C-Handyadapter. Die mobile 99-Euro-Combo tauscht diesen Empfänger gegen den direkten Handy-Empfänger und ergänzt die kleine Ladeschale. Der identische Preis sollte deshalb nicht darüber hinwegtäuschen, dass Anschlussmöglichkeiten, Senderzahl, Reichweite und Datenexport unterschiedlich sind.

Variante EAN UVP Mit 5 %* Beste Wahl für
Sender einzeln 6937224149342 69,00 € 65,55 € Erweiterung, Standalone-Aufnahme, Smartphone-Bluetooth oder OsmoAudio.
1 Sender + 1 Empfänger 6937224149403 99,00 € 94,05 € Solo-Creator mit Kamera, Computer und gelegentlicher Smartphone-Nutzung.
1 Sender + Handy-Empfänger + kleine Ladeschale 6937224149489 99,00 € 94,05 € kompakten USB-C-Smartphone-Content und mobiles Monitoring.
2 Sender + 1 Empfänger + große Ladeschale 6937224141018 189,00 € 179,55 € Interviews, zwei Personen, langen Einsatz und vollständigen Zubehörumfang.

*Rechnerischer Wert bei erfolgreicher Anwendung des Codes DROHNENDE5 auf die UVP. Maßgeblich ist immer der im Globe-Flight-Warenkorb angezeigte Endpreis.

Lieferumfang der DJI Mic Mini 2S 2TX-Combo mit Ladeschale, Sendern, Empfänger, Kabeln, Windschutz und Frontabdeckungen

Die große 2TX-Combo bündelt zwei Sender, Empfänger, Ladeschale, Windschutze, Kabel, Magnete, Frontabdeckungen und Tragebeutel.

DJI Mic Mini 2S Sender einzeln – 69,00 € UVP

Der Einzel-Sender ist kein nacktes Ersatzteil. Laut DJI gehören folgende Komponenten zum Lieferumfang:

  • 1 × DJI Mic Mini 2S Sender
  • 1 × DJI Mic Mini 2S Magnetclip
  • 1 × magnetische Frontabdeckung in Glanzweiß
  • 1 × magnetische Frontabdeckung in Obsidianschwarz
  • 1 × DJI Mic Mini 2 Windschutz in Schwarz/Grau
  • 1 × DJI Mic 3 Magnet
  • 1 × DJI Mic Mini 2 magnetisches Lade-/Datenkabel für den Sender
  • 1 × DJI Mic Mini Kompakt-Tragebeutel

Diese Variante ist sinnvoll, wenn bereits ein kompatibler Mic-Mini- oder Mic-Mini-2S-Empfänger vorhanden ist, ein Vier-Sender-System erweitert werden soll oder der Sender direkt mit Smartphone beziehungsweise OsmoAudio-Kamera arbeitet. Für eine klassische Kamera ohne OsmoAudio fehlt der Empfänger.

1 Sender + 1 Standardempfänger – 99,00 € UVP

  • 1 × DJI Mic Mini 2S Sender
  • 1 × DJI Mic Mini 2S Empfänger
  • 1 × Magnetclip, 1 × Magnet sowie je 1 × Frontabdeckung in Weiß und Schwarz
  • 1 × Windschutz Schwarz/Grau
  • 1 × magnetisches Sender-Lade-/Datenkabel
  • 1 × USB-C-Ladekabel
  • 1 × Kamera-Audiokabel 3,5 mm TRS
  • 1 × DJI Mic Mini Handy-Adapter USB-C
  • 1 × Kompakt-Tragebeutel

Das ist preislich die stärkste Allround-Variante für eine einzelne Person. Sie verbindet Kameras analog, Smartphones digital und Computer per USB. Verzichten muss man auf die große Ladeschale und damit auf automatische Case-Kopplung, Case-Nachladungen sowie den gemeinsamen Datei-Export über die Schale.

1 Sender + Handy-Empfänger + kleine Ladeschale – 99,00 € UVP

  • 1 × DJI Mic Mini 2S Sender
  • 1 × DJI Mic Serie Empfänger für Mobilgeräte
  • 1 × DJI Mic Mini 2 Ladeschale für 1 Sender + Handy-Empfänger
  • 1 × Magnetclip, 1 × Magnet sowie je 1 × Frontabdeckung in Weiß und Schwarz
  • 1 × Windschutz Schwarz/Grau
  • 1 × magnetisches Sender-Lade-/Datenkabel
  • 1 × USB-C-Ladekabel
  • 1 × Kompakt-Tragebeutel

Die Combo ist ab Werk auf USB-C ausgelegt. Ein Lightning-Adapter ist nicht enthalten. Die kleine Schale kann den Sender etwa 1,5-mal nachladen, aber weder automatisch koppeln noch Aufnahmedateien übertragen. Dafür sitzt der winzige Empfänger direkt am Telefon, bietet einen schnellen Rauschunterdrückungsschalter und erlaubt Monitoring über geeignete analoge USB-C-Kopfhörer.

