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DHL Betrugsmasche Dezember 2025: Fake-Zettel mit QR-Code im Briefkasten [So schützt du dich]

DHL-Betrugsmasche Dezember 2025 – Fake-Zettel mit QR-Code im Briefkasten (Quishing!)

Es klingt wie ein schlechter Scherz – ist aber gerade bitte sehr ernst: In der Vorweihnachtszeit 2025 landen bei vielen Menschen täuschend echte „DHL“-Benachrichtigungen im Briefkasten. Auf dem Zettel: ein QR-Code und ein Vorwand wie „Zustellung fehlgeschlagen“, „erneuter Zustellversuch“, „Zollgebühr“ oder „Nachporto“. Wer scannt, landet nicht bei DHL, sondern auf einer nachgebauten Phishing-Seite – und gibt dort im schlimmsten Fall Adresse, Login-Daten, Karten-Infos oder sogar Einmalcodes (TAN/OTP) preis. Genau diese Mischung ist so gefährlich: Offline wirkt vertrauenswürdig, und auf dem Handy sind echte/falsche URLs viel schwerer zu erkennen.

Damit du (und deine Familie/Team/Eltern) nicht in die Falle tappt: Hier kommt die maximal praktische Anleitung – mit Erkennungsmerkmalen, 60-Sekunden-Routine und einem Notfallplan, falls schon gescannt wurde.


Update-Alarm in 45 Sekunden: Das Wichtigste jetzt

  • Unaufgeforderter QR-Code im Briefkasten? Nicht scannen. Kein „Ausnahme-Scan“, kein „nur kurz gucken“.
  • Paketstatus nur direkt über offizielle Wege prüfen: Website/App – nicht über QR-Codes/Links aus Zetteln, SMS oder Mails.
  • Wichtig: DHL/Deutsche Post raten, verdächtige Nachrichten an phishing@dhl.com zu melden und Links nicht zu öffnen.
  • Schon gescannt? Dann gilt: sofort Notfallplan abarbeiten (unten) – Passwörter, Bank, Karten, 2FA.
DHL Sendung sicher verfolgen (offiziell)
DHL Betrugserkennung (offiziell)
Deutsche Post Sicherheitshinweise (offiziell)

Inhalt

  • 1) Was ist das gerade für eine DHL-Betrugsmasche?
  • 2) Warum eskaliert das in der Vorweihnachtszeit 2025?
  • 3) Die häufigsten Varianten: QR-Zettel, SMS, Mail & KI-Fakes
  • 4) Echt vs. Fake: 20-Sekunden-Check + Tabelle
  • 5) 12 Erkennungsmerkmale, die dich retten
  • 6) 60-Sekunden-Routine: Paketstatus sicher prüfen
  • 7) Notfallplan: Was tun, wenn du gescannt/gezahlt/eingegeben hast?
  • 8) Schutz für Familie, Eltern, Teams & Unternehmen
  • 9) FAQ: Die wichtigsten Fragen, die gerade alle googeln
  • Fazit: 3 Regeln, die dich praktisch immun machen

1) Was ist das gerade für eine DHL-Betrugsmasche?

Der Kern ist simpel – und gerade deshalb effektiv: Kriminelle nutzen den Ruf von DHL und das reale Paketchaos rund um Weihnachten, um Stress zu triggern: „Oh nein, mein Paket!“ Neu ist (oder aktuell besonders häufig): der physische Zettel im Briefkasten mit QR-Code. Diese Form heißt Quishing – also Phishing über QR-Codes. Die Zielseite wirkt wie DHL (Logo, Farben, Layout) und fordert dann schrittweise Daten ab: erst „harmlos“ (Name/Adresse), dann „notwendig“ (Zahlung/Verifizierung), dann richtig gefährlich (Kreditkarte, Login, Einmalcode). Der Trick: Auf dem Smartphone ist die URL oft gekürzt oder wird nicht bewusst geprüft – und genau dort spielt das Ganze seine Stärken aus.

