DJI Osmo Pocket 4P: Technische Daten und Spezifikationen verständlich erklärt
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Der DJI Osmo Pocket 4P kombiniert zwei physische Kameras, einen mechanischen 3-Achsen-Gimbal und einen kompletten Creator-Workflow in einem 230 Gramm leichten Handheld-System. Die reine Zahlenliste ist allerdings nur die halbe Wahrheit: Ein 1-Zoll-CMOS-Sensor, 17 Blendenstufen Dynamikumfang, 4K mit bis zu 240 Bildern pro Sekunde oder 103 GB interner Speicher sagen erst dann wirklich etwas aus, wenn klar ist, welche Kamera die jeweilige Funktion unterstützt, unter welchen Bedingungen ein Wert gilt und welchen praktischen Vorteil er beim Filmen bringt.
Dieser Ratgeber ordnet deshalb sämtliche wichtigen technischen Daten des DJI Osmo Pocket 4P ein. Er behandelt Abmessungen, Gewicht, Display, Dual-Kamerasystem, Sensoren, Objektive, ISO-Bereiche, Verschlusszeiten, Foto- und Videoformate, Zeitlupe, Gimbal, ActiveTrack 8.0, Mikrofone, OsmoAudio, Akku, Ladezeiten, internen Speicher, microSD, USB-C, Wi-Fi, Bluetooth, Webcam-Funktionen und Zubehör. Zusätzlich zeigen Vergleichstabellen, wie sich der Pocket 4P technisch vom Pocket 4 und Pocket 3 unterscheidet.
Wer statt der vollständigen Spezifikationen eine praktische Bewertung sucht, findet sie im DJI Osmo Pocket 4P Test. Aktuelle UVP, Combo-Unterschiede und den Rabattcode erläutert der separate Ratgeber zu Preisen und Angeboten des DJI Osmo Pocket 4P.
Zwei physische Kameras statt eines einzigen Sensors mit Digitalcrop: Der DJI Osmo Pocket 4P kombiniert 20-mm-Weitwinkel und 60-mm-Med-Tele in einem mechanisch stabilisierten Pocket-System.
Die wichtigsten Spezifikationen in 30 Sekunden
- Abmessungen und Gewicht: 159,5 × 63,3 × 33,5 mm bei 230 g.
- Weitwinkelkamera: 1-Zoll-CMOS, 20 mm äquivalent, f/2,0, Fokus ab 9 cm.
- Med-Telekamera: 1/1,28-Zoll-CMOS, 60 mm äquivalent, f/1,8, Fokus ab 20 cm.
- Dynamikumfang: laut DJI bis zu 17 Blendenstufen im 10-Bit-Farbprofil D-Log 2; D-Log 2 ist auf 1× Zoom beschränkt.
- Video: 4K bis 60 fps, vertikales 3K bis 60 fps und Low-Light-Video bis 4K/30 fps.
- Zeitlupe: Weitwinkel bis 4K/240 fps, Med-Tele bis 4K/200 fps.
- Foto: Einzelbilder mit rund 37 MP, JPEG, DNG oder JPEG+DNG.
- Gimbal: mechanische 3-Achsen-Stabilisierung, bis 180°/s kontrollierbare Geschwindigkeit und ±0,005° Winkelvibration.
- Speicher: 103 GB integriert plus microSD-Erweiterung bis 1 TB.
- Display: 2,0 Zoll, 556 × 314 Pixel und 1.000 Nits.
- Audio: drei interne Mikrofone, 48 kHz/16 Bit AAC, zwei drahtlose Sender und vierkanaliger OsmoAudio-Workflow.
- Akku: 1.545 mAh beziehungsweise 11,95 Wh; DJI-Laborwert bis 210 Minuten.
- Schnellladen: 80 % in 18 Minuten und 100 % in 32 Minuten unter DJI-Laborbedingungen.
- Funk: Wi-Fi 6, Bluetooth 5.4 mit BLE sowie BR/EDR.
Inhaltsverzeichnis
- Komplettes Datenblatt
- Gehäuse, Display und Bedienung
- Dual-Kamera, Sensoren und Objektive
- Foto, ISO, Verschluss und Zoom
- Videoauflösungen, Bildraten und Zeitlupe
- D-Log 2, Film Tones und Pro-Modus
- Gimbal und ActiveTrack 8.0
- Mikrofone und vierkanaliges Audio
- Akku, Laufzeit und Schnellladen
- Speicher, microSD und Datentransfer
- Wi-Fi, Bluetooth, Webcam und Livestream
- Zubehör und Kompatibilität
- Vergleich mit Pocket 4 und Pocket 3
- Technische Grenzen
- Preis, Combos und Rabattcode
- FAQ zu den Spezifikationen
DJI Osmo Pocket 4P: vollständiges Datenblatt
Die folgenden Tabellen bündeln die offiziellen Kerndaten. Werte wie Laufzeit, Ladedauer oder maximale Übertragungsrate sind Labor- beziehungsweise Maximalangaben. Im Alltag können Auflösung, Bildrate, Displayhelligkeit, Funkverbindung, Umgebungstemperatur, Zubehör und Speichermedium das Ergebnis beeinflussen.