2 Sender + 1 Empfänger + große Ladeschale – 189,00 € UVP

  • 2 × DJI Mic Mini 2S Sender
  • 1 × DJI Mic Mini 2S Empfänger
  • 1 × DJI Mic Mini 2S Ladeschale
  • 2 × Magnetclip und 2 × DJI Mic 3 Magnet
  • 2 × Windschutz Schwarz/Grau
  • 2 × Frontabdeckung Glanzweiß und 2 × Frontabdeckung Obsidianschwarz
  • 1 × Set mit acht mehrfarbigen magnetischen Frontabdeckungen
  • 1 × Kamera-Audiokabel 3,5 mm TRS
  • 1 × DJI Mic Mini Handy-Adapter USB-C
  • 1 × USB-C-Ladekabel
  • 1 × Tragebeutel

Für klassische Zwei-Personen-Interviews ist das die rundeste Lösung. Beide Sprecher erhalten einen eigenen Sender, die große Schale hält das System einsatzbereit und exportiert später die internen Dateien. Der separate Empfänger für Mobilgeräte gehört nicht zum Lieferumfang, kann aber zusätzlich in der großen Schale aufbewahrt werden.

DJI Mic Mini 2S Setgrafik der Combo mit zwei Sendern, einem Empfänger, Ladeschale und Frontabdeckungen

Das 2TX-Set für 189 Euro umfasst zwei Sender, einen Empfänger, die große Ladeschale und Frontabdeckungen in Weiß, Schwarz sowie acht weiteren Farben.

Unsere Combo-Empfehlung

Für eine Person an einer Kamera bietet das 99-Euro-Set mit Standardempfänger das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Für Smartphone-only ist die gleich teure Handy-Combo bequemer. Für Interviews und langfristige Nutzung lohnt sich die 189-Euro-Combo, weil ein zweiter Sender, große Ladeschale, breiterer Lieferumfang und deutlich mehr Energiereserve bereits enthalten sind. Der Einzel-Sender ist vor allem ein Ausbau- oder Direktverbindungsprodukt.

Zubehör – Kameraadapter, Lightning und Individualisierung einplanen

Je nach Workflow können Folgekosten entstehen. Für digitalen Ton und vier getrennte Spuren an einer kompatiblen Sony-Kamera wird der Mic-Serie-Kameraadapter benötigt. Lightning-iPhones brauchen beim Handy-Empfänger einen USB-C-zu-Lightning-Adapter. Darüber hinaus sind die große Ladeschale, mehrfarbige Frontabdeckungen und Designsets einzeln erhältlich. Der DJI Store listete zum Datenstand unter anderem die große Ladeschale für 33,00 €, das mehrfarbige Frontabdeckungsset für 19,00 € und die Time-Series-Frontabdeckungen für 39,00 €; Preise und Verfügbarkeit können sich ändern.

Zwei DJI Mic Mini 2S Sender mit türkiser und violetter Frontabdeckung neben geöffneter Ladeschale

Mehrfarbige magnetische Frontabdeckungen individualisieren die Sender; die große Ladeschale kann ebenfalls separat ergänzt werden.

Zu den Varianten und zum 5-%-Rabatt

DJI Mic Mini 2S im Vergleich – Mini 2, Mic Mini und Mic 3

Das Mic Mini 2S ist weder einfach ein teureres Mic Mini 2 noch ein geschrumpftes Mic 3. Es übernimmt professionelle Sicherheitsfunktionen, bleibt beim Empfänger aber bewusst minimalistisch. Der direkte Vorgänger Mic Mini 2 hält etwas länger durch und ist leichter, besitzt jedoch keinen internen Speicher und verwaltet am Standardempfänger nur zwei Sender. Das Mic 3 geht bei Timecode, Display, Dualdatei-Aufnahme und Mehrkamera-Struktur weiter, kostet aber mehr und hat die kürzere Senderlaufzeit.

Wer den Ursprung der Baureihe einordnen möchte, findet im DJI Mic Mini Test den kompakten Ausgangspunkt. Der direkte Vergleich in diesem Test zeigt, wie stark DJI den Schritt vom günstigen Mini-Funksystem zum lokal aufzeichnenden 2S ausgebaut hat. Für den breiten Marktüberblick lohnt sich außerdem unser Ratgeber zu den besten drahtlosen Funkmikrofonen 2026.

Merkmal DJI Mic Mini 2S DJI Mic Mini 2 DJI Mic 3
Sendergewicht ca. 12 g ca. 11 g ca. 12,5 g
Interner Speicher ca. 14,5 GB nein ca. 27,9 GB
Interne Aufnahme 24 Bit oder 32-Bit-Float, eine gewählte Datei nein 24 Bit oder 32-Bit-Float, Dualdatei möglich
Max. Sender am Hauptempfänger 4 2 4
Empfänger-Struktur 4 Sender / 1 Empfänger 2 Sender / 1 Empfänger 4 Sender / bis zu 8 Empfänger
Timecode nein nein ja
Empfänger-Bedienung Regler, Tasten, LEDs Regler, Tasten, LEDs 1,1-Zoll-Touchscreen + Regler
Max. SPL 126 dB bei 1 % THD 120 dB 126 dB bei 1 % THD
Eigenrauschen 22 dBA 24 dBA 22 dBA
SNR 72 dB 70 dB 72 dB
Senderlaufzeit ca. 11 h ca. 11,5 h ca. 8 h
Empfängerlaufzeit ca. 10 h ca. 10,5 h ca. 10 h
Gesamtlaufzeit mit Case ca. 40 h ca. 48 h ca. 28 h
Idealreichweite bis 400 m bis 400 m bis 400 m; zusätzlich DJI-Angabe für Hochstörumgebung
Adaptive Gain Anti-Clipping + Lautstärkebalance automatische Pegelbegrenzung Anti-Clipping + Lautstärkebalance
Beste Eignung mobiler Allrounder mit Backup und bis zu vier Personen günstiges Mini-System ohne interne Aufnahme professioneller Multicam-/Timecode-Workflow

Mic Mini 2S oder Mic Mini 2?

