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SDUC-Speicherkarte: SanDisk 8 TB SD-Karte vor dem Start

SDUC-Speicherkarten im Check: SanDisk bringt 8 TB im SD-Format – warum die Karte in keiner Drohne und keiner Kamera funktioniert

Was passiert, wenn ein Hersteller die größte Speicherkarte der Geschichte auf den Markt bringt – und es kein einziges Gerät auf der Welt gibt, das sie lesen kann? Genau diese Situation entsteht gerade rund um SDUC. SanDisk steht nach zwei Jahren Verzögerung kurz davor, die weltweit erste 8-TB-SD-Karte und die weltweit erste 4-TB-microSD-Karte auszuliefern. Die Kapazität ist ein Rekord, der Rest ist ein Problem: Die Karten arbeiten am betagten UHS-I-Interface, garantieren im günstigsten Fall 10 MB/s Dauerschreibrate, sind nicht abwärtskompatibel und funktionieren ausschließlich in Geräten, die den SDUC-Standard ausdrücklich unterstützen. Solche Geräte existieren im Sommer 2026 praktisch nicht – weder als Kartenleser noch als Kamera und schon gar nicht als Drohne.

Direkt zum Kompatibilitätsproblem springen

Dieser Artikel ordnet die Meldung vollständig ein. Wir erklären, was der SDUC-Standard technisch wirklich ist, warum er anders als SDHC und SDXC keinen Fallback-Modus kennt, welche drei Karten SanDisk konkret plant, welche Widersprüche zwischen den Fachmedien bestehen, welche Kartenleser-Chips das Problem lösen sollen, warum eine falsche Formatierung im schlimmsten Fall Daten kostet, was die Karten voraussichtlich kosten werden und – für Drohnenpiloten am wichtigsten – warum SDUC für DJI, Autel und Co. auf absehbare Zeit komplett irrelevant bleibt. Am Ende steht eine klare Kaufempfehlung, welche Speicherkarte heute tatsächlich die richtige Wahl ist.

Daten- und Recherchestand: 6. August 2026. Grundlage sind die Spezifikationen der SD Association, die Original-Pressemitteilung von Western Digital zur NAB 2024, Berichte von der Computex 2026 sowie Herstellerangaben. Preise für noch nicht erhältliche Produkte sind ausdrücklich als Schätzungen gekennzeichnet.

Das Wichtigste zu SDUC auf einen Blick

  • SDUC ist eine reine Kapazitätsklasse: Sie deckt über 2 TB bis theoretisch 128 TB ab und sagt nichts über die Geschwindigkeit aus.
  • Drei Karten sind geplant: SanDisk Ultra SDUC mit 8 TB, SanDisk Ultra microSDUC mit 4 TB und SanDisk Extreme PRO SDUC mit 4 TB.
  • Alle drei nutzen UHS-I: maximal rund 104 MB/s theoretischer Durchsatz – und das betrifft im Wesentlichen nur die Leserate.
  • Schreibgarantie ist mager: V10 bedeutet 10 MB/s, V30 bei der Extreme PRO immerhin 30 MB/s Dauerschreibrate.
  • Keinerlei Abwärtskompatibilität: SDUC läuft nur in Geräten, die den Standard explizit unterstützen. Ein Fallback-Modus existiert nicht.
  • Selbst neue SD-Express-Leser scheitern: Das Problem ist die Adressierung des Speicherbereichs jenseits von 2 TB.
  • Keine einzige Kamera unterstützt SDUC: Weder Sony, Canon, Nikon, Panasonic noch Fujifilm haben Support angekündigt.
  • Keine Drohne unterstützt SDUC: DJI gibt für die Mavic 4 Pro maximal 1 TB microSDXC an, viele Modelle sogar nur 512 GB.
  • Rettung in Sicht: Genesys und Realtek zeigten auf der Computex 2026 Kombi-Kartenleser für UHS-II, SD Express und SDUC.
  • Preise sind nicht offiziell: Hochgerechnet werden rund 1.200 US-Dollar für die 4-TB-microSDUC und bis zu 2.200 US-Dollar für die 8-TB-Karte.
  • Marktumfeld verschärft die Lage: Der KI-Boom hat die Preise für Speicherkarten und Flash-Speicher massiv nach oben getrieben.
  • Kein Marktstart-Termin: SanDisk nennt bis heute weder ein Datum noch eine UVP noch ein vollständiges Datenblatt.

Inhaltsverzeichnis – SDUC-Speicherkarten 2026

  • Der aktuelle Stand: Was genau angekündigt wurde
  • Die drei SanDisk-SDUC-Karten im Detail
  • UHS-I oder UHS-II? Der Widerspruch in der Berichterstattung
  • SDUC erklärt: SD, SDHC, SDXC und die 128-TB-Grenze
  • Der Kompatibilitätsbruch – das eigentliche Problem
  • Neue Kartenleser: Genesys, Realtek und JMicron
  • Die Formatierungsfalle: GPT statt MBR
  • Tempo-Realität: Was V10, V30, A1 und A2 bedeuten
  • SDUC vs. SD Express vs. CFexpress im Vergleich
  • Was SDUC für Drohnenpiloten bedeutet
  • Preise, Schätzungen und die Speicherkrise
  • Chronologie: Von 2018 bis zur Computex 2026
  • Kaufberatung: Welche Karte heute wirklich sinnvoll ist
  • Ausblick: Wann SDUC im Alltag ankommt
  • Ausführliches FAQ zu SDUC
  • Fazit und Einordnung
  • Alle technischen Daten im Überblick

Der aktuelle Stand: ein Plakat auf einer Messe – und sonst nichts Offizielles

Die Meldung, die im Juni 2026 durch die gesamte deutsche Technikpresse gewandert ist, hat einen erstaunlich dünnen Ursprung. Auf der Computex 2026 in Taipeh war SanDisk selbst gar nicht als Aussteller vertreten. Am Stand der SD Association, also jener Organisation, die die SD-Kartenstandards definiert, hing jedoch ein Werbeplakat. Darauf abgebildet: neue SanDisk-Karten mit 4 und 8 TB Kapazität, versehen mit dem SDUC-Logo. Mehrere Mitarbeiter unterschiedlicher Firmen am selben Stand bestätigten unabhängig voneinander, dass diese Karten „in Kürze“ auf den Markt kommen sollen.


Mehr Substanz gibt es bis heute nicht. Auf Nachfrage reagierte SanDisk erst spät und ausweichend – man könne zum aktuellen Zeitpunkt keine Aussage treffen, wie Notebookcheck direkt von der Messe berichtete. Das bedeutet konkret: kein Launch-Datum, keine unverbindliche Preisempfehlung, kein vollständiges Datenblatt, keine Testmuster für die Presse. Was existiert, sind ein Messeplakat, mündliche Bestätigungen und die technischen Eckdaten, die bereits aus der ursprünglichen Ankündigung von 2024 bekannt waren.

Diese Zurückhaltung ist bemerkenswert, weil SanDisk dieselben Produkte schon einmal angekündigt hatte. Bereits im April 2024 stellte Western Digital – damals noch Mutterkonzern der Marke SanDisk – auf der NAB Show in Las Vegas die weltweit erste 4-TB-SD-Karte vor. In der offiziellen Pressemitteilung zur NAB 2024 war der Marktstart ausdrücklich für 2025 versprochen. Er fand nie statt. Im August 2024 folgte auf dem Flash Memory Summit die Ankündigung der 8-TB-SD-Karte und der 4-TB-microSD-Karte. Auch diese Produkte erschienen nie im Handel.