Merke: Offline ist nicht automatisch „echter“

Viele Menschen sind bei E-Mails inzwischen skeptisch („Phishing, kenne ich“). Ein Zettel im Briefkasten wirkt dagegen wie „Real Life“ – und genau das wird ausgenutzt. Aktuelle Berichte schildern massenhaft verteilte Fake-Benachrichtigungen mit QR-Code, die auf nachgebaute Seiten führen und dort Daten abgreifen.

2) Warum eskaliert das in der Vorweihnachtszeit 2025?

Weihnachten ist für Betrüger das, was Prime Day/Black Friday für Händler ist: Peak-Season. Drei Faktoren kommen zusammen. Erstens: mehr Pakete (Bestellungen, Geschenke, Retouren) – die Wahrscheinlichkeit steigt, dass du „irgendwas erwartest“ und weniger prüfst. Zweitens: Zeitdruck („muss vor Weihnachten ankommen“, „noch schnell klären“) – und Zeitdruck ist der beste Freund von Phishing. Drittens: professionellere Infrastruktur auf Täterseite: Phishing-Kits, automatisierte Seiten, Copy-Paste-Branding, KI-Text – und skalierbare Kampagnen, die Millionen Menschen erreichen können. Genau deshalb liest du gerade überall Warnungen, dass Phishing & Paket-Betrug im Weihnachtsgeschäft extrem hochfahren.

Warum QR-Codes gerade so gefährlich sind

  • Du siehst die Zieladresse nicht „vorher“ wie bei einem Link – viele scannen & landen direkt auf der Seite.
  • Auf dem Handy sind URLs schwerer zu prüfen (weniger Platz, gekürzte Anzeige, schnelle Weiterleitungen).
  • Ein echter QR-Code kann überall kleben/liegen – im Brief, an der Haustür, auf einem „Zettel“.

3) Die häufigsten Varianten: QR-Zettel, SMS, Mail & KI-Fakes

Variante A: Der QR-Code-Zettel im Briefkasten (Quishing)

Das ist die Masche, die gerade am meisten „WTF, wie dreist“ auslöst: Ein gelber Zettel, optisch nahe am Original, liegt im Briefkasten. Darauf steht sinngemäß: „Ihr Paket konnte nicht zugestellt werden“ – und du sollst den QR-Code scannen, um einen neuen Zustellversuch zu buchen oder Gebühren zu bezahlen. Danach folgt die Datenseite. Wichtig: Ein QR-Code ist nicht automatisch Betrug (auch seriöse Prozesse nutzen QR). Der Kontext ist entscheidend: unaufgefordert, ohne Sendungsbezug, mit Zahlungs- oder Datendruck – das ist das rote Blinklicht.

Variante B: Phishing-SMS (Smishing) – „24 Stunden zahlen“

Smishing ist der Klassiker: „Paket zu groß“, „Adresse unvollständig“, „fehlende Frankatur“, „Nachporto 0,41 €“ – plus Link. Manchmal kommt eine zweite Nachricht hinterher: „Letzte Erinnerung“. Ziel: du klickst am Handy und landest auf Fake-DHL. Verbraucherzentralen warnen seit Jahren vor genau diesen Paket-SMS, weil sie extrem gut funktionieren: kurz, glaubwürdig, mobil.

Variante C: Phishing-Mails – manchmal sogar mit „echtem“ Look

E-Mails sind nicht weg – sie werden nur besser. Logos, Layout, sauberer Text, manchmal sogar plausible „Sendungsnummern“. DHL/Deutsche Post nennen typische Signale: fehlende persönliche Anrede, drängender Ton, falsche Absenderdomain, Links auf externe Seiten. Und ganz wichtig: Offizielle Hinweise empfehlen, Sendungsnummern manuell auf den offiziellen Seiten einzugeben statt Links zu klicken.

Variante D: KI-gestützte Fakes & skalierte Phishing-Netzwerke

2025 ist Phishing nicht mehr „schlecht geschrieben und peinlich“. Es ist häufig sauber formuliert, visuell stimmig und technisch skalierbar – bis hin zu internationalen Netzwerken, die Paketdienst-Nachrichten millionenfach verschicken und über zentrale Phishing-Infrastruktur abwickeln. Das ist der Grund, warum du dich nicht auf „ich erkenne Tippfehler“ verlassen solltest – du brauchst eine Routine (kommt gleich).