Der Aufpreis zum Mic Mini 2 bezahlt vor allem Aufnahmesicherheit und Ausbau: interner Speicher, 32-Bit-Float, vier Sender, Quadraphonic, neues KI-Rauschmodell und zwei Adaptive-Gain-Modi. Die Audio-Grunddaten verbessern sich ebenfalls leicht. Dafür läuft der 2S-Sender eine halbe Stunde kürzer, das Case kommt auf 40 statt 48 Stunden und das System ist minimal schwerer. Wer ausschließlich einen unkomplizierten Einzelsprecher-Ton aufnimmt und bereits mit der Funkspur zufrieden ist, kann mit dem Mini 2 Geld sparen. Für unwiederholbare Takes ist die interne Sicherung des 2S den Aufpreis sehr schnell wert.

Mic Mini 2S oder Mic 3?

Das Mic 3 bleibt die professionellere Wahl für Multicam, Timecode, mehrere Empfänger und interne Dualdatei-Aufnahme. Sein Touchscreen macht komplexe Einstellungen direkt am Set übersichtlicher. Das Mini 2S kontert mit einfacherer Hardware, rund 11 Stunden Senderlaufzeit und einem günstigeren Einstieg. Für Vlogs, Reportagen, Reise, Social-Content und klassische Interviews dürfte das 2S oft das vernünftigere Verhältnis aus Größe, Preis und Sicherheit bieten. Wer regelmäßig mehrere Kameras synchronisiert oder einen vollständigen Produktionsverbund aufbaut, sollte direkt den DJI Mic 3 Test und unseren großen DJI-Mic-Kaufberater danebenlegen.

Die kurze Kaufentscheidung

  • Mic Mini 2: wenn Preis, Gewicht und 48-Stunden-Case wichtiger sind als internes Backup.
  • Mic Mini 2S: wenn lokale 32-Bit-Float-Sicherung, vier Sender und lange Einzellaufzeit im Mittelpunkt stehen.
  • Mic 3: wenn Timecode, Touchscreen, Dualdatei und mehrere Empfänger Teil des professionellen Workflows sind.

Praxis und Einsatzbereiche – wo das Mic Mini 2S besonders sinnvoll ist

Ein gutes Funkmikrofon ist kein Selbstzweck. Es soll dafür sorgen, dass Kamera und Inhalt im Vordergrund bleiben. Genau hier passt das Mini 2S besonders gut: Der Sender ist leicht genug für einen ganzen Drehtag, die Bedienung direkt am Gerät bleibt überschaubar und die interne Aufnahme nimmt vielen Situationen ihren Alles-oder-nichts-Charakter. Der größte Gewinn entsteht überall dort, wo ein Take nicht einfach wiederholt werden kann.

Interviews, Reportagen und Veranstaltungen

Für ein Zwei-Personen-Interview ist die große Combo sofort schlüssig. Beide Stimmen liegen getrennt in Stereo und bei aktivierter interner Aufnahme zusätzlich lokal auf den Sendern. Bei drei oder vier Personen wächst dasselbe System mit weiteren kompatiblen Mini-Sendern. Wer jede Person separat mischen will, plant den digitalen Vierkanalweg über Sony-MI oder Computer ein; am 3,5-mm-Ausgang werden die Sprecher paarweise zusammengefasst.

Bei Events schützt Anti-Clipping vor plötzlichen Spitzen, während 32-Bit-Float intern zusätzliche Reserve bietet. Die beiden Funktionen ersetzen keinen Soundcheck, ergänzen sich aber sinnvoll. In einer lauten Halle kann die starke KI-Geräuschunterdrückung die Verständlichkeit erhöhen; für die spätere Feinarbeit sollte parallel eine Originaldatei gespeichert werden.

Vlogging, Reise und OsmoAudio

Für Vlogger ist die empfängerlose Verbindung zu einer kompatiblen Osmo-Kamera besonders attraktiv. Ein Sender am Kragen, ein Windschutz draußen und die Kamera in der Hand – mehr Hardware braucht es nicht. Beim Osmo Pocket 4P bleiben USB-C-Port und Gehäuse frei; bei einer Actioncam entfällt der seitlich herausstehende Empfänger. Bei aktivierter interner Aufnahme hält der Sender zugleich eine hochwertige Sicherheitskopie bereit.

Weißer DJI Mic Mini 2S Sender mit Windschutz in einer Hand vor unscharfem Außenhintergrund

Für Vlogs und Reiseaufnahmen im Freien gehört der Windschutz auf den Sender, weil direkter Luftstrom auch mit KI-Filter hörbar bleiben kann.

Auf Reisen zählt die Laufzeit. Elf Stunden pro Sender reichen nominell für einen langen Tag, die große Schale verlängert den Einsatz deutlich. Wer möglichst leicht reist und nur das Smartphone nutzt, spart mit dem Handy-Empfänger Platz. Für Lightning muss der Zusatzadapter ins Gepäck; die native Kamera-App fällt bei direkter Bluetooth-Verbindung aus.