Allgemeine technische Daten
| Merkmal | DJI Osmo Pocket 4P | Praktische Einordnung |
|---|---|---|
| Abmessungen | 159,5 × 63,3 × 33,5 mm (L × B × H) | Größer als Pocket 4 und Pocket 3, aber weiterhin als kompaktes Handheld-System konzipiert. |
| Gewicht | 230 g | Leicht genug für Reise, Vlogging und längere Handheld-Aufnahmen; Zubehör erhöht das Gesamtgewicht. |
| Display | 2,0 Zoll, 556 × 314 Pixel, 1.000 Nits | Das drehbare Touchdisplay dient zugleich zur Wahl von Hoch- oder Querformat. |
| Mikrofone | 3 | Die Mikrofone sitzen auf den drei Gehäuseseiten ohne Display; sie dürfen beim Filmen nicht verdeckt werden. |
| Interner Speicher | 103 GB | Aufnahmen sind auch ohne eingelegte Speicherkarte möglich. |
| Speichererweiterung | microSD bis 1 TB | DJI empfiehlt leistungsfähige U3-, A2- und V30-Karten aus der offiziellen Kompatibilitätsliste. |
| Dateisystem | exFAT | Geeignet für große Videodateien; eine einzelne Aufnahme wird laut DJI bei 16 GB verlustfrei in eine neue Datei aufgeteilt. |
| Wasserfestigkeit | Keine | Der Pocket 4P ist nicht wasserdicht und sollte weder Regen noch Spritzwasser ausgesetzt werden. |
Kamera- und Aufnahmeparameter
| Merkmal | 20-mm-Weitwinkelkamera | 60-mm-Med-Telekamera |
|---|---|---|
| Sensor | 1-Zoll-CMOS | 1/1,28-Zoll-CMOS |
| Kleinbildäquivalente Brennweite | 20 mm | 60 mm |
| Blende | f/2,0 | f/1,8 |
| Fokusbereich | 0,09 m bis unendlich | 0,20 m bis unendlich |
| ISO Foto | 100 bis 25.600 | 50 bis 12.800 |
| ISO Standardvideo | 100 bis 25.600 | 50 bis 12.800 |
| ISO Low-Light-Video | 100 bis 51.200 | 50 bis 25.600 |
| ISO Zeitlupe | 100 bis 25.600 | 50 bis 12.800 |
| Maximale 4K-Zeitlupe | 4K/240 fps | 4K/200 fps |
Gimbal, Akku und Konnektivität
| Bereich | Spezifikation |
|---|---|
| Kontrollierbarer Gimbal-Bereich | Pan: -235° bis 58°; Tilt: -125° bis 58°; Roll: -45° bis 45° |
| Mechanischer Gimbal-Bereich | Pan: -240° bis 90°; Tilt: -130° bis 90°; Roll: -85° bis 62° |
| Maximale kontrollierbare Geschwindigkeit | 180°/s |
| Winkelvibrationsbereich | ±0,005° |
| Akku | Lithium-Ionen-Akku, 1.545 mAh, 11,95 Wh, 7,74 V |
| Betriebstemperatur | 0 bis 40 °C |
| Ladetemperatur | 5 bis 45 °C |
| DJI-Laborlaufzeit | Bis 210 Minuten bei 1080p/24 fps, 25 °C, ausgeschaltetem Wi-Fi und ausgeschaltetem Display |
| Ladezeit | 18 Minuten bis 80 %; 32 Minuten bis 100 % mit DJI 65W Portable Charger unter Laborbedingungen |
| Wi-Fi | 2,4 GHz, 5,1 GHz und 5,8 GHz; 802.11 a/b/g/n/ac/ax |
| Bluetooth | 2,4 GHz; Bluetooth 5.4, BLE sowie BR/EDR |
Wichtig: Maximalwerte sind nicht in jedem Modus gleichzeitig verfügbar
Die technisch höchste Angabe einer Kategorie lässt sich nicht automatisch mit jeder anderen Maximalangabe kombinieren. 17 Blendenstufen beziehen sich auf D-Log 2, das wiederum nur bei 1× Zoom unterstützt wird. Der höchste digitale Zoom steht nicht in Low-Light, Zeitlupe oder Timelapse bereit. Auch die längste Akkulaufzeit basiert nicht auf 4K/60 fps mit hellem Display, aktivem Wi-Fi und angeschlossenem Zubehör, sondern auf einem klar definierten 1080p-Labortest.
Gehäuse, Display und Bedienung
Mit 159,5 mm Länge, 63,3 mm Breite, 33,5 mm Tiefe und 230 g Gewicht ist der DJI Osmo Pocket 4P merklich größer als seine direkten Vorgänger. Der Grund liegt vor allem im Dual-Kamerakopf und dem erweiterten Bedienkonzept. Trotzdem bleibt das System deutlich kompakter als eine spiegellose Kamera mit Objektiv und externem Gimbal.
Das 2,0-Zoll-Touchdisplay bietet 556 × 314 Pixel und erreicht laut DJI 1.000 Nits. Die hohe Helligkeit ist vor allem bei Außenaufnahmen relevant. Im Kontrollzentrum lässt sich zusätzlich eine adaptive Displayhelligkeit aktivieren. Durch Drehen des Displays startet die Kamera; je nach Einstellung wechselt sie automatisch zwischen horizontaler und vertikaler Aufnahme.
Unterhalb des Displays sitzen ein Zoomtaster und eine frei belegbare Taste. Der Zoomtaster schaltet per kurzem Druck auf 3×, per Doppeldruck auf 6× und ermöglicht beim Gedrückthalten einen kontinuierlichen Zoom. Die Custom-Taste lässt sich unter anderem mit Gimbal-Modus, Foto/Video, Quick Capture, C1/C2, Gimbal-Drehung, Recenter, Gimbal-Lock oder Fill Light belegen.
Das 2-Zoll-Display, zwei physische Direktwahltasten und der analoge 5D-Joystick verkürzen den Weg zu Zoom, Gimbal-Steuerung und häufig benötigten Funktionen.
Was der 5D-Joystick steuert
Der analoge 5D-Joystick steuert Pan und Tilt oder alternativ den Zoom. Je weiter der Stick ausgelenkt wird, desto schneller bewegt sich die Kamera beziehungsweise der Zoom. Ein Druck führt im Menü zurück oder beendet ActiveTrack, ein Doppeldruck zentriert den Gimbal, ein Dreifachdruck dreht die Kamera nach vorn oder hinten. Durch Gedrückthalten lässt sich je nach Konfiguration der Gimbal oder die Kamerarichtung sperren.
Bedienhinweis aus dem Handbuch
Beim Einschalten sollte der DJI Osmo Pocket 4P ruhig gehalten werden und der Gimbal frei beweglich sein. Hindernisse am Kamerakopf können den Start verhindern. Das Gehäuse ist nicht wasserfest; außerdem rät DJI von starken Vibrationen, beispielsweise einer Montage am Motorrad- oder Fahrradlenker, ausdrücklich ab.
Dual-Kamerasystem: 20 mm und 60 mm sind zwei echte Kameras
Der entscheidende technische Unterschied liegt im physischen Dual-Kamerasystem. Der DJI Osmo Pocket 4P verwendet nicht einen Sensor, aus dem für die Teleansicht lediglich ein Ausschnitt herausgeschnitten wird. Hinter dem 20-mm-Weitwinkel und dem 60-mm-Med-Tele arbeiten zwei eigene Sensoren und zwei eigene Objektive.
Die Kameras nehmen nicht gleichzeitig auf und werden anschließend auch nicht zu einem gemeinsamen Bild verrechnet. Stattdessen wechselt der Pocket 4P abhängig von der gewählten Zoomstufe auf die passende Kamera. DJI stimmt beide Systeme farblich aufeinander ab, damit der Übergang beim Brennweitenwechsel möglichst natürlich wirkt.
Die 20-mm-Weitwinkelkamera nutzt einen 1-Zoll-CMOS-Sensor; die 60-mm-Med-Telekamera besitzt einen separaten 1/1,28-Zoll-CMOS-Sensor und eine lichtstarke f/1,8-Optik.
20 mm
Weitwinkelkamera
Der 1-Zoll-CMOS-Sensor, die f/2,0-Blende und eine Naheinstellgrenze von 9 cm machen diese Kamera zur ersten Wahl für Vlogs, Landschaft, Architektur, Innenräume und Gruppen. Im 10-Bit-Profil D-Log 2 nennt DJI einen maximalen Dynamikumfang von bis zu 17 Blendenstufen.