Interessant ist der Widerspruch zwischen Verband und Realität: Die SD Association erklärte Anfang 2026 öffentlich, SDUC-Karten mit mehreren Terabyte würden bereits ausgeliefert. Wo genau diese Produkte im Handel auftauchen, blieb allerdings offen – TechRadar hakte im Februar 2026 genau an diesem Punkt nach. Im Einzelhandel sind selbst gewöhnliche 2-TB-SDXC-Karten nach wie vor Mangelware.

Warum diese Meldung trotzdem relevant ist

Auch ohne Termin ist die Nachricht ein Signal. Ein neuer Speicherstandard scheitert klassischerweise am Henne-Ei-Problem: Ohne Karten baut niemand passende Geräte, ohne Geräte produziert niemand Karten. Wenn SanDisk tatsächlich liefert, ist die Karten-Seite erstmals besetzt – und die Hersteller von Kameras, Drohnen, Rekordern und Handhelds bekommen einen Grund, SDUC-Support in künftige Controller-Chips einzuplanen.

Die drei SanDisk-SDUC-Karten im Detail

Nach aktueller Informationslage plant SanDisk drei Modelle, verteilt auf zwei Produktlinien. Die Aufteilung ist ungewöhnlich, weil ausgerechnet die günstigere Ultra-Serie den Kapazitätsrekord holt, während die hochwertigere Extreme PRO-Reihe bei 4 TB stehen bleibt.

Modell Format Kapazität Bus Video Speed Class App Performance Max. Transfer (theoretisch)
SanDisk Ultra SDUC Full-Size SD 8 TB UHS-I (U1) V10 A1 ca. 104 MB/s
SanDisk Ultra microSDUC microSD 4 TB UHS-I (U1) V10 A1 ca. 104 MB/s
SanDisk Extreme PRO SDUC Full-Size SD 4 TB UHS-I (U3) V30 A2 ca. 104 MB/s

Auf dem Messeplakat abgebildet waren das microSD-Format mit 4 TB und das klassische SD-Format mit 8 TB, beide aus der Ultra-Serie. Eine 8-TB-microSDUC ist bislang nicht angekündigt, ebenso wenig eine 8-TB-Variante innerhalb der Extreme-PRO-Reihe. Gegenüber der Ur-Ankündigung von 2024 hat sich bei der Extreme PRO nichts verändert – ein detailliertes Datenblatt fehlt aber weiterhin.

Warum SanDisk mit der Ultra-Serie startet

Die Entscheidung wirkt auf den ersten Blick paradox, ergibt bei näherem Hinsehen aber Sinn. Die Ultra-Reihe ist bei SanDisk traditionell die Kapazitäts- und Preislinie, nicht die Performance-Linie. Eine 8-TB-Karte, die nur 10 MB/s Dauerschreibrate garantiert, wäre im Extreme-PRO-Portfolio ein Markenschaden – dort erwarten Käufer V30, V60 oder V90 und deutlich höhere Schreibraten.

Hinzu kommt ein physikalisches Argument. Um 8 TB in ein SD-Gehäuse zu bekommen, muss extrem dicht gestapelter NAND-Flash zum Einsatz kommen, typischerweise mit vielen Bits pro Zelle. Genau diese Konfiguration ist beim Schreiben langsam. Ein hoher Speed-Class-Wert wäre auf dieser Basis kaum zu halten, ohne die Kosten weiter explodieren zu lassen. Die Ultra-Serie ist also nicht die zweite Wahl, sondern die einzig ehrliche Einordnung für dieses Produkt.

Die Extreme PRO SDUC als eigentliche Profi-Option

Die SanDisk Extreme PRO SDUC mit 4 TB ist von den drei Karten die einzige, die für ernsthafte Videoaufnahmen infrage kommt. Sie erfüllt die Anforderungen der Video Speed Class 30 und garantiert damit eine Dauerschreibrate von mindestens 30 MB/s. Zusätzlich trägt sie das A2-Siegel, das bessere Zufallszugriffswerte für App-ähnliche Lasten bescheinigt.

Diese Karte war 2024 der eigentliche Star der NAB-Ankündigung. Western Digital bewarb sie ausdrücklich als weltweit erste 4-TB-UHS-I-SD-Karte und positionierte sie für 8K-Videoaufnahmen und anspruchsvolle Fotografie; schon damals war klar, dass dafür neue Lesegeräte nötig würden. Nach heutigen Maßstäben ist das eine sehr optimistische Einordnung – 30 MB/s garantierte Schreibrate reichen für 8K-Material in modernen Codecs schlicht nicht aus.

UHS-I oder UHS-II? Ein Widerspruch, der sich auflösen lässt

Wer mehrere Meldungen zu den neuen Karten liest, stößt auf eine Unstimmigkeit. Ein Teil der deutschen Berichterstattung schreibt der Extreme PRO SDUC ein UHS-II-Interface zu. Die überwiegende Mehrheit der Quellen – darunter der ursprüngliche Bericht von der Computex, die internationale Fachpresse und die Original-Pressemitteilung von 2024 – nennt dagegen eindeutig UHS-I.

Die plausibelste Erklärung ist eine Verwechslung zweier ähnlich aussehender Logos. Auf SD-Karten steht ein „U“ mit einer eingeschriebenen 3″ für die UHS Speed Class 3, also eine garantierte Mindestschreibrate von 30 MB/s. Das ist eine Geschwindigkeitsklasse. Davon völlig getrennt ist die Busgeneration, also UHS-I, UHS-II oder UHS-III, die sich äußerlich an der Anzahl der Pin-Reihen auf der Rückseite erkennen lässt. Eine UHS-I-Karte hat eine Pin-Reihe, eine UHS-II-Karte zwei.

Für den Praxisbezug ist der Unterschied gewaltig: UHS-I begrenzt den Durchsatz auf rund 104 MB/s, UHS-II ermöglicht theoretisch bis zu 312 MB/s. Da sowohl die Original-Ankündigung als auch die ausführliche Datenaufstellung von slashCAM und die Analyse von Tom’s Hardware übereinstimmend UHS-I nennen, ist UHS-I die belastbare Angabe. Abweichend davon führt ComputerBase für die Extreme PRO UHS-II auf – diese Angabe steht allein und deckt sich weder mit der Herstellermitteilung von 2024 noch mit den übrigen Berichten.

Vorsicht bei Sekundärquellen

Rund um dieses Thema kursieren mehrere falsche Angaben. Neben der UHS-II-Verwechslung findet sich in manchen Shop-Beschreibungen die Behauptung, SDUC-Karten ließen sich „in jedem Gerät“ mit SD-Slot nutzen. Das ist nachweislich falsch. Ebenfalls verbreitet: die Bezeichnung von SanDisk als Teil von Western Digital – seit der Abspaltung im Februar 2025 ist SanDisk ein eigenständiges, börsennotiertes Unternehmen.

SDUC erklärt: die vierte Kapazitätsstufe des SD-Standards

Um die Tragweite zu verstehen, hilft ein Blick auf die Geschichte des Formats. Die SD Association hat die Kapazität von SD-Karten in vier Stufen definiert, jeweils gekoppelt an das verwendete Dateisystem. Jede dieser Stufen brachte einen Kompatibilitätsbruch mit sich – SDUC allerdings den härtesten.

Standard Eingeführt Kapazität Dateisystem Partitionierung
SD 2000 bis 2 GB FAT16 MBR
SDHC 2006 4 bis 32 GB FAT32 MBR
SDXC 2009 64 GB bis 2 TB exFAT MBR
SDUC 2018 über 2 TB bis 128 TB exFAT GPT

Die offizielle Kapazitätsübersicht der SD Association definiert diese vier Stufen verbindlich. SDUC wurde im Juni 2018 mit der Spezifikation SD 7.0 eingeführt – gemeinsam mit SD Express. Der Standard ist also keineswegs neu, er ist im Sommer 2026 bereits acht Jahre alt, ohne dass jemals ein Produkt im Handel erschienen wäre.

