Menu

Skip to content
  • Startseite
    • zur Startseite
    • Drohne kaufen – Beratung
    • Drohnen unter 250 Gramm
    • Drohnen sortiert nach Drohnenklassen
    • Anleitungen & Tipps
    • Die besten Drohnen für Kinder im Test
    • Drohnen unter 50 Euro
    • Drohnen unter 100 Euro
    • Drohnen unter 500 Euro
    • Drohnen unter 1000 Euro
    • günstige Drohne als Geschenk
    • Dji Drohnen – Übersicht
  • Testberichte
    • Top10: Drohnen & Quadrocopter
    • Top10: Drohne mit Kamera
    • Top10: Fun- und Spielzeug-Drohnen
    • Top10: Profi-Drohnen
    • Die 10 besten Action-Kameras
    • Top10: FPV-Brillen
    • Drohnen-Vergleiche
    • Top10: Mähroboter
    • Top10: Saugroboter
    • Beste 360 Grad Kameras
    • Beste FPV-Drohnen
    • Top10: Handheld Steadycam Gimbals
  • Versicherungen
    • ➤ Vergleich Drohnenversicherung
    • Kurzzeit-Versicherungen
    • PHV Versicherungen im Test
    • Plakette / Kennzeichen
  • Gesetz
    • Übersicht
    • Die neue EU Drohnenverordnung
    • Registrierung EU Drohnen-Piloten
    • Drohnenführerschein – Alle Details
    • – Führerschein-Verlängerung
    • – Fernpilotenzeugnis A2
    • EU Gesetze je Drohnen-Modell
    • Die neuen Drohnen-Klassen
    • Kennzeichen
    • Deutsche LuftVO
    • Versicherungspflicht
    • Im Wohngebiet fliegen?
    • Spezielle Kategorie [ Specific ]
    • Drohnen im Urlaub / Ausland in 2026
  • Forum
  • Shop
    • Drohnen Shop
    • Drohnen-Kennzeichen
    • Führerschein-Karte

Warum isst man an Karfreitag Fisch statt Fleisch? Bedeutung, Brauch und christliche Erklärung

Karfreitag und Fisch statt Fleisch – warum viele Christinnen und Christen an Karfreitag traditionell auf Fleisch verzichten

Stand: 02.04.2026

Der Karfreitag gehört zu den stillsten und zugleich bedeutendsten Tagen im christlichen Kalender. Für viele Menschen ist er bis heute mit einer ganz konkreten Gewohnheit verbunden: An Karfreitag kommt Fisch auf den Tisch, Fleisch dagegen eher nicht. Diese Tradition wirkt auf den ersten Blick widersprüchlich. Schließlich ist auch Fisch ein Tier. Und doch hat sich genau dieses Muster über Jahrhunderte in katholischen, teils auch evangelischen und kulturell christlich geprägten Haushalten erhalten. Dahinter stehen nicht bloß alte Essensregeln, sondern eine Mischung aus Fastenpraxis, Symbolik, Buße, Erinnerungskultur und religiöser Deutung. Wer verstehen will, warum an Karfreitag häufig Kabeljau, Karpfen, Scholle oder Heringsgerichte serviert werden, muss sich den Tag selbst anschauen: Karfreitag erinnert an das Leiden und Sterben Jesu Christi. Es ist kein Festtag des Genusses, sondern ein Tag der Besinnung, der Stille und der bewussten Reduktion.


