Deutschland-Wetter heute Samstag, 31.01.2026: Glatteis-Streifen im Westen, strenger Nachtfrost im Nordosten, Ostwind an der See
Stand: 31.01.2026, 07:00 Uhr | Deutschlandweite Vorhersage (regional abweichend) | Fokus: Frost, Glätte, Nebel, Wind
Der heutige Samstag (31. Januar 2026) bleibt wettertechnisch ein klassischer Grenzlagen-Tag: Im Norden und Osten hält sich kalte Festlandsluft, während im Süden und Westen mildere, feuchtere Luft einsickert. Der praktische Knackpunkt liegt nicht im „schönen Schneefall“, sondern im Risiko für Glatteis, wenn leichter Regen oder Sprühregen auf noch gefrorene Oberflächen trifft. Dazu kommt: In der Mitte und im Süden können sich dichte Nebelfelder halten – und Nebel plus Frost ist oft das Rezept für unterschätzte Reif- und Nässeglätte.
Im heutigen DWD-Warnlagebericht (07:00 Uhr) stehen drei Punkte im Vordergrund: verbreitet Frost und Glätte, im Nordosten zunehmend strenger Nachtfrost sowie vereinzelt gefrierender Regen mit Glatteisgefahr. Für die amtlich aktuellen Warngebiete und Warnstufen ist ausschließlich der Deutsche Wetterdienst maßgeblich, da sich Lage und Warnflächen kurzfristig verschieben können.
Das Wichtigste für heute auf einen Blick
- Glatteis-Streifen am Vormittag: vereinzelt gefrierender Regen möglich vom Emsland über Ostwestfalen bis nach Mittelhessen.
- Abends/Nacht zum Sonntag: erneut stellenweise gefrierender (Sprüh-)Regen von Westhälfte Niedersachsen über Ostwestfalen/Hessen bis zum Odenwald.
- Nordosten: tagsüber vielerorts leichter Dauerfrost, nachts teils mäßiger, lokal strenger Frost (Vorpommern/Uckermark um −10 °C möglich).
- Nebel: bis in die Mittagsstunden lokal dicht (Sicht teils < 150 m) in Mitte/Süden; auch nachts erneut Nebelfelder möglich.
- See/Insellagen: lebhafter Ost–Südostwind, auf Inseln und bei auflandigem Wind steife, exponiert stürmische Böen.
Inhaltsverzeichnis
- 1) Wetterlage heute: Kalte Ostluft vs. mildere Westluft
- 2) Frost heute & heute Nacht: Wo es am kältesten wird
- 3) Glätte & gefrierender Regen: Warum es schnell gefährlich wird
- 4) DWD-Warnlage 07:00 Uhr: Kernaussagen für Samstag
- 5) Regional heute: Nordosten, Nordwest, Mitte, Westen, Süden/Alpen
- 6) Auswirkungen: Verkehr, Alltag, Outdoor
- 7) DWD-Links: Warnungen, Lagebericht, Vorhersage
- 8) FAQ
- 9) Fazit & Ausblick Richtung Sonntag
1) Wetterlage heute: Kalte Ostluft trifft mildere Westluft
Deutschland liegt heute am Rand eines Hochs über Skandinavien. Dadurch wird mit östlicher Strömung weiterhin kältere Festlandsluft in den Norden und Osten geführt. Gleichzeitig erreichen den Süden und Westen Ausläufer atlantischer Tiefs mit milderer Meeresluft. Genau diese „Nahtstelle“ ist das Problem: In der milderen Luft fällt Niederschlag häufiger als Regen oder Sprühregen, während am Boden in vielen Regionen noch Frostreserven vorhanden sind. Ergebnis: Glatteis kann lokal auch ohne große Niederschlagsmengen entstehen – besonders morgens sowie am Abend, wenn Oberflächen schneller auskühlen als die Luft.