SDUC sagt nichts über die Geschwindigkeit aus

Das ist der am häufigsten missverstandene Punkt. SDUC ist ausschließlich eine Kapazitätsklasse. Der Standard lässt sich laut Grundlagenbeitrag der SD Association zu SDUC grundsätzlich mit UHS-I, UHS-II, UHS-III oder SD Express kombinieren. Eine SDUC-Karte kann also theoretisch auch mit knapp 4 GB/s arbeiten – technisch spricht nichts dagegen.

Dass SanDisk ausgerechnet mit der langsamsten Variante startet, ist eine reine Produktentscheidung. Sie hat vermutlich mit Fertigungskosten, Wärmeentwicklung und Energiebudget zu tun: Ein PCIe-Controller in einer 8-TB-Karte würde deutlich mehr Strom ziehen und Wärme erzeugen, was in einem SD-Gehäuse ohne aktive Kühlung schnell problematisch wird.

Die verwirrende Vielfalt an SD-Logos

Der SD-Standard hat sich in den vergangenen Jahren regelrecht aufgefächert. Neben der Kapazitätsklasse existieren parallel:

  • Busgeneration: UHS-I (eine Pin-Reihe), UHS-II (zwei Pin-Reihen), SD Express (PCIe über die zweite Pin-Reihe) sowie SD Express 8.0 mit bis zu drei Pin-Reihen für PCIe Gen 4 x2 und knapp 4 GB/s.
  • Speed Class: die alten Klassen 2, 4, 6 und 10.
  • UHS Speed Class: U1 (10 MB/s) und U3 (30 MB/s).
  • Video Speed Class: V6, V10, V30, V60 und V90 – jeweils die garantierte Dauerschreibrate in MB/s.
  • App Performance Class: A1 und A2 für Zufallszugriffe, relevant bei App-Ausführung direkt von der Karte.
  • SD Express Speed Classes: mit der Spezifikation SD 9.1 im Oktober 2023 eingeführt, ausschließlich für SDXC-, SDUC-, microSDXC- und microSDUC-Karten mit SD-Express-Bus.

Für Käufer bedeutet das: Eine Karte kann gleichzeitig SDUC, UHS-I, U3, V30 und A2 sein. Erst die Kombination aller Angaben ergibt ein vollständiges Bild – und keine einzelne Angabe garantiert, dass die Karte im eigenen Gerät läuft.

Der Kompatibilitätsbruch – hier liegt das eigentliche Problem

Bei früheren Formatwechseln gab es zumindest teilweise Rückfallebenen. Eine UHS-II-Karte funktioniert in einem UHS-I-Slot einfach langsamer. Eine SD-Express-Karte arbeitet in einem alten Lesegerät im UHS-I-Modus weiter. Bei SDUC gibt es diesen Fallback nicht.

Der Grund ist die Adressierung des Speicherbereichs, wie slashCAM technisch aufschlüsselt. Ein Controller, der nur für den SDXC-Adressraum bis 2 TB ausgelegt ist, kann eine 8-TB-Karte schlicht nicht ansprechen. Er erkennt sie nicht – nicht langsamer, nicht teilweise, sondern gar nicht. SDUC nutzt zudem ein erweitertes SD-Protokoll, das zwingend aktuelle Treiber und eine passende Host-Implementierung voraussetzt.

Erschwerend kommt hinzu, dass man das von außen nicht sieht. Eine SDUC-Karte ist physisch identisch mit jeder anderen SD-Karte. Gleiche Abmessungen, gleiche Kontakte, gleiche Form. Wer eine solche Karte in eine bestehende Kamera schiebt, bekommt keinen Hinweis auf das eigentliche Problem, sondern im besten Fall eine Fehlermeldung – im schlechtesten Fall eine Aufforderung zum Formatieren.

Kartenleser scheitern
Selbst brandneue SD-Express-Kartenleser können nach aktuellem Stand nicht mit SDUC umgehen. Das betrifft ausdrücklich auch den professionellen Pro Reader von SanDisk selbst.
Kameras scheitern
Derzeit unterstützt kein einziges am Markt erhältliches Kameramodell SDUC. Sony, Canon, Nikon, Panasonic und Fujifilm haben für kommende Modelle nichts angekündigt.
Firmware reicht nicht
Da die Unterstützung im Host-Controller-Chip verankert sein muss, dürfte ein reines Firmware-Update bei bestehenden Geräten nicht ausreichen.
Historisches Muster
Ältere SDHC-Kameras können bis heute keine SDXC-Karten lesen – auch nach über anderthalb Jahrzehnten und trotz zahlreicher Firmware-Updates.

Die Parallele zu SD Express ist eine Warnung

Ein Blick auf den Schwesterstandard zeigt, wie lange solche Übergänge dauern können. microSD Express wurde 2019 eingeführt und blieb anschließend sechs Jahre lang praktisch bedeutungslos. Erst die Nintendo Switch 2 brachte 2025 den Durchbruch – und bis heute ist die Konsole das einzige Massenmarktgerät, das den Standard tatsächlich verlangt.

Für SDUC bedeutet das: Ohne ein einzelnes, sehr populäres Gerät, das die Karten zwingend braucht, kann sich der Standard über Jahre hinziehen. Ein solches Gerät ist derzeit nirgends in Sicht.

Immerhin: Die neuen Leser bleiben abwärtskompatibel

Eine gute Nachricht gibt es. Die kommenden SDUC-fähigen Kartenleser werden ihrerseits abwärtskompatibel sein und alle bisherigen SD-Kartenformate lesen können. Wer sich also ein solches Gerät zulegt, muss seine bestehende Kartensammlung nicht ersetzen. Der Bruch verläuft nur in eine Richtung: Neue Karten in alten Geräten funktionieren nicht, alte Karten in neuen Geräten schon.

Die Lösung kommt: 3-in-1-Kartenleser von Genesys und Realtek

Der konkreteste Fortschritt der Computex 2026 waren nicht die Karten, sondern die Lesegeräte. Am Stand der SD Association zeigten laut heise online sowohl Genesys als auch Realtek integrierte Kartenleser-Controller, die sich nach Herstellerangaben bereits in der Massenfertigung befinden.

Diese Plattformen können mehrere aktuelle SD-Standards parallel bedienen: schnelle UHS-II-Karten über beide Pin-Reihen, SD-Express-Karten über die zweite Pin-Reihe per PCI Express und zusätzlich SD Express 8.0 mit einer dritten Pin-Reihe für die nochmalige Verdopplung der Geschwindigkeit. Und eben auch SDUC.
Ein konkret genannter Baustein ist der Genesys GL9767. Ein praktischer Hinweis dazu: SD-8.0-Kartenleser benötigen für die dritte Pin-Reihe etwas mehr Einbautiefe im Slot – für Notebook-Hersteller und Hersteller kompakter Lesegeräte ist das ein relevantes Konstruktionsdetail.

Bereits Ende 2024 hatte der Chip-Hersteller JMicron eine Lösung vorgestellt, die einen Kartenleser für SDUC in Kombination mit SD Express ermöglicht. Der Hersteller beschreibt die entsprechende Plattform in seiner Produktübersicht zu SD-Express-Kartenlesern. Größere Kommunikation seitens der Industrie gab es damals allerdings nicht.

Was das für den Kaufzeitpunkt bedeutet

Wer heute einen neuen Kartenleser kauft, sollte sich darüber im Klaren sein, dass praktisch kein aktuell erhältliches Modell SDUC beherrscht. Wer die neuen Karten später nutzen möchte, wartet besser auf die erste Generation echter Kombi-Leser. Für alle anderen bleibt ein guter UHS-II-Leser weiterhin die sinnvollste Investition – er deckt alles ab, was heute tatsächlich am Markt ist.