Die 3 häufigsten Köder-Sätze (und warum sie wirken)

  • „Zustellung fehlgeschlagen“ → du willst „sofort“ lösen, weil du auf ein Paket wartest.
  • „Zollgebühr/Nachporto“ → kleine Beträge wirken harmlos, senken deine Skepsis.
  • „Frist 24 Stunden“ → Stress schaltet dein Prüf-Hirn ab.

4) Echt vs. Fake: 20-Sekunden-Check + Tabelle

Du willst keine Theorie – du willst eine schnelle Entscheidung. Genau dafür ist dieser Check: Erwartest du wirklich ein Paket? Hast du eine Sendungsnummer aus einer echten Shop-Bestellung? Wenn nein: Zettel/SMS/Mail sind mit hoher Wahrscheinlichkeit Müll. Wenn ja: dann gilt trotzdem: nicht über QR/Link gehen, sondern selbst die offizielle Sendungsverfolgung öffnen und die Nummer dort eingeben.

Merkmal Eher seriös Eher Betrug
Kontaktweg Du hast aktiv eine Sendung bestellt und nutzt App/Website selbst Unaufgeforderter Zettel/SMS/Mail „aus dem Nichts“
Handlungsdruck Sachlich, ohne Drohung/Frist „24h zahlen“, „letzte Chance“, Stress-Ton
Link/QR Du gehst selbst zu dhl.de / dhl.com (manuell/App) QR/Link führt auf unbekannte Domain oder Dateneingabe-Maske
Zahlung Nur über nachvollziehbare offizielle Prozesse, die du erwartest Mini-Beträge + Kartendaten + „Verifizierung“ (häufig)
Absender/Domain Offizielle DHL/DP-Domains Lookalike-Domains, Bindestrich-Tricks, fremde Endungen

5) 12 Erkennungsmerkmale, die dich retten

Hier ist die Liste, die du wirklich brauchst – nicht „Security-Gelaber“, sondern Signale, die in der Praxis funktionieren. Je mehr Punkte zutreffen, desto klarer: Finger weg.

Die 12 Red Flags bei „DHL“-Zetteln, SMS & Mails

  • Du erwartest gar kein Paket – trotzdem „Zustellung fehlgeschlagen“.
  • QR-Code/Link ist der Hauptinhalt („scan hier, sonst…“).
  • Zahlung wird sofort gefordert (auch „nur“ 0,41 €).
  • Einmalcodes (TAN/OTP) sollen eingegeben oder weitergegeben werden.
  • Unpersönlich: keine klare Zuordnung, kein sinnvoller Kontext.
  • Domain wirkt „ähnlich“, ist aber nicht dhl.de/dhl.com/deutschepost.de.
  • URL ist lang/komisch, enthält viele Bindestriche oder fremde Endungen.
  • Dringlichkeit: „heute“, „24 Stunden“, „letzte Erinnerung“.
  • Anhang in Mail („Abholschein.pdf.exe“-Vibes) – nicht öffnen.
  • „App installieren“ über einen Link statt aus dem offiziellen Store.
  • Der Text ist zu generisch: passt zu jedem Menschen, jeder Lieferung.
  • Dein Bauchgefühl sagt: „Das ist irgendwie off.“ → ernst nehmen.

Wichtig: DHL/Deutsche Post nennen klare Sicherheitsregeln

Offizielle Hinweise empfehlen u. a.: Links nicht anklicken, stattdessen die gewünschte Leistung direkt auf den offiziellen Seiten aufrufen, Sendungsnummer manuell eingeben und Verdächtiges an phishing@dhl.com melden.

6) 60-Sekunden-Routine: Paketstatus sicher prüfen (ohne Scam-Risiko)

Wenn du nur eine Sache aus diesem Artikel mitnimmst, dann diese Routine. Sie ist schnell, langweilig – und genau deshalb wirksam. Betrüger gewinnen, wenn du „schnell schnell“ machst. Du gewinnst, wenn du standardisiert prüfst.