60 mm
Med-Telekamera
Der 1/1,28-Zoll-CMOS-Sensor, die f/1,8-Blende und eine Fokusgrenze von 20 cm richten sich an Porträts, Details und stärker verdichtete Bildkompositionen. Die längere Brennweite reduziert die für starke Weitwinkel typische Perspektivverzerrung im Gesicht.
Welche Kamera ist technisch stärker?
Die Antwort hängt vom Motiv ab. Das Weitwinkel ist mit seinem größeren Sensor, D-Log 2 und maximal 17 Blendenstufen klar auf hohen Dynamikumfang und anspruchsvolle Lichtverhältnisse ausgerichtet. Die Telekamera liefert dagegen die für Porträts angenehmere Perspektive, eine f/1,8-Blende und optisch echte 60 mm. Sie ist keine bloße Vergrößerung des Weitwinkelbilds, erreicht aber nicht in jedem Modus dieselben Grenzwerte wie die Hauptkamera.
Praxisnutzen der beiden Brennweiten
20 mm zeigt mehr Umgebung und erleichtert Selfie-Vlogs oder enge Innenräume. 60 mm setzt Personen und Details gezielter frei, ohne dass die Kamera körperlich näher an das Motiv muss. Der größte Mehrwert des 4P liegt damit weniger in einer abstrakten Zoomzahl als im schnellen Wechsel zwischen zwei sichtbar unterschiedlichen Bildsprachen.
Foto: Auflösung, ISO, Verschluss und Zoom
Der DJI Osmo Pocket 4P nimmt Einzelbilder mit ungefähr 37 Megapixeln auf. Als maximale Bildgrößen nennt DJI 7.680 × 4.320 Pixel im Seitenverhältnis 16:9 und 6.144 × 6.144 Pixel im quadratischen 1:1-Format. Gespeichert wird als JPEG, DNG oder JPEG+DNG. Damit steht neben der direkt nutzbaren JPEG-Datei auch ein RAW-Workflow für nachträgliche Belichtungs- und Farbkorrekturen zur Verfügung.
| Fotofunktion | Spezifikation | Einordnung |
|---|---|---|
| Einzelaufnahme | Ca. 37 MP | Hohe Auflösung für Ausschnitte, Social Content und detailreiche Einzelbilder. |
| Maximale Größe 16:9 | 7.680 × 4.320 Pixel | Breites Format für Displays, Video-Thumbnails und Landschaft. |
| Maximale Größe 1:1 | 6.144 × 6.144 Pixel | Quadratisches Format für Social-Media-Posts. |
| Dateiformate | JPEG, DNG, JPEG+DNG | DNG erlaubt einen flexibleren RAW-Workflow. |
| Countdown | Aus, 0,5, 1, 2, 3, 5 oder 10 Sekunden | Hilfreich bei Gruppenbildern, Selfies und Aufnahmen vom Stativ. |
| Panorama | 180° und 3×3 | Panoramen werden im Gerät zusammengesetzt; das Weitwinkel-Zusatzobjektiv ist dafür nicht vorgesehen. |
| Fotozoom | Bis 9× | 1× und 3× entsprechen den beiden physischen Brennweiten; darüber arbeitet zusätzlicher Digitalzoom. |
Elektronischer Verschluss bis 1/16.000 Sekunde
Beide Kameras unterstützen im Fotomodus elektronische Verschlusszeiten von 1/16.000 bis 4 Sekunden. Im automatischen Videomodus reicht die kürzeste Zeit ebenfalls bis 1/16.000 Sekunde; die längste Zeit wird durch die gewählte Bildrate begrenzt. Im manuellen Videomodus nennt DJI einen Bereich von 1/16.000 bis 1/4 Sekunde.
Die sehr kurze Verschlusszeit hilft bei hellem Licht und schnellen Bewegungen. Für filmisch wirkende Bewegungsunschärfe ist sie aber nicht automatisch die beste Wahl. Wer nach der 180-Grad-Shutter-Regel filmen möchte, benötigt bei Tageslicht häufig ND-Filter, um trotz längerer Verschlusszeit korrekt zu belichten.
ISO-Bereiche richtig lesen
Der maximale ISO-Wert ist kein Qualitätsversprechen, sondern zunächst nur die obere Verstärkungsgrenze. Das Weitwinkel reicht im Low-Light-Modus bis ISO 51.200, die Telekamera bis ISO 25.600. Höhere Werte können eine Aufnahme ermöglichen, bringen aber meist mehr Rauschen und weniger feine Texturen mit sich. Für technisch saubere Ergebnisse bleiben gute Belichtung und eine möglichst niedrige Empfindlichkeit entscheidend.
Videoauflösungen, Bildraten und Zeitlupe
Im normalen Videomodus zeichnet der DJI Osmo Pocket 4P 4K in 16:9 bis 60 fps auf. Für vertikale Inhalte stehen 3K in 9:16 bis 60 fps und vertikales Full HD bereit. Das Videoformat ist MP4 mit HEVC-Kompression, die maximale Videobitrate beträgt 180 Mbit/s.
| Modus | Auflösung | Bildraten |
|---|---|---|
| 4K 16:9 | 3.840 × 2.160 | 24, 25, 30, 48, 50 oder 60 fps |
| Full HD 16:9 | 1.920 × 1.080 | 24, 25, 30, 48, 50 oder 60 fps |
| 3K vertikal 9:16 | 1.728 × 3.072 | 24, 25, 30, 48, 50 oder 60 fps |
| Full HD vertikal 9:16 | 1.080 × 1.920 | 24, 25, 30, 48, 50 oder 60 fps |
| Low-Light 4K | 3.840 × 2.160 | 24, 25 oder 30 fps |
| Low-Light Full HD | 1.920 × 1.080 | 24, 25 oder 30 fps |
Zeitlupe: Weitwinkel bis 4K/240 fps
Die Zeitlupenwerte unterscheiden sich zwischen beiden Kameras. Das Weitwinkel erreicht bei 4K 100, 120, 200 oder 240 fps. Die Telekamera bietet 4K mit 100, 120 oder 200 fps. In Full HD unterstützen beide Kameras 120 und 240 fps. Welche Verlangsamung daraus entsteht, hängt von der späteren Wiedergabebildrate ab.
| Kamera | 4K-Zeitlupe | Full-HD-Zeitlupe | Besonderheit |
|---|---|---|---|
| 20-mm-Weitwinkel | 100/120/200/240 fps | 120/240 fps | Maximalwert 4K/240 fps |
| 60-mm-Med-Tele | 100/120/200 fps | 120/240 fps | 4K maximal 200 fps |
Warum 240 fps nicht automatisch besser sind
Sehr hohe Bildraten eignen sich für kurze, helle Actionszenen und dramatische B-Roll. Jede Sekunde benötigt jedoch deutlich mehr Einzelbilder und damit mehr Licht, Datenrate und Rechenleistung. In dunklen Situationen kann eine moderate Bildrate sichtbar sauberere Ergebnisse liefern. Der höchste Zeitlupenwert sollte deshalb gezielt und nicht als dauerhafte Standardeinstellung eingesetzt werden.