Die Formatierungsfalle: warum GPT statt MBR gefährlich werden kann

Ein technisches Detail, das in den meisten Meldungen fehlt, hat unmittelbare Praxisrelevanz. SDUC nutzt zwar wie SDXC das Dateisystem exFAT, unterscheidet sich aber bei der Partitionierung grundlegend.

SDXC-Karten sind mit einem Master Boot Record (MBR) formatiert. MBR ist auf 2 TB begrenzt – genau deshalb endet SDXC dort. SDUC verwendet stattdessen eine GUID Partition Table (GPT), die Kapazitäten weit oberhalb dieser Grenze abbilden kann.

Die SD Association hat bereits im Dezember 2024 in einem Video ausdrücklich vor den Folgen gewarnt. Das Szenario: Eine SDUC-Karte landet in einem Nicht-SDUC-Kartenleser. Das Betriebssystem erkennt sie nicht korrekt und schlägt eine Formatierung vor. Stimmt der Anwender zu, wird die Karte im falschen Format beschrieben – mit möglichem Datenverlust und einer Karte, die anschließend auch in korrekter Hardware Probleme macht.

1
Nur mit SDUC-Hardware arbeiten
SDUC-Karten gehören ausschließlich in Kartenleser und Geräte, die den Standard ausdrücklich unterstützen.
2
Formatierungsangebote ablehnen
Schlägt ein Betriebssystem oder eine Kamera die Formatierung einer nicht erkannten Karte vor, sollte man grundsätzlich abbrechen.
3
Das offizielle Tool nutzen
Die SD Association empfiehlt ausdrücklich ihren eigenen SD Memory Card Formatter statt der Bordmittel des Betriebssystems.
4
Treiber aktualisieren
Selbst das offizielle Tool ist keine Garantie. Betriebssystem und Kartenleser-Treiber müssen SDUC ebenfalls unterstützen.

Der SD Memory Card Formatter der SD Association wurde bereits im Januar 2024 in Zusammenarbeit mit dem Dateisystem-Spezialisten Tuxera SDUC-tauglich gemacht und deckt Kapazitäten bis 128 TB ab. Er steht für Windows, macOS und Linux zur Verfügung. Die SD Association drängt seit damals Chipsatz-, Geräte- und Betriebssystemhersteller dazu, ihre SD-Treiber unverzüglich SDUC-fähig zu machen – ein deutliches Zeichen dafür, dass das Ökosystem eben noch nicht bereit ist.

Kuriose Namensverwirrung am Rande

Panasonic hat in der Vergangenheit eine Produktreihe mit der Bezeichnung „SDUC Gold Series“ vorgestellt, die es tatsächlich nur in SDHC- und SDXC-Kapazitäten gibt. Wer nach SDUC sucht, sollte deshalb nicht auf Produktnamen vertrauen, sondern ausschließlich auf die tatsächlich angegebene Kapazität. Alles bis einschließlich 2 TB ist per Definition kein SDUC.

Tempo-Realität: Was V10, V30, A1 und A2 wirklich bedeuten

Die Kapazitätszahl ist beeindruckend, die Geschwindigkeitsangaben sind es nicht. Um das einzuordnen, lohnt ein Blick auf die tatsächliche Bedeutung der Klassen. Entscheidend ist dabei die Unterscheidung zwischen Spitzenwert und garantierter Dauerleistung.

Die rund 104 MB/s des UHS-I-Busses sind ein theoretischer Maximalwert und betreffen bei diesen Karten im Wesentlichen die Leserate. Für die Aufnahme entscheidend ist die Schreibrate – und die ist durch die Video Speed Class definiert.

Klasse Garantierte Dauerschreibrate Praktisch geeignet für
V10 / U1 10 MB/s Full HD, moderate 4K-Bitraten, Dashcams, Fotoserien in JPEG
V30 / U3 30 MB/s 4K mit gängigen Bitraten, die meisten Consumer-Drohnen
V60 60 MB/s hochbitratiges 4K, 6K, erste 8K-Modi
V90 90 MB/s ProRes, ALL-I-Codecs, hochbitratiges 8K
A1 1.500 IOPS lesend, 500 IOPS schreibend Zufallszugriffe, App-Ausführung direkt von der Karte
A2 4.000 IOPS lesend, 2.000 IOPS schreibend anspruchsvollere Zufallszugriffe, Einplatinenrechner, Handhelds

Damit wird der Widerspruch offensichtlich: Eine 8-TB-Karte mit V10 braucht rein rechnerisch bei 10 MB/s garantierter Schreibrate rund 222 Stunden, um einmal vollständig gefüllt zu werden. Selbst bei optimistischen 90 MB/s in der Praxis wären es noch rund 25 Stunden. Wer 8 TB tatsächlich ausnutzen will, hat es also entweder mit sehr langen Aufzeichnungen oder mit einem reinen Archivmedium zu tun.

Für Filmschaffende bedeutet das konkret: Für 4K mit hohen Bitraten oder RAW-Workflows sind diese Karten ungeeignet. Dort bleibt CFexpress das Maß der Dinge – Digital Camera World kommt zur selben Einschätzung. Realistisch taugen die neuen SDUC-Karten eher als riesiger Datenspeicher für Proxy-Material, Langzeit-Timelapses, Dashcam-Dauerbetrieb, Überwachungssysteme, Drohnen mit moderaten Bitraten oder als Archivmedium.

SDUC, SD Express und CFexpress im direkten Vergleich

Um die Positionierung zu verstehen, hilft die Gegenüberstellung mit den konkurrierenden Formaten. Wichtig dabei: SDUC und SD Express sind keine Konkurrenten, sondern zwei unabhängige Erweiterungen desselben SD-Standards – die eine für Kapazität, die andere für Geschwindigkeit. CFexpress dagegen ist ein völlig eigenes Format.

Merkmal SDUC (SanDisk-Karten) SD Express CFexpress 4.0 Type B
Wofür gedacht maximale Kapazität maximale Geschwindigkeit im SD-Format professionelle Videoaufzeichnung
Schnittstelle UHS-I PCIe/NVMe PCIe Gen 4
Maximale Kapazität theoretisch 128 TB, real 8 TB angekündigt abhängig von Kapazitätsklasse real bis 4 TB erhältlich
Lesen (Spitze) ca. 104 MB/s bis ca. 4.000 MB/s (SD Express 8.0) bis ca. 3.700 MB/s
Schreiben (garantiert) 10 bis 30 MB/s je nach SD Express Speed Class ca. 3.100 MB/s dauerhaft bei VPG1600
Verfügbarkeit noch nicht im Handel erhältlich, aber wenige Modelle breit verfügbar
Geräteunterstützung praktisch keine überwiegend Nintendo Switch 2, erste Notebooks viele Profikameras
Abwärtskompatibilität keine läuft in alten Slots im UHS-I-Modus nicht anwendbar, eigenes Format

Die Zahlen führen zu einer unbequemen Erkenntnis: Eine 4-TB-CFexpress-4.0-Karte kostete zum Marktstart im April 2026 rund 1.799 US-Dollar. Die geschätzten Preise für die 4-TB-microSDUC liegen in ähnlicher Größenordnung – bei einer rund hundertfach niedrigeren Schreibgeschwindigkeit. Wer den Speicherplatz für professionelle Videoproduktion braucht, greift also nicht zu SDUC.

Was SDUC für Drohnenpiloten bedeutet – die ehrliche Antwort

Für Drohnenpiloten lautet die kurze Antwort: vorerst gar nichts. Die längere Antwort ist interessanter, weil sie zeigt, wo die tatsächlichen Grenzen liegen.

