Bosch eBike Systems hat die eBike Flow App auf Version 1.38 gebracht – und das Update verändert, wie sich E-Bikes mit dem smarten System fahren und laden. Neu sind eine einstellbare Traktionskontrolle in drei Stufen, ein Drivetrain Tensioner, der sich jetzt pro Fahrmodus ein- und ausschalten lässt, ein eigener Display-Screen für Trick Check und eine Restladezeit-Anzeige, die beim Anstecken des Ladegeräts automatisch erscheint. Nicht jede Funktion erreicht jedes E-Bike: Traktionskontrolle und Tensioner gibt es nur für die Motoren Performance Line CX, CX-R und Cargo Line der aktuellen Generation.
Dieser Beitrag ordnet alle vier Funktionen den passenden Motoren und Displays zu, erklärt, warum ein App-Update allein nicht reicht, wie das Komponenten-Update abläuft, was Flow+ damit zu tun hat und für wen sich das Update lohnt. Grundlage sind Boschs Versionsseite zu 1.38, das Bosch Help Center sowie Berichte der Fachpresse vom 12. Oktober 2026. Ein eigenes Testrad mit 1.38 stand nicht zur Verfügung.
Stand: 14. Oktober 2026. eBike Flow 1.38 wird seit dem 12. Oktober über App Store und Google Play verteilt; Bosch weist darauf hin, dass die Anzeige im Store in Einzelfällen mehrere Tage dauern kann. Nach dem App-Update ist ein Komponenten-Update des E-Bikes nötig.

Das Wichtigste in 20 Sekunden
Was ist neu?
Traktionskontrolle in den Stufen deaktiviert, niedrig, mittel und hoch je Fahrmodus; Drivetrain Tensioner pro Fahrmodus schaltbar; Trick Check als eigener Display-Screen; Restladezeit in Stunden und Minuten auf dem Display.
Welche Motoren?
Traktionskontrolle und Tensioner: Performance Line CX-R (BDU386Y), Performance Line CX (BDU384Y), Cargo Line (BDU384Y). Trick Check zusätzlich für CX der Vorgängergeneration (BDU374Y), CX Race (BDU374Y) und SX (BDU314Y).
Kostet das etwas?
Nein. Alle vier Funktionen sind Teil der kostenlosen App. Nur die Restladezeit aus der Ferne in der App setzt das Abo Flow+ und ein ConnectModule voraus; auf dem Display ist sie kostenlos.
App-Update reicht nicht
Die Funktionen landen erst nach dem Komponenten-Update auf dem E-Bike, das die App per Bluetooth überträgt. Der Drivetrain Tensioner ist danach in allen Fahrmodi ausgeschaltet und muss bei Bedarf aktiviert werden.
Traktionskontrolle: Grip in drei Stufen, getrennt je Fahrmodus

Die Traktionskontrolle regelt das Motordrehmoment so, dass das Hinterrad auf losem oder rutschigem Untergrund nicht durchdreht. Sie ist nicht ganz neu: Bosch hatte sie im Frühjahr 2026 mit dem Performance Upgrade 2.0 als festen Bestandteil des eMTB+-Modus eingeführt, damals ohne Einstellmöglichkeit. Mit 1.38 wird sie für jeden individuellen Fahrmodus separat einstellbar – in den Stufen deaktiviert, niedrig, mittel und hoch. Bosch empfiehlt niedrige Stufen bei trockenen Bedingungen, um die volle Leistung auf den Trail zu bringen, und höhere Stufen auf losem, nassem oder technisch anspruchsvollem Untergrund.
Die Einstellung findet sich in der App über das Zahnrad auf dem Startbildschirm unter „Individuelle Fahrmodi > Erweitert > Traktionskontrolle“. Verfügbar ist die Funktion laut Bosch ausschließlich für die Performance Line CX-R (BDU386Y), die Performance Line CX (BDU384Y) und die Cargo Line (BDU384Y) – also die aktuelle Motorgeneration. Besitzer eines CX der Vorgängergeneration (BDU374Y), eines SX oder einer Performance Line ohne CX gehen bei dieser Funktion leer aus. Wer ein Lastenrad mit Cargo Line fährt, bekommt die Traktionskontrolle ebenfalls – auf nassem Kopfsteinpflaster mit Beladung durchaus sinnvoll.