Hyperlapse, Timelapse und Motionlapse
Für beschleunigte Zeitabläufe stehen drei Modi bereit. Hyperlapse verbindet Zeitraffer mit einer bewegten Kamera. Timelapse arbeitet von einer festen Position, während Motionlapse bis zu vier Gimbal-Positionen anfahren kann.
| Modus | Auflösung und Bildrate | Einstellungen |
|---|---|---|
| Hyperlapse | 4K oder 1080p mit 25/30 fps | Auto, 2×, 5×, 10×, 15× oder 30× |
| Timelapse | 4K, 3K oder 1080p mit 25/30 fps | Intervalle 0,5 bis 60 Sekunden; Dauer von 5 Minuten bis unbegrenzt |
| Motionlapse | 4K, 3K oder 1080p mit 25/30 fps | Intervalle 0,5 bis 60 Sekunden; 5 Minuten bis 10 Stunden; bis zu vier Positionen |
Im Pro-Modus lassen sich bei Timelapse und Motionlapse neben dem fertigen Video auch einzelne JPEG- oder RAW-Bilder speichern. Bei Hyperlapse ist diese zusätzliche Einzelbildspeicherung nicht vorgesehen.
D-Log 2, 10 Bit, Film Tones und Pro-Modus
Für die professionelle Nachbearbeitung ist D-Log 2 die wichtigste Farboption. DJI beschreibt das Profil als neue Log-Kurve mit bis zu 17 Blendenstufen Dynamikumfang. Sie hält Kontrast und Sättigung bei der Aufnahme bewusst zurück, damit in der Farbkorrektur mehr Spielraum für Lichter, Schatten und Farbstimmung bleibt.
Die zentrale Einschränkung von D-Log 2
10-Bit D-Log 2 unterstützt nur 1× Zoom. Die maximale Dynamik von bis zu 17 Blendenstufen bezieht sich damit auf die Weitwinkelkamera und ist nicht auf alle Zoomstufen oder die Telekamera übertragbar. Wer das 60-mm-Bild nutzt, arbeitet nicht mit derselben D-Log-2-Maximalspezifikation.
Sechs integrierte Film Tones
Für einen schnelleren Workflow ohne umfangreiches Grading bietet der Pocket 4P sechs integrierte Looks:
- CC Film
- NC Film
- Pastel
- Warm Tone
- Movie
- Retro
Film Tone und die kamerainterne Beautify-Funktion sind nur im Videomodus verfügbar und können nicht gleichzeitig verwendet werden. Wird Film Tone aktiviert, ist Beautify deaktiviert; umgekehrt schaltet der Wechsel zu Film Tone eine zuvor aktive Beautify-Verarbeitung aus.
Was im Pro-Modus einstellbar ist
Der Umfang variiert nach Aufnahmemodus:
| Modus | Wichtige Pro-Parameter |
|---|---|
| Foto | Belichtung, Weißabgleich, Dateiformat und Fokusmodus |
| Video | Belichtung, Weißabgleich, App Glamour Effects, Beautify, Farbe, Film Tone, Fokus, Breathing Compensation, Bildanpassung, Audiokanal, Windgeräuschreduktion, Richtaudio und Vocal Boost |
| Low-Light | Belichtung, Weißabgleich, App Glamour Effects, Fokus, Breathing Compensation und Audiooptionen |
| Zeitlupe | Belichtung, Weißabgleich, Film Tone, Fokus, Bildanpassung und Audiooptionen |
| Timelapse | Belichtung, Weißabgleich, Format und Fokusmodus |
3-Achsen-Gimbal und ActiveTrack 8.0
Der mechanische Gimbal stabilisiert Pan-, Tilt- und Rollbewegungen. DJI nennt eine maximale kontrollierbare Bewegungsgeschwindigkeit von 180° pro Sekunde und einen Winkelvibrationsbereich von ±0,005°. Der kontrollierbare Bereich ist kleiner als der vollständige mechanische Bewegungsraum, weil Motoren, Kabelwege und Anschläge Reserven benötigen.
Pan, Tilt und Roll werden mechanisch stabilisiert. Unterschiedliche Gimbal-Modi bestimmen, welche Achsen der Handbewegung folgen und welche Ausrichtung gehalten wird.
Die vier Gimbal-Ausrichtungen
| Gimbal-Modus | Verhalten | Typischer Einsatz |
|---|---|---|
| Follow | Pan und Tilt folgen dem Griff, die Rollachse bleibt waagerecht. | Vlogs, Selfies und die meisten Alltagssituationen. |
| Tilt Locked | Nur Pan folgt, Tilt bleibt gesperrt und Roll waagerecht. | Push-ins, Pull-outs und seitliche Kamerafahrten. |
| FPV | Die Kamera folgt der Griffbewegung frei und startet beziehungsweise zentriert horizontal nach vorn. | Immersive Bewegungen und kreative Perspektiven. |
| FPV senkrecht | Freies Folgen; beim Starten oder Zentrieren steht die Kamera senkrecht zum Griff. | Spezielle rig- oder wearable-nahe Aufnahmepositionen. |
Eine separate „Stabilisierungsstärke“ lässt sich nicht einstellen. Stattdessen kombiniert der Pocket 4P die Gimbal-Modi mit drei Drehgeschwindigkeiten: langsam, mittel und schnell.
ActiveTrack 8.0: unterstützte Motive und Reichweiten
ActiveTrack 8.0 verfolgt Personen, Fahrzeuge, Haustiere und frei definierte Objekte. Das Tracking funktioniert grundsätzlich über den gesamten eingestellten Brennweitenbereich bis 12× Zoom. Ausnahmen gelten unter anderem für Multi-Person Tracking, das während der Aktivierung keinen Zoomwechsel erlaubt.
| Zoombereich | Gestensteuerung laut DJI | Motivverfolgung laut DJI |
|---|---|---|
| 1× bis 2× | Ca. 3 m | Ca. 0,5 bis 10 m |
| 2× bis 3× | Ca. 4 bis 7 m | Ca. 1 bis 15 m |
| 3× bis 6× | Teil des Bereichs 3× bis 12×: ca. 8 bis 15 m | Ca. 1,5 bis 25 m |
| 6× bis 12× | Teil des Bereichs 3× bis 12×: ca. 8 bis 15 m | Ca. 3 bis 50 m |
ActiveTrack 8.0 kann Motive zentriert verfolgen oder über Frame Tracking und Dynamic Framing bewusst außerhalb der Bildmitte halten.