Die 60-Sekunden-Routine (wirklich alltagstauglich)

  • 1) Öffne selbst die DHL Sendungsverfolgung (Website/App) – nicht über QR/Link.
  • 2) Gib die Sendungsnummer dort manuell ein (aus Shop-Bestellmail, Kundenkonto, Rechnung).
  • 3) Wenn du keine Sendungsnummer hast: checke zuerst, ob du überhaupt etwas bestellt hast.
  • 4) Zahlungsaufforderung? Stop. Erst verifizieren (offiziell), dann handeln.
  • 5) Im Zweifel: Screenshot + melden + löschen.

Pro-Tipp (für Fortgeschrittene, aber simpel): Wenn du DHL nutzt, aktiviere – falls möglich – digitale Zustellbenachrichtigungen über Kundenkonto/App. Seriöse Infos kommen dann kontrollierter bei dir an und du hast weniger Grund, „Zettel-Panik“ zu schieben.

7) Notfallplan: Was tun, wenn du gescannt/gezahlt/eingegeben hast?

Keine Scham, kein Drama – Tempo ist jetzt entscheidend. Je schneller du reagierst, desto kleiner der Schaden. Hier sind drei Stufen: von „nur gescannt“ bis „Zahlung/OTP eingegeben“.

Stufe 1: Du hast nur gescannt (aber nichts eingegeben)

  • Browser sofort schließen, Seite nicht weiter bedienen.
  • Cache/Verlauf löschen (optional, aber sauber).
  • Gerät kurz auf ungewöhnliche App-Downloads prüfen.
  • Danach: Paketstatus nur offiziell prüfen (Routine oben).

Stufe 2: Du hast Daten eingegeben (Name/Adresse/Login)

  • Passwörter sofort ändern – besonders E-Mail (weil darüber alles zurückgesetzt wird).
  • 2FA aktivieren (Mail, Shops, Banking, PayPal, Social).
  • Wenn du dasselbe Passwort mehrfach nutzt: alles rotieren.
  • Achte in den nächsten Tagen auf „Folge-Phishing“ (die zweite Welle kommt oft nach).

Stufe 3: Du hast bezahlt oder Karten-/Bankdaten eingegeben (kritisch)

  • Karte sperren lassen (sofort). In Deutschland z. B. Sperr-Notruf 116 116 (aus dem Ausland andere Nummern möglich).
  • Bank/Kartenanbieter informieren, Buchungen prüfen, ggf. Chargeback/Anzeige klären.
  • Alle relevanten Passwörter ändern + 2FA aktivieren.
  • Beweise sichern: Screenshot, URL (nicht erneut öffnen), Zeitpunkt, Beträge.
  • Melden: phishing@dhl.com + ggf. Polizei/Verbraucherzentrale.

Achtung Sonderfall: „Einmalcode/OTP/TAN“

Wenn du einen Einmalcode eingegeben hast, ist das oft der Moment, in dem Betrüger Zahlungen „durchdrücken“. Dann gilt: sofort Bank/Kartenanbieter kontaktieren, Konten prüfen, Sperren veranlassen und Sicherheitsmaßnahmen hochfahren. Je schneller, desto besser.

8) Schutz für Familie, Eltern, Teams & Unternehmen

Diese Masche trifft nicht nur „unvorsichtige Menschen“. Sie trifft beschäftigte Menschen. Und besonders gefährdet sind Gruppen, die gerne helfen („Ich kümmer mich kurz um das Paket“). Deshalb: Mach es zur Regel – nicht zur „Kompetenzfrage“.

Familien-Regel (so einfach, dass sie wirkt)

  • Keine QR-Codes aus Briefkasten-Zetteln scannen. Punkt.
  • Paketstatus wird nur über App/Website geprüft, die man selbst öffnet.
  • Wenn jemand unsicher ist: Foto in Familienchat + „Fake?“ fragen, statt zu scannen.