2) Frost heute & heute Nacht: Nordosten mit Kältepol, Westen teils frostfrei
Bis zum Vormittag ist vielerorts leichter Frost typisch, während Nordosten und Bergland häufiger in den Bereich mäßigen Frosts geraten. Tagsüber bleibt es im Norden und Osten verbreitet bei leichtem Dauerfrost, was Glätteflächen „konserviert“ und Streckenabschnitte länger riskant hält. Spannend wird der Blick auf die Nacht zum Sonntag: Dann nimmt im Osten und an den Alpen die Frostneigung zu, regional sind −9 °C möglich, lokal im äußersten Nordosten sogar um −10 °C. In tiefen Lagen im Westen und Südwesten kann es dagegen erneut frostfrei bleiben – das ist der klassische Deutschland-Kontrast, der Glätte in der Übergangszone so tückisch macht.
Merke: Glätte folgt oft dem Boden, nicht der Luft
- Plusgrade in 2 m Höhe schließen Glatteis nicht aus, wenn der Untergrund noch unter 0 °C liegt.
- Brücken, Unterführungen, schattige Nebenstraßen und Radwege frieren schneller und bleiben länger glatt.
- Abends kann Restnässe erneut überfrieren, auch wenn tagsüber „alles weg“ wirkte.
3) Glätte & gefrierender Regen: Warum wenige Tropfen reichen
Gefrierender Regen ist meteorologisch simpel, aber praktisch brutal: Flüssiger Niederschlag fällt aus einer Schicht mit Temperaturen knapp über 0 °C, trifft am Boden jedoch auf unterkühlte oder gefrorene Flächen und gefriert schlagartig zu einer dünnen, extrem glatten Eisschicht. Gerade Sprühregen wird unterschätzt, weil er „harmlos“ aussieht, aber in kurzer Zeit spiegelglatte Filme erzeugen kann. Heute ist das Risiko laut DWD vor allem örtlich und streifenartig – das macht es gefährlicher: Man fährt von „nass“ in „Eis“ und wieder zurück, ohne dass es optisch immer sofort auffällt.
WARNLAGEBERICHT (DWD) – Kernaussagen für Samstag
Ausgegeben: Samstag, 31.01.2026, 07:00 Uhr
- Grundlage: Kältere Festlandsluft im Norden/Osten, mildere Meeresluft im Süden/Westen.
- Gefrierender Regen (heute): zunächst vereinzelt vom Emsland über Ostwestfalen bis nach Mittelhessen möglich.
- Allgemeine Glätte: verbreitet durch gefrierende Nässe, Altschnee oder geringen Neuschnee; tagsüber tendenziell abnehmend.
- Abend/Nacht zum Sonntag: stellenweise gefrierender Regen oder Sprühregen von Westhälfte Niedersachsen über Ostwestfalen/Hessen bis Odenwald.
- Frost: tagsüber im Norden/Osten vielerorts leichter Dauerfrost; heute Nacht im Osten/Alpen teils mäßig, lokal streng (Nordosten um −10 °C möglich).
- Wind: an der See lebhafter Ost–Südostwind, auf Inseln und bei auflandigem Wind teils steif, exponiert stürmisch.
- Nebel: bis mittags örtlich dicht in Mitte/Süden (Sicht teils unter 150 m); nachts erneut lokal dichter Nebel möglich.
Nächste Aktualisierung: spätestens Samstag, 31.01.2026, 11:00 Uhr
5) Regional heute: Wo die Risiken am größten sind
5.1 Nordosten (MV, Brandenburg, Berlin, Uckermark): Dauerfrost, heute Nacht teils streng
Im Nordosten steht heute weniger „Niederschlag“ im Mittelpunkt als die Kälte selbst. Tagsüber bleibt es vielerorts im leichten Dauerfrost, wodurch glatte Stellen deutlich länger bestehen bleiben können. In der Nacht zum Sonntag kann der Frost spürbar zulegen; in Teilen Vorpommerns und der Uckermark sind lokal Werte um −10 °C möglich. Praktisch heißt das: Wer abends unterwegs ist, sollte mit erneut überfrierender Nässe rechnen, selbst wenn es tagsüber kurzzeitig entspannter wirkte.