Smart-Gimbal-Funktionen
- Centered Tracking: Ein Doppeltipp auf das Motiv startet eine zentrierte Verfolgung.
- Frame Tracking: Das Motiv wird an einer frei gewählten Position im Bild gehalten.
- Multi-Person Tracking: Der Pocket 4P hält bis zu acht Personen im Bild und passt den Ausschnitt dynamisch an. Währenddessen ist Zoomen nicht möglich.
- Spotlight Follow: Die Kamera folgt dem registrierten Motiv, das der Bildmitte am nächsten ist.
- Dynamic Framing: Das Motiv wird anhand von Goldener Spirale oder Drittelregel an einer bewusst gewählten Position gehalten.
- SpinShot: Der Gimbal rotiert für einen Effektshot um 90 oder 180 Grad.
ActiveTrack steht nicht in Panorama, Timelapse, Motionlapse oder SpinShot bereit. Im horizontal gehaltenen FPV-Modus ist es ebenfalls nicht verfügbar. Für eine zuverlässige Erkennung empfiehlt DJI gute Lichtverhältnisse.
Audio: drei Mikrofone, zwei Sender und vier Kanäle
Der Pocket 4P besitzt drei interne Mikrofone. Im normalen Betrieb ist Richtaudio standardmäßig auf „Alle“ gestellt. Im Pro-Modus kann zwischen Vorn, Vorn und hinten sowie Alle gewählt werden. Die Audioausgabe erfolgt mit 48 kHz, 16 Bit und AAC.
Audio Zoom ist standardmäßig aktiv und passt die interne Tonaufnahme an den Zoomfaktor an. Eine manuelle Gain-Regelung für die internen Mikrofone ist nicht vorgesehen. Bei verbundenem DJI-Mikrofon oder einem kompatiblen externen Audiogerät kann die Verstärkung dagegen angepasst werden.
Für Interviews, Musik und Reportage kann der DJI Osmo Pocket 4P externe Sender mit dem internen Stereo-Ambiente in einer vierkanaligen Datei kombinieren.
So funktioniert der OsmoAudio-Vierkanal-Workflow
Sobald mindestens ein kompatibler DJI Mic-Sender verbunden ist, enthält die Videodatei automatisch zwei Audiospuren mit insgesamt vier Kanälen:
| Spur | Kanäle | Inhalt |
|---|---|---|
| Audiospur 1 | Links und rechts | Bei einem Sender liegt dessen Signal auf beiden Kanälen. Bei zwei Sendern wird Sender 1 links und Sender 2 rechts aufgezeichnet. |
| Audiospur 2 | Links und rechts | Stereosignal des internen Mikrofonarrays für Umgebung und Atmosphäre. |
Die interne Mikrofonaufnahme kann alternativ als separate AAC-Datei oder als zweite Spur im MP4 gesichert werden. Dieses Built-in Mic Audio Backup ist nicht in Zeitlupe, Timelapse, Hyperlapse, Webcam oder DisplayPort-Übertragung verfügbar.
Mikrofon-Kompatibilität
DJI Mic 2, Mic 3, Mic Mini und Mic Mini 2 lassen sich laut DJI direkt koppeln; zwei Sender können gleichzeitig verbunden sein. Das ursprüngliche DJI Mic unterstützt keine direkte Funkverbindung und benötigt seinen per USB angeschlossenen Empfänger. Drittanbieter-Mikrofone sind über digitale USB-C-Signale oder einen geeigneten 3,5-mm-Adapter möglich.
Akku, reale Laufzeit und Schnellladen
Der fest integrierte Lithium-Ionen-Akku besitzt 1.545 mAh, 11,95 Wh und 7,74 V. DJI nennt eine maximale Laufzeit von 210 Minuten. Dieser Wert wurde bei 25 °C mit 1080p/24 fps, ausgeschaltetem Wi-Fi und ausgeschaltetem Display gemessen. Er ist damit eine Vergleichsgröße und kein Versprechen für 4K-Aufnahmen mit hellem Bildschirm, Tracking und Zubehör.
| Akkuwert | Offizielle Angabe | Einordnung |
|---|---|---|
| Kapazität | 1.545 mAh / 11,95 Wh | Fest im Kameragehäuse integriert. |
| Maximale Laufzeit | 210 Minuten | 1080p/24 fps, Wi-Fi und Display aus, 25 °C. |
| Mit vollgeladenem Battery Handle | Bis zu 130 Minuten zusätzlich | Unter denselben 1080p/24-Laborbedingungen insgesamt rechnerisch bis 340 Minuten. |
| 80 % Ladung | 18 Minuten | Gemessen mit DJI 65W Portable Charger. |
| 100 % Ladung | 32 Minuten | Gemessen unter Laborbedingungen. |
| Betrieb beim Laden | Ja | Während der Aufnahme wird die Kamera direkt aus der Stromquelle versorgt; der interne Akku lädt erst nach Aufnahmestopp. |
Schnellladen reduziert lange Pausen: Unter DJI-Laborbedingungen werden 80 Prozent in 18 Minuten und 100 Prozent in 32 Minuten erreicht.
Einfluss des Fill Lights auf die Laufzeit
Das optionale Fill Light benötigt bei mittlerer Helligkeit 0,35 W und reduziert den offiziellen 1080p/24-Laufzeitwert auf bis zu 180 Minuten. Bei hoher Helligkeit und 0,55 W nennt DJI bis zu 156 Minuten. Die Laufzeit sinkt damit gegenüber dem Test ohne Licht um ungefähr 30 beziehungsweise 54 Minuten.
Für eine längere Lagerung empfiehlt DJI, den Kameraakku auf etwa 40 bis 65 Prozent zu entladen. Beim Battery Handle nennt das Handbuch 50 Prozent, wenn es zehn Tage oder länger nicht genutzt wird.
103 GB interner Speicher, microSD und Datentransfer
Mit 103 GB internem Speicher ist der Pocket 4P sofort aufnahmebereit. Laut DJI reichen 103 GB bei Standardbitrate für ungefähr 570 Minuten in 1080p/24 fps oder 210 Minuten in 4K/60 fps. Diese Größen sind Näherungen; Farbtiefe, Motivkomplexität, Tonspuren und Firmware können den tatsächlichen Bedarf beeinflussen.