Für Teams/Unternehmen: Mini-Awareness, maximaler Effekt

  • Kurze interne Ansage: „Keine QR-Zettel scannen, keine Paketlinks klicken.“
  • Offizieller Prozess: Paketthemen nur über zentrale Stellen/Apps, nicht über „spontane Links“.
  • Technisch: Browser-/Endpoint-Schutz aktuell halten, 2FA überall, Passwortmanager nutzen.

9) FAQ: Die wichtigsten Fragen, die gerade alle googeln

Ist ein DHL-QR-Code immer Betrug?

Nein. QR-Codes können auch in legitimen Prozessen vorkommen. Entscheidend ist der Kontext: unaufgefordert, Briefkasten-Zettel, Zahlungs-/Datendruck, keine klare Sendungszuordnung – das sind starke Betrugssignale. Sicher ist: Paketstatus prüfst du am besten, indem du die offizielle Seite/App selbst öffnest und nicht über QR/Link gehst.

Was ist „Quishing“?

Quishing ist Phishing über QR-Codes. Statt dass du einen Link anklickst, scannst du einen QR-Code und landest auf einer gefälschten Seite, die Daten oder Zahlungsinfos abgreift. Gerade im mobilen Browser sind Fake-URLs schwerer zu erkennen.

Ich habe einen QR-Zettel im Briefkasten – was mache ich damit?

Nicht scannen. Wenn du wirklich ein Paket erwartest, prüfe den Status ausschließlich über die offizielle Sendungsverfolgung (manuell/App). Verdächtige Inhalte kannst du dokumentieren (Foto) und an offizielle Stellen melden.

Wohin kann ich verdächtige DHL-Nachrichten melden?

DHL nennt dafür u. a. phishing@dhl.com (verdächtige Mails idealerweise als Anhang weiterleiten). Zusätzlich kann je nach Fall auch eine Meldung bei Verbraucherzentrale/Polizei sinnvoll sein.

Ich habe gezahlt – kann ich das Geld zurückholen?

Das hängt vom Fall ab. Wichtig ist: sofort Bank/Kartenanbieter kontaktieren, Buchungen prüfen, Karte sperren lassen und Belege sichern. Je schneller du reagierst, desto besser stehen die Chancen, Folgeschäden zu verhindern.

Fazit: 3 Regeln, die dich praktisch immun machen

Diese Betrugswelle lebt nicht von „Hackermagie“, sondern von Stress, Weihnachtshektik und dem Reflex „ich klär das schnell“. Deshalb funktionieren drei einfache Regeln brutal gut: (1) Keine unaufgeforderten QR-Codes scannen – besonders nicht aus Briefkasten-Zetteln. (2) Paketstatus nur über offizielle Wege prüfen, die du selbst öffnest (App/Website) – und Sendungsnummer manuell eingeben. (3) Sobald Geld, Karte oder Einmalcode im Spiel sind: Stop, erst verifizieren – und falls schon passiert: Notfallplan abarbeiten. Das ist nicht paranoid – das ist 2025 einfach digitale Hygiene.

DHL Betrugserkennung: Verdächtiges sofort melden (Anti-Abuse) – so geht’s richtig

DHL bittet ausdrücklich um Mithilfe bei der Bekämpfung von Online-Betrug: Wenn du den Verdacht hast, dass gefälschte E-Mails, SMS, Websites oder Social-Media-Accounts (inkl. WhatsApp) sich als DHL ausgeben, sollst du das so früh wie möglich melden – damit DHL schnell Maßnahmen gegen die Betrugsinfrastruktur einleiten kann.

  • Zentrale Meldestelle: Schicke alles Verdächtige an phishing@dhl.com.
  • Wichtig: DHL prüft Hinweise gründlich, reagiert aber in der Regel nicht auf persönliche Einzelfragen.
  • Sendungsstatus/Rechnung? Dafür bitte direkt den offiziellen DHL-Kundenservice nutzen (nicht über dubiose Links/QR-Codes).