Die Speicherkartenslots aktueller Consumer-Drohnen sind durchweg UHS-I-Slots mit SDXC-Unterstützung. DJI gibt für die Mavic 4 Pro als maximale Kapazität 1 TB microSDXC an. Für viele weitere Modelle liegt die offizielle Obergrenze bei 512 GB, bei älteren Drohnen teilweise sogar bei 256 oder 128 GB – nachzulesen in der offiziellen DJI-Liste empfohlener Speicherkarten. Eine SDUC-Karte würde in keinem dieser Slots erkannt – unabhängig davon, wie schnell oder langsam sie ist.

Hinzu kommt, dass der Bedarf schlicht nicht existiert. Die Flugzeit einer Consumer-Drohne liegt bei rund 30 bis 45 Minuten pro Akku. Selbst mit fünf Akkus und durchgehender 6K-Aufzeichnung kommt man kaum über wenige hundert Gigabyte am Tag. Wer 8 TB in eine Drohne stecken wollte, müsste rein rechnerisch über Wochen ununterbrochen filmen, ohne die Karte je auszulesen.

Kapazität ist nicht das Nadelöhr
Der limitierende Faktor beim Drohnenfliegen ist die Akkulaufzeit, nicht der Speicherplatz. Eine 512-GB- oder 1-TB-Karte reicht für praktisch jeden Einsatztag.
Geschwindigkeit ist wichtiger
Für 4K und 6K mit hohen Bitraten zählt eine zuverlässige Dauerschreibrate. V30 ist Pflicht, A2 empfehlenswert – nicht die maximale Kapazität.
UHS-II bringt in der Drohne nichts
Da der Kartenslot UHS-I ist, schreibt auch eine teurere UHS-II-Karte im Fluggerät nicht schneller. Der Vorteil zeigt sich nur beim Auslesen am Kartenleser.
Herstellerlisten beachten
DJI führt für jede Drohne eine Liste empfohlener Karten. Wer davon abweicht, riskiert Aufnahmeabbrüche – besonders bei hohen Bitraten.

Könnte SDUC später doch für Drohnen relevant werden?

Denkbar ist es – aber nicht in der aktuellen Form. Ein Szenario, in dem SDUC für Fluggeräte Sinn ergäbe, wäre der professionelle oder industrielle Bereich: Kartierungsflüge, LiDAR-Datenerfassung, Langzeitinspektionen, BVLOS-Missionen oder Drohnen, die tagelang an einer Station stehen und periodisch Daten sammeln.

Dort können Datenmengen tatsächlich in den Terabyte-Bereich wachsen. Voraussetzung wäre allerdings, dass die Drohnenhersteller SDUC im Host-Controller ihrer Kameraeinheit verankern. Das ist kein Firmware-Thema, sondern eine Hardware-Entscheidung für die nächste Gerätegeneration. Aktuell hat kein einziger Hersteller entsprechende Pläne kommuniziert. Wer sich vorher orientieren möchte, welche Karten heute tatsächlich zu welcher Drohne passen, findet in unserem Ratgeber zur besten Speicherkarte für Drohnen eine praxisnahe Übersicht. Für die aktuelle Topdrohne von DJI lohnt zusätzlich der Blick in unseren Spezialartikel zur Speicherkarte für die DJI Mavic 4 Pro.

Preise: keine offiziellen Angaben, aber sehr konkrete Schätzungen

SanDisk hat bislang weder eine UVP noch einen Preiskorridor kommuniziert. Die kursierenden Zahlen sind Hochrechnungen auf Basis der aktuellen Preisstaffelung der Extreme-PRO-Reihe.

Ausgangspunkt der Preisrechnung von Tom’s Hardware: SanDisk verkauft die Extreme PRO mit 2 TB im microSD-Format für rund 569,99 US-Dollar und im SD-Format für rund 549,99 US-Dollar. Beide Preise entsprechen etwa dem Doppelten der 1-TB-Variante – die Skalierung ist also nahezu linear. Rechnet man diese Logik fort, ergeben sich grob:

4 TB microSDUC
ca. 1.200 US-Dollar (Schätzung)
8 TB SDUC
ca. 2.200 US-Dollar (Schätzung)
4 TB SDUC Extreme PRO
keine belastbare Schätzung
Offizielle UVP
bislang nicht kommuniziert

Die Speicherkrise treibt die Preise zusätzlich

Diese Schätzungen könnten sogar zu niedrig ausfallen, denn das Marktumfeld ist derzeit extrem angespannt. Seit Ende 2025 herrscht eine globale NAND-Flash-Knappheit. Die Ursache ist der Boom bei KI-Rechenzentren, der hochwertige Speicherchips in großem Stil aus dem Consumer-Markt abzieht.

Die Folgen sind messbar. Branchenberichte aus dem Frühjahr 2026 sprechen von Durchschnittspreisanstiegen um rund 124 Prozent gegenüber 2025 quer durch das Sortiment – von USB-Sticks bis zu Speicherkarten. Einzelne Produkte legten noch deutlich stärker zu. In einzelnen Regionen haben Hersteller die Auftragsannahme für bestimmte Speicherkarten-Serien zeitweise ausgesetzt.

Als Referenzpunkt: Eine SanDisk Extreme PRO UHS-II mit 2 TB tauchte zwischenzeitlich zu rund 2.000 US-Dollar im Handel auf. Das relativiert die Schätzung für die 8-TB-SDUC-Karte deutlich – sie könnte am Ende teurer ausfallen als gedacht.

Preisprognose mit Vorsicht genießen

Alle genannten Zahlen sind Hochrechnungen ohne Herstellerbestätigung. Sobald SanDisk offizielle Preise nennt, können sie sowohl deutlich darunter als auch darüber liegen. Historisch tendieren erste Produkte eines neuen Standards zu einem Aufschlag, der sich nach ein bis zwei Jahren abbaut.

Chronologie: acht Jahre SDUC ohne ein einziges Produkt

Die Geschichte des Standards erklärt, warum in der Branche eine gewisse Skepsis herrscht. Sie ist eine Abfolge von Ankündigungen, denen nichts folgte.

Zeitpunkt Ereignis
Juni 2018 Die SD Association veröffentlicht die Spezifikation SD 7.0 mit SD Express und SDUC. Die Kapazitätsgrenze steigt von 2 TB auf 128 TB.
Mai 2020 SD Express 8.0 erscheint und hebt die theoretische Transferrate auf knapp 4 GB/s. SDUC-Karten können den Bus mitnutzen.
Oktober 2023 Die Spezifikation SD 9.1 definiert neue SD Express Speed Classes, ausdrücklich auch für SDUC- und microSDUC-Karten.
Januar 2024 Der SD Memory Card Formatter wird gemeinsam mit Tuxera SDUC-tauglich gemacht und deckt Kapazitäten bis 128 TB ab.
April 2024 Western Digital kündigt auf der NAB Show die weltweit erste 4-TB-SD-Karte an: SanDisk Extreme PRO SDUC UHS-I, Marktstart für 2025 versprochen.
August 2024 Auf dem Flash Memory Summit folgen die Ankündigungen der 8-TB-SD-Karte und der 4-TB-microSD-Karte.
Dezember 2024 Die SD Association mahnt die Industrie per Video, Treiber und Firmware für SDUC vorzubereiten, und warnt vor Fehlformatierungen.
Februar 2025 Western Digital spaltet sich auf: Das Festplattengeschäft bleibt, die komplette Flash-Sparte wird als eigenständige SanDisk Corporation ausgegliedert.
2025 Der versprochene Marktstart bleibt vollständig aus. Kein einziges SDUC-Produkt erscheint im Handel.
Februar 2026 Die SD Association erklärt, Multi-Terabyte-SDUC-Karten würden bereits ausgeliefert – ohne konkrete Produkte zu benennen.
Juni 2026 Auf der Computex zeigt ein Plakat am Stand der SD Association die neuen SanDisk-Karten. Mehrere Firmen bestätigen einen baldigen Marktstart.
Juni 2026 Genesys und Realtek stellen erste Kartenleser-Controller vor, die UHS-II, SD Express und SDUC gemeinsam beherrschen.
August 2026 Stand heute: keine Karte im Handel, kein Termin, kein Preis, kein SDUC-fähiges Endgerät auf dem Markt.