Zusätzlich unterstützt die Kamera microSD-Karten bis 1 TB. In der offiziellen Liste nennt DJI unter anderem Lexar Silver Plus und Kingston Canvas Go! Plus in Kapazitäten von 64 GB bis 1 TB mit U3, A2 und V30.
| Speicher- und Transferweg | Maximalwert laut DJI | Wichtiger Hinweis |
|---|---|---|
| Interner Speicher | 103 GB | Im Kontrollzentrum zwischen internem Speicher und microSD umschaltbar. |
| microSD | Bis 1 TB | Geschwindigkeit hängt von Karte und Übertragungsweg ab. |
| USB-C aus internem Speicher | Bis 800 MB/s | USB-3.1-konformes Kabel und geeignetes Zielgerät erforderlich. |
| Wi-Fi aus internem Speicher | Bis 90 MB/s | Funkumgebung und Endgerät beeinflussen den realen Durchsatz. |
| Wi-Fi von microSD | Bis 90 MB/s | Nur mit entsprechend schneller Speicherkarte erreichbar. |
| Dateisystem | exFAT | Formatieren löscht alle Daten dauerhaft; wichtige Dateien vorher sichern. |
Bei kabelgebundener Übertragung an einen Computer wird die Kamera in den Modus „Transfer File: USB“ versetzt. Während eines Transfers sind Foto- und Videoaufnahme nicht möglich. DJI empfiehlt, nach Abschluss auf die sichere Entfernen-Meldung des Computers zu warten, um Datenverlust zu vermeiden.
Speicher-Sicherheit
Eine microSD-Karte darf während der Aufnahme nicht entfernt werden. Vor wichtigen Drehs empfiehlt sich eine kurze Testaufnahme. Interner Speicher und Speicherkarte sollten regelmäßig gesichert werden, denn beschädigte oder versehentlich formatierte Daten lassen sich nicht zuverlässig wiederherstellen.
Wi-Fi 6, Bluetooth 5.4, Webcam und Livestream
Der DJI Osmo Pocket 4P unterstützt Wi-Fi in 2,4-, 5,1- und 5,8-GHz-Bändern sowie die Standards 802.11 a/b/g/n/ac/ax. „ax“ steht für Wi-Fi 6 und bildet die Grundlage für die von DJI genannte drahtlose Übertragungsrate von bis zu 90 MB/s. Bluetooth arbeitet im 2,4-GHz-Band mit Version 5.4, BLE und BR/EDR.
Die DJI-Mimo-App übernimmt Aktivierung, Fernsteuerung, Livebild, Firmware-Updates, Download, Bearbeitung und Teilen. Vor der ersten Nutzung muss der Pocket 4P über DJI Mimo aktiviert werden. Für eine Kabelverbindung zu einem OTG-fähigen Smartphone kann der USB-Modus gewählt und ein USB-C-zu-USB-C-Kabel verwendet werden.
Webcam-Spezifikationen
Als Webcam liefert der Pocket 4P horizontale oder vertikale Signale bis 4K beziehungsweise 3K:
| Webcam-Ausgabe | Unterstützte Bildraten | Interne Parallelaufnahme |
|---|---|---|
| 1.920 × 1.080 | 24/25/30 fps | 24/25/30/48/50/60 fps |
| 1.080 × 1.920 | 24/25/30 fps | 24/25/30/48/50/60 fps |
| 3.840 × 2.160 | 24/25/30 fps | 24/25/30/48/50/60 fps |
| 1.728 × 3.072 | 24/25/30 fps | 24/25/30/48/50/60 fps |
DJI weist darauf hin, während längerer Webcam-Nutzung auf ausreichende Kühlung zu achten. Livestreaming auf großen Plattformen wird unterstützt. Eine direkte Echtzeit-Ausgabe über ein einfaches USB-C-zu-HDMI-Kabel ist dagegen nicht vorgesehen.
Zubehör: technische Funktionen und Kompatibilität
Das Zubehör verändert nicht nur den Lieferumfang, sondern teilweise Laufzeit, Anschlussposition, Sichtfeld oder Audio-Workflow. Zu den offiziell genannten Komponenten gehören der Griff mit 1/4-Zoll-Gewinde, Battery Handle, DJI Mic 3 Transmitter, Weitwinkelobjektiv, Mini Tripod, Black Mist Filter, Expansion Adapter, magnetisches ND-Filterset, Carrying Bag, USB-C-zu-USB-C-PD-Kabel nach USB 3.1 und Fill Light.
Griff, Stativ, Battery Handle, Mikrofon, Weitwinkelvorsatz, Filter und Fill Light erweitern den Pocket 4P für unterschiedliche Produktionsanforderungen.
| Zubehör | Technischer Nutzen | Zu beachten |
|---|---|---|
| Griff mit 1/4-Zoll-Gewinde | Stativanschluss, längerer Griff und nach hinten verlegter USB-C-Port. | Nicht wasserfest; bei längeren Hochleistungsaufnahmen kann der obere Kamerabereich warm werden. |
| Battery Handle | Bis zu 130 Minuten zusätzliche 1080p/24-Laufzeit und USB-C-Datentransfer. | Lädt nicht das Smartphone; die Kamera wird beim gemeinsamen Laden zuerst geladen. |
| Fill Light | Drei Helligkeits- und drei Farbtemperaturstufen. | 12/25/40 Lux bei 0,6 m; 2.800/4.000/5.500 K; reduziert die Akkulaufzeit. |
| Weitwinkelobjektiv | Erweitert das Sichtfeld der 20-mm-Kamera. | Die 60-mm-Kamera bleibt unverändert; nicht für Panorama vorgesehen. |
| ND-Filter | Kontrollieren Lichtmenge und Verschlusszeit bei hellem Licht. | Werden per Drehverschluss montiert; Gimbal beim Anbringen nicht stark belasten. |
| Osmo FrameTap | Touchscreen-Fernbedienung mit Livebild, Gimbal- und Aufnahmesteuerung. | Maximal bis 25 m; DJI empfiehlt für stabile Kontrolle weniger als 10 m. |
Kompatibilität mit Pocket 3 und Pocket 4
Objektivzubehör und Schutzcover des Pocket 3 passen aufgrund abweichender Gehäuse- und Linsenmaße nicht. Das Pocket-3-Battery-Handle kann den Pocket 4P zwar laden, bei Datentransfer, Audio-Passthrough und Wake-up-Funktionen ist die Kompatibilität aber eingeschränkt.
Beim Pocket 4 sind größenabhängige Zubehörteile wie Schutzcover und Carrying Bag wegen des größeren Pocket-4P-Gehäuses nicht kompatibel. Battery Handle und Fill Light des Pocket 4 sind laut DJI dagegen vollständig mit dem Pocket 4P kompatibel.
ND- und Effektfilter sind kein Pflichtkauf, helfen aber bei kontrollierter Bewegungsunschärfe, hellem Tageslicht und einem bewusst weicheren Bildcharakter.