Eine Einordnung aus der Fachpresse: Die Drehmomentreduzierung verbessert die Kontrolle spürbar, verhindert Durchdrehen unter Extrembedingungen aber nicht vollständig. Wer im Race- oder eMTB-Modus die volle Dynamik will, lässt die Traktionskontrolle dort auf „niedrig“ oder „deaktiviert“ und aktiviert sie nur im Tour- oder eMTB+-Profil für Nässe.
Drivetrain Tensioner: Endlich abschaltbar – und standardmäßig aus

Der Drivetrain Tensioner spannt den Antriebsstrang per Software leicht vor und reduziert so den Leerweg am Pedal: Beim Antreten setzt die Drive Unit die Kraft direkt in Vortrieb um, statt erst das Freilaufspiel zu überbrücken. Bosch hatte die Funktion mit Version 1.36 im Juli 2026 eingeführt – damals fest aktiviert in den Modi Race, eMTB und eMTB+ und nicht abschaltbar. Nutzer, die das straffere Antrittsgefühl nicht mochten, mussten den Modus wechseln.
Mit 1.38 lässt sich der Tensioner in der App für jeden individuellen Fahrmodus ein- oder ausschalten, also auch im Tour- oder Eco-Profil. Wichtig: Nach dem Update ist er laut Bosch standardmäßig in allen Fahrmodi deaktiviert. Wer das direkte Ansprechen aus 1.36 behalten will, muss es in den erweiterten Einstellungen der jeweiligen Modi bewusst aktivieren. Kompatibel sind dieselben Antriebe wie bei der Traktionskontrolle: CX-R (BDU386Y), CX (BDU384Y) und Cargo Line (BDU384Y). Eine Abhängigkeit von Ketten- oder Nabenschaltung nennt Bosch nicht; die Funktion sitzt in der Motorsteuerung.
Trick Check: Sprünge und Wheelies bleiben länger auf dem Display
Trick Check erkennt seit Version 1.34 Sprünge, Wheelies, Manuals und Stoppies und misst Höhe, Dauer, Distanz und Winkel. Bisher blendete das Display die Werte nur kurz ein. Mit 1.38 gibt es einen eigenen Screen „Trick Check“, der sich über die Display-Konfiguration in der eBike Flow App hinzufügen lässt. Nach dem Start einer Aktivität zeigt er „Warte auf Trick“, während eines erfassten Tricks laufen die Werte live mit, und nach dem Trick bleiben die Maximalwerte so lange sichtbar, bis der nächste Trick folgt.
Die Kompatibilitätsliste ist hier breiter als bei den Fahrfunktionen: Trick Check läuft mit Performance Line CX-R (BDU386Y), Performance Line CX (BDU384Y und BDU374Y), Performance Line CX Race (BDU374Y) und Performance Line SX (BDU314Y). Als Displays nennt Bosch Kiox 300, Kiox 400C, Kiox 500, Purion 200 und Purion 400 – mit einer Einschränkung: Die Display-Konfiguration, über die der Screen hinzugefügt wird, steht für das Purion 400 nicht zur Verfügung. Nach Angaben der Fachpresse lässt sich der Screen nur im Vollbild-Layout einbinden, nicht in Mehrfeld-Layouts.
Restladezeit: Das Display zeigt, wann der Akku voll ist

Die wohl alltagstauglichste Neuerung betrifft alle Smart-System-Räder: Sobald der Charger angeschlossen ist, erscheint auf dem Display automatisch die verbleibende Ladezeit bis 100 Prozent, angegeben in Stunden und Minuten; der aktuelle Ladestand bleibt daneben sichtbar. Eine Aktivierung ist nicht nötig, die Anzeige läuft über das Display, solange das Rad am Ladegerät hängt. Bosch nennt keine Einschränkung auf bestimmte Charger oder Akkus; ausgenommen ist nur das Intuvia 100, alle anderen Displays des smarten Systems zeigen die Restladezeit.