Der Konzernumbau als möglicher Grund für die Verzögerung

Ein Teil der zweijährigen Pause lässt sich wohl mit der Unternehmensentwicklung erklären. Western Digital hatte SanDisk 2016 für rund 19 Milliarden US-Dollar übernommen und als Flash-Sparte integriert. Unter diesem Dach erfolgte 2024 auch die ursprüngliche Ankündigung.

Im Februar 2025 spaltete sich Western Digital auf Druck aktivistischer Investoren auf. Das klassische Festplattengeschäft blieb bei Western Digital, die komplette Flash-Sparte wurde als eigenständige, börsennotierte SanDisk Corporation ausgegliedert. Der jetzige zweite Anlauf fällt damit in die Post-Spin-off-Phase eines Unternehmens, das sich neu sortieren musste. Passend dazu war auf der Computex 2026 Western Digital als Aussteller vertreten, SanDisk selbst dagegen nicht.

Kaufberatung: Welche Speicherkarte heute wirklich die richtige ist

Aus der gesamten Analyse folgt eine sehr klare Empfehlung: Für nahezu alle Anwender ist SDUC im Jahr 2026 keine Option. Nicht, weil die Technik schlecht wäre, sondern weil es kein Gerät gibt, in dem sie funktioniert.

Sinnvolle Wahl heute

  • Für Drohnen: microSDXC mit UHS-I, U3, V30 und A2, 256 GB bis 1 TB
  • Für Systemkameras: SDXC UHS-II mit V60 oder V90
  • Für hochbitratiges Video: CFexpress Type A oder Type B je nach Kamera
  • Für die Nintendo Switch 2: microSD Express
  • Für Kartenleser: ein solides UHS-II-Modell, gern mit CFexpress-Slot
  • Immer: Karten aus der Empfehlungsliste des Geräteherstellers

Aktuell keine sinnvolle Wahl

  • SDUC-Karten jeglicher Art, solange kein passendes Endgerät vorhanden ist
  • Der Kauf „auf Vorrat“ in Erwartung künftiger Geräteunterstützung
  • Kartenleser ohne ausdrückliche SDUC-Angabe, wenn SDUC das Ziel ist
  • Sehr günstige No-Name-Karten mit unrealistischen Kapazitätsangaben
  • UHS-II-Karten für Drohnen mit UHS-I-Slot, sofern nur die Drohne zählt
  • Formatieren von Karten mit Betriebssystem-Bordmitteln bei Unsicherheit

Warum mehrere kleinere Karten meist die bessere Strategie sind

Es gibt ein grundsätzliches Argument gegen Riesenkarten, das unabhängig von SDUC gilt: Risikostreuung. Eine defekte, verlorene oder beschädigte 8-TB-Karte nimmt das gesamte Material eines Projekts mit. Vier Karten zu je 1 TB verteilen dieses Risiko und lassen sich zudem parallel auslesen und archivieren.

Hinzu kommt die Auslesezeit. Eine vollständige 8-TB-Karte über UHS-I mit realistisch etwa 90 MB/s zu übertragen, dauert rund 25 Stunden. Selbst über einen künftigen SD-Express-Anschluss mit 900 MB/s wären es noch gut zweieinhalb Stunden. Für Workflows mit engem Zeitplan ist das ein ernstzunehmender Faktor.

Schließlich ist da die Frage der Datensicherheit. Flash-Speicher ist kein Langzeitarchiv. Wer Material dauerhaft aufbewahren will, sollte es auf redundante Datenträger überspielen – eine Speicherkarte, egal welcher Größe, ist ein Transportmedium, kein Backup.

Ausblick: Wann SDUC tatsächlich im Alltag ankommt

Realistisch verläuft die Einführung in drei Etappen, und die erste hat gerade erst begonnen.

Etappe eins – Karten und Kartenleser. SanDisk liefert die ersten Karten, Genesys und Realtek bringen die passenden Controller in Kombi-Lesegeräte. Dieser Schritt könnte noch 2026 abgeschlossen sein. Nutzbar sind die Karten damit an Computern, in Backup-Lösungen, Rekordern und industriellen Systemen, deren Hersteller den Support kurzfristig nachziehen.

Etappe zwei – erste Endgeräte. Kamerahersteller müssten SDUC in die Controller ihrer nächsten Modellgeneration einbauen. Da Kameramodelle typischerweise in Zwei- bis Vierjahreszyklen entstehen und derzeit keine Ankündigung existiert, ist frühestens ab 2027 mit ersten Geräten zu rechnen. Wahrscheinlicher ist ein späterer Zeitpunkt.

Etappe drei – Massenmarkt. Erst wenn ein populäres Gerät SDUC zwingend voraussetzt, wird der Standard breit. Beim Schwesterstandard microSD Express dauerte genau dieser Schritt sechs Jahre. Für SDUC gibt es bislang keinen erkennbaren Kandidaten.

Ein möglicher Beschleuniger ist die Marktentwicklung insgesamt. Die SD Association hat den Übergang zu SDUC in ihrem Trendbericht für 2026 zu einem der prägenden Themen erklärt und verweist auf KI-gesteuerte Workloads, Edge-Computing, immersive Medien und Drohnen als Treiber wachsender Datenmengen. Der Verband rechnet außerdem mit einem jährlichen Wachstum von knapp acht Prozent im Markt für schnelle Kartenlesegeräte bis 2033.

Nächste mögliche Newsfenster

Konkrete Neuigkeiten sind am ehesten von den kommenden Branchenterminen zu erwarten. Die SD Association listet ihre Messeauftritte selbst auf: im August 2026 die Future of Memory and Storage in Santa Clara, Ende August die Gamescom in Köln. Hinzu kommen die IFA sowie die traditionell im Herbst stattfindenden Kameravorstellungen. Ob dort tatsächlich ein Marktstart verkündet wird, ist offen.

FAQ zu SDUC-Speicherkarten

Was bedeutet SDUC eigentlich?

SDUC steht für Secure Digital Ultra Capacity. Es handelt sich um die vierte Kapazitätsklasse des SD-Standards nach SD, SDHC und SDXC. SDUC deckt Kapazitäten von über 2 TB bis theoretisch 128 TB ab und wurde im Juni 2018 mit der Spezifikation SD 7.0 eingeführt.

Sind SDUC-Karten schon zu kaufen?

Nein. Stand August 2026 ist keine SDUC-Karte im regulären Handel erhältlich. SanDisk hat drei Modelle angekündigt, nennt aber weder ein Marktstartdatum noch eine unverbindliche Preisempfehlung. Die einzige greifbare Bestätigung stammt von einem Messeplakat auf der Computex 2026 sowie von mündlichen Aussagen mehrerer Firmen vor Ort.

Welche SDUC-Karten hat SanDisk konkret angekündigt?

Drei Modelle: eine SanDisk Ultra SDUC mit 8 TB im Full-Size-SD-Format, eine SanDisk Ultra microSDUC mit 4 TB im microSD-Format und eine SanDisk Extreme PRO SDUC mit 4 TB im Full-Size-SD-Format. Die beiden Ultra-Modelle sind mit V10 und A1 spezifiziert, die Extreme PRO mit V30 und A2.

Funktioniert eine SDUC-Karte in meiner vorhandenen Kamera?

Nein. SDUC-Karten laufen ausschließlich in Geräten, die den Standard ausdrücklich unterstützen. Derzeit unterstützt kein einziges am Markt erhältliches Kameramodell SDUC. Weder Sony, Canon, Nikon, Panasonic noch Fujifilm haben entsprechenden Support für kommende Modelle angekündigt.