Podcast, Livestream und Computer

Am Computer wird das Mic Mini 2S zur kleinen USB-Funkzentrale. Zwei Sprecher lassen sich unkompliziert in Stereo führen, vier in kompatibler Software separat. Für Livestreams bietet die Lautstärkebalance einen angenehmen Schutz gegen wechselnde Sprechabstände. Da Apps und Betriebssysteme unterschiedlich mit Mehrkanalton umgehen, sollte das vollständige Setup inklusive Monitoring, Streaming-Plattform und Aufnahmeformat getestet werden.

Empfohlene Startwerte für typische Situationen

Die folgende Übersicht ist eine redaktionelle Startempfehlung, keine starre DJI-Vorgabe. Stimme, Raum und Zielplattform entscheiden am Ende.

Situation Interne Datei Geräuschunterdrückung Weitere Einstellung
Ruhiges Interview 32-Bit-Float, Original Aus oder Basis Regulär; Low-Cut nur bei Rumpeln; Stereo für zwei Personen.
Straße / Messe 32-Bit-Float, Original Stark nach Hörtest Low-Cut an; Anti-Clipping; Windschutz auch bei leichtem Luftzug.
Studio / Podcast 24 oder 32 Bit, Original Aus Regulär oder Kräftig; feste Verstärkung beziehungsweise Lautstärkebalance testen.
Sport / Motorsport 32-Bit-Float, Original Basis oder Stark Anti-Clipping; sicheren Clip statt riskanter Magnetbefestigung verwenden.
Schneller Social-Clip bearbeitete Datei Basis passendes Stimmprofil; Smartphone-Empfänger für Plug-and-Play.
Vier Personen 32-Bit-Float pro Sender individuell prüfen Quadraphonic nur über kompatiblen Digitalweg; alle Sender klar beschriften.

Frau richtet einen DJI Mic Mini 2S Sender vor einer Kamera für die Aufnahme ein

Vor jedem wichtigen Dreh sollten Senderposition, Status-LEDs, Pegel und die aktivierte interne Aufnahme mit einem kurzen Sprachtest kontrolliert werden.

Die 10-Punkte-Checkliste vor einer wichtigen Aufnahme

  1. Alle Sender, Empfänger und Ladeschale vollständig laden.
  2. Firmware in DJI Mimo prüfen, besonders bei gemischten Sendergenerationen.
  3. Gewünschten Kanalmodus und richtige Senderzuordnung kontrollieren.
  4. Interne Aufnahme, 24/32 Bit sowie Original-/Edit-Datei bewusst wählen.
  5. Loop-Aufnahme und freien Speicher prüfen; wichtige ältere Dateien sichern.
  6. Mikrofon frei von Stoff, Haaren, Schmuck und Reißverschluss positionieren.
  7. Draußen Windschutz montieren und Magnet-/Clip-Halt testen.
  8. Kamera- oder App-Pegel mit normaler und bewusst lauter Stimme aufnehmen.
  9. Monitoring beziehungsweise Testwiedergabe durchführen.
  10. Erst dann die eigentliche Aufnahme starten und rote Aufnahme-LED kontrollieren.

Stärken und Schwächen – die ehrliche Einordnung vor dem Kauf

Stärken

  • sehr leichter 12-g-Sender
  • 14,5 GB interne Aufnahme pro Sender
  • 24 Bit oder 32-Bit-Float
  • bis zu vier Sender am Standardempfänger
  • flexibler Mischbetrieb mit Mic Mini und Mini 2
  • zweistufige KI-Geräuschunterdrückung
  • Anti-Clipping und Lautstärkebalance
  • bis zu 11 Stunden Senderlaufzeit
  • direkte OsmoAudio- und Smartphone-Verbindung
  • Passwortschutz und schneller Dateiexport
  • vier sinnvoll abgestufte Kaufvarianten

Schwächen und Grenzen

  • kein Display am Empfänger
  • kein Timecode
  • keine parallele Original-/Edit-Dualdatei
  • kein ausgewiesener externer 3,5-mm-Lavalier-Eingang
  • kein microSD-Slot
  • keine konkrete Latenzangabe in den vorliegenden DJI-Spezifikationen
  • Vierkanal nur mit Zusatzhardware oder kompatibler Software
  • 3,5-mm-Ausgang bleibt Stereo
  • direktes Smartphone-Bluetooth nur mit einem Sender und Drittanbieter-App
  • viele Funktionen müssen erst in DJI Mimo aktiviert werden
  • 400 m und 40 Stunden sind Labor-/Idealwerte
  • keine ausgewiesene IP-Schutzklasse

Der größte Pluspunkt ist die Redundanz ohne Größenstrafe. Andere Systeme bieten ebenfalls 32-Bit-Float, aber nicht immer in einem derart leichten Sender und zu diesem Einstiegspreis. Die größte Schwäche ist der Abstand zwischen möglichem Funktionsumfang und direkter Gerätebedienung. Wer Quadraphonic, Originaldatei, Passwortschutz, Adaptive Gain und mehrere Generationen ausreizen will, braucht DJI Mimo, Kompatibilitätslisten und etwas Vorbereitung. „Einschalten und los“ gilt für den Basiseinsatz, nicht für jede Profi-Funktion.