Direkt zum Inhaltsverzeichnis

Genau deshalb spielt der Verzicht eine zentrale Rolle. Fleisch galt in der christlichen Tradition über lange Zeit als Zeichen von Wohlstand, Festlichkeit und üppigem Genuss. Wer an einem solchen Tag bewusst darauf verzichtet, setzt ein sichtbares Zeichen: gegen Überfluss, gegen Selbstverständlichkeit, gegen Alltag wie sonst. Fisch wurde hingegen anders eingeordnet – sowohl praktisch als auch symbolisch. In kirchlichen Fastenordnungen galt er lange nicht als „Fleisch“ im engeren Sinn, sondern als erlaubte Alternative. Dazu kommt seine starke Bedeutung im Christentum selbst: Der Fisch war schon in der frühen Kirche ein Erkennungszeichen der Christinnen und Christen, das griechische Wort ICHTHYS wurde als Glaubensbekenntnis gelesen. So verbindet sich im Fisch am Karfreitag beides: Verzicht und Bekenntnis. Der Brauch ist daher weit mehr als bloße Küchentradition. Er erzählt etwas darüber, wie Religion in den Alltag hineinwirkt – leise, symbolisch und oft viel beharrlicher, als man zuerst vermuten würde.

Das Wichtigste in 20 Sekunden

  • Karfreitag erinnert an das Leiden und Sterben Jesu Christi
  • Der Tag gilt in vielen christlichen Traditionen als Fasten- und Abstinenztag
  • Fleischverzicht soll Besinnung, Buße und innere Einkehr ausdrücken
  • Fisch war traditionell erlaubt, weil er kirchlich nicht als Fleisch im engeren Sinn galt
  • Der Fisch hat zudem eine starke christliche Symbolik und war frühes Erkennungszeichen der Christen
  • Im Katholizismus ist der Brauch stärker normiert, im Protestantismus eher Ausdruck freiwilliger Glaubenspraxis
  • Heute ist die Tradition für viele Menschen religiös, kulturell oder familiär geprägt

Inhaltsverzeichnis

  • Was Karfreitag im Christentum bedeutet
  • Warum an Karfreitag traditionell kein Fleisch gegessen wird
  • Warum ausgerechnet Fisch erlaubt war
  • Die Symbolik des Fisches im Christentum
  • Unterschiede zwischen katholischer und evangelischer Tradition
  • Historischer Hintergrund der Fastenregeln
  • Was die Tradition heute noch bedeutet
  • Kritik, Einordnung und moderne Fragen
  • FAQ
  • Fazit

Was Karfreitag im Christentum bedeutet

Der Karfreitag ist einer der zentralen Tage der Karwoche und erinnert im christlichen Glauben an die Kreuzigung Jesu Christi. Der Name geht auf althochdeutsche Begriffe für Klage, Kummer und Trauer zurück. Inhaltlich steht der Tag ganz im Zeichen von Leid, Hingabe, Schuld, Sterblichkeit und Hoffnung im Angesicht des Todes. In den Evangelien wird geschildert, wie Jesus verraten, verurteilt, verspottet und schließlich am Kreuz hingerichtet wird. Für Christinnen und Christen ist dieses Geschehen nicht nur ein historisches oder biblisches Ereignis, sondern theologisch hoch aufgeladen: Der Tod Jesu wird als ein Geschehen verstanden, in dem sich Gottes Zuwendung zu den Menschen gerade in äußerster Erniedrigung und Ohnmacht zeigt.

Deshalb ist Karfreitag kein gewöhnlicher Feiertag und erst recht kein Tag für ausgelassene Feststimmung. In vielen Kirchen verstummen Glocken und Orgeln, Altäre bleiben schmucklos, Farben und Rituale wirken zurückgenommen. Der Tag ist von einer besonderen Atmosphäre geprägt: ruhig, ernst, oft schlicht. Diese liturgische und geistliche Reduktion spiegelt sich auch im Essen wider. Wo nicht gefeiert wird, wird auch nicht geschlemmt. Der Verzicht auf Üppigkeit gehört gewissermaßen zur Sprache dieses Tages. Essen bleibt erlaubt, aber es soll nicht den Charakter eines Festmahls haben. Genau an diesem Punkt setzt die Tradition des Fleischverzichts an: Nicht, weil Nahrung schlecht wäre, sondern weil bewusste Einschränkung ein Mittel sein kann, Trauer, Andacht und innere Sammlung auch körperlich auszudrücken.