Funktioniert eine SDUC-Karte in meiner Drohne?

Nein. Alle aktuellen Consumer-Drohnen setzen auf SDXC-Slots mit UHS-I. DJI gibt für die Mavic 4 Pro eine maximale Kapazität von 1 TB an, für viele weitere Modelle liegt die Obergrenze bei 512 GB. Eine SDUC-Karte würde in keinem dieser Slots erkannt werden.

Kann ein Firmware-Update SDUC nachrüsten?

Sehr wahrscheinlich nicht. Die SDUC-Unterstützung muss im Host-Controller-Chip selbst verankert sein. Ein reines Firmware-Update dürfte bei bestehenden Geräten deshalb nicht ausreichen. Als Beleg dient der historische Vorgänger: Ältere SDHC-Kameras können bis heute keine SDXC-Karten lesen.

Warum funktionieren nicht einmal neue SD-Express-Kartenleser?

Das Problem liegt in der Adressierung des Speicherbereichs. Ein Kartenleser, der nur für den SDXC-Adressraum bis 2 TB ausgelegt ist, erkennt eine SDUC-Karte schlicht nicht. SD Express beschreibt die Übertragungsgeschwindigkeit, nicht die Kapazitätsadressierung – beide Erweiterungen sind voneinander unabhängig.

Wann kommen SDUC-fähige Kartenleser?

Auf der Computex 2026 zeigten Genesys und Realtek Kartenleser-Controller, die UHS-II, SD Express und SDUC gemeinsam beherrschen und sich nach Herstellerangaben in Massenfertigung befinden. Fertige Endgeräte im Handel gibt es Stand August 2026 aber noch nicht in nennenswerter Zahl.

Sind SDUC-Karten schneller als bisherige SD-Karten?

Nein, im Gegenteil. Die angekündigten SanDisk-Modelle nutzen das UHS-I-Interface mit theoretisch rund 104 MB/s. Garantiert wird eine Dauerschreibrate von 10 MB/s bei den Ultra-Modellen und 30 MB/s bei der Extreme PRO. Eine gute UHS-II-Karte ist beim Schreiben um ein Vielfaches schneller.

Ist SDUC dasselbe wie SD Express?

Nein. SDUC ist eine reine Kapazitätsklasse, SD Express eine Übertragungstechnik auf Basis von PCIe und NVMe. Beide lassen sich kombinieren – eine Karte kann gleichzeitig SDUC und SD Express sein. Die angekündigten SanDisk-Karten sind das jedoch nicht; sie bleiben bei UHS-I.

Warum nutzt SDUC GPT statt MBR?

Der Master Boot Record ist auf 2 TB begrenzt – genau deshalb endet SDXC bei dieser Kapazität. SDUC verwendet stattdessen eine GUID Partition Table, die deutlich größere Datenträger abbilden kann. Das Dateisystem bleibt in beiden Fällen exFAT.

Kann eine SDUC-Karte durch falsche Formatierung beschädigt werden?

Die SD Association hat ausdrücklich vor diesem Szenario gewarnt. Landet eine SDUC-Karte in einem Nicht-SDUC-Kartenleser, erkennt das System sie unter Umständen nicht und schlägt eine Formatierung vor. Wird diese durchgeführt, kann die Karte im falschen Format beschrieben werden. Formatierungsangebote bei nicht erkannten Karten sollte man daher grundsätzlich ablehnen.

Womit sollte man SDUC-Karten formatieren?

Die SD Association empfiehlt ausdrücklich ihren eigenen SD Memory Card Formatter statt der Bordmittel des Betriebssystems. Das Tool wurde bereits Anfang 2024 SDUC-tauglich gemacht und deckt Kapazitäten bis 128 TB ab. Es ist für Windows, macOS und Linux verfügbar. Eine Garantie ist das allerdings nicht – die Treiber des Betriebssystems müssen ebenfalls SDUC unterstützen.

Was kosten SDUC-Karten voraussichtlich?

Offizielle Preise gibt es nicht. Hochgerechnet auf Basis der aktuellen Extreme-PRO-Preisstaffelung ergeben sich grob 1.200 US-Dollar für die 4-TB-microSDUC und bis zu 2.200 US-Dollar für die 8-TB-SDUC-Karte. Angesichts der aktuellen Flash-Knappheit könnten die tatsächlichen Preise auch darüber liegen.

Warum sind Speicherkarten derzeit generell so teuer?

Seit Ende 2025 herrscht eine globale NAND-Flash-Knappheit. Hochwertige Speicherchips werden in großem Umfang für KI-Rechenzentren abgezweigt, wodurch weniger Kapazität für Consumer-Produkte bleibt. Branchenberichte aus dem Frühjahr 2026 sprechen von Durchschnittspreisanstiegen um rund 124 Prozent gegenüber 2025.

Wie lange dauert es, eine 8-TB-Karte zu füllen?

Bei der garantierten Dauerschreibrate von 10 MB/s rechnerisch rund 222 Stunden. Selbst bei optimistischen 90 MB/s in der Praxis wären es noch etwa 25 Stunden ununterbrochenes Schreiben. Genau darin liegt einer der Kritikpunkte an der Kombination aus riesiger Kapazität und langsamem Interface.

Erkennt man SDUC-Karten von außen?

Nur am aufgedruckten Logo. SDUC-Karten sind physisch identisch mit SD-, SDHC- und SDXC-Karten – gleiche Abmessungen, gleiche Kontakte. Auf dem Etikett steht das SDUC-Symbol, ansonsten unterscheidet sie nichts. Genau das birgt Verwechslungsgefahr im Alltag.

Gibt es SDUC-Karten auch von anderen Herstellern?

Bislang nicht. SanDisk ist der einzige Hersteller mit konkret angekündigten SDUC-Produkten. Andere Anbieter dürften nachziehen, sobald sich abzeichnet, dass ausreichend kompatible Endgeräte auf den Markt kommen. Vorsicht bei Produktnamen: Es gab bereits Serien mit „SDUC“ im Namen, die tatsächlich nur SDHC- und SDXC-Kapazitäten boten.

Lohnt es sich, jetzt schon eine SDUC-Karte zu kaufen?

Nein. Ohne kompatibles Endgerät ist die Karte unbenutzbar. Selbst wer bereit wäre, den hohen Preis zu zahlen, könnte die Daten weder schreiben noch auslesen. Sinnvoll wird ein Kauf erst, wenn sowohl ein SDUC-fähiger Kartenleser als auch ein passendes Aufnahmegerät vorhanden sind.

Welche Karte sollte ich stattdessen für meine Drohne kaufen?

Für Consumer-Drohnen ist eine microSDXC-Karte mit UHS-I, U3 beziehungsweise V30 und A2-Kennzeichnung die richtige Wahl, typischerweise mit 256 GB bis 1 TB. Entscheidend ist eine zuverlässige Dauerschreibrate, nicht die maximale Kapazität. Man sollte sich zusätzlich an der Empfehlungsliste des Drohnenherstellers orientieren.

Bringt eine UHS-II-Karte in der Drohne einen Vorteil?

Beim Aufnehmen nicht. Die Kartenslots aktueller Drohnen sind UHS-I-Slots, eine UHS-II-Karte arbeitet dort im UHS-I-Modus. Der Vorteil zeigt sich ausschließlich beim späteren Auslesen an einem UHS-II-Kartenleser am Computer.

Ist SDUC damit gescheitert?

Das wäre voreilig. Der Standard funktioniert technisch, und mit den ersten Karten sowie den kommenden Kombi-Kartenlesern entsteht überhaupt erst die Grundlage für eine Verbreitung. Realistisch ist SDUC aber ein Standard für die zweite Hälfte dieses Jahrzehnts, nicht für 2026.