Sicherheit und Pflege – Magnete, Temperatur, Feuchtigkeit und Akku

Die Betriebsbereiche von Sender und Standardempfänger reichen laut DJI von -10 °C bis 45 °C. Geladen werden beide zwischen 5 °C und 45 °C. Die große Ladeschale arbeitet ebenfalls von -10 °C bis 45 °C, darf aber nur zwischen 5 °C und 40 °C geladen werden. Die kleine Smartphone-Schale ist für Betrieb zwischen 5 °C und 45 °C spezifiziert. Nach einem kalten Außendreh sollte das System vor dem Laden daher erst auf eine geeignete Temperatur kommen.

Eine IP-Schutzklasse wird in den vorliegenden DJI-Spezifikationen nicht ausgewiesen. Das Mikrofon sollte deshalb nicht wie ein wasserdichtes Sportgerät behandelt werden. Bei Regen, starkem Schweiß oder Gischt sind zusätzlicher Schutz und eine Position sinnvoll, an der Flüssigkeit nicht direkt in Mikrofonöffnung oder Kontakte gelangt. Nach feuchtem Einsatz müssen Sender, Zubehör und Case vollständig trocknen, bevor sie in der geschlossenen Ladeschale verschwinden.

Magnetische Teile gehören nicht lose zu Bankkarten, Festplatten oder empfindlicher Elektronik in dieselbe Tasche. Menschen mit Herzschrittmacher oder anderem medizinischen Implantat halten die vom Implantathersteller vorgeschriebenen Abstände ein. Bei Pullover, Daunenjacke, Springen oder Sprinten rät DJI von einer unkritischen Magnetnutzung ab. Der angegebene 1-kg-Eisenblock ist ein Magnetkraft-Test und keinesfalls eine Empfehlung, den Sender mit einem Kilogramm zu belasten.

Sicherheits-Kurzcheck

  • Magnete fern von Bankkarten, Herzschrittmachern, RAM und Festplatten halten.
  • Bei dicker Kleidung und intensiver Bewegung Clip oder andere sichere Befestigung wählen.
  • Keine ausgewiesene IP-Klasse: vor Regen, Gischt und starker Feuchtigkeit schützen.
  • Nur innerhalb der angegebenen Temperaturbereiche laden.
  • Akkus bei Lagerung mindestens alle drei Monate vollständig laden.
  • Aufnahmen vor Reset, Loop-Überschreiben oder Passwortlöschung sichern.

FAQ zum DJI Mic Mini 2S

Was ist beim DJI Mic Mini 2S neu?

Die wichtigsten Neuerungen gegenüber dem Mic Mini 2 sind 14,5 GB interner Speicher pro Sender, 24-Bit- und 32-Bit-Float-Aufnahme, bis zu vier Sender am Empfänger, Quadraphonic-Ausgabe, ein neues KI-Geräuschunterdrückungsmodell sowie zwei Adaptive-Gain-Modi. Auch SNR, Eigenrauschen und maximaler Schalldruck verbessern sich laut DJI leicht.

Ist das DJI Mic Mini 2S ein echtes 32-Bit-Float-Mikrofon?

Der Sender kann intern in 32-Bit-Float aufnehmen. Diese Funktion ist standardmäßig deaktiviert und wird über DJI Mimo eingeschaltet. Sie bietet deutlich mehr Pegelreserve in der Nachbearbeitung, verhindert aber keine Überlastung der physischen Kapsel und macht schlechte Positionierung nicht rückgängig.

Gelten die beworbenen 28 Stunden auch für 32-Bit-Float?

Nein. Rund 28 Stunden gelten für die interne 24-Bit-Aufnahme. Bei 32-Bit-Float nennt DJI etwa 22 Stunden. Beide Werte beziehen sich auf den ungefähr 14,5 GB großen internen Speicher eines Senders.

Kann der Speicher mit einer microSD-Karte erweitert werden?

Nein. Der Sender besitzt keinen microSD-Slot und unterstützt keinen externen Speicher. Bei aktivierter Loop-Aufnahme wird die älteste Datei überschrieben, sobald der interne Speicher voll ist.

Kann der Sender ohne Empfänger aufnehmen?

Ja. Ein kurzer Druck auf die Einschalttaste startet die interne Aufnahme direkt am Sender. Damit lässt sich das Mic Mini 2S auch als eigenständiger Sprachrekorder verwenden. Für korrekte Zeitstempel sollte die Uhr zuvor über DJI Mimo oder ein verbundenes Gerät synchronisiert werden.

Welche Dateiformate werden gespeichert?

24-Bit- und 32-Bit-Float-Aufnahmen werden als WAV gespeichert. Alle 30 Minuten beginnt eine neue Datei; nach jeweils 50 Dateien legt der Sender einen neuen Ordner an.

Speichert das Mic Mini 2S Original und bearbeitete Datei gleichzeitig?

Nein. Es wird jeweils die in den Einstellungen gewählte Variante gespeichert. Die Originaldatei bleibt weitgehend unbehandelt; die bearbeitete Datei kann Klangprofil, Low-Cut, Geräuschunterdrückung und Adaptive Gain enthalten. Wer zwei interne Fassungen parallel benötigt, braucht ein System mit Dualdatei-Aufnahme wie das Mic 3.

Wie werden interne Aufnahmen exportiert?

Direkt über das magnetische Sender-Lade-/Datenkabel oder über die große Mic-Mini-2S-Ladeschale. Die kleine 1TX/Handy-Empfänger-Schale unterstützt keine Datenübertragung.