Wer die Ladezeit aus der Ferne in der App sehen möchte – etwa vom Büro aus, während das Rad in der Garage lädt –, braucht dafür Flow+ in Verbindung mit dem ConnectModule. Ohne Abo ist die Information auf das Display beschränkt. Ein Hinweis aus der Praxis der Fachpresse: Gegen Ende des Ladevorgangs, wenn der Akku ausbalanciert wird, springt die Restzeit nicht sofort auf null; die Anzeige ist eine Prognose, keine Garantie.
Am Rande bringt das Komponenten-Update laut Fachmedien in den Kiox-Einstellungen unter „Laden“ einen neuen Schalter „Schnellladen“, der derzeit ohne Wirkung ist. Er bereitet die Firmware auf den für Ende 2026 angekündigten Bosch 12A Charger vor; mit allen anderen Ladegeräten kann man ihn ignorieren. Wie sich Ladeverhalten und Ladezyklen auf die Lebensdauer eines Akkus auswirken, erklärt unser Ratgeber zur Akku-Lebensdauer bei E-Scootern – die Grundregeln gelten für E-Bike-Akkus genauso.
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Kompatibilität: Welches E-Bike bekommt welche Funktion
| Funktion | Antriebe | Display / Bedienung | Flow+ nötig? |
|---|---|---|---|
| Traktionskontrolle (deaktiviert / niedrig / mittel / hoch, je Fahrmodus) | Performance Line CX-R (BDU386Y), Performance Line CX (BDU384Y), Cargo Line (BDU384Y) | Einstellung in der App, displayunabhängig | nein |
| Drivetrain Tensioner (je Fahrmodus ein/aus, Standard: aus) | Performance Line CX-R (BDU386Y), Performance Line CX (BDU384Y), Cargo Line (BDU384Y) | Einstellung in der App, displayunabhängig | nein |
| Trick-Check-Screen | CX-R (BDU386Y), CX (BDU384Y, BDU374Y), CX Race (BDU374Y), SX (BDU314Y) | Kiox 300, Kiox 400C, Kiox 500, Purion 200, Purion 400 (Display-Konfiguration nicht am Purion 400) | nein |
| Restladezeit auf dem Display | alle Antriebe des smarten Systems | alle Displays außer Intuvia 100 | nein |
| Restladezeit in der App (aus der Ferne) | alle Antriebe des smarten Systems | – | ja, plus ConnectModule |
Der wichtigste Unterschied steckt in den Motornummern: Die Fahrfunktionen Traktionskontrolle und Tensioner sind an die BDU38x-Plattform gebunden, also an CX-R, CX und Cargo Line der aktuellen Generation. Der weit verbreitete CX der Vorgängergeneration (BDU374Y) und der leichte SX (BDU314Y) bekommen davon nichts, wohl aber den Trick-Check-Screen und die Restladezeit. Räder mit Performance Line, Active Line oder Active Line Plus profitieren nur von der Ladezeitanzeige. Grundvoraussetzung für alles ist ein E-Bike mit dem smarten System; ältere Räder mit Kiox, Nyon oder Purion der klassischen Generation nutzen die Flow App nicht.
Welche Räder konkret betroffen sind, hängt von der Ausstattung des Herstellers ab: Die 2026er Canyon Strive:ON-Modelle fahren je nach Variante mit CX der aktuellen Generation oder CX-R, Cubes AMS Hybrid 177 ebenfalls, während etwa das Cube AMS Hybrid ONE44 mit SX ausgestattet ist. Bei Unsicherheit hilft ein Blick in die App unter „Mein eBike“, wo die Drive Unit samt Typnummer steht. Einen Vergleich mit dem Konkurrenzsystem von DJI liefert unser Test des DJI Amflow PL mit Avinox-Antrieb.