Einordnung

Karfreitag ist kein Tag des Triumphs, sondern ein Tag des Innehaltens. Gerade deshalb spielen Stille, Besinnung, Fasten und Verzicht in vielen christlichen Traditionen eine wichtige Rolle.

Warum an Karfreitag traditionell kein Fleisch gegessen wird

Der Verzicht auf Fleisch an Karfreitag hat seinen Ursprung in der christlichen Fasten- und Bußpraxis. Fleisch war über viele Jahrhunderte kein alltägliches Billigprodukt wie in der modernen Industriegesellschaft, sondern häufig ein Zeichen von Wohlstand, besonderer Mahlzeit und Genuss. Gerade deshalb eignete es sich als Gegenstand eines bewussten Verzichts. Wer an einem Tag wie Karfreitag auf Fleisch verzichtet, drückt damit aus: Heute geht es nicht um Festlichkeit, nicht um Sättigung als Selbstzweck und nicht um kulinarischen Luxus. Es geht um innere Einkehr, Mitgefühl mit dem Leiden Christi und eine Form von Disziplin, die den Tag von gewöhnlichen Tagen unterscheidet.

In der katholischen Tradition ist Karfreitag bis heute ein besonderer Fast- und Abstinenztag. Abstinenz bedeutet dabei klassisch vor allem den Verzicht auf Fleischspeisen. Fasten meint zusätzlich die bewusste Einschränkung der Nahrungsmenge und den Verzicht auf Übermaß. Diese Praxis soll nicht Selbstquälerei sein, sondern eine geistliche Übung. Der Körper erinnert die Seele, könnte man sagen. Hunger, Verzicht oder das Ausbleiben gewohnter Genüsse machen spürbar, dass dieser Tag aus dem Gewöhnlichen herausfällt. Auch dort, wo Menschen diese Regeln heute weniger streng leben, ist die Grundidee geblieben: Karfreitag soll kein Tag des Überflusses sein. Der Verzicht auf Fleisch wurde deshalb zum sichtbaren Ausdruck einer Haltung, nicht bloß zu einer Speisevorschrift.

Warum ausgerechnet Fisch erlaubt war

Die Frage liegt nahe: Wenn es um Verzicht auf Tiere geht, warum war dann ausgerechnet Fisch erlaubt? Historisch liegt die Antwort in der kirchlichen Einordnung von Lebensmitteln. In älteren Fastenordnungen wurde „Fleisch“ vor allem auf Tiere bezogen, die an Land leben und als warmblütig galten. Fische wurden anders klassifiziert und deshalb nicht unter dasselbe Verbot gefasst. Aus heutiger biologischer Sicht wirkt das für viele schief oder zumindest erklärungsbedürftig. Innerhalb der alten kirchlichen Logik war es jedoch eine klare Unterscheidung: Fisch galt als weniger luxuriös, weniger festlich und eben nicht als Fleisch im engeren Sinne der Abstinenzregeln.

Hinzu kommt ein sozialer und praktischer Aspekt. In vielen Regionen war Fisch über lange Zeit eine vergleichsweise einfache Speise, vor allem dort, wo Flüsse, Seen, Küsten oder klösterliche Fischteiche verfügbar waren. Klöster legten nicht ohne Grund eigene Teiche an. Sie brauchten eine erlaubte, verlässliche Nahrung für zahlreiche Fastentage im Kirchenjahr. So wurde Fisch zu einer Art institutionalisierter Fastenspeise. Er war erlaubt, verfügbar und kulturell eingebettet. Mit der Zeit hat sich daraus ein festes Muster entwickelt: Kein Fleisch am Freitag, stattdessen Fisch. Diese Gewohnheit überdauerte selbst dort, wo die ursprünglichen Regeln später gelockert wurden. Deshalb findet sich der „Fisch-Freitag“ bis heute in Kantinen, Gasthäusern und Familienküchen – oft auch bei Menschen, die den kirchlichen Ursprung nur noch am Rand kennen.