Wie viele Sender kann der normale Empfänger verwalten?

Bis zu vier Sender gleichzeitig. Kompatibel sind Sender aus den Reihen Mic Mini 2S, Mic Mini 2 und Mic Mini. Ältere Komponenten sollten auf die aktuelle Firmware gebracht und anhand der DJI-Kompatibilitätsliste geprüft werden.

Ist das Mic Mini 2S mit DJI Mic 2 oder Mic 3 kompatibel?

Nicht über den normalen Mini-2S-Hauptempfänger. Der separate Empfänger für Mobilgeräte kann im Blaulicht-Modus jedoch Mic-2-/Mic-3-Sender oder eine gemischte Kombination aus Mini-Serie und Mic 2 beziehungsweise Mic 3 verwalten.

Funktioniert die direkte Bluetooth-Verbindung mit der Smartphone-Kamera-App?

Laut DJI nicht mit der nativen Kamera-App des Smartphones. Für den direkt per Bluetooth verbundenen Sender wird eine kompatible Drittanbieter-App benötigt. Außerdem kann auf diesem Weg nur ein Sender gleichzeitig als Audioquelle arbeiten.

Welche DJI-Kameras unterstützen OsmoAudio?

DJI nennt unter anderem Osmo Pocket 4P, Osmo Action 6, Osmo Nano, Osmo 360 und weitere Geräte. Die genaue Senderzahl und verfügbare Funktion hängen von Modell und Firmware ab. Maßgeblich ist die aktuelle OsmoAudio-Kompatibilitätsliste im DJI Download-Center.

Erreicht das System in der Praxis wirklich 400 Meter?

400 m sind DJIs Maximalwert für den Standardempfänger in offener, ungehinderter und störungsfreier Umgebung. Gebäude, Menschen, Metall, WLAN und der eigene Körper können die Reichweite deutlich reduzieren. Die interne Aufnahme schützt aufgezeichnete Produktionen zusätzlich vor kurzen Funkabbrüchen.

Wie funktioniert der Vierkanalmodus?

Im Quadraphonic-Modus werden vier Sender auf vier separaten digitalen Kanälen ausgegeben. Dafür ist der Sony-MI-Kameraadapter an einer kompatiblen Kamera oder kompatible Computer-Software über USB nötig. Der Modus wird in DJI Mimo aktiviert.

Überträgt das 3,5-mm-Kabel vier getrennte Spuren?

Nein. Der 3,5-mm-Ausgang bleibt Stereo. TX1 und TX3 werden links, TX2 und TX4 rechts zusammengeführt. Vier individuelle Spuren stehen nur über den passenden digitalen Weg bereit.

Was ist der Unterschied zwischen Standard- und Handy-Empfänger?

Der Standardempfänger hat eigenen Akku, Kameraausgang, USB-C, Smartphone-Adapteranschluss und unterstützt bis zu vier Mini-Sender sowie Quadraphonic. Der 6,5-g-Handy-Empfänger sitzt direkt am USB-C-Port, unterstützt bis zu zwei Sender, ist generationsübergreifend breiter kompatibel und erlaubt Monitoring, besitzt aber keinen 3,5-mm-Kameraausgang.

Kann man den Ton live abhören?

Der Empfänger für Mobilgeräte unterstützt analoges Monitoring über geeignete USB-C-Kopfhörer oder einen analogen USB-C-zu-3,5-mm-Adapter. Die Lautstärke wird in DJI Mimo eingestellt. Der normale Mic-Mini-2S-Empfänger besitzt keinen ausgewiesenen klassischen Kopfhörerausgang.

Wie lange halten Sender, Empfänger und Ladeschale?

DJI nennt ungefähr 11 Stunden für einen Sender, 10 Stunden für den Standardempfänger und insgesamt rund 40 Stunden mit der großen Ladeschale. Diese Laborwerte wurden ohne Geräuschunterdrückung und interne Aufnahme unter günstigen Nahbereichsbedingungen ermittelt.

Wie schnell lädt das DJI Mic Mini 2S?

Sender und Standardempfänger benötigen ungefähr 70 Minuten, die große Ladeschale etwa zwei Stunden und die kleine Schale ungefähr eine Stunde. Fünf Minuten Schnellladen können laut DJI unter definierten Bedingungen bis zu eine Stunde Betrieb liefern.

Welche Combo ist für Kameras am sinnvollsten?

Für eine Person ist das 99-Euro-Set mit Standardempfänger, 3,5-mm-Kabel und USB-C-Handyadapter besonders attraktiv. Für Interviews mit zwei Personen und längere Einsätze ist die 189-Euro-Combo mit zwei Sendern und großer Ladeschale die vollständigere Wahl.

Welche Combo ist für Smartphones am sinnvollsten?

Die 99-Euro-Combo mit einem Sender, Handy-Empfänger und kleiner Ladeschale ist die kompakte Plug-and-Play-Lösung für USB-C-Smartphones. Lightning benötigt einen separaten Adapter. Wer später vier Sender oder einen analogen Kameraanschluss will, fährt mit dem Standardempfänger flexibler.

Muss das DJI Mic Mini 2S aktiviert werden?

Nein. Das System ist ohne Produktaktivierung einsatzbereit. Über den QR-Code auf der Verpackung kann laut DJI eine Registrierung für eine einjährige Garantieverlängerung erfolgen.