So spielst du das Update ein: App zuerst, dann das E-Bike
Bosch trennt zwei Schritte, und genau daran scheitern viele Nutzer: Das App-Update aus dem Store bringt die neue Oberfläche, die Funktionen selbst stecken aber in der Komponenten-Firmware, die die App anschließend per Bluetooth auf das Rad überträgt. Bosch formuliert es so: Nach dem Herunterladen der neuen App-Version soll das E-Bike mit dem smarten System mittels der eBike Flow App aktualisiert werden, damit alle aufgeführten Funktionen nutzbar sind – und alle Komponenten sollen dabei am Rad montiert sein.
1App aktualisieren
eBike Flow im App Store oder bei Google Play auf Version 1.38 bringen. Wird das Update noch nicht angezeigt, hilft Geduld: Bosch nennt in Einzelfällen mehrere Tage, bis es im Store erscheint.
2Nach dem eBike-Update suchen
Rad einschalten, Smartphone in Bluetooth-Reichweite und mit dem Internet verbinden. In der App unter „Einstellungen > Mein eBike > eBike-Update“ auf „Nach eBike-Update suchen“ tippen – oder automatische Updates aktivieren.
3Download und Übertragung
Die App lädt das Paket und überträgt es per Bluetooth auf das Rad. Bosch veranschlagt dafür etwa 20 bis 30 Minuten; das E-Bike kann währenddessen normal gefahren werden, der Fortschritt steht auf der Karte „Software-Update“.
4Installation starten
„Jetzt installieren“ tippen, das Rad währenddessen nicht bewegen und keine Komponenten entfernen. Das E-Bike startet mindestens einmal neu und verliert dabei kurz die Verbindung zur App – das ist normal. Blinkende grüne LEDs an der Bedieneinheit zeigen die laufende Installation.
5Einstellungen prüfen
Nach dem Neustart den Drivetrain Tensioner in den gewünschten Fahrmodi aktivieren, die Traktionskontrolle je Modus setzen und bei Bedarf den Trick-Check-Screen über die Display-Konfiguration hinzufügen.
6Bei Problemen
Bleibt das Update hängen, hat sich in der Vergangenheit bewährt: App schließen, Rad aus- und einschalten, Bluetooth-Kopplung neu aufbauen und den Vorgang wiederholen. Im Zweifel hilft der Fachhändler mit dem Diagnosetool.
Eine Mindestladung des Akkus nennt Bosch im Help Center nicht. Da die Installation Neustarts einschließt, ist ein gut geladener Akku dennoch die sichere Wahl – das ist unsere Empfehlung, keine Herstellervorgabe. Nach erfolgreichem Update laufen die Komponenten laut Fachpresse auf Firmware-Stand 21.x. Für Version 1.38 selbst lagen bis Redaktionsschluss keine Berichte über fehlgeschlagene Updates vor.
Flow+ und ConnectModule: Was kostenpflichtig bleibt
Die gute Nachricht zuerst: Alle Fahrfunktionen aus 1.38 sind kostenlos. Flow+ spielt nur bei der Restladezeit eine Rolle, und auch dort nur für die Fernabfrage in der App. Flow+ kostet in Deutschland laut App-Store-Listing 4,99 Euro im Monat oder 39,99 Euro im Jahr; wer ein ConnectModule kauft, bekommt nach Händlerangaben zwölf Monate inklusive, ohne Modul gibt es einen Probemonat. Das Abo bündelt vor allem Funktionen, die das ConnectModule mit GPS und Mobilfunk voraussetzen – eBike Alarm, Ortung, Ladestand aus der Ferne und nun die Restladezeit –, dazu erweiterte Navigation und Statistiken, die auch ohne Modul laufen.
Das ConnectModule selbst wird als Nachrüstsatz mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 139 Euro gehandelt, in Varianten für die CX-/Cargo-Antriebe und die Performance Line. Für reine Trail- und Tourenfahrer ohne Diebstahlsorgen ist das Paket verzichtbar; wer das Rad regelmäßig im Freien abstellt, bekommt mit Alarm und Ortung einen Mehrwert, der mit der Ladezeitanzeige jetzt um ein kleines Komfortdetail wächst.