Fazit: ein technischer Meilenstein ohne praktischen Nutzen – vorerst

Die Ankündigung der ersten SDUC-Speicherkarten ist eine dieser Meldungen, die auf den ersten Blick spektakulär klingen und auf den zweiten Blick vor allem eine Lücke offenbaren. 8 TB im SD-Format sind ein echter Rekord und ein Beleg dafür, wie weit die NAND-Fertigung inzwischen ist. Gleichzeitig ist das Produkt in seiner aktuellen Form nahezu unbenutzbar: zu langsam für professionelles Video, zu groß für den Alltag, zu teuer für Gelegenheitsnutzer und vor allem ohne ein einziges Gerät, das die Karte lesen könnte.

Der eigentliche Wert der Meldung liegt woanders. SanDisk löst mit dem Marktstart das Henne-Ei-Problem, an dem SDUC seit 2018 hängt. Sobald reale Karten existieren, entsteht ein Anreiz für Chip- und Gerätehersteller, den Standard zu unterstützen. Die auf der Computex gezeigten Kombi-Controller von Genesys und Realtek sind bereits die erste sichtbare Folge davon.

Für Drohnenpiloten ändert sich damit vorerst nichts. Die Slots aktueller Fluggeräte sind auf SDXC und UHS-I ausgelegt, DJI nennt für die Mavic 4 Pro 1 TB als Obergrenze, und der limitierende Faktor beim Fliegen ist ohnehin die Akkulaufzeit, nicht der Speicherplatz. Die richtige Investition bleibt eine schnelle, zuverlässige V30-Karte aus der Empfehlungsliste des Herstellers – im Zweifel gleich mehrere davon, um das Risiko zu streuen.

Interessant wird SDUC in dem Moment, in dem ein populäres Gerät die Karten zwingend verlangt. Beim Schwesterstandard microSD Express dauerte genau das sechs Jahre. Bis dahin gilt: Beobachten, verstehen – aber nicht kaufen.

Kurzfazit: SDUC ist ein Versprechen für morgen, kein Produkt für heute

Mit 8 TB im SD-Format, 4 TB im microSD-Format und einer theoretischen Obergrenze von 128 TB setzt SDUC einen neuen Kapazitätsmaßstab. Der Preis dafür ist hoch: UHS-I mit rund 104 MB/s, garantierte Schreibraten von nur 10 bis 30 MB/s, keinerlei Abwärtskompatibilität und geschätzte Preise von bis zu 2.200 US-Dollar. Solange kein Kartenleser, keine Kamera und keine Drohne den Standard unterstützt, bleibt die Karte ein beeindruckendes Stück Technik ohne Einsatzort. Wer heute Speicher braucht, fährt mit einer schnellen SDXC- oder CFexpress-Karte deutlich besser.

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SDUC im Überblick – alle technischen Daten und Eckwerte

Merkmal Angabe
Vollständige Bezeichnung Secure Digital Ultra Capacity (SDUC), microSD-Variante: microSDUC
Eingeführt Juni 2018 mit der Spezifikation SD 7.0 der SD Association
Kapazitätsbereich über 2 TB bis theoretisch 128 TB
Dateisystem exFAT
Partitionierung GUID Partition Table (GPT) statt Master Boot Record
Mögliche Bustypen UHS-I, UHS-II, UHS-III und SD Express – SDUC selbst legt keine Geschwindigkeit fest
Formfaktoren Full-Size SD und microSD, physisch identisch mit SD, SDHC und SDXC
Abwärtskompatibilität keine; SDUC-Karten laufen ausschließlich in explizit SDUC-fähigen Hosts
Kompatibilität in Gegenrichtung SDUC-Hosts können SD-, SDHC- und SDXC-Karten weiterhin lesen
Formatierungswerkzeug SD Memory Card Formatter der SD Association, SDUC-tauglich seit Januar 2024
Angekündigte Produkte SanDisk Ultra SDUC 8 TB, SanDisk Ultra microSDUC 4 TB, SanDisk Extreme PRO SDUC 4 TB
Interface der angekündigten Karten UHS-I, theoretisch rund 104 MB/s
Speed Classes der Karten V10 und A1 (Ultra), V30 und A2 (Extreme PRO)
Marktstart nicht terminiert; ursprünglich für 2025 angekündigt
Preise keine offizielle UVP; Schätzungen bei ca. 1.200 bzw. 2.200 US-Dollar
Unterstützende Kartenleser angekündigt auf Basis von Controllern von Genesys (u. a. GL9767), Realtek und JMicron
Unterstützende Kameras keine am Markt; keine Ankündigungen von Sony, Canon, Nikon, Panasonic oder Fujifilm
Unterstützende Drohnen keine; aktuelle Modelle nutzen SDXC mit UHS-I, DJI nennt maximal 1 TB

Quellen und weiterführende Primärinformationen

  • SD Association: Kapazitätsklassen SD, SDHC, SDXC und SDUC – verbindliche Definition der vier Stufen
  • SD Association: Einführung in SD Ultra Capacity – exFAT, GPT und Bus-Unabhängigkeit
  • SD Association: SD 9.1 und die SD Express Speed Classes
  • SD Association: SD Memory Card Formatter zum Download
  • SD Association: Speichertrends 2026
  • Western Digital: Pressemitteilung zur NAB 2024 – Erstankündigung der 4-TB-SDUC-Karte
  • SD Association: Ankündigung der Spezifikation SD 8.0
  • Notebookcheck: Bericht von der Computex 2026 – Ursprungsmeldung mit Vor-Ort-Recherche
  • Notebookcheck: SD Association warnt vor falsch formatierten SDUC-Karten
  • heise online: 3-in-1-Kartenleser für SDUC, UHS-II und SD Express
  • slashCAM: technische Einordnung der neuen SDUC-Karten
  • Tom’s Hardware: Preisherleitung für die 4-TB- und 8-TB-Karten
  • TechRadar: Nachfrage zur Verfügbarkeit von Multi-Terabyte-SDUC-Karten
  • DJI Support: Liste empfohlener Speicherkarten für Drohnen
  • ComputerBase: Meldung zu den SanDisk-SDUC-Karten – enthält die abweichende UHS-II-Angabe

Hinweis: Technische Daten, Verfügbarkeiten, Preise und Kompatibilitätsangaben können sich kurzfristig ändern. Für nicht erschienene Produkte gelten ausschließlich Herstellerankündigungen und Messeinformationen; verbindlich sind die späteren offiziellen Datenblätter. Preisangaben in US-Dollar sind Schätzungen Dritter ohne Herstellerbestätigung und enthalten keine Steuern oder Einfuhrabgaben.

Transparenz- & Redaktionshinweis: Mit Blick auf die seit dem 2. August 2026 geltenden Transparenzvorgaben nach Artikel 50 des EU AI Act werden unsere Beiträge vor der Veröffentlichung inhaltlich geprüft, redaktionell eingeordnet und freigegeben. Die abschließende Bewertung und redaktionelle Verantwortung liegen bei unserer Redaktion.

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Kategorie Nachrichten, Kamera und Zubehör | Tags 4tb-microsd, 8tb-sd-karte, app-performance-class, cfexpress, computex-2026, DJI Mavic 4 Pro, DROHNEN SPEICHERKARTE, exfat, Kartenleser, microSD, microsduc, nand-flash, SanDisk, SANDISK EXTREME PRO, sandisk-sduc, sandisk-ultra, sd-association, sd-express, SD-KARTE, sduc, sduc-speicherkarte, SDXC, secure-digital-ultra-capacity, Speicherkarte, Speicherkarten, speicherpreise, UHS-I, UHS-II, video-speed-class, western-digital

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