Kann ein externes Lavaliermikrofon am Sender angeschlossen werden?

In den offiziellen Spezifikationen ist kein 3,5-mm-Mikrofoneingang am Sender ausgewiesen. Das Mic Mini 2S ist als direkt getragenes Ansteckmikrofon konzipiert. Wer ein separates Lavalier benötigt, sollte eine andere Senderklasse prüfen.

Ist das DJI Mic Mini 2S wasserdicht?

Eine IP-Schutzklasse wird in den vorliegenden technischen Daten nicht genannt. Sender, Empfänger und Kontakte sollten deshalb vor Regen, Gischt und starker Feuchtigkeit geschützt werden.

Wie sicher hält der Magnet?

DJI nennt 10 N Magnetkraft und einen Labortest mit einem Eisenblock bis 1 kg. Bei dicker Kleidung, Daunenjacke, Springen oder Sprinten kann die Verbindung trotzdem unsicher werden. Für dynamische Nutzung ist ein sorgfältig sitzender Clip oft besser.

Sind die Magnete für Bankkarten oder Herzschrittmacher problematisch?

DJI empfiehlt ausdrücklich Abstand zu Bankkarten, Herzschrittmachern, RAM und Festplatten. Bei medizinischen Implantaten gelten die Sicherheitsvorgaben des Implantatherstellers.

Wie funktioniert der 5-%-Rabatt bei Globe-Flight?

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Fazit und Kaufempfehlung – wie gut ist das DJI Mic Mini 2S?

Das DJI Mic Mini 2S ist eines dieser Produkte, bei denen der wichtigste Fortschritt nicht spektakulär aussieht, bis etwas schiefgeht. Ein Funkabbruch, ein falsch eingestellter Kamerapegel oder ein leerer Empfänger kann eine einmalige Aufnahme ruinieren. Genau hier setzt der interne 24-Bit-/32-Bit-Float-Recorder an. Wird er gestartet oder passend automatisiert, verwandelt er den nur 12 g leichten Sender von einem reinen Funkmikrofon in eine eigenständig abgesicherte Tonquelle.

Dazu kommt ein erstaunlich breites System: ein Sender direkt am Smartphone oder an OsmoAudio, zwei Sender am mobilen Empfänger, bis zu vier Mini-Sender am Standardempfänger und – mit passender digitaler Hardware – vier getrennte Kanäle. KI-Geräuschunterdrückung, drei Klangprofile, Low-Cut, Sicherheitsspur und Adaptive Gain helfen Einsteigern, schneller zu brauchbarem Ton zu kommen. Fortgeschrittene können bei aktivierter interner Aufnahme eine möglichst neutrale Originaldatei für den Schnitt aufzeichnen.

Die Grenzen sind klar. Wer Timecode, Touchscreen, mehrere Empfänger oder gleichzeitige Original- und Edit-Dateien braucht, landet beim Mic 3. Wer nur ein sehr günstiges Mini-Funksystem ohne lokale Aufnahme sucht, kann mit dem Mic Mini 2 sparen und erhält sogar etwas mehr Akkureserve. Das Mini 2S trifft die Mitte besonders überzeugend: klein genug für jeden Tag, sicher genug für wichtige Aufnahmen und flexibel genug, um mit den eigenen Projekten zu wachsen.

Testfazit: Das DJI Mic Mini 2S macht professionelle Aufnahmesicherheit erstaunlich klein

Mit 14,5 GB internem Speicher, 32-Bit-Float, bis zu vier Sendern, 400-m-Idealreichweite, 11 Stunden Senderlaufzeit und breiter Gerätekompatibilität ist das Mic Mini 2S der bislang vollständigste Vertreter der Mini-Reihe. Besonders die aktivierte lokale Sicherheitsaufnahme ist im Alltag mehr wert als viele auffällige Komfortfunktionen. Kleine Abzüge gibt es für den displaylosen Empfänger, fehlenden Timecode, Single- statt Dualdatei und die Zusatzhardware für echten Vierkanalton. Für Vlogs, Interviews, Reportagen, Social-Content und mobile Produktionen ist das Gesamtpaket dennoch ausgesprochen stimmig.

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DJI Mic Mini 2S – alle technischen Daten im Überblick

Merkmal Angabe
Richtcharakteristik Omnidirektional
Abtastrate / Bittiefe 48 kHz; 24 Bit oder interne 32-Bit-Float-Aufnahme
Frequenzgang 20 Hz bis 20 kHz; mit Low-Cut 100 Hz bis 20 kHz
Mikrofonempfindlichkeit -36 ± 1 dBV bei 1 kHz und 94 dB SPL
Signal-Rausch-Abstand 72 dB
Äquivalentes Rauschen 22 dBA
Maximaler Schalldruck 126 dB SPL bei 1 % THD; 130 dB SPL bei 10 % THD
Interner Speicher ca. 14,5 GB pro Sender; keine externe Speicherkarte
Interne Speicherkapazität ca. 28 Stunden Audio bei 24 Bit; ca. 22 Stunden bei 32-Bit-Float
Dateiformat WAV; neue Datei alle 30 Minuten; Original oder bearbeitete Datei
Maximale Übertragungsreichweite 400 m Standardempfänger; 300 m Handy-Empfänger Grün; 200 m Handy-Empfänger Blau – jeweils unter Idealbedingungen
Kanalmodi Mono, Stereo, Quadraphonic; optionale -6-dB-Sicherheitsspur im Mono-Modus
Geräuschunterdrückung zweistufige KI-Geräuschunterdrückung: Basis und Stark
Stimmklang Regulär, Kräftig, Hell
Adaptive Verstärkung Anti-Clipping und Lautstärkebalance