Einordnung: Was 1.38 gegenüber 1.34 bis 1.37 bringt
Bosch hat die Flow App 2026 in kurzen Abständen erweitert. 1.34 (April) brachte Trick Check, Navigations-Favoriten und die Herzfrequenz-Speicherung; 1.35 (Mai) das Performance Upgrade 2.0 mit bis zu 120 Newtonmetern für CX und CX-R sowie die erste, feste Traktionskontrolle im eMTB+-Modus; 1.36 (Juli) den einstellbaren Extended Boost, den nicht abschaltbaren Drivetrain Tensioner und den KI-Assistenten „eBike Assistant“ als Beta; 1.37 (August) im Wesentlichen das Teilen von Standorten aus anderen Karten-Apps.
Version 1.38 ist damit das erste größere Fahrfunktions-Update seit dem Sommer und löst vor allem ein Versprechen ein: die mit 1.36 angekündigte Abschaltbarkeit des Tensioners. Dass die Traktionskontrolle jetzt einstellbar ist, macht sie für Fahrer interessant, die den eMTB+-Modus bislang gemieden haben. Spektakulär ist das Update nicht, aber es gehört zu denen, die man am Rad tatsächlich spürt – vorausgesetzt, der Motor gehört zur aktuellen Generation.

Sofort updaten
CX, CX-R und Cargo Line der aktuellen Generation
Traktionskontrolle, Tensioner, Trick Check und Ladezeit – das volle Paket. Nach dem Update den Tensioner bewusst aktivieren, wenn das direkte Antrittsgefühl gewünscht ist.
Teilweise
CX der Vorgängergeneration, CX Race, SX
Trick-Check-Screen und Restladezeit kommen an, die beiden Fahrfunktionen nicht. Das Update lohnt sich trotzdem für die Ladezeitanzeige.
Nur Ladezeit
Performance Line, Active Line, Active Line Plus
Hier bleibt von 1.38 die Restladezeit auf dem Display – außer am Intuvia 100. Kein Grund zur Eile, aber auch kein Grund, das Update auszulassen.
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Häufige Fragen zu Bosch eBike Flow 1.38
Welche Motoren bekommen die Traktionskontrolle?
Nur die Performance Line CX-R (BDU386Y), die Performance Line CX (BDU384Y) und die Cargo Line (BDU384Y). Der CX der Vorgängergeneration (BDU374Y), der CX Race, der SX sowie Performance Line und Active Line sind ausgenommen.
Warum ist der Drivetrain Tensioner nach dem Update aus?
Bosch setzt ihn mit 1.38 in allen Fahrmodi standardmäßig auf „deaktiviert“. Wer das direktere Antrittsgefühl aus Version 1.36 behalten möchte, aktiviert ihn in der App in den erweiterten Einstellungen der gewünschten Fahrmodi.
Reicht das App-Update aus dem Store?
Nein. Die Funktionen stecken in der Komponenten-Firmware des E-Bikes. Nach dem App-Update muss das Rad über „Einstellungen > Mein eBike > eBike-Update“ aktualisiert werden; die Übertragung per Bluetooth dauert laut Bosch etwa 20 bis 30 Minuten, danach folgt die Installation mit Neustart.
Brauche ich Flow+ für die Restladezeit?
Nicht für die Anzeige auf dem Display – die erscheint auf allen Displays außer Intuvia 100 automatisch beim Anstecken des Chargers. Nur die Fernabfrage in der App setzt Flow+ und ein ConnectModule voraus.
Wie viele Stufen hat die Traktionskontrolle?
Bosch nennt vier Einstellungen: deaktiviert, niedrig, mittel und hoch – also drei aktive Stufen plus Aus, jeweils getrennt für jeden individuellen Fahrmodus.
Auf welchen Displays läuft der Trick-Check-Screen?
Auf Kiox 300, Kiox 400C, Kiox 500, Purion 200 und Purion 400. Da die Display-Konfiguration am Purion 400 nicht verfügbar ist, lässt sich der Screen dort nicht über die App hinzufügen. Nötig ist ein Motor CX-R, CX (beide Generationen), CX Race oder SX.
Was kostet Flow+?