Warum Fisch traditionell erlaubt war

  • Fisch galt in alten Fastenordnungen nicht als Fleisch im engeren Sinn
  • Er wurde als einfachere Speise verstanden als klassisches Festfleisch
  • Klöster und kirchliche Gemeinschaften konnten ihn praktisch verfügbar machen
  • So wurde Fisch zur klassischen Fastenspeise an Freitagen und besonders an Karfreitag

Die Symbolik des Fisches im Christentum

Dass ausgerechnet der Fisch am Karfreitag eine so starke Rolle bekam, hängt nicht nur mit Fastenregeln zusammen, sondern auch mit seiner tiefen christlichen Symbolik. Schon in der frühen Kirche war der Fisch ein wichtiges Erkennungszeichen. Das griechische Wort ICHTHYS wurde als Akronym gelesen: Jesus Christus, Gottes Sohn, Erlöser. In Zeiten, in denen Christinnen und Christen ihren Glauben nicht immer offen zeigen konnten, diente das Fischsymbol als stilles, aber eindeutiges Bekenntnis. Bis heute lebt diese Tradition in christlichen Zeichen, Aufklebern und Symbolen fort.

Auch im Neuen Testament taucht der Fisch mehrfach in bedeutungsvollen Zusammenhängen auf. Jesus beruft Fischer, spricht von Menschenfischern, speist viele Menschen mit Brot und Fischen und begegnet nach seiner Auferstehung seinen Jüngern in Szenen, die erneut mit Fischen verbunden sind. Der Fisch steht damit nicht nur für Nahrung, sondern auch für Berufung, Gemeinschaft, Versorgung und Christusbezug. Gerade an Karfreitag bekommt das eine eigene Tiefe: Wer Fisch isst, verzichtet nicht nur auf Fleisch, sondern greift zugleich zu einem Lebensmittel, das im christlichen Denken eine symbolische Nähe zu Jesus selbst hat. Das macht den Brauch für viele Gläubige nachvollziehbarer und dichter als eine bloße Ersatzmahlzeit.

Unterschiede zwischen katholischer und evangelischer Tradition

Zwischen katholischer und evangelischer Praxis gibt es beim Thema Karfreitag und Fleischverzicht durchaus Unterschiede. In der römisch-katholischen Kirche ist die Fasten- und Abstinenztradition stärker formalisiert. Karfreitag und Aschermittwoch sind klassische Tage, an denen der Verzicht auf Fleisch besonders hervorgehoben wird. Darüber hinaus gilt in der katholischen Tradition jeder Freitag als Erinnerungstag an den Kreuzestod Jesu, also grundsätzlich als Bußtag. Historisch war der freitägliche Fleischverzicht deshalb viel weiter verbreitet als nur in der Karwoche. Heute ist die Praxis in vielen Ländern gelockert oder unterschiedlich ausgestaltet, aber der Karfreitag bleibt dennoch ein besonders markanter Tag für diese Form der Abstinenz.

Im Protestantismus ist die Sache freier. Die evangelische Tradition kennt keine gleich strenge Speisegesetzlichkeit. Der Karfreitag ist dort zwar ebenfalls ein sehr bedeutender Feiertag, oft mit großer liturgischer Tiefe, aber der Verzicht auf Fleisch wird eher als freiwillige Glaubenspraxis verstanden denn als bindende Vorschrift. Viele evangelische Haushalte essen trotzdem traditionell Fisch, einfach weil sich der Brauch kulturell festgesetzt hat oder weil er als passende Form des Verzichts empfunden wird. Anders gesagt: Katholisch ist der Brauch stärker normativ geprägt, evangelisch stärker symbolisch und freiwillig. In beiden Fällen kann der Fisch am Karfreitag aber Ausdruck derselben inneren Haltung sein: eines Tages, der anders begangen wird als ein gewöhnlicher Freitag.