Technischer Vergleich: Pocket 4P vs. Pocket 4 vs. Pocket 3
Der Pocket 4P ist technisch nicht einfach ein leichter Pocket 4 mit zusätzlicher Zoomstufe. Er bringt die zweite physische Kamera, wächst auf 230 g und verkürzt gegenüber dem Pocket 4 den offiziellen 1080p-Laufzeitwert von 240 auf 210 Minuten. Gegenüber dem Pocket 3 steigen Displayhelligkeit, Bitrate, Zeitlupenleistung und Laufzeit deutlich.
| Merkmal | DJI Osmo Pocket 4P | DJI Osmo Pocket 4 | DJI Osmo Pocket 3 |
|---|---|---|---|
| Kameras | 20 mm + 60 mm, zwei Sensoren | 20 mm, eine Kamera | 20 mm, eine Kamera |
| Sensor | 1 Zoll + 1/1,28 Zoll | 1 Zoll | 1 Zoll |
| Objektive | 20 mm f/2,0 + 60 mm f/1,8 | 20 mm f/2,0 | 20 mm f/2,0 |
| Naheinstellgrenze Weitwinkel | 9 cm | 20 cm | 20 cm |
| Display | 2,0 Zoll, 556 × 314, 1.000 Nits | 2,0 Zoll, 556 × 314, 1.000 Nits | 2,0 Zoll, 556 × 314, 700 Nits |
| Maximale 4K-Zeitlupe | 240 fps Weitwinkel; 200 fps Tele | 240 fps | 120 fps |
| Maximale Bitrate | 180 Mbit/s | 180 Mbit/s | 130 Mbit/s |
| Abmessungen | 159,5 × 63,3 × 33,5 mm | 144,2 × 44,4 × 33,5 mm | 139,7 × 42,2 × 33,5 mm |
| Gewicht | 230 g | 190,5 g | 179 g |
| DJI-Laborlaufzeit | 210 Minuten | 240 Minuten | 166 Minuten |
| 80 % Ladung | 18 Minuten | 18 Minuten | 16 Minuten |
| 100 % Ladung | 32 Minuten | 32 Minuten | 32 Minuten |
Die zweite Kamera prägt die Bauform und das Gewicht des Pocket 4P. Technisch erkauft sich das Modell seine größere Brennweitenvielfalt mit einem größeren Gehäuse und kürzerer Laborlaufzeit als der Pocket 4.
Was der Vergleich praktisch bedeutet
Der Pocket 4P ist die vielseitigste Wahl, wenn 60-mm-Porträts und entfernte Details wichtig sind. Der Pocket 4 bleibt leichter und erreicht den höheren offiziellen Laufzeitwert, wenn eine einzelne 20-mm-Kamera genügt. Der Pocket 3 ist nochmals kompakter, fällt bei Displayhelligkeit, maximaler 4K-Zeitlupe, Bitrate und Laufzeit aber hinter die neueren Modelle zurück.
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Technische Grenzen und häufig übersehene Einschränkungen
Ein gutes Datenblatt nennt nicht nur Maximalwerte, sondern auch Bedingungen. Beim DJI Osmo Pocket 4P sind vor allem folgende Punkte wichtig:
- D-Log 2 mit 10 Bit: nur bei 1× Zoom.
- Digitalzoom: in Low-Light, Zeitlupe und Timelapse nicht verfügbar; dort stehen nur 1× und 3× als physische Brennweiten zur Wahl.
- Multi-Person Tracking: unterstützt bis zu acht Personen, erlaubt während der Aktivierung aber keinen Zoomwechsel.
- ActiveTrack: nicht in Panorama, Timelapse, Motionlapse, SpinShot und horizontalem FPV-Modus.
- Film Tone und Beautify: nicht gleichzeitig nutzbar.
- Audio-Backup: nicht in Zeitlupe, Timelapse, Hyperlapse, Webcam und DisplayPort-Übertragung.
- HDMI: keine direkte Echtzeitausgabe über ein einfaches USB-C-zu-HDMI-Kabel.
- Wasser: Kamera und Griffe sind nicht wasserfest.
- Hitze: bei langen Aufnahmen mit hoher Spezifikation kann das Gerät warm werden und bei Überhitzung die Aufnahme stoppen.
- Starke Vibrationen: DJI rät von Umgebungen mit hoher Vibrationsamplitude, etwa einer direkten Lenkerbefestigung, ab.
- Laserlicht: Sensoren nicht Laserstrahlen aussetzen, beispielsweise bei Lasershows.
- Maximale Akkulaufzeit: gilt für 1080p/24 fps mit ausgeschaltetem Display und Wi-Fi.
Diese Grenzen machen den Pocket 4P nicht grundsätzlich weniger leistungsfähig. Sie verhindern aber falsche Erwartungen wie „17 Stops bei jeder Brennweite“, „12× Zoom in jedem Modus“ oder „210 Minuten in jeder 4K-Konfiguration“.
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FAQ: häufige Fragen zu den technischen Daten
Wie groß und schwer ist der DJI Osmo Pocket 4P?
Der DJI Osmo Pocket 4P misst 159,5 × 63,3 × 33,5 mm und wiegt 230 g. Zubehör wie Battery Handle, Stativ, Mikrofon oder Fill Light kommt zusätzlich hinzu.
Hat der DJI Osmo Pocket 4P wirklich zwei Kameras?
Ja. Das System besteht aus einer 20-mm-Weitwinkelkamera mit 1-Zoll-Sensor und einer separaten 60-mm-Med-Telekamera mit 1/1,28-Zoll-Sensor. Die 60 mm sind kein bloßer Ausschnitt aus dem Weitwinkelbild.
Nehmen beide Kameras gleichzeitig auf?
Nein. Abhängig von der Zoomstufe nutzt der Pocket 4P die passende Kamera. Die Bilder beider Sensoren werden nicht gleichzeitig aufgezeichnet und zusammengeführt.
Welche Kamera unterstützt 17 Blendenstufen Dynamikumfang?
DJI nennt bis zu 17 Blendenstufen für das Profil D-Log 2. 10-Bit D-Log 2 ist auf 1× Zoom und damit auf die Weitwinkelkamera beschränkt.
Welche maximale Videoauflösung unterstützt der Pocket 4P?
Im Standardvideo nimmt der Pocket 4P 4K mit bis zu 60 fps auf. Im Zeitlupenmodus erreicht die Weitwinkelkamera 4K/240 fps und die Telekamera 4K/200 fps.
Kann der Pocket 4P echte Hochkantvideos aufnehmen?
Ja. Das vertikale 9:16-Format steht in 3K mit 1.728 × 3.072 Pixeln sowie in Full HD mit 1.080 × 1.920 Pixeln bereit, jeweils mit 24 bis 60 fps im normalen Videomodus.
Wie hoch ist die Fotoauflösung?
Einzelbilder besitzen ungefähr 37 MP. Die maximale Auflösung beträgt 7.680 × 4.320 Pixel in 16:9 beziehungsweise 6.144 × 6.144 Pixel in 1:1.