Sender DMMT03

Abmessungen 28,58 × 28,04 × 13,52 mm
Gewicht ca. 12 g mit magnetischer Frontabdeckung, ohne Magnetclip und Magnet
Funkmodus GFSK 1 MBit/s und 2 MBit/s; 2,400 bis 2,4835 GHz; EIRP <16 dBm
Bluetooth Bluetooth 6.0; 2,400 bis 2,4835 GHz; EIRP <16 dBm
Max. Dateiübertragung ca. 34 MB/s
Akku Li-Ion, 124 mAh, 0,484 Wh, 3,91 V
Ladezeit / Laufzeit ca. 70 Minuten / ca. 11 Stunden unter DJI-Testbedingungen
Ladetemperatur 5 °C bis 45 °C
Betriebstemperatur -10 °C bis 45 °C

Standardempfänger DMMR03

Abmessungen 46,50 × 29,61 × 19,32 mm
Gewicht ca. 19 g einschließlich Schnittstellenabdeckung
Funkmodus GFSK 2 MBit/s; 2,400 bis 2,4835 GHz; EIRP <16 dBm
Bluetooth Bluetooth 6.0; 2,400 bis 2,4835 GHz; EIRP <16 dBm
Senderzahl bis zu vier kompatible Mini-Sender
Ausgänge 3,5 mm analog; USB-C, Handyadapter und MI-Kameraadapter digital
Akku Li-Ion, 185 mAh, 0,723 Wh, 3,91 V
Ladezeit / Laufzeit ca. 70 Minuten / ca. 10 Stunden unter DJI-Testbedingungen
Ladetemperatur 5 °C bis 45 °C
Betriebstemperatur -10 °C bis 45 °C

Empfänger für Mobilgeräte DMMR02

Abmessungen 39,26 × 27,26 × 8,97 mm
Gewicht ca. 6,5 g
Funk / Bluetooth GFSK 2 MBit/s; Bluetooth 5.3; 2,400 bis 2,4835 GHz; EIRP <20 dBm
Senderzahl bis zu zwei kompatible Sender
Stromversorgung über Smartphone oder externe USB-C-Quelle; kein eigener Akku ausgewiesen
Monitoring analog über USB-C-Kopfhörer oder analogen 3,5-mm-Adapter; max. 20 mW bei 1 kHz und 32 Ω
Ladetemperatur 5 °C bis 45 °C
Betriebstemperatur -10 °C bis 45 °C

Große Ladeschale DMMC03

Abmessungen / Gewicht 106,30 × 42,50 × 59,20 mm / ca. 160 g ohne Inhalt
Akku Li-Ion, 1.950 mAh, 7,55 Wh, 3,87 V
Ladespezifikation max. 5 V / 3 A
Ladezeit ca. 2 Stunden
Nachladungen zwei Sender und einen Empfänger ca. 3,2-mal vollständig
Gesamtnutzung bis ca. 40 Stunden unter DJI-Testbedingungen
Zusatzfunktionen Aufbewahrung, automatische Kopplung, Laden und Datenübertragung
Ladetemperatur 5 °C bis 40 °C
Betriebstemperatur -10 °C bis 45 °C

Kleine Ladeschale DMMCS2

Abmessungen / Gewicht 78,80 × 33,07 × 44,70 mm / ca. 71 g
Akku Li-Ion, 275 mAh, 1,07 Wh, 3,87 V
Ladespezifikation max. 5 V / 3 A
Ladezeit ca. 1 Stunde
Nachladungen einen Mic-Mini-2S-Sender ca. 1,5-mal
Zusatzfunktionen Aufbewahrung und Laden; keine automatische Kopplung, keine Datenübertragung
Ladetemperatur 5 °C bis 40 °C
Betriebstemperatur 5 °C bis 45 °C

Hinweis: Technische Daten, Kompatibilität, Lieferumfang, Firmware-Funktionen, Preise und Aktionsbedingungen können sich ändern. Für Vierkanalbetrieb, OsmoAudio, Smartphone-Apps und Sony-MI-Nutzung sind die aktuellen DJI-Kompatibilitätslisten sowie der tatsächliche Warenkorbinhalt maßgeblich.

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Kategorie Testberichte | Tags 32-Bit-Float, Akkulaufzeit, Ansteckmikrofon, Audioaufnahme, Audiotechnik, Content-Creation, Creator-Zubehör, DJI, DJI Mic, DJI Mic 3, DJI Mic Mini, DJI Mic Mini 2, DJI Mic Mini 2S, Dji Osmo, DJI OsmoAudio, Funkmikrofon, Funkreichweite, Geräuschunterdrückung, interne Aufnahme, Interview Mikrofon, Kamera Mikrofon, Kaufberatung, KI-Geräuschunterdrückung, Ladeschale, LAVALIER MIKROFON, Mikrofon Test, noAds, OsmoAudio, Podcast Mikrofon, Smartphone Mikrofon, testbericht, Vlogging, WIRELESS MIKROFON, Youtube

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