Katholisch und evangelisch im Vergleich

Katholisch ist der Fleischverzicht an Karfreitag stärker in Fastenordnung und Bußpraxis verankert. Evangelisch ist der Brauch häufiger eine freiwillige, gewachsene Tradition ohne denselben verpflichtenden Charakter. Die Grundidee des Tages – Besinnung, Stille und Erinnerung an das Leiden Jesu – ist jedoch in beiden Traditionen zentral.

Historischer Hintergrund der Fastenregeln

Die christliche Fastenpraxis war über viele Jahrhunderte deutlich strenger, als sie heute in Mitteleuropa erlebt wird. Nicht nur Karfreitag, sondern auch andere Freitage, Teile der Fastenzeit und weitere kirchliche Bußtage waren mit klaren Regeln verbunden. Diese Regeln hatten mehrere Funktionen: Sie strukturierten das Jahr, unterschieden heilige Zeiten von gewöhnlichen Tagen, schufen kollektive Praxis und banden Gläubige auch körperlich in den Glauben ein. Verzicht war damit nicht nur privat, sondern sozial sichtbar. Wer fastete, zeigte Zugehörigkeit und Disziplin. Gerade der Verzicht auf Fleisch wurde zu einem konfessionellen Merkmal, das vielerorts den Alltag prägte.

Im 20. Jahrhundert wurden viele dieser Regeln gelockert. Nationale Bischofskonferenzen bekamen mehr Spielraum, die Praxis wurde pastoraler und weniger uniform. Gleichzeitig blieb der Kern erhalten: Fasten ist kein Selbstzweck, sondern soll helfen, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Der Wandel zeigt auch, dass kirchliche Essensregeln nie nur Biologie oder Ernährung waren, sondern immer kulturell gedeutete Zeichenhandlungen. Der Fisch am Karfreitag ist deshalb ein hervorragendes Beispiel dafür, wie Tradition funktioniert: Die ursprüngliche Regel mag sich verändern, doch die dahinterliegende Geste bleibt bestehen – oft sogar dort, wo Menschen ihre Herkunft nur noch ahnen.

Was die Tradition heute noch bedeutet

Heute leben viele Menschen den Brauch des Fisches an Karfreitag sehr unterschiedlich. Für manche ist er Teil einer klaren religiösen Praxis. Andere halten daran fest, weil es familiär immer so war. Wieder andere begegnen dem Thema eher kulturell: Man isst eben an Karfreitag Fisch, ohne darüber länger nachzudenken. Genau darin zeigt sich die erstaunliche Haltbarkeit religiöser Traditionen. Selbst wenn die theologische Begründung nicht mehr jedem präsent ist, bleibt der Brauch als Form, als Stimmung, als wiederkehrende Handlung bestehen. Er markiert den Tag als etwas Besonderes.

Zugleich hat sich die Frage verschoben. Früher stand stärker im Vordergrund, ob Fisch als erlaubt gilt. Heute fragen viele eher, ob teure Delikatessen, üppige Fischplatten oder luxuriöse Restaurantmenüs überhaupt noch zum Sinn des Karfreitags passen. Diese Frage ist berechtigt. Denn wenn Karfreitag ein Tag der Reduktion ist, dann wird sein Gehalt kaum getroffen, wenn statt Fleisch einfach nur anders geschlemmt wird. Viele zeitgemäße Deutungen betonen deshalb zu Recht, dass es nicht um das raffinierte Umgehen einer Vorschrift geht, sondern um eine spürbare Form des bewussten Verzichts. Wer wenig oder gar kein Fleisch isst, kann den Gedanken des Tages auch anders leben – etwa durch Einfachheit, Verzicht auf Luxus, Gebet, Stille, Spenden oder bewusste Nächstenliebe.