5.2 Nordwesten (Emsland bis Ostwestfalen): Vormittags Glatteis-Fenster möglich
Ein kritischer Streifen verläuft heute laut DWD zunächst vom Emsland über Ostwestfalen. Dort kann vereinzelt gefrierender Regen auftreten, also genau die Lage, in der Straßen in Minuten „von normal auf Eis“ kippen. Die Gefahr ist dabei nicht zwingend flächig, sondern lokal und damit heimtückisch: Ein Abschnitt ist nass, der nächste glatt. Besonders gefährdet sind Brücken, Autobahnauffahrten, Landstraßen sowie Gehwege, die morgens noch nicht gestreut sind.
Aktuelle Verkehrsmeldungen & Stau-Portale (Echtzeit)
- Bundesweit (Stau/Unfälle/Baustellen): ADAC Verkehr und stau.info
- Autobahnen (Sperrungen/Umleitungen/Info der Betreiber): Die Autobahn GmbH (Karte & Meldungen)
- Live-Navigation (Stauumfahrung in der Fahrt): Google Maps oder Waze (besonders hilfreich bei spontanen Sperrungen)
- ÖPNV & Bahn (Ausfälle/SEV/Verspätungen): DB Navigator (pushfähig, Reiseauskunft, Ersatzverkehr-Hinweise)
- Regional am schnellsten: Landes-/Stadtportale, Polizeimeldungen und Verkehrsradio (bei Demos/Spielen oft präziser als bundesweite Übersichten)
- Praxis-Tipp: Vor Abfahrt 2 Quellen checken (Portal + Navi) und bei Glätte/Events Extra-Puffer einplanen
5.3 Mitte (Hessen/Mittelgebirge): Übergangslage, abends erneut Glatteis möglich
In der Mitte entscheidet heute oft die Kombination aus feuchter Luft, Nebel und Temperatur. Schon ohne klassischen Eisregen kann Reif- und Nässeglätte entstehen, besonders auf Höhenzügen und in Senken. Ab dem Abend nimmt laut DWD das Risiko für gefrierenden (Sprüh-)Regen in einem Band zu, das sich über Ostwestfalen und Hessen bis in südlichere Mittelgebirgsränder erstrecken kann. Wer am Abend fährt, sollte nicht „vom Mittag“ auf „alles gut“ schließen.
5.4 Westen/Südwesten: öfter frostfrei, aber Glätte durch Sprühregen nicht ausgeschlossen
Im Westen und Südwesten bleiben tiefe Lagen heute häufiger frostfrei, was das Risiko für klassisches Glatteis reduziert. Trotzdem kann Sprühregen in Kombination mit kalten Oberflächen (etwa in schattigen Bereichen oder auf Brücken) lokal Glätte erzeugen. Dazu kommt: In Tälern kann sich Nebel halten und die Oberflächen länger kalt und feucht lassen. Wenn am Abend die Temperaturen wieder sinken, genügt Restnässe, um erneut zu überfrieren.
5.5 Süden/Alpen: Nebel, Frost in Höhenlagen, nachts mäßig kalt
Im Süden ist heute der Faktor Sicht mindestens so wichtig wie die Temperatur. Örtlich dichte Nebelfelder können die Lage bis in die Mittagsstunden erschweren. In höheren Lagen bleibt es winterlich, und in der Nacht zum Sonntag ist an den Alpen mäßiger Frost möglich. Glätte entsteht hier oft weniger durch Eisregen, sondern durch überfrierende Nässe, besonders auf Zufahrten, Parkflächen und schattigen Strecken.
6) Auswirkungen: Verkehr, Alltag, Outdoor
Der heutige Samstag ist ein Tag für defensives Planen. Die größte Unfallgefahr entsteht bei plötzlichem Glatteis, weil selbst geübte Fahrer und Fußgänger kaum Reaktionszeit haben. Im Straßenverkehr zählen heute: Tempo reduzieren, Abstände vergrößern, sanft bremsen, auf Nebenstrecken besonders vorsichtig sein. Für Fußwege gilt: Glatte Stellen „glänzen“ oft nur minimal, sind aber extrem rutschig. Outdoor-Aktivitäten sollten im Nordosten zusätzlich den Kälteschutz ernst nehmen; längere Exposition am Abend kann durch zunehmenden Frost schnell unangenehm werden.