Diese Betrugsarten kannst (und solltest) du melden

  • Gefälschte E-Mails (Phishing, Fake-Rechnungen, „Zustellung fehlgeschlagen“, Anhänge/Links)
  • Gefälschte SMS (Smishing, „24 Stunden zahlen“, Nachporto/Zoll, Link-Druck)
  • Gefälschte Social-Media-Accounts (inkl. WhatsApp-Betrug, Fake-Support, Fake-Gewinnspiele)
  • Gehackte DHL-Accounts (Verdacht auf Account-Übernahme, ungewöhnliche Logins/Änderungen)

„Echt oder Fake?“ – DHL-Merkmale, die du sofort checken kannst

  • Offizielle Absender-Domains kommen z. B. von @dhl.com, @dpdhl.com, @dhl-news.com, @dhl.de, @dhl.fr oder einer anderen DHL-Landesdomäne (nach „@dhl…“).
  • Achtung, perfide Variante: Es gibt Phishing-Mails mit scheinbar seriösen DHL-Domains. Wenn’s trotz „passendem“ Absender komisch wirkt, prüfe besonders auf Dringlichkeit, Grammatik, unbekannte URLs und verdächtige Anhänge.
  • DHL nutzt für den Versand keine kostenlosen Mail-Dienste wie @gmail, @yahoo etc.
  • Links führen nur auf DHL-eigene Seiten, z. B. beginnend mit https://dhl.com/, https://dpdhl.com/, https://dhl-news.com/ oder einer offiziellen Landes-/Kampagnenseite.

So meldest du Phishing-Mails korrekt (damit DHL wirklich handeln kann)

Warum das wichtig ist: Um Betrug technisch abzustellen, braucht DHL möglichst den vollständigen Mail-Header. Der fehlt oft, wenn man nur „normal“ weiterleitet.

  • Am Desktop (empfohlen): Ziehe die verdächtige E-Mail per Drag & Drop in eine neue Nachricht und sende sie als Anhang an phishing@dhl.com (so bleibt der Header erhalten). Wenn Drag & Drop nicht geht, hänge die Mail nach Möglichkeit als Datei/Anhang an (je nach Mail-Programm).
  • Am Smartphone: Leite die Nachricht an phishing@dhl.com weiter – und wenn möglich zusätzlich später vom Desktop als Anhang. Markiere die Mail außerdem als Spam, damit dein Anbieter Gegenmaßnahmen ergreifen kann.
  • Wichtig: Nicht auf unbekannte Links klicken und keine Anhänge öffnen, wenn dir etwas verdächtig vorkommt.

Betrügerische Nutzung der Marke DHL: Das typische Muster

Häufig wird der DHL-Name missbraucht, um bei Online-Käufen „seriös“ zu wirken – etwa mit E-Mails/Grafiken, die angeblich von DHL stammen. Typisch sind Fake-Shops oder Fake-Angebote, bei denen du zur Vorkasse gedrängt wirst, bevor überhaupt geliefert wird.

  • Wichtig: DHL weist darauf hin, dass die einzigen Zahlungen, die DHL per E-Mail/SMS anfordert, Zollgebühren und Steuern betreffen. Dabei gibt es eine Sicherheitsmaßnahme: Vor der Zahlungsabwicklung wird ein OTP an den registrierten Ansprechpartner des Empfängers gesendet.
  • Hinweis: Das ändert nichts an rechtmäßigen Gebühren (z. B. Versandkosten/Zoll/Mehrwertsteuer), die bei Zustellung legal fällig sein können.
  • Haftung: DHL übernimmt keine Verantwortung für Kosten/Gebühren/Zahlungen, die im Zuge betrügerischer Aktivitäten unrechtmäßig erhoben wurden.
Offizielle DHL-Seite: Betrugserkennung & Meldewege
Kategorie Smart Home | 84 Aufrufe | Tags Bank, Betrug, Betrugsmasche, Briefkasten, Cybersecurity, DHL, DHL Betrug, IT-Sicherheit, Kreditkarte, Online-Sicherheit, Paketbetrug, Phishing, QR Code, Quishing, Schütze dich vor Betrug, Sendungsverfolgung, Smishing, Sperrnotruf, Verbraucherschutz, Verbraucherzentrale, Zustellbenachrichtigung

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