Kritik, Einordnung und moderne Fragen

Kritische Fragen zur Tradition sind nicht nur legitim, sondern oft sogar hilfreich. Eine der häufigsten lautet: Ist Fisch nicht genauso ein Tier wie Fleisch? Aus moderner ethischer Perspektive ist diese Frage scharf und nachvollziehbar. Wer den Karfreitag heute mit Blick auf Tierwohl, Nachhaltigkeit oder ökologische Verantwortung betrachtet, kann durchaus zu dem Schluss kommen, dass nicht Fisch, sondern eine einfache pflanzliche Mahlzeit dem Sinn des Tages näherkommt. Gerade weil alte kirchliche Kategorien nicht identisch mit heutigen ethischen Kategorien sind, muss man Tradition nicht unkritisch eins zu eins übernehmen.

Eine zweite wichtige Einordnung betrifft die Gefahr des bloßen Formalismus. Wer Karfreitag als Tag des Verzichts ernst nimmt, sollte sich nicht an der Oberfläche festbeißen. Es geht nicht darum, Fleisch zu meiden und zugleich auf andere Weise im Überfluss zu leben. Die Stärke des Brauchs liegt darin, dass er etwas Inneres nach außen sichtbar macht. Ohne innere Haltung wird daraus schnell Folklore. Mit innerer Haltung kann selbst eine schlichte Mahlzeit eine starke geistliche Sprache sprechen. Gerade in dieser Offenheit liegt vielleicht die moderne Chance der Tradition: Sie zwingt nicht zu einem bestimmten Menü, sondern fragt nach der angemessenen Form von Achtsamkeit, Demut und Besinnung an einem der ernstesten Tage des christlichen Jahres.

FAQ: Häufige Fragen zu Karfreitag, Fleisch und Fisch

Warum essen viele Menschen an Karfreitag keinen Braten oder andere Fleischgerichte?

Weil Karfreitag traditionell als Fasten- und Abstinenztag gilt. Der Verzicht auf Fleisch soll ausdrücken, dass dieser Tag kein Festtag des Genusses ist, sondern ein Tag der Besinnung, Buße und Erinnerung an das Leiden Jesu Christi.

Warum gilt Fisch traditionell nicht als Fleisch?

In älteren kirchlichen Fastenordnungen wurde Fisch anders eingeordnet als das Fleisch von Landtieren. Er galt daher als erlaubte Fastenspeise. Diese Unterscheidung ist historisch gewachsen und nicht einfach deckungsgleich mit heutigen biologischen oder ethischen Sichtweisen.

Ist Fischessen an Karfreitag Pflicht?

Nein. Traditionell ging es nicht um eine Pflicht zum Fisch, sondern um den Verzicht auf Fleisch und um eine einfache, besinnliche Mahlzeit. Fisch wurde zur typischen Alternative, ist aber nicht zwingend vorgeschrieben.

Wie sehen katholische und evangelische Christen das heute?

In der katholischen Tradition ist der Karfreitag stärker als Fast- und Abstinenztag geprägt. Im evangelischen Bereich ist der Fleischverzicht eher freiwillige Glaubenspraxis oder kulturell gewachsene Gewohnheit. Die Bedeutung des Tages als stiller Feiertag ist jedoch in beiden Konfessionen groß.

Kann man an Karfreitag auch vegetarisch oder vegan essen?

Ja, selbstverständlich. Viele Menschen empfinden eine einfache vegetarische oder vegane Mahlzeit heute sogar als besonders stimmig, weil sie den Gedanken des Verzichts klar und zeitgemäß umsetzt.

Was bedeutet ICHTHYS?

ICHTHYS ist das griechische Wort für Fisch und wurde im frühen Christentum als Glaubensbekenntnis gelesen: „Jesus Christus, Gottes Sohn, Erlöser“. Darum hat der Fisch im Christentum bis heute eine besondere symbolische Bedeutung.