Checkliste für heute
- Morgens: Glatteis besonders im Streifen Emsland–Ostwestfalen–Mittelhessen einkalkulieren.
- Abends/Nacht: erneute Glättegefahr in West-Niedersachsen–Ostwestfalen–Hessen–Odenwald.
- Auto: keine Hektik, keine abrupten Manöver, Brücken und Auffahrten besonders vorsichtig.
- Zu Fuß: Profilsohlen, kurze Schritte, Handläufe nutzen, „Glanzeis“ meiden.
- Nebel: Sichtweiten lokal sehr niedrig; Tempo anpassen, Abstand erhöhen.
7) DWD-Links: Warnungen, Lagebericht, Vorhersage
Bei Glätte- und Nebellagen können sich Warngebiete innerhalb weniger Stunden verschieben. Für die amtliche Live-Lage sind die folgenden DWD-Seiten die wichtigste Anlaufstelle. Alle externen Links öffnen in einem neuen Fenster.
DWD Deutschlandwetter & 10-Tage-Vorhersage ➡️
8) FAQ
Wo ist heute die größte Glatteisgefahr?
Laut DWD heute zunächst vereinzelt in einem Streifen vom Emsland über Ostwestfalen bis nach Mittelhessen. Am Abend und in der Nacht zum Sonntag steigt die Gefahr stellenweise erneut von Westhälfte Niedersachsen über Ostwestfalen/Hessen bis zum Odenwald. Maßgeblich sind die aktuellen DWD-Warnungen, da sich Schwerpunkte kurzfristig verschieben können.
Warum ist Sprühregen so tückisch?
Sprühregen wirkt harmlos, kann aber bei kaltem Untergrund sofort zu einer dünnen Eisschicht gefrieren. Das Eis ist oft kaum sichtbar, die Reibung ist extrem gering, und die Glätte entsteht sehr plötzlich.
Wird es heute tagsüber besser?
In vielen Regionen nimmt die Glättewahrscheinlichkeit tagsüber ab, wenn Oberflächen leicht auftauen und Temperaturen steigen. Das ist aber nicht überall so: Im Norden und Osten bleibt es teils bei Dauerfrost, und am Abend kann Glätte erneut zunehmen.
Wo wird es heute Nacht am kältesten?
Im Osten und Nordosten kann es in der Nacht zum Sonntag deutlich abkühlen. In Vorpommern und der Uckermark sind örtlich Werte um −10 °C möglich. Auch an den Alpen ist mäßiger Frost wahrscheinlich.
Welche Quelle zählt bei Warnungen?
Für Warngebiete, Warnstufen und aktuelle Entwicklungen zählt ausschließlich der Deutsche Wetterdienst (DWD). Redaktionelle Einordnungen können helfen, Mechanismen zu verstehen, ersetzen aber keine amtliche Warnkarte.
9) Fazit & Ausblick Richtung Sonntag
Fazit: Heute (Samstag, 31.01.2026) bleibt Deutschland unter dem Einfluss einer gespaltenen Luftmassenlage. Der Schwerpunkt liegt auf Frost und Glätte, punktuell auch auf gefrierendem Regen (morgens streifenartig im Westen, abends/nachts erneut in Teilen der West- und Mittelländer). Im Nordosten nimmt die Kälte in der Nacht zum Sonntag zu, lokal ist strenger Frost möglich. Wer unterwegs ist, sollte besonders morgenfrüh und am Abend mit plötzlichen Glättefeldern rechnen. Jetzt DWD-Warnkarte prüfen ➡️
Disclaimer
Diese Wetterübersicht ist eine redaktionelle Zusammenfassung und Einordnung auf Basis der genannten amtlichen Hinweise und typischer meteorologischer Zusammenhänge. Wetterentwicklungen können sich kurzfristig ändern; örtliche Abweichungen sind jederzeit möglich. Maßgeblich für amtliche Warnungen, Warnstufen und konkrete Gefahrenlagen (z. B. Glatteis, Nebel, Sturm, Kälte) sind die aktuellen Hinweise des Deutschen Wetterdienstes (DWD) sowie lokale Behördenmeldungen.
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