Laut App-Store-Listing 4,99 Euro pro Monat oder 39,99 Euro pro Jahr. Mit dem Kauf eines ConnectModule sind nach Händlerangaben zwölf Monate enthalten, sonst gibt es einen Probemonat. Alle Fahrfunktionen aus 1.38 sind unabhängig davon kostenlos.
Was bedeutet der neue Schalter „Schnellladen“ im Kiox?
Er ist laut Fachpresse derzeit ohne Funktion und bereitet die Firmware auf den für Ende 2026 angekündigten Bosch 12A Charger vor. Mit heutigen Ladegeräten ändert er nichts.
Fazit: Ein Update für die aktuelle Motorgeneration – mit einem Komfortdetail für alle
eBike Flow 1.38 ist kein Feuerwerk, sondern Feinschliff: Die Traktionskontrolle wird vom festen eMTB+-Bestandteil zur einstellbaren Hilfe, der Drivetrain Tensioner verliert seinen Zwang, Trick Check bekommt einen eigenen Screen. Wer einen CX, CX-R oder Cargo Line der aktuellen Generation fährt, sollte das Update samt Komponenten-Update zügig einspielen und danach die Modi einmal durchgehen – sonst fehlt der Tensioner, der vorher automatisch aktiv war.
Für alle anderen bleibt die Restladezeit auf dem Display, und die ist im Alltag mehr wert, als sie klingt. Kostenlos ist alles; Flow+ braucht nur, wer die Ladezeit aus der Ferne sehen will. Bleibt der Wunsch, den Bosch noch offen lässt: ein Ladelimit bei 80 Prozent, das die Community seit Monaten fordert.
TransparenzQuellen und Datenbasis10 Einträge
Funktionsbeschreibungen, Motornummern und Displaylisten stammen von Boschs Versionsseite zu 1.38 (Herstellerangaben, abgerufen am 14. Oktober 2026). Der Update-Ablauf folgt dem Bosch Help Center. Preise für Flow+ und ConnectModule sind Store- und Händlerangaben; Praxisbeobachtungen stammen aus der Fachpresse. Ein eigenes Testrad mit 1.38 lag nicht vor.
- Bosch eBike Systems: Flow App Release 1.38 – Funktionen, Stufen, Kompatibilität, Hinweise zum Update (Herstellerquelle)
- Bosch eBike Systems Help Center: eBike-Update über die eBike Flow App – Ablauf, Dauer, LED-Signale (Herstellerquelle)
- Apple App Store: eBike Flow – Versionshistorie 1.34 bis 1.37.1, In-App-Preise für Flow+ (Store-/Marktquelle)
- Pedelec-Elektro-Fahrrad, 12. Oktober 2026 – Wiedergabe der Bosch-Pressemitteilung, Einstellpfade (Fachmedium)
- BIKE-Magazin, 12. Oktober 2026 – Einordnung von Traktionskontrolle und Tensioner (Fachmedium)
- GPS Radler, 12. Oktober 2026 – Firmware 21.x, Schalter „Schnellladen“, Beobachtung zur Ladezeit (Fachmedium)
- Elektrofahrrad24, 12. Oktober 2026 – Vollbild-Layout für Trick Check, Praxisanmerkungen (Händlerblog)
- Caschys Blog, 12. Oktober 2026 – Flow+-Voraussetzung für die Ladezeit in der App, Leserwünsche (Fachmedium)
- GPS Radler, 6. Juli 2026 – Version 1.36: Tensioner ohne Abschaltoption, Extended Boost (Fachmedium)
- BikeBiz, 1. Mai 2026 – Performance Upgrade 2.0 und Ankündigung des 12A Chargers (Fachmedium)
Disclaimer: Dieser Beitrag bietet allgemeine Informationen mit Stand 14. Oktober 2026 auf Basis von Herstellerdokumentation und Fachberichten; er stellt keinen eigenen Test dar. Ob ein konkretes E-Bike eine Funktion erhält, hängt von Drive Unit, Display, Firmwarestand und den Freigaben des Fahrradherstellers ab. Fahrfunktionen wie die Traktionskontrolle ersetzen keine angepasste Fahrweise; für Schäden durch unterbrochene Updates haftet die Redaktion nicht.
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