DJI Dock 3 in Peru – Gletscher-Monitoring & Frühwarnsystem für die Palcacocha-Lagune
Im DJI-Enterprise-Video „DJI Dock 3: Tracking Climate Change in Peru Through Drone-Based Glacier Monitoring“ geht es hoch hinaus – auf über 4.500 Meter in die peruanischen Anden. Dort liegt die Laguna Palcacocha oberhalb von Huaraz: landschaftlich spektakulär, aber durch den schnellen Gletscherrückgang potenziell hochgefährlich. Bereits 1941 löste der Abbruch eines Gletscherteils eine verheerende Flutwelle aus, die Huaraz traf und tausende Menschenleben kostete. Heute leben erneut mehr als 120.000 Menschen in derselben Abflusszone – nur etwa eine Stunde unterhalb der Lagune. Ziel des Projekts ist es, mit Hilfe von DJI Dock 3 und Matrice-4D-Drohnen ein automatisiertes Frühwarn- und Monitoring-System für Gletscher, Moränen und Wasserstände aufzubauen.
Gemeinsam mit INAIGEM, der Western Norway University of Applied Sciences und dem Partner QTC werden im Rahmen einer Pilotstudie automatisierte Flugrouten getestet, die Gletscherbewegungen, Hangstabilität und Veränderungen der Lagune regelmäßig und präzise erfassen. Die Drohnen kommen mit optischen und thermischen Sensoren zum Einsatz: Während die RGB-Kamera hochauflösende Terrain- und Höhenmodelle (DEM/DTM) liefert, zeigen Wärmebilddaten Oberflächentemperaturen und mögliche Fließwege von Schmelzwasser – ein wichtiger Indikator für instabile Eis- und Felsbereiche. Aus den wiederholten Flügen werden 3D-Modelle, Deformationskarten und Geschwindigkeiten großer Eisblöcke abgeleitet, um das GLOF-Risiko (Glacial Lake Outburst Flood) besser einschätzen zu können.
Für den extremen Hochgebirgseinsatz setzen die Forscher auf die Wetter- und Klimarobustheit von DJI Dock 3 und Matrice 4D: Die Docking-Station ist nach IP56, die Drohne nach IP55 geschützt und kann zwischen etwa -20 °C und +50 °C betrieben werden – entscheidend bei Schnee, starkem Wind und schnellen Wetterumschwüngen. Über DJI FlightHub 2 werden Missionen aus der Ferne geplant, geflogen und analysiert; alle Daten werden automatisch in die Cloud hochgeladen und verarbeitet, sodass Forscher weltweit auf aktuelle Modelle und Messdaten zugreifen können. Nach jedem Einsatz kehrt die Drohne automatisch zum Dock zurück, lädt den Akku und bereitet die nächsten Flüge vor. Die gewonnenen Ergebnisse werden schließlich mit lokalen Behörden geteilt, um Risikokarten zu verbessern, Evakuierungspläne zu verfeinern und die Bevölkerung unterhalb der Lagune besser zu schützen – ein Beispiel dafür, wie Drohnen-Technologie und Wissenschaft gemeinsam auf den Klimawandel reagieren.
- Ort & Kontext: Laguna Palcacocha bei Huaraz (Peruanische Anden), historisch durch Gletscherabbruch und Flutkatastrophen gefährdet
- Ziel des Projekts: Aufbau eines automatisierten Frühwarn- und Monitoring-Systems für Gletscher, Moränen und Lagunenwasserstand
- Technik: DJI Dock 3 + Matrice 4D mit RGB- und Wärmebildsensorik für wiederkehrende autonome Missionen
- Datenprodukte: Hochauflösende Höhenmodelle, Deformations- und Geschwindigkeitskarten, Detektion potenziell instabiler Eis- und Felsblöcke
- Robustheit: IP56 (Dock) und IP55 (Drohne), Einsatz zwischen ca. -20 °C und +50 °C in extremem Hochgebirgsklima
- Workflow: Missionsplanung, Ausführung & Auswertung über DJI FlightHub 2, vollautomatisches Daten-Upload & Cloud-Verarbeitung
- Mehrwert für die Region: Besseres Verständnis der Gletscher-Dynamik, verbesserte Risikoabschätzung und Schutz der talwärts liegenden Gemeinden
Mehr erfahren: DJI Dock 3 & Matrice 4D – autonome Drohnenstation für den 24/7-Einsatz im Test