Unterstützt der Pocket 4P RAW-Fotos?
Ja. Fotos lassen sich als JPEG, DNG oder gleichzeitig als JPEG+DNG speichern.
Wie nah kann der DJI Osmo Pocket 4P fokussieren?
Die Weitwinkelkamera fokussiert ab 9 cm, die Med-Telekamera ab 20 cm. Für Produktdetails und nahe Vlog-Objekte ist deshalb häufig die 20-mm-Kamera geeigneter.
Wie viel Zoom ist möglich?
Fotos und Live Photos unterstützen bis 9×. Standardvideo, UVC/DisplayPort und geeignete Modi reichen bis 12×. Low-Light, Zeitlupe und Timelapse erlauben keinen Digitalzoom; dort werden 1× und 3× als physische Brennweiten gewählt.
Wie viel internen Speicher besitzt der DJI Osmo Pocket 4P?
Die Kamera verfügt über 103 GB internen Speicher. Zusätzlich werden microSD-Karten bis 1 TB unterstützt.
Wie lange reichen 103 GB?
DJI nennt bei Standardbitrate ungefähr 570 Minuten 1080p/24 fps oder 210 Minuten 4K/60 fps. Die tatsächliche Dauer hängt von Aufnahmeprofil, Bildinhalt, Audio und Firmware ab.
Wie lang ist die Akkulaufzeit?
Der offizielle Maximalwert beträgt 210 Minuten. Gemessen wurde bei 25 °C mit 1080p/24 fps, ausgeschaltetem Wi-Fi und ausgeschaltetem Display. Anspruchsvollere Einstellungen verkürzen die Laufzeit.
Wie schnell lädt der DJI Osmo Pocket 4P?
DJI nennt 18 Minuten bis 80 Prozent und 32 Minuten bis 100 Prozent. Die Messung erfolgte unter Laborbedingungen mit dem separat erhältlichen DJI 65W Portable Charger.
Kann der Pocket 4P während des Ladens aufnehmen?
Ja. Während der Aufnahme bezieht er Energie direkt aus der Stromquelle. Der interne Akku wird erst wieder geladen, wenn die Aufnahme beendet ist.
Ist der DJI Osmo Pocket 4P wasserdicht?
Nein. Weder Kamera noch Griffe sind wasserfest. Flüssigkeit, Regen und feuchte Anschlüsse müssen vermieden werden.
Welche Speicherkarte wird benötigt?
Unterstützt werden microSD-Karten bis 1 TB. DJI empfiehlt kompatible U3-, A2- und V30-Modelle, unter anderem aus den Reihen Lexar Silver Plus und Kingston Canvas Go! Plus.
Welche maximale Übertragungsrate ist möglich?
DJI nennt aus dem internen Speicher über USB 3.1 bis zu 800 MB/s und per Wi-Fi bis zu 90 MB/s. Das sind Maximalwerte; Kabel, Zielgerät, Speicherkarte und Funkumgebung bestimmen die reale Geschwindigkeit.
Kann der Pocket 4P als Webcam verwendet werden?
Ja. Die Webcam-Ausgabe unterstützt horizontales Full HD und 4K sowie vertikales Full HD und 3K mit 24, 25 oder 30 fps. Parallel kann intern mit bis zu 60 fps aufgenommen werden.
Unterstützt der Pocket 4P einen direkten HDMI-Ausgang?
Nein. Eine direkte Echtzeitausgabe über ein einfaches USB-C-zu-HDMI-Kabel wird nicht unterstützt.
Wie viele Personen kann Multi-Person Tracking verfolgen?
Laut DJI werden bis zu acht Personen unterstützt. Vor der Aktivierung sollte die gewünschte Brennweite gewählt werden, weil während des Multi-Person Trackings kein Zoomwechsel möglich ist.
Welche Mikrofone lassen sich direkt verbinden?
DJI Mic 2, Mic 3, Mic Mini und Mic Mini 2 können direkt gekoppelt werden; zwei Sender sind gleichzeitig möglich. Das ursprüngliche DJI Mic benötigt seinen USB-Empfänger.
Was bedeutet vierkanalige Audioausgabe?
Mit verbundenem Sender enthält das Video zwei Audiospuren: eine zweikanalige Sender-Spur und eine zweikanalige Stereospur des internen Mikrofonarrays. Damit stehen insgesamt vier Kanäle für die Nachbearbeitung bereit.
Welche Spezifikationen sind gegenüber dem Pocket 4 unverändert?
DJI nennt unter anderem das 2-Zoll-Display mit 556 × 314 Pixeln und 1.000 Nits, drei Mikrofone, den 1.545-mAh-Akku, die Schnellladezeiten sowie Wi-Fi- und Bluetooth-Grunddaten als identisch. Der Pocket 4P ergänzt vor allem das physische 60-mm-System und wächst dadurch bei Gehäuse und Gewicht.
Fazit: Die Spezifikationen zeigen eine Pocket-Kamera mit zwei klaren Rollen
DJI Osmo Pocket 4P – technische Einordnung
Die stärkste Spezifikation des DJI Osmo Pocket 4P ist nicht der größte Einzelwert, sondern die Kombination aus echter 20-mm-Weitwinkelkamera, separater 60-mm-Med-Telekamera und mechanischem 3-Achsen-Gimbal. Der 1-Zoll-Sensor mit D-Log 2 und bis zu 17 Blendenstufen zielt auf anspruchsvolle Lichtsituationen; das 60-mm-System ergänzt eine natürlichere Perspektive für Porträts und Details.
4K/60 fps, 4K-Zeitlupe bis 240 fps, 37-MP-Fotos, 103 GB interner Speicher, Wi-Fi 6, USB-3.1-Transfer, ein 1.000-Nits-Display und der vierkanalige Audioworkflow machen den Pocket 4P zu einem technisch vollständigen Werkzeug für mobile Produktionen. Gleichzeitig bleiben die Grenzen klar: D-Log 2 funktioniert nur bei 1×, Maximalzoom nicht in jedem Modus, der Laborwert von 210 Minuten gilt nicht für jede Aufnahmeeinstellung und das Gehäuse ist nicht wasserfest.
Wer vor allem wissen möchte, wie gut diese Technik in der Praxis funktioniert, sollte zum ausführlichen Test des DJI Osmo Pocket 4P wechseln. Für UVP, Combo-Lieferumfang, Rabatt und Kaufzeitpunkt ist der Artikel DJI Osmo Pocket 4P Preise und Angebote die passende Ergänzung.
Pocket 4P im Test
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Hinweis: Technische Daten, Firmware-Funktionen und Kompatibilitäten können sich ändern. Maßgeblich sind die für Region und Firmwarestand aktuellen Herstellerangaben. Laborwerte sind unter den jeweils genannten Testbedingungen zu verstehen.