Fazit

Dass an Karfreitag traditionell Fisch statt Fleisch gegessen wird, ist kein willkürlicher Küchenbrauch, sondern das Ergebnis einer langen religiösen und kulturellen Entwicklung. Der Fleischverzicht steht für Besinnung, Buße und die bewusste Erinnerung an das Leiden Jesu Christi. Der Fisch wurde einerseits kirchenrechtlich anders bewertet, andererseits tief symbolisch mit dem Christentum selbst verbunden. Gerade darin liegt die besondere Dichte dieses Brauchs: Er verbindet Fasten, Glaubensgeschichte und Alltagskultur in einer einzigen Handlung am Tisch.

Ob man die Tradition heute streng kirchlich, familiär oder eher kulturell deutet, bleibt eine persönliche Frage. Entscheidend ist weniger, ob exakt ein bestimmtes Gericht serviert wird, sondern ob der Charakter des Tages ernst genommen wird. Karfreitag lebt von Reduktion statt Überfluss, von Stille statt Lautstärke und von Sinn statt Routine. Wer diesen Gedanken aufgreift, versteht schnell, warum der Fisch am Karfreitag weit mehr ist als nur ein alter Speiseplan-Klassiker.

Weitere aktuelle News-Beiträge

  • GTA 6 Ultimate Edition: Inhalte, Unterschiede, Preis & lohnt sich das Upgrade?
  • Dyson CameraJet im Vergleich: Lohnt sich die 479-Euro-Bürste?
  • Dyson CameraJet – Vorstellung, Technik und Preis
  • GTA 6 Rabatt: 21% bei Amazon – lohnt sich der Kauf jetzt?
  • IFA Berlin 2026: Sommergarten, Podcast Days & Highlights
  • Creator Hub 2026: Kameras & Drohnen auf der IFA Berlin
  • KI & Robotik auf der IFA 2026: AMD-Keynote & NEURA Physical AI
  • IFA Berlin 2026: Tickets, Termine & Preise – der komplette Guide
  • DJI auf der IFA 2026: Osmo 360 II, ROMO 2 & Power Ecosystem – alle Neuheiten
  • GTA 6 Netflix Countdown: Extended Look Gameplay-Preview heute live
Kategorie Nachrichten, Drohnen-News, News & Neuigkeiten (Spezial) | Tags Christentum, christliche Tradition, Evangelisch, Fasten, Fastenzeit, Feiertage, Fisch, Fleischverzicht, Glaube, ICHTHYS, Karfreitag, Karfreitag Bedeutung, Karwoche, Katholisch, Kirche, noindex, Ostern, Ostern 2026, Osterzeit, Religion, religiöse Bräuche, stiller Feiertag

Ähnliche Beiträge

GTA 6 vorbestellen: Start am 25. Juni 2026→

Hitzefrei bei Hitze: Schule, Arbeit & NRW-Rechte→

Rasen mähen bei Hitze: Mähroboter richtig einstellen→

Sonnenstich erkennen & behandeln: Symptome und Hilfe→

Drohnen.de > Drohnen-News > Nachrichten > Warum isst man an Karfreitag Fisch statt Fleisch? Bedeutung, Brauch und christliche Erklärung

© Drohnen.de

  • Impressum / Kontakt
  • Newsletter
  • Datenschutz
  • Cookie Einstellungen

Achtung!

Drohnen-Versicherung und Kennzeichnung sind PFLICHT!


➔ Drohnen Versicherungen »
Kennzeichen Shop »

Noch auf der Suche nach einer Drohne?

Kennen Sie schon die neue DJI NEO 2?


➔ DJI NEO 2 anschauen »

Nein danke!

{"cookieName":"wBounce","isAggressive":false,"isSitewide":true,"hesitation":"","openAnimation":"bounceInUp","exitAnimation":false,"timer":"","sensitivity":"","cookieExpire":"","cookieDomain":"","autoFire":"","isAnalyticsEnabled":false}